Die 6 größten Fehler auf MySpace

Die 6 größten Fehler auf MySpace

Jeder ist auf MySpace: Bands, Einzelkünstler, Labels, Tonstudios und zig andere Amateure und Professionelle aus der Musikbranche. Und wer sich mit den Profilen von vieler dieser auseinander setzt (oder setzen muss), dem fallen die immer gleichen Fehler auf, die die Kommunikation erheblich erschweren. Dabei könnte das Leben so einfach sein, wenn…ja, wenn das nicht diese 6 Fehler wären…

  1. Das Design
    Ich fange einfach mit dem an, was mich persönlich am meisten stört: Blinkende Überschriften, leuchtende Buttons, dunkelgraue Schrift auf schwarzem Hintergrund. Wer Werbung wie ein Etablissement auf der Reeperbahn macht, darf sich nicht wundern, wenn er das falsche Publikum anzieht oder die Zielgruppe einfach vorbeispaziert.

     

  2. MySpace als Webseite
    Weniger störend, dafür aber umso schlimmer ist es, MySpace als Webseite zu nutzen. Das Portal ist für Social Networking gedacht und sollte nicht Dreh- und Angelpunkt des Business sein.
    Wer ernst genommen werden möchte und Wert auf Professionalität legt, tut gut daran, eine eigene Webpräsenz zu pflegen, wo man selbst die Kontrolle über Design, Inhalt und Funktionalität hat.

     

  3. MySpace zur Kontaktpflege
    Genau wie auch bei anderen Online-Portalen sind private Nachrichten ein wunderbares Mittel zur Kontaktaufnahme mit Anderen. War die Kontaktaufnahme erfolgreich, so sollte man auf konventionelle Mittel wie Email zurückgreifen.
    Das ist nicht nur wesentlich bequemer, man kann auch ohne ein stetiges Einloggen in das Portal auf die Nachrichten zugreifen.

     

  4. Großformatige Hintergrundbilder
    Eigentlich gehört dieser Punkt noch zum Design, aber da das hier in letzter Zeit eine richtige Seuche geworden ist, gehe ich gesondert darauf ein. Wenn Ihr schöne Fotos von Euch oder Eurer Band habt, dann nutzt doch Flickr, um diese der Welt zu präsentieren. Ein großformatiges Hintergrundbild erhöht nicht nur die Ladezeit Eurer MySpace-Seite, es hindert mich auch daran, gewisse Teile Eures Inhaltes wegen zu geringem Kontrast lesen zu können.
    Abgesehen davon wird ein Großteil des Hintergrundes ja von irgendwelchen Boxen verdeckt…

     

  5. Videos, Videos, und noch mehr Videos
    Eine ganz schlimme Unart, die im letzten Jahr Einzug auf vielen MySpace-Seiten gefunden hat ist das Einfügen von irgendwelchen Videos. Mal abgesehen davon, dass ich das neueste Snoop Dogg Video auf MTV sehen kann, stehen mir auch noch zig andere Videoportale zur Verfügung.
    Ich bin nur daran interessiert zu sehen, wer Ihr seid und was Ihr macht. Und wenn Ihr eigene Videos hochladet, dann stellt zumindest bitte sicher, dass diese nicht automatisch abgespielt werden. Zwei unterschiedliche Musikquellen zusammen hören sich einfach nicht gut an…

     

  6. Biblische Texte
    Weiter oben hatte ich bereits erwähnt: Wenn ich auf MySpace gehe, dann bin ich nur an einem kurzen Abriss über den Künstler oder die Band interessiert. Kurz. Prägnant. Keine Texte in biblischer Länge (die oftmals auch noch vor Rechtschreibfehlern strotzen).
    Wenn Ihr das Gefühl habt, dass Ihr die komplette Entstehungsgeschichte in allen Details erzählen müsst, dann macht das doch bitte auf einer eigenen Unterseite oder noch besser auf Eurer eigentlichen Homepage.

Denkt immer daran: MySpace ist nur eines der vielen Online-Portale, das Social Networking für Musiker bietet. Wenn es Euer einziges Instrument zur Selbstvermarktung und Präsentation Eurer Musik ist, dann habt Ihr noch eine Menge Potenzial brach liegen, das Euer Sprungbrett zum Erfolg sein könnte.

Erzählt mir Eure Erfahrungen mit der eigenen MySpace-Seite und der anderer Bands / Artists!

Lesermeinungen (15)

zu 'Die 6 größten Fehler auf MySpace'

  • Ken Park
    07. Apr 2008 | 12:18 Uhr Antworten

    Endlich mal einer der es ausspricht. Ich als Linuxnutzer hab durch die magere Flashunterstützung noch zusätzliche Probleme. Aber abgesehen davon finde ich es auch schrecklich dass

    1. wirklich ALLES auf die Startseite gepackt wird. Bilder und Videos sind ja schön und gut aber dafür gibt es gesonderte Bereiche auf der Myspace Seite.

    2. jeder JEDEN als Kontakt annimmt. Dass ist vor allem bei DJ’s und ähnlichem eine Pest. Ich fände (und finde es bei einigen Bands) einfach viel besser wenn man nur relevante Kontakte annimmt bzw. wenigstens mal schaut wer einen da so anschreibt (das gilt nicht für Leute die jeden Tag >10 Anfragen bekommen, da verstehe ich es)

    3. mit sogenannten Layout Generatoren jede aber auch JEDE Möglichkeit für Eyecandy wahrgenommen wird. Transparenz usw. sind unnötig, erschweren dass lesen, erhöhen Wartezeiten und sind sooooooooooooo ausgelutscht.

