Aufreger?! Hit-Song aus Sample CD

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Ishac Bertran - Vinyl Sampling

Ishac Bertran - Vinyl Sampling

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Hit-Song aus Samples

Wie unten im Video aufgezeigt wird, haben Adrian Held und Tobias Rieser für ihren Act Klangkarussell den Charthit »Sonnentanz« zu einem sehr großen Teil aus bestehenden Phrasen zusammengesetzt – es handelt sich um ein Paket mit Construction Kits unter dem Titel »Nu Jazz City« von Big Fish Audio. Anscheinend ist immerhin die warm dahinwobbelnde Synthesizerspur originär, aber die unverändert übernommenen Phrasen der Gitarre, des Vibraphons und vor allem des Saxophons sind Elemente, die dem Track endgültig seinen musikalischen Charakter geben. So wurden u.a. Top-5-Platzierungen in den nationalen Charts von Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien erklommen, in den Niederlanden war es gar Platz 1. Einen Glückwunsch an die Produzenten, denn das ist – so oder so – eine echte Leistung.

Der Vorfall hat schon so einige Debatten losgetreten, in denen die Meinungsäußerungen von Entsetzen bis hin zur glühenden Verteidigung des Samplings an sich reichen. Natürlich ist die Nutzung von Samples weithin üblich und völlig legitim (Soundcollagen, Hip Hop und andere musikalische Strömungen gäbe es sonst gar nicht), beim Sonnentanz scheint aber der kreative Anteil doch sehr stark auf dem Construction Kit zu liegen und das wirft eben Fragen auf.

Inwiefern ist es für die Diskussion relevant, dass es sich um ein sehr, sehr eingängiges Werk handelt, das schon vielen Feierfreudigen Vergnügen bereitet hat? Empfindest Du es als dreist und als fehlende Eigenleistung, wenn Produzenten sich so konsequent aus dem Fundus fertiger musikalischer Phrasen bedienen? Oder willst Du diese Moralkeule erst gar nicht ziehen?

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Lesermeinungen (66)

zu 'Aufreger?! Hit-Song aus Sample CD'

  • Ben Butschko   18. Feb 2014   12:39 UhrAntworten

    Wieso ohne kreativer Eigenleistung? Das verwenden von Phrasen einer Sample-Library hat doch nichts mit fehlender Kreativität zu tun. Was hier in Europa "ausgebuht" wird, ist woanders kein Diskussionsthema. Nur der Einsatz von Phrasen oder Samplelibraries machen noch lange keinen guten Song. Dazu gehört schon noch der kreative Kopf, der es das Arrangement auch "Hitverdächtig" macht.

    Nicht umsonst gibt Portale wie Loopmasters, Dancemidisamples und Co.

    Ist dann der Einsatz von Werkssounds aus einem Sampler, Rompler und Co. also auch unkreativ?

  • Ben Butschko   18. Feb 2014   12:42 UhrAntworten

    Erwähnenswert sei hier The Prodigy genannt. Smack my Bitch up. Dort wurden sehr viele Phrasen aus zig Songs entnommen, verfremdet, dass daraus ein Kultsong wurde.

    • Ph Ill   18. Feb 2014   13:13 UhrAntworten

      das du sowas miteinander vergleichst disqualifiziert für die ganze diskussion.

    • El ChupaNibre   18. Feb 2014   15:55 UhrAntworten

      Ph Ill .. ich glaube eher du bist grade beim versuch den ben zu denunzieren fett ins abseits gelaufen ^^ .. oder meinste kieth flint ist morgens aufgestanden und der track war fertig? allein durch die kraft der gedanken? .. und n bissel lsd?

