Myspace vs. Facebook: Welches soziale Netzwerk für Musiker und Bands?

Welches soziale Netzwerk für Musiker und Bands? Myspace vs. Facebook

Was MySpace angeht, umschreibt die Floskel “den Bach runter gehen” den Verlauf der Dinge vielleicht etwas zu dramatisch. Unbestritten ist jedoch, dass die Anzahl der Besucher bei MySpace in den letzten Monaten mehr oder weniger konstant geblieben ist – mit einer abnehmenden Tendenz, wie die untenstehende blaue Linie in der Grafik anzeigt. Bei geschätzten 60 Millionen Besuchern im Monat wäre dies nun erst einmal kein Grund zur Besorgnis, wäre da nicht der fast schon kometenhafte Aufstieg der Konkurrenz in Form des sozialen Netzwerks Facebook.

Wie die untenstehende Grafik (die grüne Linie) zeigt, konnte Facebook im vergangenen Jahr die Besucherzahlen fast verdreifachen. Ein Zuwachs von 188% wird dem sozialen Netzwerk bescheinigt.

 

Soziale Netzwerke für Musiker: MySpace vs. Facebook in compete.com

Soziale Netzwerke für Musiker: MySpace vs. Facebook in compete.com

 

Wo steht das soziale Netzwerk MySpace heute?

Über die Gründe für den langsamen Verfall von MySpace kann ich nur spekulieren. Meine Vermutungen gehen in Richtung der Änderungen, die dem Portal finanziell auf die Beine helfen sollten und dem schrecklichen Layout des sozialen Netzwerks, das von seinen Nutzern in der Regel sogar noch weiter verunstaltet wird. Allenthalben findet sich auf MySpace aggressiv platzierte Werbung. Nach dem Anmeldevorgang kommt gar eine ganze Seite reine Werbung, die erst vom Nutzer weggeklickt werden muss. In Sachen Benutzerfreundlichkeit rangiert die Webseite sicherlich im unteren Drittel und selbst die deutlichen Verbesserungen der letzten Jahre haben hier wenig ändern können.

Es ist nicht zu verleugnen, dass MySpace in den letzten Jahre die Plattform für Musiker und Bands war, um neue Kontakte zu knüpfen und die Tuchfühlung mit den Fans aufrecht zu erhalten. Aber Dinge ändern sich und das gilt für das Internet insbesondere. Während andere soziale Netzwerke und soziale Portale wie Facebook, Twitter oder YouTube deutlich an Besuchern haben zulegen können, musste MySpace einen Rückgang um fast zehn Prozent in den vergangenen zwölf Monaten hinnehmen.

 

Neu-Positionierung von MySpace für Bands und Musiker?

Zur Zeit versucht MySpace durch eine klarere Positionierung des eigenen Dienstes die Marktanteile zu halten und vielleicht sogar den Abwärtstrend zu stoppen. Eine deutlichere Positionierung bedeutet in diesem Fall eine klarere Ausrichtung als soziales Netzwerk und Portal rund um das Thema Musik – also auch für Musiker und Bands.

In den vergangenen Monaten hat MySpace dazu schon die ersten Signale gesetzt. Zunächst wurde iLike aufgekauft, ein Onlinedienst, der es seinen Nutzern erlaubt, Musik herunterzuladen und zu teilen. Dann wurden am vergangenen Donnerstag die MySpace Musikcharts eingeführt, die die beliebtesten Musiker und Bands, Songs und Videos wiederspiegeln sollen. Und nun scheinen die Macher von MySpace noch das soziale Portal iMeem zu übernehmen. Bei diesem Onlinedienst interagieren die Nutzer, indem sie Musik und Musikvideos streamen, hochladen und miteinander teilen.

