Mehr Auftritte für deine Band: 15 Tipps, die sich lohnen

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15 Tipps für mehr Auftritte und Gigs

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Mehr Auftritte für deine Band: 15 Tipps, die sich lohnen

Mehr Auftritte für meine Band? Wie geht das? Ein Kochrezept gibt es nicht und eine simple Schritt-für-Schritt-Anleitung für mehr Auftritte erschien mir als zu eindimensional.

Ich habe daher alle Tipps in einzelne Punkte zusammengefasst und versucht, diese thematisch und zeitlich in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen. Ich wünsche dir viel Spass beim Lesen, viel Erfolg beim Umsetzen und dann natürlich auch mehr Auftritte für deine Band :)

15 Tipps für mehr Auftritte und Gigs

15 Tipps für mehr Auftritte und Gigs

Also hier sind sie, die 15 lohnenden Tipps für mehr Auftritte für deine Band:

  1. Was macht deine Band besonders?
    Im Marketing nennt sich dieser Schritt „Positionierung“. Es gibt viele Bands. Sehr viele Bands. Ein kurzer Blick auf Myspace dürfte jedem klar machen, dass der Wettbewerb um die wenigen Locations sehr hoch ist. Deswegen ist es umso wichtiger zu wissen, was deine Band besonders macht. Was deine Band anders als die anderen macht. Erst mit diesem Wissen bewaffnet, kannst Du potenzielle Auftraggeber für Gigs so ansprechen, dass sie ein Interesse entwickeln.
    Ein Vergleich mit anderen Bands, die in deiner Gegend spielen hilft hierbei. Auch können dir Freunde, die deine Band live oder in einer Bandprobe gesehen haben, eine ehrliche Meinung geben.

  2. Eine Demo-CD erstellen
    Klar, das ist offensichtlich. Ist es? Ich habe schon Bands erlebt, die auf der Suche nach Gigs waren und dennoch keine Demo-CD im Vorfeld produziert hatten. Dabei ist genau dieser Tonträger der einzig realistische Weg, um dem Geschäftsführer einer Location zu beweisen, dass deine Band den Laden rocken wird.
    Es geht aber noch einen Schritt weiter bei der Erstellung einer Demo-CD. Es reicht nicht einfach 10 Songs draufzuklatschen und sich dann zu wundern, dass sich nie jemand meldet. Sei anders mit deiner Demo-CD. Erstelle eine spezielle Version nur für die Akquise von Gigs. Mach ein Medley deiner besten Songs, die zeigen, was Du auf dem Kasten hast.

  3. Beschrifte deine Demo-CD
    Noch so ein offensichtlicher Tipp, nicht wahr? Und doch wärst Du erstaunt, wie viele Bands das Beschriften ihrer Demo-CDs schlichtweg vergessen oder nur unvollständig lassen. Locations und Booking Manager bekommen eine Menge Demo-CDs auf ihren Tisch. Wenn die dann nicht auf Anhieb herausfinden können, wer die vorliegende Musik aufgenommen hat, landet der Tonträger postwendend im Müll und es wird einfach die nächste Band gebucht. Deswegen: Bandname und alle Kontaktinformationen gehören auf die CD und das Cover.
    Und noch ein Tipp an dieser Stelle: Da der Interessent dich und deine Band ja nicht kennt, kann er schwer einschätzen, wie sich eine gemeinsame Zusammenarbeit gestalten wird. In wen, glaubst Du, wird er mehr Vertrauen setzen: In die Band, die eine gebrannte Demo-CD mit wackliger Edding-Schrift beschriftet hat oder in die mit dem professionell aussehendem Cover?

  4. Erstelle ein professionelles Press-Kit
    Im einfachsten Falle kann ein einzelnes Blatt Papier vollkommen ausreichen, wer sich etwas professioneller geben möchte darf auch ausführlicher werden. Die Printqualität wird in erster Linie von deinem vorhandenen Budget abhängen. Für den Inhalt darf das aber nicht gelten!
    Neben Bandnamen, Foto und Kontaktinformationen darf sich auch eine Bandbiographie mit Informationen über gespielten Musikstil, Einflüsse und Erfahrung finden. Wie mich kürzlich ein Freund darauf hingewiesen hat, ist es auch von Vorteil eine Set-List mit eigenen Songs und Cover aufzuführen. Etwaige Berichte aus Presse und Medien sollten im Press-Kit auch aufgeführt sein.
    Hier noch ein Wort zu den Fotos: Je besser diese sind, desto besser deine Chancen.

