Streaming: Apple plant vereinfachtes Bezahlmodell

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Sollte sich Apple durchsetzen, wäre Spotify sicher nicht erfreut.

Sollte sich Apple durchsetzen, wäre Spotify sicher nicht erfreut. [Bild: portal gda CC BY-NC-SA 2.0 ]

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Gratis-Angebote unter Druck

Apples Vorschlag, der dem US-amerikanischen Copyright Royalty Board gemacht wurde, sieht eine Art Flat-Rate vor. So sollen ab 2018 9,1 US-Cent pro 100 Streams eines Songs an Tantiemen ausbezahlt werden. Pro Song wären laut Apple 0,00091 US-Doller angedacht. Der Antrag gilt derzeit noch als vorläufig.

Klares Ziel von Apple: Für alle Musik-Streaming-Anbieter solle die Vereinfachung des Bezahlmodells – im Sinne der Musikindustrie – gelten. Künftig würden die selben Klauseln auf Rechteinhaber, als auch auf Labels Anwendung finden. Momentan ist das noch nicht der Fall.

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Sollte sich das vorgeschlagene Modell tatsächlich durchsetzen, stünden die Gratis- bzw. werbeunterstützten Angebote von Spotify und YouTube stark unter Druck. Derzeit werden prozentuale anstatt fixe Beiträge pro Stream bezahlt. Zwischen 10,5 und 12 Prozent der Erträge aus dem Streaming, fließen an die Musiker und die Musikindustrie wieder zurück.

Apple: Jeder Stream habe einen Wert

Apple strebe eine faire und transparente Lösung an, so die Argumentation aus Cupertino. Unabhängig vom Geschäftsmodell des Streaming-Anbieters, habe jeder Stream einen Wert. Die Verfügbarkeit von Gratis-Angeboten schade dem Wachstum von Bezahl-Modellen. Apple selbst bietet keine Gratis-Variante seines Streaming-Service an. Während die ersten drei Monate als Probe-Monate gelten, werden danach 10 Euro pro Monat berechnet.

Neben Apple haben auch andere Streaming-Anbieter ihre Vorschläge für die zukünftige Berechnung der Tantiemen eingebracht. Bislang wurden diese aber noch nicht veröffentlicht. Der endgültige Entscheidungsprozess im Copyright Royalty Board wird wahrscheinlich auch noch andauern.

Eine etwaige neue Regelung soll 2018 in Kraft treten. Aktuell befinden sich die zuständigen Richter noch im frühen Anfangsstadium der Diskussion und erörtern unter anderem die Tantiemen-Ausschüttung für die Jahre 2018 bis 2022.

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