Umfrage: Musikbusiness – Wie wichtig ist gutes Aussehen?

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Umfrage: Musikbusiness – Wie wichtig ist gutes Aussehen?

Gerade letztens habe ich mich mit einem Kollegen darüber unterhalten, wie wichtig physische Attraktivität für den Erfolg im Verkauf sein könnte. Du kennst das sicherlich. Die hübschen Messehostessen in knapper Uniform, die attraktive Empfangsdame im Foyer oder einfach die Bedienung in deinem Lieblingscafé, die nicht nur blendend aussieht, sondern dich auch noch freundlich anlächelt.

Und dann war da gerade der Eurovision Song Contest, den ja unser Beitrag Satellite von Lena gewonnen hat. Da sagt doch ein Stefan Raab in einem Interview nach der Veranstaltung etwas wie „Sie hätte mit jedem Song gewonnen.“

 

Wie wichtig ist gutes Aussehen im Musikbusiness?

Einerseits haben wir einen erfolgreichen Iggy Pop oder einen Keith Richards, andererseits hat erst der Hüftschwung Elvis und Shakira bekannt gemacht. Inwiefern muss ein Sänger, eine Sängerin, ein Musiker oder eine Band als Ganzes gutes Aussehen mitbringen, um erfolgreich im Musikbusiness zu sein?

Wenn zwei Sänger gleich gut singen, ist dann der besser aussehende der neue Star?

Wenn die zwei Sänger unterschiedlich gut singen, wie stark ist dann der Faktor Attraktivität?

Ist eine junge, gut aussehende Sängerin in der Lage bekannter zu werden, auch wenn sie das schlechtere Gesamtpaket ist?

Und wie verhält sich das bei männlichen Sängern?

Ich bin sehr gespannt auf deine Antwort und deine Meinung. Schreib mir dein Feedback in die Kommentare!

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Lesermeinungen (26)

zu 'Umfrage: Musikbusiness – Wie wichtig ist gutes Aussehen?'

  • Manuh   09. Jun 2010   12:58 UhrAntworten

    Hi Carlo, erstmal dickes Lob an deine Seite und deinen Podcast. Gefällt mir sehr gut :)

    Nun zur Umfrage:
    Ich denke dass die Äußerlichkeit schon eine bedeutsame Rolle im Musikbusiness spielt, allerdings abhängig von der Genre in der man Erfolg erzielen möchte.

    Der "hässlichste" (Entschuldigt meine plakative Art) Punker wird nicht, auch wenn er das gesangliche Talent vorweisen könnte, den selben Erfolg durch Pop Musik erzielen können wie beispielsweise Robbie Williams. Andersrum aber eben auch nicht.

    Die Frage nach dem "richtigen" Aussehen, würde ich also demnach beantworten, ob die Genremerkmale auf den Künstler, bzw die Künstlerin passend sind.

  • Marc Shake   09. Jun 2010   13:17 UhrAntworten

    Ich habe da auch schon mehrfach drüber nachgedacht: Ein Joe Cocker, der mit seinen "merkwürdigen" Bewegungen singt und damals ein Zausel war hätte heute vermutlich keine Chance mehr, was zu erreichen. Ein Dieter Bohlen würde ihn bei einer einschlägigen Castingshow vermutlich als Strampeltier oder sowas bezeichnen.

    Die heutige Musikvermarktung läuft doch über extrem gephotoshoppte Pressefotos bei denen selbst ein drogenvollgepumpter Pete Doherty doch noch irgendwie stylish aussieht.

    Mit bestimmten Musikrichtungen verbinden wir eine bestimmte Optik, die in den entsprechenden Kreisen als "gutaussehend" bezeichnet wird. Die Metal-Matte oder der House-Scheitel (David Guetta) oder eben der Lapdance-Look bei den Rnb-Sängerinnen (Beyonce) sorgt dafür, dass Fans die Musik nicht nur sehen sondern das, was sie sehen irgendwie auch noch geil finden.

