Was verdient ein Musiker an einer CD – Die Fortsetzung
Money makes the world go round – auch und gerade im Musikbusiness. So keimte kürzlich die Diskussion “Was verdient ein Musiker an einer CD” erneut auf.
Die bisher kursierende Statistik der Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) kam auf magere 4% für Musiker aus den Verkäufen von Alben auf CD. Und nun “korrigiert” der Verband unabhängiger Musikunternehmen e.V. (VUT) diese Zahl nach oben auf 12,27% mit einer eigenen Studie.
Was verdient ein Musiker an einer CD – Die Fortsetzung
Von neuem begonnen hatte die Diskussion auf einer Podiumsdiskussion der c/o pop in Köln, auf der Stefan Herwig vom “Dependent Label” die Zahlen als bestandlos bewertete und kurz danach eine eigene Grafik veröffentlichte. Auch Thomas Schlegel bezeichnet die Zahlen als “nahezu unbrauchbar”, gingen sie doch vom “ungünstigsten Fall aus – einer Newcomerveröffentlichung bei einem Majorlabel”. Zudem berücksichtigten die Zahlen nicht die Tatsache, dass “Musiker, die ihre Songs selber schreiben und produzieren, den Löwenanteil von Produktion und GEMA-Abgaben erhalten”.
Im Auftrag des VUT recherchierten nun Amke Block von audiomagnet und Thomas Schlegel von der Kanzlei Sasse & Partner neue Zahlen, die mit einem Anteil von 12%-17% für den Musiker am Verkauf einer CD deutlich höher liegt als der in der urspünglichen Studie. Hier ein Zitat:
“Wir haben bei Independents und Künstlern nachgefragt und sind zu einem deutlich anderen Ergebnis gekommen. Die Befragten waren sich einig, dass der Künstleranteil nur in den seltensten Fällen unter 12% liegt. Hat der Künstler auch die Komposition und den Text verfasst, sind im Schnitt 17% des Endverkaufspreises für ihn drin, da dann auch Einnahmen aus den GEMA- Lizenzen an ihn zurückfließen.”
Ist die Situation also doch gar nicht so schlimm und Musiker werden tatsächlich “in der Regel angemessen an den Einkünften der Labels beteiligt”? Ich bin mir da nicht so sicher, wenn ich anfange zwischen den Zeilen zu lesen.
Bemerkenswert sind meines Erachtens in diesem Zusammenhang folgende Punkte:
- Der Auftraggeber VUT bzw. Verband unabhängiger Musikunternehmen e.V. ist ein Verein der Musikindustrie, der Labels – und nicht etwa der Musiker.
Anm. d. Red.: Ich wurde vom VUT in den Kommentaren darauf hingewiesen, dass sich 30% Musiker (die sich selbstvermarkten) in seinen Reihen befinden. Insofern gilt es, den Einwand im letzten Nebensatz zu relativieren. - Genau wie schon bei der ersten Studie wurden keine genaueren Angaben zu den Quellen gemacht oder über Umfang der Umfrage.
- Thomas Schlegel bekräftigt mit seiner Äusserung über den “ungünstigsten Fall” den Wahrheitsgehalt der ersten Studie. Es handelt sich demnach um eine Newcomerveröffentlichung bei einem Majorlabel.
Anm. d. Red.: Ein weiterer Nachtrag. Es handelt sich nicht um eine Studie, sondern um “Schätzung”, wie aus dem Kommentar von Eva Kiltz hervorgeht. - Die neue Studie des VUT betont: “Wir haben bei Independents und Künstlern nachgefragt”. Also sind in der neuesten Statistik die Major-Labels wohl ausgeschlossen worden. Diese hätten den Prozentsatz vermutlich deutlich nach unten gedrückt.
- Amke Block zeichnet bereits für die erste Erhebung mitverantwortlich, was wieder die Glaubwürdigkeit beider Erhebungen unterstreicht (oder eben nicht, falls Du einen anderen Standpunkt bevorzugst). Jedenfalls kann ich von Falschinformationen, wie gulli schreibt, nichts feststellen.
- Die Kanzlei Sasse & Partner geht gegen Urheberrechsverletzungen aus Filesharing vor.
- Die BPB hat wohl den Gegenwind bemerkt und reagierte auf die von VUT und diversen Labels geäusserte Kritik mit der Löschung der ursprünglichen Studie. Eingeständnis schlechter Recherchen und daraus resultierender Falschinformation oder Lobbyarbeit?
Und was bedeutet das alles jetzt?