In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, dass iMeem vor kurzem noch den Napster-Nachfolger Snocap aufgekauft hatte, der Systeme für den Online-Vertrieb und die Lizenzierung von Musik im Internet anbietet. Da hat sich MySpace also neben dem eigentlichen Portal noch eine Menge Knowhow und Arbeitskraft für einen Bereich eingekauft, der bereits auf dem eigenen Portal genutzt wird: Dem Verkauf von Musik. Abgerundet wird die neue Offensive, wenn man sich dazu noch erinnert, dass beide Musikdienste iLike und iMeem bereits jetzt Teil der in USA in Betrieb genommenen Google Musiksuche sind.

Was auf den ersten Blick als Neu-Positionierung bzw. gezielte Orientierung in Richtung Musiker und Bands aussieht, um den fallenden Besucherzahlen entgegenzuwirken, könnte auf den zweiten Blick dem Auf- und Ausbau der hauseigenen Monetarisierungsstrategie dienen.

 

MySpace oder Facebook: Wer ist das soziale Netzwerk der Zukunft?

Kommen wir wieder zurück auf die Ausgangsfrage: Auf welches Pferd sollte eine Band oder ein Musiker heute setzen? Welches soziale Netzwerk ist wichtiger für Musiker und Bands? Und meine Antwort heute: Beide! MySpace mag sich auf dem absteigenden befinden – 60 Millionen Besucher sprechen aber für sich. Hier und heute sollte jede Band ein eigenes MySpace-Profil angelegt haben und sich nach Möglichkeit mit den potenziellen Fans unterhalten.

In der Zukunft wird MySpace meiner Ansicht nach aber weiter an Bedeutung verlieren und Facebook immer wichtiger werden. Dabei ist es gleich, ob MySpace das Portal für Musiker und Bands ist – bei der Selbstvermarktung kommt es nämlich einzig auf die Musikkonsumenten an. Und diese findest Du bereits heute mehr auf Facebook denn auf MySpace. Es kann ja sein, dass auch morgen noch DJs über MySpace gebooked werden und sich, wie Marc hier sagt, Facebook ohne den iLike-Player von den Bands entfernt.

Das ist aber auch nicht wichtig, wenn eine Band oder ein Musiker auf der Suche nach potenziellen Fans ist! Nicht andere Bands, DJs oder A&R’s kaufen sich die Musik, sondern die ganz normalen Menschen da draussen.

Wer in der letzten Zeit seinen MySpace-Account genutzt hat, weiss, was ich damit meine. Jeden Tag kommen dutzende Anfragen nach Freundschaft rein – und keiner hat sich deine Musik angehört oder ist an dir als Künstler interessiert. MySpace ist (falls es das nicht schon immer war) zum Marktplatz für Push-Marketing geworden. Das abschreckende Design, die unendlich scheinende Werbung, die unzähligen Player, Videofenster und die schlechte Usability haben neben der Omnipräsenz der kommerziellen Musik der Majors aber dazu geführt, dass Musikliebhaber und normale Musikkonsumenten sich wesentlich lieber auf Facebook tummeln.

Facebook mag heute noch nicht weit verbreitet in Deutschland sein – aber es kommt. Dort kann man als Band wesentlich mehr potenziell interessierte Fans in aller Welt finden als bei den Mitbewerben. Und das macht Facebook schon heute überaus attraktiv für Musiker.

Hat dir dieser Artikel gefallen? Hast Du etwas lernen können? Kennst Du vielleicht einen Bandkollegen oder Freund, der diesen Artikel vielleicht interessant finden könnte? Dann verlinke uns auf deiner (Band-)Webseite oder in deinem Lieblingsforum! Empfiehl uns weiter auf Twitter, Myspace oder Facebook und garantiere damit, dass wir auch morgen noch weitere Tutorials dieser Art kostenlos für dich veröffentlichen können. Danke!

Lesermeinungen (24)

zu 'Myspace vs. Facebook: Welches soziale Netzwerk für Musiker und Bands?'

  • chama
    24. Nov 2009 | 16:21 Uhr Antworten

    “Das ist aber auch nicht wichtig, wenn eine Band oder ein Musiker auf der Suche nach potenziellen Fans ist! Nicht andere Bands, DJs oder A&R’s kaufen sich die Musik, sondern die ganz normalen Menschen da draussen.”