  5. Erstelle eine Liste mit potenziellen Locations
    Je mehr potenzielle Locations Du findest und je länger die Liste wird, desto wahrscheinlicher, dass darunter sich eine Bar oder Kneipe findet, die dich buchen wird. Frage andere Bands und Musiker, wo sie schon überall aufgetreten sind, schaue in die Lokalmagazine, Zeitungen und natürloch ins Internet, um weitere Locations zu finden. Wichtig ist, dass Du diese Liste kontinuierlich weiterführst und ständig um weitere Einträge erweiterst.
    In deiner Liste sollte neben dem Namen der Location noch der Name des Besitzers oder Verantwortlichen für die Buchungen sowie die Telefonnummer stehen.
    Hier sind noch einige Anregungen für Locations, die Du in diese Liste aufnehmen kannst: Bars, Irish Pubs, Clubs & Diskotheken, Cafés, Messen, Schulveranstaltungen, Festivals.

  6. Mut
    Viele Musiker haben Angst, sich zu verkaufen, denn die Kommerzialität will nicht so recht in ihr Weltbild passen. Potenzielle Interessenten anzurufen und auf etwaige Gigs anzusprechen erscheint vielen wie der Verkauf von Versicherungen an der Haustür. Aber auch das Musikbusiness ist in erster Linie ein Geschäft und die Musik nur ein Produkt. Wer gebucht werden möchte, der ist gut beraten, sich den Geschäftsinhabern von potenziellen Locations zu präsentieren und damit bekannt zu machen.
    Wer im Proberaum sitzen bleibt und darauf wartet als der neue Act schlechthin entdeckt zu werden, wartet vergeblich.

  7. Dieselben Ziele verfolgen
    Solokünstler können sich diesen Absatz getrost sparen und gleich mit dem nächsten weitermachen. Für Bands hingegen ist dieser Absatz enorm wichtig: Bands sollten schon im Vorfeld ihre gemeinsamen Träume und Ziele klären und am besten schriftlich festlegen.
    Es ist wie mit den Erdbeeren: Eine einzige faule Erdbeere kann die gesamte Ernte zerstören. Wenn ein einziges Bandmitglied kein oder weniger Interesse am durchschlagenden Erfolg der Band hat, eine andere Vorstellung vom Musikerdasein entwickelt (Hobby vs. Pro) oder etwa nicht einverstanden mit der Probenhäufigkeit ist, gehen die Probleme los. Plötzlich kommen Ausreden für das Nichterscheinen zur Bandprobe oder einer lässt den Gig aus heiterem Himmel platzen. In der Folge müssen Bands den ein oder anderen Gig absagen und zerstört damit ihre Reputation.

  8. Ruf an!
    Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit. Rufe jede Woche neue Locations an, um nach Gigs zu fragen. Lass dich vom ein oder anderen „Nein.“ nicht aus der Ruhe bringen. Es kann 1.000 verschiedene Gründe dafür geben: Dein Gegenüber hat einen schlechten Tag, die Location ist bis in drei Monaten ausgebucht, die Musik deiner Band passt nicht in das aktuelle Programm, oder… Keiner meint ein „Nein.“ persönlich, es geht immer nur um das Geschäft.
    Im Gespräch solltest Du dich darauf konzentrieren, was Du und deine Band für die jeweilige Location bieten könnt. Und sei hartnäckig! Studien haben herausgefunden, dass es im Verkauf (und um einen solchen handelt es sich bei diesen Anrufen) bis zu sieben Kontakten benötigt bevor ein Abschluss (ein Gig) getätigt wird.