Zum einen ist klar, betrachtet man den Auftraggeber und die Ausführenden, dass diese Studie zu diesem Ergebnis kommen musste: “Aber in einem waren sich alle einig: in der Regel teilen Label und Künstler die Einkünfte aus Tonträgerverkäufen fair”. Die Labels können ja auch nicht ernsthaft etwas anderes behaupten.
Statistiken sprechen immer für den, der sie erstellt oder erstellen lässt. Für mich persönlich scheint auch klar, dass die Wahrheit irgendwo in der Mitte beider Studie liegen muss und dass es für Bands heute mehr denn je lohnt, über eine anständige Selbstvermarktung nachzudenken und Labels nicht mehr als den einzig gangbaren Weg zu betrachten. Denn: Wer am Anfang seiner Karriere als Musiker oder Band steht, der hat keine starke Verhandlungsposition beim Label – gleich ob Independent oder Major. Zu verschenken hat niemand etwas.
Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf Deine Meinung und vielleicht kommen ja noch einige neue und interessante Erkenntnisse hinzu.
via // Studie des VUT



20. Sep 2009 | 11:49 Uhr
Selbst wenn ein Musiker tatsächlich 17% an einer CD verdient, dann kann man leicht ausrechnen, wie viele er verkaufen muss, bis er auf ein passables Einkommen kommt. Wenn dann auch noch die ganze Kapelle am Songwriting beteiligt war (was oft die korrekte faire Situation wäre) und sagen wir mal aus vier Köpfen besteht, dann wird es nochmal weniger.
Also viel giggen und dabei die CDs direkt verkaufen? Ja, klar… aber wozu dann noch eine Plattenfirma und das ganze teure Brimborium?
20. Sep 2009 | 12:04 Uhr
Wer kann denn zur Zeit viel auftreten, wenn eine Band nicht schon einen Namen hat ?
20. Sep 2009 | 12:48 Uhr
Wie sagt man im Volksmund so schön: Eine Statistik ist immer nur so gut wie der, der sie fälscht.
20. Sep 2009 | 15:20 Uhr
Was die GEMA angeht: Es gibt noch den Fall, dass ein Label auch einen angeschlossenen Verlag hat und den Künstler bittet/zwingt, den Titel über diesen Verlag verlegen zu lassen. Das schmälert die GEMA-Einnahmen des Künstlers, weil die nun zwischen Künstler und Verlag geteilt werden.
20. Sep 2009 | 21:31 Uhr
Oh weia. Geht das gehetze wieder los…
“Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und Musikproduzenten” heißt es ausgeschrieben. Warum sollen sie Statisktiken für Major Labels erstellen ? Ich finde ihr legt das etwas seltsam aus.
Ich versteh auch nicht wo das Problem ist ? Man kann eine CD komplett alleine herstellen und den ganzen Gewinn alleine Eintüten. Als ob man gezwungen wird sich ein Label zu suchen oder sich Musik von Major Labels zu kaufen.
Mich persönlich interessieren solche Statistiken nullinger. Wenn ich ein Plattenvertrag von nem Label bekommen habe, konnte ich mir das genau überlegen ob ich da bock drauf hatte oder nicht. Finde da nichts verwerfliches daran. Und wer meint das er mehr Kohle vom Kuchen abhaben will, kann sein eigenes Label aufziehen. Genau das habe ich persönlich jetzt auch gemacht, was dank dem VUT Verein auch kein Problem war. Denn soweit ich das sehe, ist der Verein genau dafür da: Leuten und vorallem Musikern zu helfen einen Label aufzuziehen.
Ach ne – ich vergaß: der Verein ist ja ein Teil “der bösen Musikindustrie ” und – zitat – “und nicht etwa der Musiker.”
Es gibt heute noch genug möglichkeiten Musik auf altmodischen Weg zu veröffentlichen und auch im Indipendent Bereich erfolgreich zu sein. Geld fliesst immernoch – wenn auch nicht mehr so viel wie früher. Aber ich würde mir wünschen wenn delemar den Nachwuchs auch mehr dazu ermutigen würde, anstatt immer nur dieses Feinbild aufzubauen. Vielleicht kommts mir ja auch nur so vor. Aber warum gebt ihr Tips für den Demo Versand, wenn ihr der Meinung seid daß die Musikindustrie sowieso nur aus vera**** und abzocke besteht ?
Oder hab ich da was falsch verstanden ?
