WAM – We Are Music: Eine Kampfansage an die Musikindustrie

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WAM möchte Musiker mit Musikern zusammenbringen.

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Was ist WAM?

Hinter WAM verbirgt sich ein Berliner Start-Up, das Musikbranche aufmischen will. Gründer Mickael Pinto spricht von den »Bad Guys«, den bösen Plattenbossen, denen es nur noch um Profit geht. Schwärmen für einen Künstler? Fehlanzeige.

Somit begann Pinto 2014, nach seiner Zeit bei der Universal Music Group, eine soziale Plattform für Künstler und Musikprofis ins Leben zu rufen. Musiker, Produzenten und Engineers können sich präsentieren und Kooperationen knüpfen.

Musiker an erster Stelle

Getreu dem Motto »We Are Music« soll das Netzwerk viele Möglichkeiten zur kreativen Selbstverwirklichung eröffnen. Ob Du nun auf der Suche nach einem Gitarristen bist oder einfach nur deine Sounds mit Gleichgesinnten teilen möchtest. Die Rolle des Internets wird dabei immer entscheidender.

Der Zugang zur Plattform lässt sich bequem per App mit deinem Facebook-Account oder E-Mail-Adresse einrichten. Anschließend lassen sich alle Angaben zur Person, sowie deinem musikalischen Background unter Verwendung von Hashtags einpflegen. Projekte können unter Einbindung deiner YouTube- bzw. Soundcloud-Präsenz geteilt werden. Auf Basis deiner Interessen und deines Standorts werden Dir »Matches« mit anderen Mitgliedern angezeigt (Anm. d. Red.: Tinder für Musiker? ;)).

Hierarchien der Musikindustrie durchbrechen

Ob es an der Zeit ist, die starren Geschäftsmodelle der Major Labels zu penetrieren? Definitiv ja! Die nackten Zahlen sprechen schon für sich: Es gibt 20.000 unabhängige Musiker – 70 Prozent davon ohne Plattenvertrag. Umso wichtiger, dass eine kontroverse Diskussion über den Einfluss des Internets auf die Musikindustrie stattfindet.

WAM ist ein lauter Schuss in die richtige Richtung. Das Kopfschmerzthema, dass vielleicht wirklich bald nur noch die Größten der Großen von ihrer Musik leben können, bleibt. Aber der Zusammenschluss Vieler und die gebotenen Möglichkeiten der Interaktion könnten bei verdrossenen Musiker, Tontechniker & Co. Hoffnung aufkeimen lassen.

Nutzt Du WAM schon? Kennst Du vergleichbare Angebote oder ist die Integration der Dienstleistungen und sozialen Vernetzungsmöglichkeiten in dieser Form neu? Wir sind gespannt auf dein Feedback!

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Lesermeinungen (3)

zu 'WAM – We Are Music: Eine Kampfansage an die Musikindustrie'

  • Raphael   13. Jul 2016   14:59 UhrAntworten

    Das probiere ich direkt mal aus! : )

  • Sven   14. Jul 2016   10:58 UhrAntworten

    Die Webseite https://wearemusic.org (aus dem App Store) ist wohl gerade nicht erreichbar. Außerdem: Hat http://wearemusic.pt damit irgendetwas zu tun?

  • Roland Bone   14. Jul 2016   17:14 UhrAntworten

    Tolles Konzept, ausgerechnet mit Soundcloud (wo keine Lizenzen ausbezahlt werden) und YouTube (wo gegenüber Spotify, Deezer und Tidal nur ein Bruchteil pro Stream bezahlt wird, wenn man überhaupt im Kreis der Erlauchten ist, die Gelder bekommen), soll also die Musik "geteilt" werden. Ist ja ne tolle neue Idee im Sinne der Bands und Kreativen.

Sag uns deine Meinung!

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