    Der Gangsta-Look bei Rappern ist auch Pflicht, einen Mann im Balletkleid würde man die "Motherf*cking B*tch" einfach nicht abkaufen. Und selbst ein 50Cent sieht auf seine Art eben passend zur präsentierten Mucke aus.

  • Jakob Siegler   09. Jun 2010   13:39 UhrAntworten

    Meiner Meinung nach ist gutes Aussehen im Pop-Bereich scheinbar ziemlich relevant, jedoch auch eine zu subjektive Angelegenheit als dass man an ihr die Qualität des Künstlers beurteilen könnte.
    Ich denke, die Authentizität eines Künstlers/einer Künstlerin lässt diesen/diese wirklich für das breite Publikum attraktiv erscheinen.

    Eric Clapton beschriebt in seiner Biographie, dass er immer sehr darauf bedacht war, gut auszusehen und teuer eingekleidet zu sein und doch ist er durch seine Musik berühmt geworden.
    Ein anderes Extrem wären die frühen Jahre von U2. Das "Live-Auf-dem-Dach"-Video von "Where The Streets Have No Name" zeigt u.a. die modischen Fehltritte von The Edge ;-) und trotzdem ist der Song extrem berühmt.

    Ich denke, Musiker werden auch in Zukunft ausschließlich musikalische Höchstleistungen bringen müssen, um den Menschen dauerhaft im Gedächtnis (bzw. im Gehör) zu bleiben.
    Da jedoch das breite Publikum an Fast-Food-Produktionen und Klingelton-Werbung gewöhnt wurde, vermute ich, dass dieses "dauerhaft im Gedächtnis bleiben" zu einer Seltenheit werden könnte, da der visuelle Faktor überwiegt.

  • Czebo   09. Jun 2010   14:03 UhrAntworten

    Gute Musik siegt!

    Wer wahrlich gute Arrangements und Performances bringt, der kann auch aussehen wie der letzte Messi oder erst garnicht in der öffentlichkeit Auftreten. Wer sich jedoch optisch hermacht, der tut dies um ein gewisses Image zu verkaufen oder weil er sich so wohlfühlt - und beides ist wichtig und gerechtfertigt. Der "Wohlfühl-Typ" kommt halt echt und sich selbst treu herüber, der andere ist halt ein Gesamtpaket von Musik und Optik. So lange alles in allem Stimmig ist sollen die Leute machen was sie wollen.

    Seien es die Lordie-Monster Outfits, die Kiss-Schminke, die Gorrilaz-Comic-Figuren, ein Hauch von Nichts oder eine Bandinterne Uniform!

  • Joe   09. Jun 2010   14:51 UhrAntworten

    Meiner Meinung nach hat das vor allem was mit der Zielgruppe zu tun. Lena ist zwar ne ganz Hübsche, der Song auch okay, spricht mich persönlich überhaupt nicht an. Aber bei Pop-Musik geht es ja auch irgendwie darum einem gewissen Standart zu entsprechen, und wer den besonders gut erfüllt, soll heissen nen guten Song mit guter Performance und einer "Bildleser-Gerechten" äusseren Erscheinung kombiniert, hat mit hoher wahrscheinlichkeit wohl auch Erfolg.
    Gegenbeispiel wären dann aber die alten Slipknot, die sich ja sowohl aus Performance- und Konzeptgründen als auch als Statement gegen den Mainstream groteske Masken aufgesetzt haben. Erfolg hatten sie trotzdem, und durch ihre Popularität sind sie mittlerweile ja wieder als Mainstream verschriehen... Trotzdem muss zuletzt wohl jeder dritte zugeben, dass er/sie durch Slipknot und ähnliche den Zugang zu einer "extremeren" Form von Musik gefunden hat.
    Vielleicht ein bisschen am Thema vorbei, aber naja... ;)

  • Martin   09. Jun 2010   15:16 UhrAntworten

    Der Trend der vergangenen Jahre ist doch deutlich erkennbar gewesen. Und die Castingshows sprechen da doch auch eine klare Sprache.