  9. Bring die Unterlagen persönlich vorbei
    Für Bewerbungen bei Locations ausserhalb deiner Stadt ist das natürlich nicht ohne Weiteres möglich. Aber zumindest in deiner eigenen Stadt solltest Du die Unterlagen wie Demo-CD und Press-Kit persönlich vorbeibringen. Dazu ist etwas Vorarbeit nötig, denn Du musst zunächst herausfinden, wer der Verantwortliche für die jeweilige Location ist und wie seine Telefonnummer lautet. Dann rufst Du ihn an und fragst nach fünf Minuten seiner Zeit, um dich und deine Band vorzustellen.
    Der persönliche Kontakt kann die Entscheidung zugunsten deiner Band beeinflussen und gibt dir vielleicht die Nasenlänge Vorsprung vor den anderen Bands.

  10. Networking, Networking, Networking!
    Es kommt nicht darauf an, was Du kannst, sondern wen Du kennst. Auf kaum eine Branche trifft das so gut zu wie auf das Musikbusiness. Je mehr Menschen und Musiker Du kennst, je mehr Kontakte zu Bands, Booking-Agenturen, Bars, Kneipen, Konzertveranstalter etc. Du pflegst, desto höher die Wahrscheinlichkeit mehr Gigs für deine Band zu bekommen.
    Aber kennen alleine hilft noch nicht. Es ist wichtig, dass diese Leute alle wissen, dass deine Band nach Gigs sucht. Diese Leute werden dich zu gegebener Zeit weiterempfehlen oder dir eine Möglichkeit anbieten, ein Konzert zu spielen. Immer vorausgesetzt, dass Du und deine Band sympathisch rüber kommt und gute Musik spielt.

  11. Mach Werbung für dich!
    Wie oft bist Du schon in eine Kneipe gekommen, hast eine gute Band gehört und wusstest nicht, wer da gerade spielt? Mach es den Leuten einfach, dich zu kennen. Häng Plakate mit dem Bandnamen und der Telefonnummer auf. Verteile Flyer mit den Kontaktdaten und den nächsten Konzerten. Und: Immer mal wieder den Bandnamen durch das Mikrofon durchgeben! Das hilft nicht nur, um potenzielle Gigs aufzutun, es hilft zudem auch noch für die Fangewinnung und kostet nur wenig Aufwand, wenig Überwindung und wenig Geld bei der Umsetzung.
    Und wenn wir schon bei der Werbung sind, dann noch einen Tipp hinterher. Mach auch Werbung im Vorfeld für diesen Auftritt. Verlass dich nicht allein auf die Werbung, die die Location macht. Erstelle eigene Flyer und sorge für ein volles Haus. Das macht nicht nur mehr Spass beim Spielen, das hilft auch dabei erneut von der Location gebucht zu werden. Und damit sind wir auch schon beim nächsten Punkt.

  12. Frag nochmals nach
    Wenn Du eine gute Show geliefert hast und die Stimmung gerade während deines Auftritts auf dem Höhepunkt war, dann ist das der beste Zeitpunkt, um nach einer erneuten Buchung zu fragen.

  13. Organisier dein eigenes Konzert
    Wenn es denn mal gar nicht laufen sollte, dann buch dich doch selbst und organisiere dein eigenes Konzert. Lade hierzu auch andere Bands zum spielen ein. Diese werden gerne zusagen (denn alle Bands suchen immer nach neuen Gigs) und bringen ihre Fans zum Konzert mit. Ihr alle spielt dann vor einer ansehnlichen Menge von Leuten und könnt euch weiter profilieren.

  14. Am Anfang spiel jeden Gig
    Ich habe im Laufe der letzten 20 Jahre tatsächlich eine Menge Bands gesprochen, die sich einerseits beklagen, keine Gigs zu bekommen, andererseits alle Angebote ausgeschlagen haben. Es gibt keine zu kleinen Gigs für Bands, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen. Wenn das Angebot besagt, Dienstag abends um 22 Uhr eine winzige Kneipe zu bespielen, dann mach es! Wenn Du deinen Job gut machst und der Inhaber mehr Umsatz macht als sonst an einem Dienstag wird er dich buchen.
    Und wenn Du oft genug spielst, dann werden dich früher oder später auch die anderen Bars, Kneipen und Booking-Agenturen wahrnehmen und buchen!