Cheers Alex
21. Sep 2009 | 09:31 Uhr
Alex, du hast da ein paar interessante Punkte aufgeführt. Ich hab Delamar jetzt schon lang genug gelesen, dass ich folgendes behaupten kann: Natürlich hat Delamar auch Tipps für erfolgreiche Selbstvermarktung im Programm.
Für das “Feindbild” ist meiner Meinung nach, die Musikindustrie aber selbst verantwortlich. Wie du schon selbst sagst kann ein Label heute auch noch ganz klassisch Kohle verdienen. Die Indie-Labels sind da meistens auch noch ganz fair ihren Künstlern gegenüber aber ich höre immer mal wieder von den 360°-Verträgen, die meiner Meinung nach bei jeder anderen “Industrieform” mehr als nur gewerkschaftsfeindlich wären.
Wenn man einen Vertrag mit nem Major eingeht, sollte man sich bewußt darüber sein, dass man dann X Singles und Y Alben veröffentlichen MUSS. Das ist Bestandteil des Vertrages und auch legitim. Dennoch heißt das auch: Man muss an seiner Musik arbeiten und nebenbei noch PR-Termine, Talkshows, Konzerte, Radiogigs, Musikvideos, Werbespots und was weiß ich erledigen. So ganz nebenbei soll man auch noch das nächste Album produzieren.
Wie gesagt: Wer sich den Stress antun möchte, soll das gerne tun. Was mich aber wirklich stört ist: Wenn ich als Musiker nen Liveauftritt habe, warum darf ich darf ich bei nem 360er nicht sämtliche Konzerteinnahmen (abzüglich Hallenmiete, Strom) behalten? Die Majors haben sich angewöhnt, ihren Künstlern ein Gehalt zu zahlen.
Und das geht einfach gar nicht, zumindest ICH hab da ein Problem mit.
Das Feindbild resultiert meiner Meinung nach eben aus dieser kreativen Ausbeutung und natürlich daraus, dass gerade die Majors gerne mal die Musikfans verklagen. Ohne das das wieder ne Grundsatzdiskussion über P2P werden soll: Musik wurde schon immer kopiert, damals waren’s Tapes und heute sind es halt CDs oder USB-Sticks…
Wenn die Majors nicht einen unglaublich fettwanstigen Verwaltungsapparat hätten und von BWL-Studenten geleitet würden, sondern von ner Bande durchgeknallter Hippies (wie es halt mal war) regiert werden würden, wäre es vermutlich wesentlich vielfältiger. Es gäbe eine größere Vielfalt an Musik (vgl. Joe Cocker vs. Kraftwerk) und die MUSIK wäre wieder entscheidend und nicht das geile Aussehen der Lead-Sängerin.
21. Sep 2009 | 10:52 Uhr
@Christian: Du sagst “Was die GEMA angeht: Es gibt noch den Fall, dass ein Label auch einen angeschlossenen Verlag hat und den Künstler bittet/zwingt, den Titel über diesen Verlag verlegen zu lassen. Das schmälert die GEMA-Einnahmen des Künstlers, weil die nun zwischen Künstler und Verlag geteilt werden.”
–> Das ist in der Grafik aber schon berücksichtigt.
21. Sep 2009 | 11:15 Uhr
Lieber Autor (leider steht Dein Name nicht unter Deinem Artikel?),
ich will die Gelegenheit nutzen, um einiges von dem was Du feststellst zu kommentieren:
1. Der Auftraggeber VUT bzw. Verband unabhängiger Musikunternehmen e.V. ist ein Verein der Musikindustrie, der Labels – und nicht etwa der Musiker.
Wobei unter den Mitgliedern des Verbandes ca. 30% Musiker sind, die sich selbst vermarkten. Entgegen der landläufigen Meinung ist auch ein Künstler, der seine Platten herstellt, verpflichtet ein Gewerbe anzumelden und damit nach unserem dafürhalten ein Independent Label. Die scharfe Trennung zwischen dem was Du Musikindustrie nennst und dem was Du unter Künstler subsumierst stimmt ja so schon längst nicht mehr. Im Übrigen ist die Definition von Industrie laut Wikipedia “Die Industrie (lat. industria: Betriebsamkeit, Fleiß) bezeichnet den Teil der Wirtschaft, der gekennzeichnet ist durch die Produktion und Weiterverarbeitung von materiellen Gütern oder Waren in Fabriken und Anlagen, verbunden mit einem hohen Grad an Mechanisierung und Automatisierung – im Gegensatz zur handwerklichen Produktionsform.”