    4. KEINER glaubt euch, dass ihr Timberland, Britney Spears und sonst wen kennt. Ich fände es gut wenn kleine Bands zu sich selbst stehen und ihre Musikerfreunde etc. in die Topfriends aufnehmen. Das fördert (ganz dem eigentlichen Prinzip) auch diejenigen und ich lerne auch was über den Hintergrund der Artists kennen. Z.b. wenn man Leute reinstellt die auf dem selben Label sind.

    5. EINEN Player. Es gibt für Bands einen Myspace Player. Ladet doch die drei aussagekräftigsten Songs rein. Zusätzliche Flashplayer mit 1000 Liedern hört sich kein Mensch an.

    6. naja…. da man ja nun kein Webdesigner mehr ist: WENIGER ist mehr. Es gibt Faustregeln wie Nur-Drei-Farben, Möglichst-Maximaler-Kontrast, Ladezeit-Vor-Eyecandy und so weiter.

    Ansonsten könnte man viel aus dem Interview über “Demos an Labels schicken” zitieren. Das gilt in meinen Augen auch größtenteils für die Myspace Seite. Diese sollte ein Anlaufpunkt sein, die Informationsfülle
    einer A4 Seite enthalten und in der Regel auf eine selbstgestaltete eigene Homepage verlinken. Alles andere wirkt, finde ich, unprofessionell.

  • Andreas Z. (delamar)
    07. Apr 2008 | 14:59 Uhr Antworten

    MySpace stinkt!
    Sorry das musste jetzt einfach mal raus. Ich ueberlege schon so lange mich dort abzumelden. MySpace ist so voll. Durchkommen als Einzelmusiker kann man fast nicht. Und Wahrnehmung = 0.

  • Loco
    07. Apr 2008 | 15:00 Uhr Antworten

    Ich finde es ebenfalls schrecklich das Künstlerseiten in der Regel vollkommen überladen sind. Videos, Musik, Bilder,sehr viel Merchandise, Termine, Biografie…alles irgendwie reingequetscht. Wer mit einem langsamen Rechner ausversehen auf solch eine MySpace-Seite kommt kann erstmal warten bis die etlichen Plugins geladen sind.

    Und nachdem man fleißig gescrollt hat und ganz unten angelangt ist um seinen Lieblingskünstler nen Comment zu schreiben endeckt man den Zusatz das dies nur ein Fanprofil ist und offiziell vom Künstler nicht unterstützt wird D=

  • carlos (delamar)
    07. Apr 2008 | 15:16 Uhr Antworten

    Die langen Freundelisten sind meiner Ansicht nach eine Farce, denn keiner schaut sich doch wirklich die Profile der “Bittsteller” an, oder?

    Vor allem glaube ich, dass die Probleme mit dem eigentlichen Networking eher bei uns Musikern auftreten, während die Nicht-Musiker tatsächlich MySpace zum ehrlichen Networking nutzen.

    Kann natürlich daran liegen, dass wir Musiker meistens Ego-Säue sind..?

  • Sib
    02. Sep 2008 | 01:39 Uhr Antworten

    Wenn mir eine Seite auf Myspace zu lange lädt, weil sie vollkommen überladen ist mit oben genannten Gimmiks, verlasse ich sie sofort wieder. Das hat ja gerade bei den Amerikanern pestilente Züge angenommen.

  • ansager
    27. Feb 2009 | 11:47 Uhr Antworten

    job stimme ich auch zu

    ich hab neben myspace noch eigene homepages

    wegen der übersicht in myspace hab ich es auch im kontrast gut gehalten – und nicht überfüllt

    www.myspace.com/ansager

    mfg

  • Wirgefuehl
    28. Okt 2009 | 13:25 Uhr Antworten

    *wiederbeleb*

    Hallo, ich würde mich sehr über Kommantare zu unserer neuen myspace-Seite freuen! Insbesondere Thema Bewegung (es sind nur wenige Animationen drin, aber evtl. lenken diese zu sehr ab..) und Textmenge.

    www.myspace.com/wirgefuehl

    So. Und jetzt adde ich delamar! Danke für 1000e Infos!!! Echt klasse hier.

  • meetzz
    30. Jul 2010 | 00:16 Uhr Antworten

    “Myspace als Website”

    aber so ‘ne richtige website mit .de hintendran kostet doch voll die kohle, oder nicht? außerdem, welcher künstler kennt sich schon damit aus, so’ne seite zu designen und programmieren und so weiter. das führt doch nur dazu, dass man den bandnamen googlet, dann auf so ‘ne peinliche website kommt, und das ganze für’n scherz hält.
    ich kann nicht nachvollziehen, dass ‘ne gute myspace-seite unprofessionell wirken kann.

    • Carlos (delamar)
      30. Jul 2010 | 10:20 Uhr Antworten

      Eine Webseite unter einer .de Domain zu hosten kostet in der Basisversion etwa 50,- Euro im Jahr. Das ist nicht so viel Geld, als dass sich jemand in Schulden stürzen müsste. Und genau diese Investition ist die Tatsache, die andere Musiker, Interessierte und A&R’s erkennen lässt, dass Du es ernst mit deiner Musik und deinem Projekt meinst.

      Du bist dir das Geld dann wert.

  • Sportritter
    13. Dez 2010 | 02:40 Uhr Antworten

    Das schlimmste auf myspace finde ich die animierten GIF Bilder. Zum Glück nimmt das wieder ab. Aber ich denke, dass Probleme wie unübersichtlich gestaltete oder schlecht designte Profile auch an myspace selbst liegen, da der Seitenaufbau zum großen Teil vorgegeben und sehr unlogisch ist. Übrigens kann man eine .de Domain für unter 10€/Jahr haben

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