  15. Geh auf Konzerte
    Eigentlich solltest Du dir schon aus Eigeninteresse und zu Entertainmentzwecken die Auftritte anderer Bands ansehen. Zumindest hast Du aber auf diesen Konzerten eine hervorragende Möglichkeit, andere Musiker kennen zu lernen und dich auszutauschen. Du kannst von den Besseren lernen und siehst, was gut beim Publikum ankommt. Gleichzeitig lernst Du neue Locations und deren Belegschaft kennen und zahlst damit auf dein Sympathiekonto beim Networking ein.

 

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Ich habe das Gefühl als könnte ich noch stundenlang über dieses Thema schreiben. So viele Dinge bleiben ungesagt, andere sind vielleicht nicht deutlich genug geschildert. Wenn Du diese 15 Tipps für mehr Auftritte beherzigst und für dich und deine Band umsetzt, dann wird sich die Zahl der gespielten Auftritte deutlich vermehren, wenn nicht vervielfachen.

Wie wir schon in unserem Podcast zum Thema „Erfolgreiche Selbstvermarktung für Musiker“ herausgestellt haben, kann die Arbeit auch an Freunde und Bekannte delegiert werden. Aber gemacht werden, das muss sie. Der Erfolg in Form von Auftritten, Konzerten und Gigs wird nicht von alleine kommen.

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat und Du ihn nützlich findest, dann empfiehl ihn bitte deinen Freunden, Bekannten und Buddys in deinem Lieblingsforum. Damit kannst Du sicher stellen, dass wir auch morgen noch weitere Artikel dieser Art für dich kostenlos veröffentlichen können. Danke!

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Lesermeinungen (14)

zu 'Mehr Auftritte für deine Band: 15 Tipps, die sich lohnen'

  • dj Putin   01. Okt 2009   00:00 UhrAntworten

    vllt noch was zum social networking...
    wenn man einen besitzer einer bar/club/o.ä. oder einen typen, der vllt öfter gigs ins leben ruft, näher kennt als der normale besucher, dann sollte man solche leute auch ab und zu anrufen und fragen, wie es einem so geht... statt nur zu fragen, ob man nicht wieder bei "ihm" spielen kann.
    etwas smalltalk und der typ/ die frau hat ein besseres bild von dir und behält dich so vllt länger im kopf...

    was haltet ihr davon?

  • David Martini   01. Okt 2009   16:16 UhrAntworten

    @ dj putin

    das ist eine gute Idee. Man sollter das aber nicht zu oft tun. :=)

  • dj Putin   01. Okt 2009   16:17 UhrAntworten

    ne quatsch... man soll die ja nicht nerven, die haben genug zu tun xD
    aber ab und zu eben :)

    grüße aus berlin

  • Carlos (delamar)   04. Okt 2009   19:30 UhrAntworten

    Ja, klar! Networking ist die Devise. Und für gutes Networking braucht man vor allem eines: Ein gesundes und echtes Interesse an anderen Menschen.

  • Andy S.   12. Feb 2010   10:14 UhrAntworten

    Hi!

    Ich sehe das Hauptproblem darin, dass die Locations nicht mehr Veranstalter sein wollen.
    Ich komme aus Köln und hier einen Gig hier zu bekommen ohne selbst Veranstalter zu sein bzw. den Laden zu mieten ist nicht mehr möglich!
    Und 300-500€ (die kleineren Läden) wollen die Locations schon haben. Da auf eine schwarze Null zu kommen, ist nicht ganz einfach. Das Risiko trägt die Band. Den Gewinn macht nur die Location. Und gut ausgestattet mit PA/Technik sind die wenigsten...
    Da bleibt der Spaß schnell auf der Strecke und das sollte nun wirklich nicht passieren!!
    Ist das in anderen Städten nicht so?

    Viele Grüße

  • Michael Jary von der Band „12 Years Of Silence“ >> Werbung ;)   16. Jun 2010   19:05 UhrAntworten

    Doch das ist woanders leider ganz genau so. Die guten Zeiten für Newcomer sind vorbei und zwar sind die unter gegangen mit der Coverbandszene. Überall wo eine Coverband spielte konnte man schon von vorn herein sagen: "genau an Dem Tag um Die Uhrzeit haben wir einen Gig als Support" ohne die Coverband vorher gefragt zu haben, denn man wusste das die sowieso ja sagen.