    Natürlich gibt es auf der einen Seite auch mal einen Paul Potts, der nicht gerade als Adonis durchgehen würde. Aber die meisten anderen sind doch über das entsprechende Talent hinaus immer hübsch anzusehen.

    In bestimmten Musikgenres wie Heavy Metal oder Rock mag es ja noch mehr Ausnahmen geben, aber im Pop sieht man immer seltener echte Charaktere.

  • Cutoff   09. Jun 2010   19:09 UhrAntworten

    Kann meiner vorredner zustimmen!
    In Rock und Techno nicht so wichtig .
    Wenn ich einige djs anschaue die erfolg haben durch super produktionen im electro bereich,dann juckts niemanden wie jemand aussieht.Im pop in rap usw um erfolg zuhaben sind gutes aussehen
    voraussetzung.
    Dank den tollen Castingshows.........

  • Carlos (delamar)   09. Jun 2010   20:04 UhrAntworten

    Ist es nicht so, dass das Aussehen bereits vor den Castingshows wichtig war? Ich mein, die Frontleute bekannter Bands waren schon immer gut anzuschauen seit den 80igern...

  • Dennis   09. Jun 2010   21:11 UhrAntworten

    Wie kann man sich denn bitte wohlfühlen, wenn man gelbe Zähne hat, zerzauste Haare hat und kaputte Klamotten trägt? Ganz ehrlich, wer nur wegen seinem Musikgenre zerfetzte Kleider trägt möchte sich doch nach Äusserlichkeiten beurteilen lassen.

    Mir persönlich ist es egal, wie der Künstler hinter der Musik die ich höre aussieht, jedoch verstärkt gepflegtes Aussehen und eine sympathische Erscheinung meine Ehrfurcht vor dem Künstler.

    Es ist doch wie im realen Leben, wer bewundert schon (und das zurecht!!!) den Typen, der zwar ein Freak in seinem Gebiet ist und top Fähigkeiten hat, aber sein Leben nicht in den Griff bekommt. Also keine gesunde Lebensweise hat, ständig übermüdet ist, unfreundlich gegenüber anderen ist, verschlossen agiert, schlecht riecht... etc. etc.

    Wer sich selbst liebt, wird auch von anderen geliebt.
    Von daher: Man sieht den Menschen ihre innere Schönheit oft an ihrem Äusseren an. Und genau ist das in der Musik, strahle aus, dass du dich liebst und die anderen finden dich (größtenteils) sympatisch.

    Meine Meinung.

    =)

  • Chrisky   10. Jun 2010   01:07 UhrAntworten

    Ich denke nicht das Aussehen an sich ist wichtig, sondern die Ausstrahlung! Siehe Lena, Lady Gaga, P!NK, Die Doofen, Udo Lindenberg, ... (die Liste der "nicht gerade die schönsten Stars ist warscheinlich meilenweit fortfürbar).

  • Carnivores   10. Jun 2010   09:20 UhrAntworten

    Nun ja, nachdem hier so viele ihre Meinung kund getan haben, möchte ich dem nicht nachstehen. Ich denke Erfolg ist eine Frage des Zielgruppenmarketings. Bands wie Bonfire, Bon Jovi hatten in den 80zigern sehr attraktive Sänger und haben diese Zielgruppe ( Hardrock mit attraktiven Typen ) gut bedient. Hingegen Bands wie Slayer, Metallica, Bad Religion, GunsnRoses hatten eine andere Zielgruppe und haben diese Gruppe auch bedient und sogar sehr erfolgreich.