    • D. Music   19. Feb 2014   09:09 UhrAntworten

      Klar hat Arrangement einen ziemlich grossen Stellenwert in der Musik. Ich finde nur, dass Sampling und Sampling 2 Paar Schuhe sind. Wer eine Plattensammlung zuhause hat und Drumbreaks aus Platten zusammensucht, diese choppt und schlussendlich dasselbe mit Melodien macht und eine völlig abgeänderte, neue Version aus verschiedensten Songs entsteht, finde ich das Top! Denn dort findet der kreative Prozess statt. Wer allerdings Drumbreaks runterlädt (In Houseproduktionen sowieso üblich – Evtl. aufgrund mangelnden Talentes oder sonstiges), diese lediglich aneinanderreiht und nicht im geringsten den Loop abändert, dann auch noch Melodien-Samples einfach abspielt ohne jegliche Verfremdung, finde ich hat das mit Musik nicht mehr viel am Hut. Diese Art von Musik ist einfach meiner Meinung nach nicht viel von eigener Kreativität gespickt, sondern zusammengemixt vieler anderer. Aber ich bin diesbezüglich sowieso ein Feind. Spiele lieber alles selber ein und kann sagen, ich habe diese Melodien selbst herausgefunden, modelliert, verfremdet oder aus XY Track gechoppt, mit XY-Filter bearbeitet und eingefügt etc. dann zudem noch das Arrangement gemacht :P ... Ich gönne Ihnen den Erfolg, welcher auf minimalem Aufwand basiert. Aufwand und Ertrag stand in einem ungleichmässigen Verhältnis. Mal sehen wie lange der „Langzeit-Erfolg“ von solchen "Producern" dauert.

  • Erič Hendrić   18. Feb 2014   12:48 UhrAntworten

    http://noisey.vice.com/de/blog/original-vs-faelschung-teil-2

  • Niklas Liepe   18. Feb 2014   12:50 UhrAntworten

    Ja aus Songs mit Eigeninitiative gesampled würde ich mal meinen nicht Loop mäßig aus nem vorgefertigten Kit genommen :) Analoge Maschinen werden digitale samples so gut wie immer übertreffen...meine Meinung dazu ;)

  • Ph Ill   18. Feb 2014   12:54 UhrAntworten

    armselig...keiner sagt was gegens samplen, aber wenn man die samples nicht mal selber sucht, wie kann man sich als produzent dann dafür feiern lassen?..das geile ist doch der moment wo man merkt das man gerade was geiles gefunden hat und im kopf schon der song entsteht...das hier ist schon ziemlich billig, warum engagiert man sich dann keinen ghostproducer?..dann brauch man nichts mehr zu machen und können muss man auch nichts.

    • Ph Ill   18. Feb 2014   12:56 UhrAntworten

      das hat auch weniger mit "musikmachen" zu tun, das ist eher magix music maker niveau...

    • Niko Wilhelm   18. Feb 2014   13:06 UhrAntworten

      An alle producer die das cool finden! Ladet euch bitte den ejay dance 6 reloadet runter. Kein stress mehr mit samples suchen und selber instrumente spielen :) http://www.ejay.com/de/ejay-dance-6-reloaded

  • Karsten Kallus   18. Feb 2014   12:57 UhrAntworten

    im Prinzip zählt doch nur das Ergebnis!

  • Chakkaphan Slumdawg Kertsawang   18. Feb 2014   13:06 UhrAntworten

    Wenn die Leite die den Sample Pack erstellt haben auch was vom Ruhm abbekommen ist es nicht so schlimm aber die volle Sahne zu stauben für das was man nicht wirklich produziert hat ist "Dreist". Arrangieren von Samples ist ja wirklich nicht die Welt, bei den Workflows die heutzutage die DAW's anbieten.

  • Ben Butschko   18. Feb 2014   13:10 UhrAntworten

    Ph III: Lese bitte mein Kommentar. Deine Argumente sind aus der Luft gegriffen. Die Wahl der DAW sagt ebenfalls nichts über die Qualität und Kreativität aus. Es hat auch nichts mit "dreist"-Abstauben zu tun, da dennoch Kreativität für das Arrangement benötigt wird. Denkt ihr wirklich dass man sich einen guten Song gedankenlos und ohne Kreatives Denken zusammenklicken und dann an ein Masteringstudio übergeben kann? Da wird doch auch noch lange kein Erfolgssong draus.