    Erstens: Du bringst denen ja schließlich Leute mit.
    Zweitens: Die Leute sind nach deinem Gig schon warm für die Coverband.
    Drittens: Support wollte damals jede junge Newcomerband machen und dem entsprechend billig waren diese für die Veranstalter und Hauptband. Im Idealfall ein Kasten Bier für alle und eine Wurst auf die Hand. So einfach war das und vor allem verdammt effektiv für alle beteiligten zu mal ja auch die Newcomerband sich zeigen konnte und über professionelles Equipment spielen konnte. Das waren ruhige und traumhafte Zeiten im Gegensatz zu jetzt. Heut zu Tage muss man sich um Gigs fast prügeln und dann ist ja nicht mal sicher ob der Veranstalter die jungen Bands nicht ausnutzt, was auch ziemlich fies ist.

    Man sollte wenigstens drauf achten das man irgendwann nicht mehr aus eigener Tasche drauf legen muss (Flyer,Plakate,Spritgeld) sonst machts nämlich auch irgendwann keinen Spaß mehr. Wenigstens sollte man das Spritgeld wieder reinbekommen durch den Gig und seinen Getränke bis zu einer gewissen Menge nicht noch selbst zahlen müssen. Darauf finde ich sollte man sehr achten, denn es gibt leider immer mehr von diesen Halsabschneidern die sich an jungen, zwar guten, aber leider auch naiven Bands die Taschen füllen und die Bands sehn nur selten was davon.

    Wie gesagt, es gab mal ne Zeit als das alles verdammt einfach war, aber mit dem Rückgang, vielleicht sogar (im gegensatz zu früher) Untergang der Coverbandszene ist alles ungleich schwerer für junge Bands geworden. Dafür lebt die Newcomerszene umso mehr auf, auch wenn sie es heut schwerer hat, wodurch aber die Auslese sich verbessert hat, d.h.: Die Newcomerbands, die heut als gut gehandelt werden, sind wirklich die besten der Szene und bei vielen dieser Bands würde bloß ein winziger Schritt in die richtige Richtung fehlen und sie hätten es geschafft, während andere Bands die es nicht sonderlich ernst meinen oder gar grob schlampen ganz schnell wieder in der Erde versinken.

    So passiert es dass man heut zu Tage diese Bands oft innerhalb von drei Jahren unter drei verschiedenen Namen wieder sieht. Man will zwar Musik machen aber sieht nicht die Kraft die man hinein stecken muss damit es funktioniert. Eine Band ist so zu sagen Firma und Ehe zu gleich, man muss ernüchternd rational sein um zu Potte zu kommen aber gleichfalls auch verdammt einfühlsam um die Band auch zusammen zu halten, oft kommen nämlich mit dem Erfolg auch Probleme unter den Mitgliedern auf. Man muss alles zusammen halten aber auch allen genug Freiraum lassen, das erfordert manchmal Nerven aus Stahl, aber schafft man es zusammen auch schwierige Zeiten zu überstehen und sich gegenseitig an die Gurgel zu gehn und setzt sich ein klares Ziel (muss nicht immer gleich, Wacken, Sony BMG oder Hollywood sein) und alle ziehn an einem Strang dann wird das auch was, aber alle müssen mit anpacken, ungleiche Anstrengungen führen zu Unmut. Man sollte sich Anfangs kleinere Ziele setzen welche leichter zu erreichen sind bevor man nach den Sternen greift, klar wer hat nicht seine Idole. ;)

    Dennoch sollte man realistisch und vor allem (!!!GANZ WICHTIG!!!) kritikfähig bleiben. Lieber kleine Ziele die man Schritt für Schritt und in kurzen Zeitabständen als Erfolg verbuchen kann als den heiligen Gral, den man vielleicht nie erreicht wenn man auch noch so viel Zeit un Mühe investiert und langsam aber sicher der Spaß und die Lust flöten gehn und Faszination nur noch ein Fremdwort ist. Man sollte sich immer den Spaß an der Musik selbst als feste Basis an forderste Stelle setzen, die Faszination, die Leidenschaft dafür, denn hat man das einmal verloren kann man gleich aufhören.

