Musikmarketing & Bandpromotion: Die ersten Schritte (Teil 2)

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Musikmarketing & Bandpromotion für Musiker und Bands

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Die nächsten Schritte in Musikmarketing & Bandpromotion

Das Fundament ist gelegt, nun geht es darum, das eigene Fortkommen als Musiker oder Band darauf zu bauen. Und genau hier geht es nun weiter mit dem Punkt 4.

4. Inhalte erstellen

Hier fängt dann der Teil an, der wirklich viel Arbeit macht und auch stetig weiterverfolgt werden sollte: Inhalte, Inhalte, Inhalte und noch mehr Inhalte. Angefangen mit dem Erstellen eines professionellen Press Kits für deine Band. Denn mit diesem kannst Du dich nicht nur online deinen Fans und der Presse präsentieren, sondern gleichsam bei Locations nach Gigs fragen und mehr.

Für die Webseite und natürlich auf für die Pressemappe deiner Band benötigst Du eine kurze Biografie und Vorstellung der Kombo. Diese sollte kurz und prägnant sein, gleichzeitig Lust auf mehr machen und vor allem dem Leser klarmachen, worum es dir und deiner Band geht.

Musikmarketing & Bandpromotion für Musiker und Bands

Im Zeitalter des Web2.0 gehören zudem auf die Webseite professionelle Fotos der Band (ich würde sie auf der eigenen Band-Webseite veröffentlichen, Flickr geht aber natürlich auch oder sollte sogar zusätzlich dazugehören). Diese sollten aussagekräftige Titel und Beschreibungen haben sowie ausreichend etikettiert (Tags, tagging) werden.

Dasselbe gilt natürlich auch für Videos. Denn nicht umsonst sind Webseiten wie YouTube oder Vimeo so beliebt bei den Internetnutzern. Dabei ist es meiner Ansicht nach wichtiger, Videos der Band bei den Proben oder im Tonstudio zu veröffentlichen als irgendwelche Musikvideos á la MTV zu produzieren. Es geht darum, den interessierten Fans die Band und deren Mitglieder näher zu bringen und eine emotionale Verbindung zu diesen zu erschaffen.

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5. Live spielen & Networking – das 1×1 im Musikmarketing

Ohne Kontakte geht nichts. Umso mehr gilt das für die Musikbranche, in der schon ein richtiger Kontakt über den Erfolg entscheiden kann. Natürlich wirst Du am Anfang deiner Karriere nicht sofort in Kontakt mit den Labelbossen oder deren Schergen kommen. Dafür ist es aber umso einfacher, sich mit Musik-Bloggern zu vernetzen, die über dich und deine Band berichten und vielleicht auch den ein oder anderen Besucher auf deine Webseite schicken.

Um dich hier attraktiv zu präsentieren könntest Du beispielsweise im Gegenzug für ein Interview exklusiven Inhalt für die Webseite des Bloggers anbieten. Gleichsam könntest Du dich als Gastautor bei den Blogs bewerben. Sehr gut kommt auch das Networking in Richtung anderer Bands und Musiker. Jeder Musiker hört gerne Kommentare zu seiner Musik und nimmt Tipps von anderen gerne auf.

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An zweiter Stelle kommt hier erst das Live-Spielen in Clubs – denn an die Gigs kommst Du auch erst durch erfolgreiches Networking. Und natürlich solltest Du auf deinen Gigs immer mal wieder die URL zu deiner Webseite ankündigen, das Publikum auf den Newsletter und den tollen Nutzen für die Abonnenten dabei herausstellen und – sehr wichtig – auf die nächsten bevorstehenden Gigs hinweisen. Vielleicht mag der ein oder andere ja auch einen zweiten Auftritt deiner Band sehen.

Darüber hinaus gilt hier: Immer wieder, ständig wiederholen und noch mehr Inhalte, Videos, Fotos, mehr Auftritte spielen, mehr Networking und dann wieder von vorne anfangen.

 

6. Networking 2.0

Über das Networking im Reallife hinaus gibt dir das Internet nun auch die Möglichkeit, Fans und Interessierte auf unterschiedlichen Plattformen zu erreichen. Die Vorgehensweise entspricht der im echten Leben: Nett sein, entgegenkommen und dann mal schauen, was passiert. Natürlich darfst Du deine Band auch etwas forscher bewerben, aber sei vorsichtig damit, gerade im Internet zu aufdringlich zu werden.

Als Plattformen stehen dir hier zum Beispiel MySpace, Facebook oder Twitter zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es noch diverse anderer Musikerportale, deren Nutzen ich aber ähnlich zweifelhaft empfinde wie den von MySpace. Es geht dir am Ende ja auch darum, Musikkonsumenten zu erreichen – und die findest Du nicht auf einem reinen Musikerportal.

Versuche beim Online-Musikmarketing immer wieder exklusiven Inhalt für die entsprechenden Plattformen bereit zu halten – dann lohnt es sich für die Fans deiner Band auch mal mehr als nur auf einer einzigen Plattform zu folgen.