    Problem ist aber, dass mich z.B. nur andere Musiker adden ;)

    Da sind kaum noch normale Privatuser dabei…

  • Carlos (delamar)
    24. Nov 2009 | 19:41 Uhr Antworten

    Das ist, was ich damit meine. Du erreichst auf MySpace nicht mehr die potenziellen Fans, sondern eine Menge Leute, die dir ihr Produkt verkaufen wollen. Keine gute Ausgangssituation in meinen Augen.

  • chama
    24. Nov 2009 | 19:48 Uhr Antworten

    Nun ich sortiere die Kontakte alle in Listen ein bei MySpace und bin aktuell auch nur mit Musikern befreundet. Nicht weil ich was mit denen zusammen machen will, sondern weil ich so sofort sehen kann wenn sie was Neues hochladen.

    MySpace hat aber ein massives Spam-Problem. Bei mir bomben irgendwelche Leute ihren Mist einfach in die Pinnwand usw. Das Wesentliche geht einfach unter…

    Aktuell würde ich eher zu Facebook + eigener Website tendieren… und MySpace komplett weglassen (bzw. vernachlässigen). Twitter muss auch nicht sein. RSS hingegegen schon.

  • raVen
    24. Nov 2009 | 23:11 Uhr Antworten

    Ich bin da anderer Meinung. Für unbkannte oder nicht so bekannte Bands und Künstler ist MySpace ideal. Ich habe da viele Fans gewonnen und viele Musiker kennengelernt und mit einigen aus der ganzen Welt schon Collaborations Songs aufgenommen. Auf Facebook hatte ich nur Leute in der Fanliste die ich persönlich kenne. Was bringt mir das?
    Auch wenn ich Andere auf meine Facebook Fanpage hingewiesen habe, hiess es, ach ne ich hab ja auf MySpace schon kontakt mit Dir. Und den meisten wie auch mir vergeht Facebook schnell.
    Ebenfalls verfolge ich zB meine lieblingsbands lieber auf MySpace. Auf Facebook wird kaum was ergänzt. Keine News, keine Auftritte etc.
    Die meisten Bandseiten sind auf acebook eingeschlafen.

    Auch kann man auf Facebook keine Musik hochladen und das ist die grösste Werbung.
    MySpace kann man nach eigenem Geschmack gestallten und das Layout von Facebook finde ich persöhnlich nicht schön. Im Gegenteil.

    Ich habe meine Facebook Fanseite gelöscht, weil es mir nichts gebracht hat.
    Hingegen hat mich MySpace viel weitergebracht.

    Ich finde das auch nicht gut, wenn Künstler auf einem anderen Profil Werbung machen, aber die Kommentare kann man ja auch selbst bestätigen oder eben sein lassen.

    Ich finde MySpace sollte wieder einen Schub kriegen.

  • chama
    24. Nov 2009 | 23:17 Uhr Antworten

    @raVen:

    Na dann hast Du ja die komplett gegenteiligen Erfahrungen wie ich gemacht :)

    Ich hab da bis jetzt kaum “Fans” gefunden, aber gut ich spamme auch nicht irgendwelche Leute da voll.

    Die News der Bands sehe ich meist gleichzeitig auf MS + FB, weil viele dafür ein Tool benutzen (News 1x schreiben und auf MS, FB, Blog und Twitter gleichzeitig veröffentlichen lassen).

    Bei FB kannst Du sehr wohl Musik hochladen, dafür gibt es auch massig Apps. Notfalls würde es ja auch einfach ein YT-Link tun.