    Also noch etwas zum Schluss für alle gestressten, gehätzten und druckbeladenen Jungspunde da draußen: Vergesst neben euren Träumen und Zielen, neben den BMG´s und Universals, neben Plattenbossen, Labels, Gigs und Produzenten nie, wirklich niemals das ihr Spaß an der Musik habt und falls dies irgendwann schwächer werden sollte, zieht die Notbremse und macht eine Pause in der ihr euer Instrument etc. für eine kurze Weile in die Ecke stellt und immer in 5m Abstand drum herum geht so gern ihr auch spielen wollt, das kann euch retten.

    So bald eure Sehnsucht nach der Musik nämlich zu groß wird seit ihr wieder frisch und kreativ ausgeruht und vorallem habt ihr gemerkt das euch was fehlt. Sollte dies der Fall sein seit ihr geheilt. ;) Sollte eure Lust nicht mehr zurück kommen, wisste ihr das ihr euch gedanken machen müsst ob es noch einen Sinn hat, denn was soll das denn erst als Berufsmusiker werden wenn ihr keinen Spaß mehr daran habt und das nur noch wegen dem Geld macht? Da könnt ihr euch auch gleich in die nächste Fabrik stellen und dort arbeiten, da lebt ihr wesentlich ruhiger ohne Druck und Verantwortung eines Berufsmusikers.

    Also Fazit: Ohne eine gewisse Einstellung, so wohl rational als auch emotional, wird es nie was. Ihr müsst an euch Glauben und Gas geben und vorallem als Band auch auf freundschaftlicher Ebene für einander da sein dann hält euch nichts mehr auf. Also rein gehaun, mischt die Welt auf!!! ^^

    Anm. d. Red.: Haben Absätze eingefügt

  • Carlos (delamar)   17. Jun 2010   10:47 UhrAntworten

    Es müssen auch heute meiner Ansicht nach nicht unbedingt die besten Newcomer sein, die ganz nach oben kommen. Es sind aber sicherlich die geschäftigsten, umsichtigsten und vor allem auch harnäckigsten Bands.

    Wer sich aus dem heutigen Sumpf hervorheben kann, hat sicher das Zeug dazu, ewig da zu sein.

  • olisandammeer   12. Sep 2011   12:51 UhrAntworten

    wichtig ist es einfach seine band nicht als spaß und hobby, sondern auch mal als unternehmen zu betrachten.

    wie wäre es denn nicht komplett veranstalter zu sein, sondern der location / dem veranstalter ein handfestes konzept vorzulegen, indem sämtliches erwähnt wurde wie zum beispiel:

    personal (selber mitgebracht; eventuell crew)
    programm (was wird geboten)
    marketing (wer kümmert sich? wer trägt kosten?)
    sicherheit (security-personal, haftung!!!! wichtig!!)
    Anteile (Einnahmen, Garantie (Gage), Prozentual oder fix?)
    etc.

    arbeitet ein angebot aus, indem ihr schon die meiste arbeit leistet. denn die veranstalter, wie schon weiter oben erwähnt, sind auch nur unternehmer, die so wenig arbeit wie möglich haben wollen.

    zeigt ihnen, dass ihr einen plan habt und denen die hütte zum platzen bringt und ihr seid in einer position auch mal eure gage festzulegen (in angemessenem rahmen natürlich ;) )

    ist euer plan aufgegangen spricht sich dies auch rum.
    wichtig lasst euch was einfallen, die leute auch dort hinzuziehen. (tipps auch in dem buch: bandologie.de)

    an dieser stelle noch einmal lieben dank an nils kolonko.

    liebe grüße

    oli

  • Unbekannt   20. Feb 2012   17:41 UhrAntworten

    Ich weiss nicht, wie es bei euch ist aber ohne dass ich einen Finger krümmen muss, kommen uns die Angebote zugeflogen ! Wir mussten eigentlich nur die schlechten Locations aussortieren, in die wenige Leute kommen oder dessen Gäste nicht unsere Zielgruppe ist, so macht man sich beliebt. Dann noch ein paar Demo-CDs verteilen und FERTIG !