 

Abschliessende Gedanken zu Musikmarketing & Bandpromotion

Eine Musikerin, deren Name mir gerade nicht einfallen möchte, hat mal korrekterweise festgestellt: „Es hat ein ganzes Leben gedauert, um über Nacht berühmt zu werden.“ Und das bedeutet nichts anderes als: Musikmarketing und Bandpromotion, um sich in den Köpfen potenzieller Fans festzusetzen und erfolgreich im Musikbusiness zu sein bedeutet harte Arbeit.

Keiner zwingt dich oder deine Band dazu, diese harte (und oft ungedankte) Arbeit auf dich zu nehmen. Aber Du kannst gewiss sein, dass dort draussen eine andere Band sein wird, die die Strapazen gerne auf sich nimmt. Es kann nicht jede Band erfolgreich und berühmt werden. Wenn Du dir das Musikbusiness mal genauer anschaust, stellst Du schnell fest: Es werden nur sehr, sehr, sehr wenige Bands erfolgreich. Und wer am härtesten (und geschicktesten) Bandpromotion betreibt, hat am Ende die besten Chancen, dieses Spiel um Erfolg und Ruhm zu gewinnen.

 

Aber meine Musik ist megageil…

Das glaube ich dir. Aber reicht das aus? Selbst Erfolgsproduzent, US-Rapper und Megastar Jay-Z hat in einem Interview zugegeben, dass seine Musikverkäufe den geringsten Anteil an seinem Einkommen haben. Aber er nutzt seine Musik, um sein Einkommen auf anderen Wegen zu pushen: Auftritte als Musiker, Gastauftritte in Talk-Shows, Verkauf von Merchandising, DVDs, Büchern, Kooperationen mit anderen Musikern, Ghost-Songwriting, Produzieren, Schauspielern und und und…

Wie gesagt. Dieser Artikel soll dir einige Denkanregungen bieten, wie Du deinen Weg (oder den deiner Band) im Musikbusiness angehen willst. Deine Liebe zur Musik und nicht etwa Musikmarketing und Bandpromotion sind vielleicht der Grund gewesen, in dieses Geschäft einsteigen zu wollen. Aber ohne Vermarktung und Selbstmarktung wird es schwierig.

Und noch einen letzten Tipp möchte ich dir mit auf den Weg geben, falls Du das nicht sowieso schon lange machst. Auf delamar.de beschäftigen wir uns regelmässig mit den Themen Musikbusiness und Selbstvermarktung für Musiker und Bands. Du kannst hier noch etliche weitere Tipps und auch tiefergehende Artikel hierzu erfahren. Wenn Du also bisher delamar noch nicht abonniert hast, dann verpasst Du vielleicht die besten Tipps für dich und deine Karriere. Abonniere jetzt delamar und sei immer auf dem neuesten Stand.

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Lesermeinungen (3)

zu 'Musikmarketing & Bandpromotion: Die ersten Schritte (Teil 2)'

  • finaltune   19. Mai 2010   21:13 UhrAntworten

    Danke, schöner Artikel!

  • Olaf   30. Mai 2010   17:16 UhrAntworten

    Ja, auf jeden Fall ein interessantes Thema!

    Was haltet Ihr denn von einer kleinen Erweiterung? Als Musiker sich selbst auf die Bühne zu stellen und von den Fans angehimmelt zu werden, ist für viele sicher das Größte! Wenn man sich aber mal das internationale Musikgeschäft ansieht, dann schreiben die wenigsten Künstler ihre Songs tatsächlich selber - sie sind "nur" die Interpreten. Geschrieben werden die Songs von ganz anderen Leuten, die zumeist niemand namentlich kennt. Oder könnte mir z.B. jemand - ohne vorher zu Googlen - auf Anhieb sagen, wer "Sattelite" von Lena geschrieben hat? Oder "Music" von Madonna? Die meisten Songwriter schreiben ihre Songs tatsächlich für andere Leute - meist sogar ohne vorher zu wissen, wer den Song hinterher tatsächlich singen wird. Der Songwriter macht vielleicht einen Vorschlag, aber wenn der entsprechende Künstler (= Interpret) den Song ablehnt, wird er eben dem nächsten angeboten.

    Lange Rede, kurzer Sinn - ich fände es sehr interessant, auch mal ein paar Informationen zu bekommen, wie man sich als Songwriter vermarkten kann, wenn man kein gesteigertes Interesse daran hat, selbst auf die Bühnen dieser Welt zu klettern....

  • Carlos (delamar)   02. Jun 2010   14:55 UhrAntworten

    Olaf, wir haben in unseren Podcasts das Thema bereits angerissen gehabt. Gerade im letzten sprechen wir darüber, wo Du deine Songs anbieten kannst. Hast Du da schon reingehört?

    Des Weiteren dürfte der Weg auf jeden Fall über Networking gehen. Wahrscheinlich noch viel mehr als sonst. Denn Du bist als Songwriter ja darauf angewiesen, dass die Interpreten deine Songs überhaupt mal anhören.

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