Dies zugrunde gelegt wäre ich vorsichtig mit diesem Begriff, er trifft für weite Teile der Musikwirtschaft nicht zu.
2. Genau wie schon bei der ersten Studie wurden keine genaueren Angaben zu den Quellen gemacht oder über Umfang der Umfrage.
Es handelt sich hier nicht um eine Studie, sondern um eine Schätzung.
Was auch aus den Fußnoten der Grafik hervorgehen würde, wenn sie denn mit transportiert worden wären.
4. Die neue Studie des VUT betont: “Wir haben bei Independents und Künstlern nachgefragt”. Also sind in der neuesten Statistik die Major-Labels wohl ausgeschlossen worden. Diese hätten den Prozentsatz vermutlich deutlich nach unten gedrückt.
Natürlich sind die Major Labels ausgeschlossen worden. Warum sollte ein Independent Verband Informationen über Major Labels veröffentlichen?
5. Amke Block zeichnet bereits für die erste Erhebung mitverantwortlich, was wieder die Glaubwürdigkeit beider Erhebungen unterstreicht (oder eben nicht, falls Du einen anderen Standpunkt bevorzugst). Jedenfalls kann ich von Falschinformationen, wie gulli schreibt, nichts feststellen.
Wie oben von Dir erwähnt, war die alte Statistik für einen ganz bestimmten Fall, nämlich den Newcomer-Major-Künstlervertrag, designt. Hätte die BPB bei ihrer Übernahme der Grafik die Fußnoten mit übernommen, müssten wir hier nicht diskutieren.
6. Die Kanzlei Sasse & Partner geht gegen Urheberrechsverletzungen aus Filesharing vor.
Was willst Du damit aussagen?
In der Musikwirtschaft herrscht nach wie vor keine Einigkeit darüber, ob man – völlig legal im Übrigen – gegen Filesharing vorgehen soll oder nicht. Viele Independents haben sich dagegen entschieden, um ihr Verhältnis zu den Musikhörern nicht zu beschädigen.
Aber eines sollte doch klar sein: ob Künstler oder Label, wenn es sich durchsetzt, dass für den Besitz oder Konsum von Musikaufnahmen keine monetäre Gegenleistung mehr erbracht wird, wird bald niemand mehr das Risiko auf sich nehmen mit einem Künstler zusammen eine Platte zu produzieren und veröffentlichen.
Dann hat ein Künstler nicht mehr die Wahl, sich ein Label zu suchen, dass eine Produktion inklusive Arbeitsleistung komplett vorfinanziert ohne einen Stundenlohn zu verlangen oder die sich selbst zu vermarkten, denn dann MUSS der Künstler sich selbst vermarkten.
Und wenn er dann Hilfe benötigt, zum Beispiel in der Promoarbeit, bei der Suche nach einem Vertrieb, bei der Gestaltung seines Albums, beim Einsammeln von Kleinstbeträgen von Downloadplattformen etc muss der Künstler diese Arbeit als Dienstleistung ganz normal bezahlen.
Ist das wirklich ein wünschenswertes Szenario?
7. Die BPB hat wohl den Gegenwind bemerkt und reagierte auf die von VUT und diversen Labels geäusserte Kritik mit der Löschung der ursprünglichen Studie. Eingeständnis schlechter Recherchen und daraus resultierender Falschinformation oder Lobbyarbeit?
Frag doch einfach mal bei der BPB nach anstatt Vermutungen anzustellen und lass uns die Antwort wissen.
21. Sep 2009 | 11:19 Uhr
Danke für euer Feedback! Ich sehe daran deutlich, dass das ein Thema ist, das viele Musiker bewegt. Wir werden heute Abend (Montag, 21. September 2009) nochmals über dieses im Rahmen unseres (Live-) Podcasts sprechen, schaltet doch ein ab 22 Uhr und diskutiert mit!
@Alex:
Vielen Dank für dein Feedback. konnte ich Im gesamten Artikel keinen Anker für deine Vermutung der “bösen Musikindustrie” oder für das von dir zitierte “Gehetze” finden. “Unsere” Auslegung ist im Übrigen nur meine, nicht die aller delamar-Autoren.
Und was findest Du falsch an der Aussage, dass man auch die Major-Labels in die Statistik hätte einbeziehen können? Schön wäre es doch ebenfalls gewesen, etwas genauer auf die Umstände dieser (und auch der letzten) Erhebung einzugehen. Reden wir hier von einer Stichprobe von 10, 100 oder 1000 Musiker/Labels? Wie soll ich ersehen, wie statistisch relevant, die hier getroffenen Aussagen sind?