  • raVen
    24. Nov 2009 | 23:26 Uhr Antworten

    @chama:
    Ich spame auch keine Leute voll. Ich mache keine Werbung auf anderen Seiten. Ich schicke nur Anfragen an Bands und Musiker die mir gefallen. Private Personen schreib ich grundsätzlich nie an. Ich hör mir auch von allen Anfragen die Musik an und bedanke mich für die Anfrage und schreibe ihnen wenn mir Ihre Musik gefällt. Ich bekomme kaum Anfragen von Bands aus anderen Genren.
    80% der Freundesliste sind Leute die mir eine Anfrage geschickt haben. Ich geh nicht auf die Suche und mein Motto ist nicht jeh mehr Freunde desto besser.

    Aber wenn ich da zB einen Musiker habe mit dem ich mich immer wieder schreibe kommt eine Anfrage von einem anderen Musiker, der mit demjenigen befreundet ist etc. Und auch manche Fans von anderen Bands gehen auf mein Profil und so hab ich einige Fans gewonnen.

    Klar gibt es da Ausnahmen.

    Wie gesagt, auf Facebook hatte ich nur Leute die ich kenne als Fans. Wie sollten auch Leute aus der ganzen Welt mich da finden, wenn sie mich nicht kennen.

  • chama
    24. Nov 2009 | 23:34 Uhr Antworten

    @raVen:

    Nun das klingt aber jetzt auch eher so, als ob Du 90% Bands und 10% User als Kontakte hast.

    “Wie gesagt, auf Facebook hatte ich nur Leute die ich kenne als Fans. Wie sollten auch Leute aus der ganzen Welt mich da finden, wenn sie mich nicht kennen.”

    Ganz einfach: Wenn jemand ein “Fan” Deiner Band wird, dann sehen das auch all seine Freunde. Der indirekte Mundpropaganda-Effekt ist einfach größer als bei MS.

    Und Deine neue Musik taucht bei den Leuten mitten zwischen den Nachrichten ihres Freundeskreises auf… fällt also mehr auf aber ohne zu stören.

    Vielleicht solltest Du das Thema FB nochmal angehen…

  • raVen
    24. Nov 2009 | 23:46 Uhr Antworten

    @chama: Haha, ja stimmt schon, ich habe mehr Musiker in meiner Freundesliste, aber mit vielen habe ich Kontakt und wir tauschen uns aus. ^^ Aber nicht gleich 90%.

    Ich denk ich werde mal einen Test durchführen auf Facebook. Aber ich kenn da Bands die 300-500 Leute auf den Gigs haben und auf der FB Page eine Handvoll Fans.
    Mal schauen was dabei rauskommt. ;-)

    Wünsche noch einen angenehmen Abend! :)

  • lo-so
    25. Nov 2009 | 12:06 Uhr Antworten

    definitiv myspace! hab auf myspace die coolsten kontakte geknüpft. und ja, jeder kann sein layout selber gestalten. ich mag facebook überhaupt nicht mehr. wir immer schlimmer… reinster müll!

  • Leep
    27. Nov 2009 | 06:55 Uhr Antworten

    Für mich persönlich ist Facebook unrelevant und Myspace eine Goldgrube. Allerdings bin ich auch im Pro Bereich.

    Die meisten Gig Anfragen bekomme ich über Myspace. Alle Remix und Label anfragen kommen über Myspace. Und selbst Konsumenten haben mir schon geschrieben das sie meine Musik nur aufgrund von Myspace gefunden und gekauft haben.

    Mein Tip: Ich bin ganz sparsam mit Updates. Manche verfolgen das Konzept man solle sich mehr in den Mittelpunkt spielen und präsent sein. Ich mach das Gegenteil, weil ich denke das man dadurch sogar Aufmerksamkeit verliert: ganz wenig und vorallem ganz leise und dezent – aber am richtigen Platz in Szene gesetzt. Dadurch habe ich meiner Meinung nach den Vorteil das ich – wenn ich mal einen neue Release hochlade oder ähnliches – viel Aufmerksamkeit bekomme und die Leuts noch neugierig sind. Hab bei anderen Projekten die Erfahrung gemacht, daß viele einfach im Kopf abschalten wenn man zuviel schreibt und viele Leute einfach nur genervt sind. Vorallem wo eh viele sehr aufdringlich sind bei Myspace.