    Ich glaube entscheidend für Erfolg ist das Aussehen/ Styling/Bekleidung nicht, vielmehr kommt es darauf an - Wen möchte ich mit meiner Kunst ansprechen - Wie groß ist diese Gruppe die ich ansprechen will - Wieviel Geld hat diese Gruppe für Merch und CD`s usw.

    Klar wird es immer Künstler geben, die nett anzusehen sind und auch gute Musik machen. Jedoch glaube ich nicht , dass diese Leute weniger hart für den kommerzielen Erfolg arbeiten müssen, als ein anderer Künstler.

    Ich glaube viel wichtiger ist das gesamte Team was hinter dem steht( Musiker, Booker, Promoter ) usw. zum Erfolg und nicht der Faktor Aussehen.

  • Anke   10. Jun 2010   10:16 UhrAntworten

    Armselig, dass hier über solchen Stuss diskutiert wird.

    • Carlos (delamar)   10. Jun 2010   10:33 UhrAntworten

      Hallo Anke,

      ich empfinde diese Diskussion nicht als Stuss, denn ich selbst denke durchaus, dass gutes Aussehen oder eine gewisse Art von Attraktivität entscheidend für den Erfolg im Musikbusiness (und auch im Leben allgemein) wichtig sein kann. Natürlich sagt das überhaupt nichts über die Qualität der Musik aus, was wahrscheinlich das war, worauf Du hinaus wolltest.

      Aber gerade der Eurovision Song Contest 2010, den der deutsche Beitrag von Lena gewonnen hat, wirft genau diese Frage auf. Denn der Song ist zwar gut - das waren die anderen auch. Ein Überfliegertalent würde ich ihr nicht zusprechen wollen und die Tanzeinlage auf der Showbühne...nunja...

      Viele Grüße
      Carlos

  • Steffen   10. Jun 2010   12:10 UhrAntworten

    Ich schließe mich der Meinung meines Vorgängers Manuh an. Es kommt immer darauf an, in welchem Genre man Erfolg haben will.

    Insbesondere in der Popularmusik ist Aussehen jedoch der Schlüssel zum Erfolg. Natürlich muss auch ein gewisses Talent da sein, aber im Grunde kann man sich als Frau mit 100 Kg auf der Wage den kommerziellen Erfolg im Vornerein abschminken. Schaut euch die Popstars an, dann ist klar was ich meine.

    Das spiegelt natürlich nicht meine eigene Meinung wider, ich empfinde das als großen Kritikpunkt an der kommerziellen Popmusik.

  • Bobo   10. Jun 2010   12:22 UhrAntworten

    Das Auge ißt mit! Ich denke eine gewisse Attraktivität des Künstlers ruft schon stärkere Aufmerksamkeit des Publikums hervor. So funktioniert ja Marketing, da kann das Produkt etwas schlechter sein, wenn die Verpackung überzeugt, dann kaufen die Leute es trotzdem.
    Mir fällt grad ein super (subjektives) Beispiel ein Katie Melua. Wenn ich ihre Musik höre, dann erinnere ich mich schon gerne an ihr aussehen, ruft also angenehme Stimmung hervor (Musik = Gefühle). Andersrum machen Musiker, die hässlich sind und sich danebenbenehmen auch ihre Musik kaputt - ich erwische mich schon manchmal, dass ich Musik wegen der Außendarstellung der Künstler nicht mag.....könnte mir nicht vorstellen, was aktuelles von der kaputten Whitney Houston zu hören.

  • Gast   10. Jun 2010   16:29 UhrAntworten

    @Steffen:

    Zitat: "...aber im Grunde kann man sich als Frau mit 100 Kg auf der Wage den kommerziellen Erfolg im Vornerein abschminken."

    Jetzt bringe ich das ausgelutschte "Ausnahmen-bestätigen-die-Regel-Argument":
    Ein aktuelles Beispiel wäre GOSSIP, die Sängerin wiegt bestimmt etwas mehr:-)

    Bliebe die Gegenfrage, ob es früher mehr "hässliche Künstler" gab?! Ich würde sagen ja, zumdindest in den 80ern, aber da war auch alles andere hässlich, hehe.

