Social Media für Musiker: Die 9 wichtigsten Tipps für Einsteiger

39
SHARES
anzeige

Social Media für Musiker: Die 9 wichtigsten Tipps für Einsteiger

Da möchte man meinen, dass Social Media Plattformen an und für sich nichts Ungewöhnliches sind und eigentlich nur einen relativ normalen Umgang mit den anderen Nutzern erfordern. Und dennoch sehe ich immer wieder, wie Musiker und Bands belanglose Profile führen und sich dann wundern, warum es nicht so recht mit dem Netzwerken und damit vielleicht auch mit dem Erfolg klappen will.

Also, legen wir einfach mal los mit den 9 wichtigsten Tipps für Musiker im Umgang mit Social Media:

1. Fang heute an

Ein belangloses, langweiliges Profil in den sozialen Netzwerken ist einerlei. Viel schlimmer ist, dass viele Musiker noch heute sich fast schon reflexartig an MySpace klammern und einfach nicht sehen wollen, dass Facebook und Konsorten auch schon zu den Must-Have gehören. Deswegen: Fang an, fang heute an, husch, husch.

Das soll nicht bedeuten, dass Du jetzt auf jeder einzelnen Social Media Plattform ein eigenens Profil anlegen und pflegen sollst. Das wäre bei der Masse an Angeboten auch schier unmöglich. Picke die für dich 2-3 attraktivsten Portale heraus und beginne dort mit der einfachen Erstellung deines Bandprofils. Schon zwei soziale Profile zu pflegen kann und wird in Arbeit ausarten.

Mein Tipp wäre es, mit Facebook und MySpace anzufangen und zunächst einmal dabei zu bleiben.

 

2. Strategische Planung

Blinder Aktionismus führt nirgendwo hin. Zumindest nicht dorthin, wo Du hin möchtest. Deswegen solltest Du spätestens nach der Erstellung deines Musikerprofils dir die Frage stellen, was Du genau damit erreichen möchtest und auf welchem Weg.

Noch besser wäre es im Grunde genommen, dir zuerst die Strategie und deine Ziele zu überlegen und dann mit der Umsetzung zu beginnen. Diese Reihenfolge hat dann den Vorteil, dass Du bereits die Auswahl der Social Media Plattformen für deine Selbstvermarktung in deine Strategie einplanen kannst. Für die Dramaturgie dieses Artikels wollte ich aber auf den ersten Punkt wie gehabt nicht verzichten.

Kommen wir zurück zur Strategie: Wichtig ist, dass Du überlegst, welche Inhalte auf welcher Plattform veröffentlicht werden sollen. Wir haben bereits an anderer Stelle darüber gesprochen, dass jede Band und jeder Musiker über eine eigene Band-Webseite als zentrale Anlaufstelle verfügen sollte. Jetzt macht es keinen Sinn, auf allen Plattformen inklusive deiner Webseite die immergleichen Inhalte zu veröffentlichen. Welchen Sinn machte es sonst für einen potenziellen Fan deiner Band, dir auf allen Plattformen zu folgen? Eben.

 

3. Widgets und Buttons

Nachdem klar ist, welche speziellen Inhalte auf bestimmten sozialen Netzwerken veröffentlicht werden, geht es darum, neue Follower für deine Band zu finden. Der erste Anlaufpunkt ist hier natürlich deine eigene Band-Webseite oder dein Blog. Jetzt ist selbstverständlich die Frage berechtigt, welchen Sinn es machen kann, bestehende Fans auch noch auf die soziallen Netzwerke zu locken.

Nun, Facebook, Twitter und Konsorten leben von den Retweets und von den Nachrichten, die teilweise automatisiert hin- und hergeschickt werden. Durch diese kleinen Empfehlungen ist es dir und deiner Band erst möglich, neue Interessenten auf den entsprechen Plattformen zu finden. Aber am Anfang muss ja irgendwer damit beginnen, über dich in den Social Media Netzwerken zu schreiben.