    Unter Kollegen sagt man hier mittlerweile im Spass: “Je schlechter die Musik desto aggressiver wird gespamt”.

    Facebook ist zwar bei den meisten Kollegen auch am start, aber ich persönlich finde es viel undurchschaubar um Myspace abzulösen. Also von der Musiker Seite her.

    Facebook ist für mich mehr ein internationales www.wer-kennt-wen.de für Freunde, Nachbarn, ehemalige Klassenkammeraden und Feierfreunde etc. Es ist eine großartige Vernetzung von Leuten die sich kennen und wird meiner Meinung nach noch viel mehr Zulauf bekommen.

    Das sagt aber gar nichts darüber aus, ob man bei einer Präsenz auch mehr Leute für seine Musik erreicht!

    Meine Erfahrung entspricht da mehr Raven’s…

    Greetings from outta space
    Leep

  • chama
    27. Nov 2009 | 13:37 Uhr Antworten

    @Leep:

    Na gut Du zählst jetzt auch “nur” wieder Businesskontakte (Remixe/Licencings/Gigs) auf.

    Es ging ja mehr um “Nicht andere Bands, DJs oder A&R’s kaufen sich die Musik, sondern die ganz normalen Menschen da draussen.”.

    Gut, aber durch Remixe/Licensings/Gigs verdient man natürlich als “echte” Band wesentlich mehr als durch Download-Verkäufe ;)

    Gibt es denn irgendwo eine Art “Tutorial” wie man bei MySpace anfangen sollte? Ich hab aktuell eben nur meine Lieblingsproduzenten in der Liste “Producer” drin.

    Anfragen kommen meist nur von anderen Amateur-Producer die ihre Tracks promoten wollen – für mich aber meistens nicht interessant.

    Ich hab mal irgendwo gelesen, man sollte die Fans seiner Lieblings-Producer abgrasen und an die Anfragen verschicken?

    Ich mein von allein kommen ja die Leute nicht auf mein Profil, wenn dann doch eher nur durch Zufall…

  • raVen
    27. Nov 2009 | 13:56 Uhr Antworten

    Naja, wie kommt man an Fans? Durch Gigs und Kontakte.
    Ich habe auf MySpace auch schon von Labels, Musikzeitschriften und Veranstaltern einladungen bekommen.
    Ich denk wenn zB ein Veranstalter ein Openair macht und zB eine Band ausfällt oder noch ein Act fehlt gehen die auf die Suche. Da kannst Du ja zB eingeben: Musik – Deutschland – Rock und da werden Bands aufgelistet. Da gehn die sich ein paar anhören und wenn eine passt dann schreiben die sie an.
    Übrigens hab ich die Facebook Seite gemacht und 18 meiner Freunde sind Fans. Aber die kennen meine Musik ja schon… Und nun? Jetzt schläft die Seite wohl wieder ein. Von alleine kommen die Leute da nicht drauf. Da müsste ich eben Leute vollspamen, damit sie sich mal die Seite anschauen. Also wäre das Problem mit dem vollspamen eher wegen Facebook. Ich mach das jetzt mal nicht und schaue was passiert. Werbung für meine FB Fanseite hab ich auf meiner HP und MySpace platziert.

    Habe auch noch andere Musiker gefragt und alle waren nicht sehr begeistert von FB. Sie hätten auf MySpace auch neue Fans gewonnen ohne Spam.
    Die kommen da von alleine wenn man mit 3-4 Leuten schon in Kontakt ist. Das geht dann wie ein Lauffeuer.
    Ich mache zB Instrumental-Guitar-Sound und bekomme sehr viele Anfragen von Gitarristen. Und wenn ich ein Komentar schreibe zum Bedanken, bekomme ich meist gleich 2-3 Anfragen und die schreiben dann von selbst man hätte mich auf der und der Seite gefunden und ihnen gefalle meine Musik und wo sie ne CD von mir kaufen könnten.