    • Ph Ill   18. Feb 2014   13:20 UhrAntworten

      tu doch nicht so als wär das arrangement gleichzusetzen mit dem eigentlichen kreativprozess, bzw. dem einspielen/ausdenken iwelche melodien...du bist ja total neben der spur.

      • Polyaural   18. Feb 2014   15:07 Uhr

        Ein schlechtes Arrangement kann eine gute Hook oder eine beeindruckende Harmoniefolge unbrauchbar machen. Ein gutes Arrangement macht selbst aus zusammengekauften Samples ein Verkaufspreis Stück. Wie ja hier gut zu sehen ist.

        Mal im Ernst. Wer in den Letzten Jahren einen Mac gekauft hat, wird darauf GarageBand finden, und mehrer Gigabyte erstklassiger Samples und Instrumente. Wenn jeder Depp aus guten Samples ein verkaufbares Stück zusammenflicken könnte, würden wir überflutet von #1-Hits aus GarageBand.

        Kompositionsarbeit ist vor allem auch gutes Arrangement. Nicht nur Gitarrensolis bis auch die Putzfrau genervt den Saal verlassen hat. Das ist Angebermist …

    • El ChupaNibre   18. Feb 2014   16:03 UhrAntworten

      lol.. phil, sag mal.. aus welchen wald haben sie dich mit der brotkruste rausgekockt? :DD ,... WAS ist denn bitte das arrangement, wenn nicht ein hauptbestandteil des kreativprozess? ^^ .. hast du da midi-pattern für deine ganzen tracks?.. nach genre sortiert?.. schwachsinn.. :) .. und was ist mit den effekten`? .. dem spannungbogen? .. du erzählst so eine kacke :)

  • David R’lyeh   18. Feb 2014   13:29 UhrAntworten

    Charthit bedeutet ja noch lange nicht, dass der Song besonders gut ist, eher dass er leicht zu verdauen und nebenbei zu hören ist, ohne dass man sich damit beschäftigen muss. Kommerzieller Erfolg bedeutet nicht Qualität sondern Angepasstheit.

  • Jan Gerhard   18. Feb 2014   12:37 UhrAntworten

    Passiert doch allmonatilich:
    http://www.whosampled.com/sample/115419/Lady-Gaga-Judas-Manuel-Schleis-Alex-Butcher-12-128-BPM-Root-E/

  • Tom Engel   18. Feb 2014   12:41 UhrAntworten

    Ach das geht ja noch, … ihr solltet mal lieber von " Usher - Love in this Club " checken, und dann bei Logic, nach den "euro hero" Loops suchen. Die Nummer ist nämlich komplett darauf aufgebaut. :D
    Und ich finde das nicht dreist, ich finde das mutig! Jeder andere der diese Samples besitzt sollte sich ärgern, weil er nicht erkannt hat was man daraus für eine geile Nummer machen kann, und weil er sich aus Angst vor der "Musiker Polizei" ev. auch nicht getraut hat diese Samples so radikal einzusetzen.

  • Peter C.   18. Feb 2014   12:54 UhrAntworten

    Sicherlich mag das ein Aufreger sein- aber wiederum nicht ungewöhnlich.
    In den Charts wimmelt es von Phrasen aus Sampling CD`s und so genannten Producerpacks, bei denen sehr gerne damit geworben wird, wer diese nicht alles schon mit Rang und Namen einsetzte.

    Die Frage, ob man das kommerziell machen dürfe und solle ist nicht der Kern der Frage.
    Ob das allerdings noch was mit Musikmachen zu tun hat, ist der Kernpunkt... und da finde ich, hat das nichts mehr mit dem Handwerk und insbesondere der Kunst Musik zu machen, viel gemein.