    Grüße

  • Gast   10. Jun 2010   20:08 UhrAntworten

    @Bobo

    Zitat: …..könnte mir nicht vorstellen, was aktuelles von der kaputten Whitney Houston zu hören."

    Hehe, bei Amy Whinehouse wär´s ja wieder cool.
    Soviel zum Image!;-)

  • Steffen   10. Jun 2010   20:50 UhrAntworten

    @Gast

    Jo, ich wollte Gossip eigentlich in meinen Kommentar einbringen, hatte aber leider vergessen, wie die band heißt.
    Als ich das erste mal das video von Gossip bei MTV sah, kam mir aber sofort etwas total ungewöhnlich vor.
    Und dann fiels mir ziemlich schnell auf: Da ist ne Fette IM FERNSEHEN!!! (verzeiht meine Aussprache, aber ich möchte dem ganzen mehr Ausdruck verleihen)

    Und dann habe ich mich gefragt, wann ich das letzte mal ne fette Künstlerin in nem Videoclip gesehen habe... Und allein das ist doch der Beweis dafür, dass für mein Argument mit den 100 Kg deutlich spricht. Eben darum, dass es einem sogar sofort auffällt, wenn in diesen sonst so perfekten Videoclips plötzlich etwas überraschend "unperfektes" zu sehen ist.

  • MoogWai   11. Jun 2010   01:46 UhrAntworten

    Ja, die Sängerin fällt in der Tat extrem auf.Die Frage ist ja, ob die Band es nicht noch weiter schaffen könnte, wenn die Sängerin aussähe wie Heidi Klum?

  • D-Zera   11. Jun 2010   09:45 UhrAntworten

    Ich denke es kommt immer darauf an, ob die Person ein gepflegtes Äußeres hat oder nicht.

    Dick zu sein heißt nicht unbedingt hässlich und unattraktiv zu sein. In vielen Ecken der nicht Christlichen Welt ist Dick zu sein, ein zeichne von Reichtum und wird verehrt

    Leider verbindet die westliche Medienindustrie so genannte perfekte Menschen mit Erfolg. Was mit Sicherheit nicht ganz Gesund ist. Aber will man wirklich in die ihre Fänge geraten? Die meisten Künstler in dieser Ecke liefern dann eine super Drogen-Karriere ab. Danach sind sie mit Sicherheit nicht mehr schön oder gepflegt. Eintagsfliegen! Wenn sie nicht mehr gebraucht werden weg damit.

    Noch was! In Latein Amerika ist schwarz oder farbig sein ein Zeichen für Hässlich in den Medien. Dadurch sind in der Werbung meist nur weiße "perfekte" Menschen. Aber sind diese Menschen wirklich hässlich und unattraktiv?

    ich sage nur Brasilien und Karneval...

  • Gast   11. Jun 2010   12:31 UhrAntworten

    @Steffen

    Jo, du hast vollkommen recht, der letzte dicke KünstleR(!) außerhalb der Klassik- und Volksmusikszene (u.a. Paul Potts, Paverotti oder die Wildecker Herzbuben) ist in meiner Erinnerung Meatloaf gewesen, wenn man mal vom den Comebackversuchen von Boy George absieht, hehe:-)

    Die letzte dicke KünstlerIN?! An die kann ich mich gar nicht erinnern, naja vielleicht noch Trude Herr;-)

    Grüße und einen frohen WM-Start!

  • Joaquin   11. Jun 2010   14:55 UhrAntworten

    Es ist wichtig einen Typ zu verkörpern der für das Publikum interessant ist. Gepaart mit Ausstrahlung und schon hat man die nötige Attraktivität für die Zielgruppe.

    Wenn dies dann noch zur Musik passt, dann spricht man das Publikum nicht nur musikalisch, sondern auch visuell an. Ein Faktor der nur bei Blinden irrelevant ist.