    Sowas kommt bei FB wohl nicht vor. Wie gesagt ich geh nicht auf die Suche. Man kann niemanden zu etwas zwingen. Entweder mag man die Musik oder nicht.
    Aber ich bin gespannt was bei meinem FB Experiment rauskommt. ;-)

  • chama
    27. Nov 2009 | 14:12 Uhr Antworten

    “Naja, wie kommt man an Fans? Durch Gigs und Kontakte.”

    Sag das mal einem reinen Studiomusiker! ;-)

    Also für Businesskontakte ist MS sicherliche 1. Wahl, aber ich bezweifel mal das man dort überhaupt kaufkräftige Privatuser findet… und diese finden mich auch nicht durch die Suche.

    Ich muss mir also was anderes einfallen lassen… und so schlimm sind ja die Freundesanfragen auch nicht. Es ist ja nicht so, dass ich bei jeder kleinen Neuigkeit gleich ins Gästebuch aller Freunde reinrotze :)

  • Leep
    27. Nov 2009 | 15:36 Uhr Antworten

    Also am Anfang würde ich viel Kommentare bei “bekannteren” und vorallem ähnlichen Artists/Bands posten. Aufrufe (z.B. hört euch meine Musik an) werden immer mehr abgelehnt. “Thanks for add” ist schnarchlangweilig! Was eigentlich immer gut ankommt, wenn man merkt das es nicht nur Copy und Paste ist und merkt das sich jemand Mühe gibt. Im Idealfall sogar konkret auf die Musik im Player eingeht.

    Das ganze natürlich erst nachdem man schon eigene Songs im Player hat – es könnte ja sein das jemand wirklich auch mal reinhört.

    Ansonsten mach ich das eigentlich ganz gerne das ich ein Blog schreibe mit Themen die eventuell interessieren. Z.B. irgendwelche Meinungen die man vertritt (Myspace vs Facebook) und leute zum disskutieren anregt und neugierig macht. Natürlich nichts beleidigendes.

    Ansonsten einfach den Myspace Link einfach überall angeben wo man im Internet unterwegs ist! Das macht auch viel aus. Auch mal in Nicht-Musiker Foren wo man angemeldet ist. Oder hier wenn man ein Kommentar schreibt. Solche Links (die durch ein Symbol ersetzt werden) sind super, weil sie optional sind und man das anderen nicht aufdringt. Nur für Leute die halt wirklich mal neugierig sind.

    Greetings
    Leep

  • Sweetans
    28. Nov 2009 | 20:31 Uhr Antworten

    facebook ist der letzte Trend Scheiss. Dass ist doch nix für Musiker!!! auf Myspace kannst du deutlich mehr machen,vor allem Werbung mit übersichtlicher Gestaltung. Facebook ist was für normalos,Myspace eher für Menschen mit ausgefallenem Musikgeschmack,z.B Metal

  • spocht
    01. Dez 2009 | 23:50 Uhr Antworten

    Ich muss auch sagen das facebook es den Musikern schwer macht. Der Versuch Musik auf die Bandseite hochzuladen ist eine Mischung aus Ärgernis und Glücksspiel.
    (ist mir bis heute nicht gelungen – also wenn jemand weiß wie man’s hinkriegt – sagt’s mir bitte!)
    myspace funktioniert da deutlich besser und ist vor allem als “Ersatz” oder Ergänzung zu einer normalen Internetseite durchaus sinnvoll. Ich denke das es auf diesem Weg auch noch lange weiterlaufen wird. Facebook ist da einfach zu standardisiert und langweilig.