Es ist wesentlich einfacher einen bestehenden Fan dazu zu bekommen, deine letzte Statusmeldung zu retweeten oder weiterzuempfehlen als einen Fremden. Deswegen ist es essentiell, dass Du die von den Plattformen angebotenen Widgets und Buttons auf deiner Webseite einbindest.

Aber Achtung! Keiner mag die Blogs, auf denen dir tonnenweise blinkende Widgets und Knöpfe zu den unterschiedlichsten Diensten entgegenwinken. Teste einfach mal einige aus und entferne die, die niemals genutzt werden.

 

4. Gehe niemanden auf die Nerven

Eigentlich klingt das wie gesunder Menschenverstand, nicht wahr? Warum halten sich dann aber so wenige daran? Nehmen wir beispielsweise die ganzen Facebook-Applikationen wie Mafia Wars, Farmville und Schlagmichtot. Diese posten gefühlterweise etwa 20 Mal die Minute irgendwelche Statusmeldungen, die niemanden interessieren.

Zwar lassen sich diese Statusmeldungen sehr einfach abschalten, aber die wenigsten User machen das. Das Ergebnis? Die Freunde löschen dich aus ihrer Liste.

Und genau das kann dir auch passieren, wenn Du stetig nur deine eigenen Nachrichten im Push-Stil an den Mann zu bringen versuchst. Kostenloses MP3 der Band, ein Album für das Newsletter-Abo, Mega-Angebote für den Juni, die nächsten zehn Konzerttermine und, und und…

Die Regel ist recht einfach: Wenn Du etwas privat nicht (in dieser Frequenz) erhalten möchtest, dann vermeide es so deinen Fans und Freunden zuzumuten.

Das Wort „sozial“ findet sich auch nicht ohne Grund in „Social Media“. Es geht um soziale Interaktion. Antworte auf Fragen, hilf den anderen im Netzwerk. Gib zuerst, frag danach. Menschen respektieren Bands und Musiker, die hilfreich sind und nicht immer nur nach einem Gefallen fragen.

Hier geht es weiter mit Social Media für Musiker: Die 9 wichtigsten Tipps für Einsteiger

Mehr zum Thema:
        


Lesermeinungen (6)

zu 'Social Media für Musiker: Die 9 wichtigsten Tipps für Einsteiger'

  • bazzdream   06. Jun 2010   11:46 UhrAntworten

    Super Artikel, wie immer bei delamar!! :)

  • Kerim Yagmurcu   07. Jun 2010   09:40 UhrAntworten

    =) Emo-Band :P

    Super Artikel, vielen Dank!

  • Sorin   10. Aug 2010   23:16 UhrAntworten

    Ja , super Artikel !Ich muss auch zugeben, danach habe ich mir sehr viele Gedanken gemacht.Ich bin einen ausgebildeten Pianist und Komponist und ich schätze tatsächlich eure wertvollen Tipps. Nochmal Danke !ich werde eure weiteren Artikeln in Auge behalten.

  • RaZ   30. Mai 2011   13:06 UhrAntworten

    wie immer perfect
    hat mir sehr geholfen danke ! :)

    raz

    ^^

    www.youtube.com/user/RaZatol <- schonmal ein anfang oder ;)

  • Dave   17. Aug 2011   20:11 UhrAntworten

    Sehr gute Zusammenstellung. Wobei ich würde MySpace weglassen, auch wenn das nach wie vor viele gut finden. Ich finde MySpace ist einfach unorganisiert und eine schlechte Plattform um sich als Musiker zu präsentieren. Gibt da sehr gute und schöne Alternativen, welche vor allem schöne Schnittstellen mit sich bringen, womit man alles von einem Ort aus managen kann und so alles zu Facebook, Twitter & Co. gebracht wird, ohne das man alles gleich überall posten muss. Und man kann es auch individuell einstellen. restorm.com finde ich persönlich einfach top. http://www.restorm.com

  • Julian   08. Mrz 2012   11:52 UhrAntworten

    Sehr schöner Artikel. Wirklich gute Tipps dabei.

Sag uns deine Meinung!

anzeige

EMPFEHLUNGEN