    Schön sein alleine ist langweilig. Die Stones galten als "schön" hässlich und haben ohne Ende Frauen in ihrem Bann gezogen.

    Typ + Ausstrahlung = Attraktivität

    Wobei in der Regel der Typ das reine Äußere wieder spiegelt und die Ausstrahlung durch die Art, Gestik, Sprache undallegemeine Auftreten des Menschen bestimmt wird.

    Hier sind in der Regel die Medien dabei sehr behilflich, einen Typ zu etablieren der vorher nie Beachtung gefunden hätte. Siehe Beth Ditto von Gossip.

  • Anna   15. Jun 2010   16:49 UhrAntworten

    Ich denke auch das es stark genreabhängig ist.

    Wenn man mit Pop groß rauskommen will muss man auf jeden Fall sehr gut aussehen denke ich. Als Frau noch mehr als als Mann, aber auch der Druck auf Männer wird größer was das angeht.

    Im Indiebereich (um das jetzt mal platt zusammenzufassen) ist es schon einfacher auch als etwas seltsam aussehender Typ oder als z.B. mollige Frau Erfolg zu haben. Man muss dort echt eher einen Charakter haben und eben gute Musik, die einen am Ende dann doch begehrenswert macht. Keith Richards hat mal gesagt: "Ich bin so ein hässlicher Typ, aber ich hatte viele schöne Frauen" ;)

    Ich glaub auch da ist es für Männer ein bisschen einfacher, einfach weil bei Frauen die Schönheit doch noch wichtiger ist meines Empfindens nach. Wenn ich mir Typen wie Nick Cave oder Tommy Lee angucke...die sind ja nicht gerade das Standartschönheitsideal, aber sie sind doch in ihren Bereichen sehr erfolgreich und das Charisma macht sie sehr sexy, auf jeden Fall für die Fans und das auch noch im höheren Alter ;)

  • Carlos (delamar)   17. Jun 2010   11:07 UhrAntworten

    Vielen Dank für den tollen Input von allen!

    Wenn ich mir die Kommentare so durchlese, dann scheint mir so ein bisschen die Quintessenz zu sein, dass es nicht wegzudiskutieren ist, dass gutaussehende Menschen es auch im Musikbusiness einfacher haben.

    Oder anders herum formuliert:
    Wer mit dem Aussehen nicht punkten kann, muss mit seinem Können einen drauflegen können.

    Oder?

  • Fratze   17. Jun 2010   11:15 UhrAntworten

    ich würde es mal so sehen:
    gutaussehender typ ohne talent = keine chance
    gutaussehender typ mit etwas talent = eine chance
    kein gutes aussehen und talent = eine chance

    oder ander gefragt: was ist eigentlich aus dem max sowieso von stefan raab geworden? der war auch keine schönheit

  • Frank   14. Mai 2012   19:37 UhrAntworten

    schwieriges Thema: ;-)
    Meiner Meinung nach ist die Welt visueller geworden denn je. Das war sie früher auch schon....
    Praktisches Beispiel: Ich hatte 2 Sängerinnen im Studio. Eine attraktive mit einer "schönen" Stimme, eine eher durchschnittliche Frau (etwas korpulenter) mit einer aussergewöhnlichen Stimme. Beide aufgenommen, nicht so großartig weiterbearbeitet (Autotune etc.) und einigen Leuten vorgespielt ohne optischen Bezugspunkt. Die Aufnahme der zweiten Sängerin lag um Längen vorn....
    Komischerweise wurde die bessere Stimme bei der Sichtung der Fotos der attraktiveren Dame zugesprochen. Sicher ist das nicht gerecht und oberflächlich aber so funktioniert das Geschäft halt und den Vorteil von gutem Aussehen bei gleicher oder etwas geringfügigerer Quali kenne ich auch aus anderen Berufsbereichen.

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