    • Marc Shake
      06. Sep 2010 | 13:27 Uhr Antworten

      Ich hab meinen Soundcloud-Account mit Facebook verbunden. Dann geht’s relativ simpel. :)

  • raVen
    02. Dez 2009 | 00:36 Uhr Antworten

    @spocht: Ich hab meine Facebook Seite mit meinem ReverbNation account verknüpft. Bringen tut’s mir aber immer noch nichts trotz Werbung und verknüpfung mit all meinen Accounts die ich habe…

  • Steve
    14. Jan 2010 | 08:32 Uhr Antworten

    Die Statistik auf compete.com ist ja gut und schön. Sie sagt aber zum Thema nicht allzu viel aus. Erstens ist sie nicht nach Ländern aufgeschlüsselt. Wenn weltweit die Zugriffszahlen für FB ansteigen, ist das für jemanden, der nur in Deutschland agiert, nicht unbedingt relevant. Und über die Motivation der Besucher sowie über das Zustandekommen von Kontakten und deren Qualität erfährt man dadurch auch nichts. Zur Beantwortung der Frage, ob man als Musiker im deutschsprachigen Raum eher dem einen oder dem anderen den Vorzug geben sollte, trägt sie also letztlich nichts bei. Sie ist kein Argument für facebook oder gegen mySpace, sondern vor allem schön bunt (aber längst nicht so bunt wie mySpace).

  • Ivo Siemonsmeier
    10. Apr 2010 | 12:25 Uhr Antworten

    Da das Motto “Jeder ist sein eigener Star” heute technisch umgesetzt werden kann, gilt es sich klarzumachen, welchen Dienst man anderen Menschen erweist, wenn man ihnen Musik darbietet/aufdrängt.

    Meine positiven Erfahrungen beruhen auf ein von vornherein gutes Bauchgefühl, Geduld und eine langfristige Ausrichtung. Ich denke, dass es unerheblich ist, welche Plattform man nutzt.

    Man wird interessant, wenn man spannend bleibt. Der ständig plappernde Klassenkasper ist zwar lustig in ein paar Momenten, nervt aber die meiste Zeit. Für die anderen ist der stille Coole, der auch mal zuhören kann. das Gesprächsthema.

    Der lässt mal ab und zu einen wirklich guten Witz raus, über den selbst noch in den Abizeitungen berichtet wird und schreibt halbwegs gute Noten. Mal in Deutsch (myspace) mal in Physik (facebook).

    Es ist ev. eine Notwendigkeit beides zu betreiben. Ich möchte erst einmal erkunden, ob facebook für mich selbst nötig ist. Nicht immer ist der gerade los fahrende Zug auch der richtige. Aber einen Denkanstoß hat mir der Artikel und auch die Kommentare dazu gegeben. Vielen Dank dafür

    der Ivo

  • moccioso
    13. Aug 2010 | 22:01 Uhr Antworten

    mah, ich glaube ms dient mittlerweile nur als homepage, wo man den musiker ausfindig machen kann, da jeder musiker bereits sein ms hat.

    doch aufgrund des ganzen spams haben sich die user einfach abgeturnt. sie haben verstanden, dass sie selber ein teil der spammer sind, denen die musik der anderen kaum interessiert, sondern nur nur die vermarktung der eigenen. diese erkenntnis ist ausschlaggebend.

    dann hat ms versucht, das spammen einzudämmen. nun kann man nicht mal alle fans mit einem klick zu seinen events einladen. man muss sie alle einzeln mühselig einladen. man kann auch keine newsletter an alle fans schicken, man muss sie wiederum alle einzeln anschreiben. das ist doch schwachsinn. deshalb wurden auch soviele bots (spam-tools) für ms (auch für fb) entwickelt.

    wegen diesen tücken bevorzuge ich fb. mit einem soundcloud-player kann man dort easy die eigenen songs uploaden. ich benutze ihn auch für ms. ich brauche gar nicht die songs doppelt uploaden. newsletter click. eventeinladung click (auch hier gibt es kleine beschränkungen, die aber einfach umgangen werden können.. ich verstehe wirklich nicht wieso sie das machen, damit man zeit auf ihrer platform verliert).

    ich muss sagen auf fb bekomme ich jeden tag 2-3 freundschaftsanfragen ohne nichts zu tun, bei ms kommen 1-2 jede 2 wochen wenn es gut geht. und auf ms habe ich 35.000 views. also nicht 0. ich glaube dieleute haben es einfach satt. immer nur werbung, keine kommunikation zwischen den leuten. download hier download dort. gratis gratis free. da schalt ich doch gleich den fernseher ein!

    von mir aus gesehen hat sich ms selber in die finger geschnitten. also newsletter und eventeinladungen. das sind wichtige dinge. und doch so einfache dinge.

