mufin Online-Musikdienst mit akustischem Fingerabdruck
Gerade eben kam eine Pressemeldung zum Online-Musikdienst mufin, der sich unter anderem als kostenloses Tool zum Musikmarketing für Nachwuchskünstler sieht. Die mufin-Technologie kategorisiert Musik mit einem “akustischem Fingerabdruck” und erstellt Playlisten ähnlicher Musik.
mufin Online-Musikdienst mit akustischem Fingerabdruck
Jeder Künstler darf seine Musik kostenlos der Musikentdeckungsmaschine “mufin für Künstler” hinzufügen, in der Hoffnung neue Hörer und potenzielle Fans für die eigene Musik zu finden. In der stetig ansteigenden Anzahl an Bands und Musiktiteln möchte mufin mit seiner Technologie der akustischen Fingerabdrücke ein Wegweiser für gute Musik werden – ein Musikempfehlungsportal.
Das ist, was die Pressemitteilung über mufin zu sagen hat:
Mit Hilfe akustischer Fingerabdrücke ermöglicht mufin das Entdecken von Musik, ungeachtet ihrer
Popularität, ihres Genres oder ihrer geografischen Herkunft. Bei mufin wird der Klang jedes einzelnen Musikstücks in einem akustischen Fingerabdruck festgehalten. Titel werden bei mufin dann zueinander empfohlen, wenn sie ähnliche akustischen Fingerabdrücke und somit entsprechende klangliche Ähnlichkeit aufweisen.
“Ein Nachwuchs-Künstler kann direkt neben Coldplay empfohlen werden, wenn die Musik ähnliche klangliche Charakteristika hat. Die Suche nach neuer Musik, die dem eigenen Musikgeschmack entspricht, wird viel einfacher. Gleichzeitig finden Künstler so neue Hörer und Fans.” sagt Jürgen Jaron, Geschäftsführer von mufin.
Weiterhin weist das Unternehmen darauf hin, dass bereits über 7 Millionen Musiktitel auf mufin bereitstehen. Sehr interessant indes könnten die Möglichkeiten zum Teilen der Online-Playlisten mittels sozialer Netzwerke wie Facebook oder Twitter sein, zweier Tools im Musikmarketing, die im Werkzeugkasten jeder Band sein sollten. Lediglich über eine Verbindung zu MySpace schweigt sich mufin in seiner Pressemitteilung auf. Sehr schade, denn dieses Netzwerk zählt auch heute noch zu den wichtigsten für Musiker.
Um die eigene Musik auf mufin hochzuladen muss sich eine Band zunächst registrieren. Hernach können die Titel hochgeladen werden. Wer Bedenken hat, seine Musik der Allgemeinheit in voller Länge zur Verfügung zu stellen kann sich für die Bereitstellung eines 30-sekündigen Vorhörstücks entscheiden. Dieses kann dann durch eine Verlinkung mit dem Apple iTunes Music Store und Amazon MP3 unter Umständen monetarisiert werden. Hierbei wäre allerdings zu bedenken, dass damit alle Chancen auf virale Verbreitung der eigenen Musik dahin sind – wer schliesst schon ein 30 Sekunden Schnipsel in seine Playlist ein?
Integration mit SoundCloud
Eine weitere, sinnvolle Vernetzung bietet das Tool “mufin für Künstler” durch die Verquickung mit dem Online-Dienst SoundCloud. Wer seine Musik bereits dort zur Verfügung stellt, kann mit wenigen Klicks auch bei mufin gefunden werden. Ein erneutes Hochladen der Musik entflällt.
Die Technologie hinter mufin:
Im Gegensatz zu anderen Musikempfehlungsportalen, die Empfehlungen aufgrund von Nutzereingaben machen, arbeitet mufin mit einer Klanganalye. Diese basiert auf mathematischen Algorithmen, die laut eigenen Angaben Popularität, geografische Herkunft oder Genre ausser Acht lassen und nur den Klang berücksichtigen. Zu den Features von mufin zählen die automatische Erstellung von Wiedergabelisten, automatische Reparatur von Meta-Informationen oder die visuelle Musiknavigation.
Anm. d. Red.:
Wie gut sich mufin in der Zukunft als Werkzeug zur Selbstvermarktung für Musiker erweisen wird, muss sich noch zeigen. Potenzial ist da, keine Frage. Schaden kann es jedenfalls nicht, seine Musik auch hier hochzuladen – Natürlich erst nachdem Du die Lizenzbestimmungen des Online-Dienstes gelesen und für gut befunden hast. Vor etwa einem Jahr haben wir bereits über eine Version von mufin im Rahmen des delamar Podcasts gesprochen, seither hat sich viel getan. Vielleicht ist es Zeit, sich erneut damit zu beschäftigen.


27. Jan 2010 | 08:37 Uhr
worauf wir schon immer gewartet haben…. noch so eine seite, die musikmarketing verspricht! braucht die welt das wirklich?
also mal ehrlich… wenn ich einen song hören möchte, der nach robbie williams klingt, dann besorge ich mir einen song von robbie williams und nicht irgendwas von irgendwem, das irgendeine obskure software als mathematisch ähnlich erachtet!
musik mag zwar auf mathematischen und physikalischen grundlagen basieren, aber transportiert werden schlussendlich emotionen und keine algorithmen.
aber es ist schon toll, auf was für ideen manche leute kommen…
27. Jan 2010 | 18:48 Uhr
andererseits… stell dir vor olaf:
nach jahren des konsums nur einer musikrichtung entdeckst du per zufall einen künstler einer anderen musikrichtung auf mufin.
diese art von musik gefällt dir dermaßen, dass du mehr willst, mehr von eben dem künstler, mehr von dieser richtung.
so ist es auch bei mir gewesen, als ich (man möge ein fan sein oder nicht) die minimal-richtung für mich entdeckt habe.
und somit hat mufin für mich eine darseinsberechtigung, egal obs nun nach gefühl oder aussage des liedes geht, verschiedene menschen interpretieren verschieden.
lg, putin :)