  • Ano   04. Jul 2012   23:44 UhrAntworten

    Für Newcomer oder diejenigen, die einfach nur verdammt bock auf Musik haben, es aber nicht beruflich machen wollen, leider überhaupt nicht hilfreich... und die, die Pro werden wollen, sollten es wohl allein schaffen...

  • A. u R.   01. Jul 2013   02:15 UhrAntworten

    Für uns war der Komentar sehr hilfreich. Nur leider kommen diese Tips für uns wohl etwas zu spät.
    Wir die Band Over Forty haben uns abgestrampelt wie doof und haben viel in Equipment investiert und trotzdem keine Gigs bekommen.Es liegt immer wieder am Geld. Die Kunden wollen alles am besten für umsonst haben.Das Ende vom Lied ist, daß man die Monatlichen Belastungen nicht mehr bezahlen kann.

    Ich wünsche für die Newcomer das sie genügend Finanziellen Rückhalt haben , um vorran zu kommen.

  • H.S.   01. Aug 2013   19:17 UhrAntworten

    Eine Band, die einmal für eine schwarze Null gespielt hat, wird beim zweiten Mal auch nichts verdienen! Mehrfach an einem Ort gespielt macht die Band uninteressant (Kenn mer schon!) - Veranstaltungen vor dem Monatsende sind sinnlos - erst am 30. gibt es Hartz 4! Tanzen hat die Generation Ü 30 nie richtig gelernt und deren Musik ist auch nicht reproduzierbar. Dazu ein Überangebot an Bands, drückende GEMAgebühren und zu wenige Veranstalter die noch bereit sind einen Tanzabend / Kirmes oä auszuschmücken. Ein DJ schwitzt noch nicht einmal bei den Preis den auch nur eine Band erzielt! Also ich spiele jetzt lieber an meinen eignen Lagerfeuer als 10h harte Arbeit (mit Anlage holen, Soundcheck,Auftritt 5h,Wegräumen usw) für " ´nen Appel un e Ei"

  • MA’sKiMMiE   20. Aug 2013   12:45 UhrAntworten

    Also meine Band Macy'sArmy ist weit gekommen. Es ist auch wichtig, wenn man schon in manchen Bars,Diskotheken,.. gespielt hat, und viele leute einen schon kennen, in Netzwerken.wie Facebook,Myspace,Twitter,... Seiten herzustellen. Auf diesen Seiten kann die band den Fans (also die jenigen die die.seite geliket haben) berichten wann das naechste Konzert ist,... Und ein Sponsor ist sehr.wichtig wegen.Tourbus,instrumente,...... ich hoffe.ich konnte auch nochmal etwas helfen :-) ach uebrigens, unsere band hat ihren drummer verloren... schlimme.hintergruende.. wenn jemand zufaellig.aus Ingolstadt,vohburg und umgebung kommt und wirklich gut.schlagzeug spielen kann bitte melden unter Facebook: Kimberly Reichstein (Hackbellchen XD) :-) Unser drummer sollte auf Punkrock und Pop-punk.spezialisiert sein. Lg KiMMiE :3 @Macy'sArmy

  • David   27. Mai 2015   16:53 UhrAntworten

    "14. Am Anfang spiele jeden Gig:"
    Die einzige Regel/Ratschlag dem ich leider widersprechen muss.

    Bringt aus eigener Erfahrung nichts auf einer Veranstaltung zu spielen wo die Band komplett unterschiedliche Musik spielen.
    Wenn du als Metalcore Band auftrittst und die Band nach dir ist Black Metal... schmeiß den Gig.

    Es kommen zu deiner Band genau deine Freunde und zur Blackmetal Band genau deren Freunde. Man gewinnt so keine neuen potentielen Fans.

    Außerdem sollte man sogut wie alles was "Pay to play" ist ablehnen.
    Ich lass mich doch nicht vom Veranstalter dazu zwingen mindestens 30 Karten verkaufen zu müssen die ich Zweifelsfall aus der eigenen Tasche bezahlen muss.
    Besonders wenn man selber so oder so nicht bezahlt wird von dem.

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