  • Ferd
    15. Nov 2010 | 00:24 Uhr Antworten

    MySpace hat immer noch einen hohen Wert für Musiker, denn Myspace erhebt keine Rechte auf die Hochgeladenen Bilder oder Musikdateien.
    Vor allem letztere reißt sich Facebook nämlich automatisch unter den Nagel. Folgendes muss man mit seiner “Unterschrift” versehen, wenn man eigene Musik auf eine Bandseite von Facebook hochladen will:

    “Ich bestätige, dass ich Facebook in Übereinstimmung mit Facebooks Erklärung der Rechte und Pflichten eine weltweite, unentgeltliche, nicht-exklusive Lizenz für die Nutzung, Vervielfältigung, Verbreitung, Sendung und öffentliche Darbietung aller von mir zu Facebook hochgeladenen Tonaufnahmen erteilt habe. Mir ist bewusst, dass ich, falls zutreffend, für jegliche Lizenzerteilung, Berichterstattung sowie Zahlungsverpflichtung gegenüber Dritten alleine verantwortlich bin.”

    Kurz: Die von Facebook darf mit den hochgeladenen Liedern machen was sie wollen! MySpace sagt in seinen Nutzungsbedingungen, dass nicht der geringste Anspruch auf irgendwelche Rechte auf hochgeladene Datein erhoben wird!
    Ich kenne keinen Musiker, der Musik bei Facebook hochgeladen hat und das wird auch höchstwahrscheinlich nicht passieren, solange die Plattenfirma nicht Facebook heißt.

    Facebook kann bestenfalls als Sprachrohr benutzt werden. Eine Seite auf der man an Leute ran kommt. Denn das muss ich zugeben, Facebook macht es leichter Kontakte zu knüpfen oder aufrecht zu erhalten und es ist auch übersichtlicher. Aber Mehr als Worte sollte man hier lieber nicht verlieren. Musik wird auf Myspace hochgeladen, Videos auf Youtube und auf Facebook werden diese beworben und verlinkt.

    • NiWi
      30. Mai 2011 | 10:25 Uhr Antworten

      Hallo!
      @Ferd: vielleicht kannst Du mir weiterhelfen: wenn also Facebook die hochgeladenen Songs vervielfältigen und verbreiten darf, heißt das denn dann tatsächlich, dass ihnen die Songs gehören? Das Wort nicht-exklusiv scheint mir zu bedeuten, dass die Musiker weiterhin ihre Rechte an den Songs haben.
      Mich würde interessieren ob das Recht der Vervielfältigung etc. verlischt sobald die Songs vom Account runtergenommen werden? Vielen Dank im Voraus für eine Antwort!

    • Thomas “thommytulpe” Nimmesgern
      30. Mai 2011 | 13:40 Uhr Antworten

      Hallo!

      Aha: eine “Lizenz für die Vervielfältigung, Verbreitung, Sendung und öffentliche Darbietung” – da werd’ ich mir dreimal überlegen, ob ioch meine Lieder bei Facebook hochlade.
      Ich glaube, ich kenne jetzt schon die Antwort. :-) …allerdings vorausgesetzt, die Bedingungen sind jetzt (Mai 2011) immer noch sie, wie sie Ferd zitiert hat.

      Vielen Dank, Ferd, für diesen Hinweis! Facebook ist nicht für Musiker da, sondern Musiker sind für Facebook da – Farcebook.

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