Tipps für den Versand von Demo-CDs geben wir übrigens deswegen auf delamar, weil wir (und das schliesst mich ein) die Welt nicht schwarz und weiss sehen. Wir sind uns durchaus bewusst (und hören nicht auf, das auch kundzutun), dass es nicht nur den einen, wahren Weg gibt. Zwischen Schwarz und Weiss gibt es noch unendlich viele Grau-Schattierungen.
Über den VUT konnte ich bei meinen Recherchen auf seiner Webseite nicht viel mehr herausfinden als den Claim “Verband unabhängiger Musikunternehmen e.V.”. In einer Selbstdarstellung auf einer Unterseite wird weiterhin geschrieben: “Der Verband unabhängiger Musikunternehmen VUT ist die Interessenvertretung der deutschen Kreativwirtschaft im Bereich Musik. Zu seinen Mitgliedern zählen rund 1.200 Labels, Verleger, Produzenten und Vertriebe, die mehr als 50 Prozent der Neuveröffentlichungen auf dem deutschen Musikmarkt repräsentieren.”
Ich finde es klasse, dass es einen solchen Verein gibt und bin auch sicher, dass er dir geholfen hat, ein Label aufzuziehen. Hier wollte niemand den VUT als solchen in Frage stellen. Wir sprechen nur über eine Statistik.
@EVA/VUT
Danke für deine Wortmeldung, vielleicht können wir ja mal ein Interview zu diesem Thema organisieren, in dem Du auch den VUT mal genauer vorstellst?
21. Sep 2009 | 11:27 Uhr
Hallo Carlos,
ja, das können wir gerne machen.
Vorab gäbe hier noch einiges über uns zu lesen:
http://www.vut-online.de/cms/?page_id=122
Lieben Gruß, Eva
21. Sep 2009 | 11:53 Uhr
@Eva/VUT
Um dein Feedback hier nicht unkommentiert zu lassen:
Die 30%ige Beteiligung sich selbst verlegender/vermarktender Musiker am VUT war leider auch auf den zweiten Blick nicht ganz klar auf eurer Webseite ersichtlich. Der Claim unter dem Logo spricht das jedenfalls auch nicht aus.
Durch die Angabe der Stichprobengrösse und des Verfahrens zur Erhebung der Zahlen, hätte man einer Verwechslung Studie/Schätzung vorbeugen können.
“Warum sollte ein Independent Verband Informationen über Major Labels veröffentlichen?”
a) War das nicht bei der ersten Erhebung der Fall? Oder woher kamen die alten Zahlen?
b) Und nein, ich bin ganz und gar nicht der Meinung, dass diese Zahlen veröffentlichen sollte. Ich finde es nur enorm wichtig, dass die Musiker wissen, dass hier eben diese Zahlen fehlen. Das ist etwas, auf das in den anderen Medien selten bzw. gar nicht hingewiesen wurde und von dem ich sicher bin, dass es zu Verwirrungen beim Leser führen kann.
Denn auch wenn der VUT laut eigenen Angaben 25% des deutschen Musikmarktes vertritt und damit für 50% aller Neuveröffentlichungen verantwortlich zeichnet: Kann der VUT auch 25% des Umsatzes verzeichnen?
Punkt 6:
Über Urheberrechtsverletzungen müssen wir nicht diskutieren. Genau wie Du, lehnen wir diese ab. Wie aber schon oben erwähnt, ist für den Leser enorm wichtig zu wissen, wer eine Statistik veröffentlicht, damit er die daraus geschlossenen Folgerungen nachvollziehen und das Gesamtbild erkennen kann.
21. Sep 2009 | 12:20 Uhr
Hihi, nette kleine Unterhaltung:
- “Die 30%ige Beteiligung sich selbst verlegender/vermarktender Musiker am VUT war leider auch auf den zweiten Blick nicht ganz klar auf eurer Webseite ersichtlich. Der Claim unter dem Logo spricht das jedenfalls auch nicht aus.”
Stimmt, werde ich demnächst mal ändern. Man kann es aber schon der Selbstbefragung unserer Mitglieder entnehmen: http://www.vut-online.de/cms/w.....ntrend.pdf
- “Warum sollte ein Independent Verband Informationen über Major Labels veröffentlichen?”
a) War das nicht bei der ersten Erhebung der Fall? Oder woher kamen die alten Zahlen?
Der Zusammenhang aus dem heraus die alte Statistik veröffentlicht wurde ist mir nicht bekannt. Es sei erwähnt, dass Amke Block diese damals im Zuge ihrer Tätigkeit für ihr Internetmagazin erstellt hat und damit etwas illustrieren wollte, meines Wissens nämlich, was ein Major einem Newcomer in einem Künstlervertrag bezahlt, wenn es ganz schelcht läuft. Ich schätze Amke Block sehr, sie ist mit ihrer Firma auch Mitglied unseres Verbandes und engagiert sich seit langen Jahren ehrenamtlich in unserem Nord-Ableger, aber in die Erstellung der Grafik waren wir nicht involviert, sonst hätten wir gleich nur Independents dargestellt.
b) Und nein, ich bin ganz und gar nicht der Meinung, dass diese Zahlen veröffentlichen sollte. Ich finde es nur enorm wichtig, dass die Musiker wissen, dass hier eben diese Zahlen fehlen. Das ist etwas, auf das in den anderen Medien selten bzw. gar nicht hingewiesen wurde und von dem ich sicher bin, dass es zu Verwirrungen beim Leser führen kann.
Denn auch wenn der VUT laut eigenen Angaben 25% des deutschen Musikmarktes vertritt und damit für 50% aller Neuveröffentlichungen verantwortlich zeichnet: Kann der VUT auch 25% des Umsatzes verzeichnen?
Ja, wobei, dies erwähnte ich bereits bei Gulli:
“Leider kann ich die Aussage, dass die Independents in Deutschland 25% Marktanteil haben, nicht mit offiziellen Zahlen belegen. In Deutschland werden die offiziellen Statistiken von MediaControl in Kombination mit GfK erhoben und zwar an den Scannerkassen. Auftraggeber der Erhebung ist der Industrieverband der Musikwirtschaft. Das ist so, weil die Datenerhebung sehr teuer ist und wir – die Indies – dafür kein Budget haben. Die Industrie hat sich entschieden, nur die Gesamtmarktdaten abzubilden und nicht nach Independent und Major zu unterscheiden. Das müssen wir momentan leider so akzeptieren.”
Wir erhalten zwar inoffiziell jedes Jahr die Statistik darüber, welche Anteile an den erhobenen Verkäufen Indies haben und welche Majors, sind aber, da nicht Auftraggeber, nicht ermächtigt, diese Daten offiziell zu veröffentlichen.
Ich hoffe sehr, dass sich das finanzielle Problem bald lösen lässt, damit der ganze Markt mit Tonträgern durch vollständige Daten ein bisschen transparenter wird. So lange müssen diese offiziellen Zahlen leider ausreichen: http://www.musikindustrie.de/s.....ikationen/ und meine Aussage, dass die Indies 25% Marktanteil haben, muss leider ohne Beleg im Raum stehen bleiben. ”
Punkt 6: Damit hast Du natürlich recht. Ich hoffe, ich konnte auf die Frage danach wer diese Statistik veröffentlicht hat, eine zufriedenstellende Antwort geben.
21. Sep 2009 | 18:25 Uhr
ich verstehe nicht ganz warum man sich so sehr darüber aufregen kann die statistik stellt eben die sicht des vereins dar und genau das wird im beitrag herausgestellt wenn vielleicht auch etwas pikant
24. Apr 2012 | 17:15 Uhr
hey ihr delamari :)
kurze frage:
ich bin teil einer 3-köpfigen band.
ich bin weder textlich begabt, noch singe/rappe ich auf unseren liedern. ich bin produziere instrumentals, helfe beim text ein wenig mit (nur ideen) und der größte teil der melodien kommt von mir. desweiteren misch und master ich alles allein.
dennoch sind wir ein team und stehn vor der gema anmeldung durch unseren manager. wäre es sinnvoller alles durch 3 zu teilen oder machts mehr sinn (vom finanziellen stand) jeden aufgabenbereich klar zu definieren?
danke im vorraus und beste grüße
24. Apr 2012 | 17:24 Uhr
Wirst Du schon im Radio gespielt?
25. Apr 2012 | 19:47 Uhr
hey carlos, danke für die schnelle antwort :)
nein, noch ist es nicht soweit. wir stehen wie gesagt kurz vor der anmeldung aber nehmen wir einfach an, dass wir bald im radio laufen?
lg
25. Apr 2012 | 21:35 Uhr
Mein Tipp: Geh erst in die GEMA, wenn Du regelmäßig im Radio/Club im ganzen Land gespielt wirst.