  • Rainer Welthit   18. Feb 2014   13:54 UhrAntworten

    fast ALLE hits bestehen aus den selben zwölf tönen. ganz schön unkreativ

    • Niiru Ownas’h   18. Feb 2014   16:47 UhrAntworten

      Eigentlich nur aus 4 Akkorden.
      http://www.youtube.com/watch?v=oOlDewpCfZQ

  • Bax Buddy   18. Feb 2014   14:04 UhrAntworten

    Man bezeichnet auch niemanden der "Malen nach zahlen" praktiziert als Künstler!!! Mit Buntstiften ausmahlen, in ne Galerie ausstellen und dann für ein Vermögen verkaufen!?!?!

    • Tom Ate   18. Feb 2014   21:30 UhrAntworten

      sehr guter vergleich (y)

  • D1rtyDuck   18. Feb 2014   13:11 UhrAntworten

    Die Musik wird dadurch ja nicht schlechter, allerdings könnte ich jemanden der Songs nur aus Samples zusammenbaut niemals wirklich als Künstler sehen, die wahren Künstler hinter dem Track sind wohl vielmehr die Produzenten des Sampelpacks.

  • Polyaural   18. Feb 2014   13:13 UhrAntworten

    Es ist nicht Musik machen. Es ist Musik produzieren. Wo ist das Problem?

  • Luna Ibiza   18. Feb 2014   13:18 UhrAntworten

    Habe mir die Samples gerade mal angehört. Ich finde, der Song ist sehr kreativ zusammengebaut und das Ergebnis spricht für sich. Es reicht ja nicht, die Samples aneinanderzureihen. Der Aufbau des Tracks, das Zusammenspiel der Melodien und Samples etc….ich weiß, wie man produziert und ich arbeite mit Live-Musikern als auch mit Samplen/Loops. Ich glaube, hier sind einige grade mal neidisch, dass sie das Sample-Pack nicht selbst entdeckt haben…...

  • musicman0318   18. Feb 2014   13:29 UhrAntworten

    Als Produzent solcher "Produkte", muss man von Musik an sich prinzipiell schon keine Ahnung mehr haben!! Das man sich aber nich mal bemüht, eigene Melodien zu kreieren, ist schon sehr traurig. 4-chord Schema ist ja ohnehin schon Standard. Das hat mit den Worten Künstler oder Musiker nichts mehr zu tun.

  • Captain Vita   18. Feb 2014   13:52 UhrAntworten

    Viele Produzenten heutzutage sind einfach nur noch faul.
    Zu faul selbst was einzuspielen (oder nur so Kinderlied artige Melodien), zu faul sich einen Synth Sound selbst zu bauen, lieber einfach Presets benutzten, zu fau selbst Drumgrooves zu programmieren, da wird dann einfach ein fertiger Loop genommen und das selbe gilt für Samples. Da wird dann einfach ein fertiger Sampleloop in das Arrangement geklatscht ohne den mit Effekten zu verfremden oder durch slicing zu rearrangieren.

  • Silvio Petrich   18. Feb 2014   14:48 UhrAntworten

    Musik ist was man daraus macht...Punkt

  • Andreas Eberhardt   18. Feb 2014   14:50 UhrAntworten

    Hmmm die Versuchung ist groß aber irgendwie, neee nicht wirklich....

  • Per Former   18. Feb 2014   16:07 UhrAntworten

    Ich finde viel besser hätte man sie Samples garnicht verbauen können - Top Song geworden !!

    • nevian   19. Feb 2014   08:57 UhrAntworten

      man musste sie gar nicht ANDERS verbauen können. Es war alles schon fertig konzipiert :)

  • Plan9   18. Feb 2014   16:03 UhrAntworten

    https://de.wikipedia.org/wiki/Collage

    Allerdings mit Samples. Warum das für manche keine Kunstform darstellt ist mir nicht klar. Selbst wenn man auf einem Instrument wie. Z.B. Gitarre spielt, werden doch immer wieder ähnliche Phrasen zusammengebaut. Es gibt natürlich immer wieder Variationen. Elemente werden ausgesucht, angepasst, eingebaut und zwischendurch fließen immer wieder ein paar neue Ideen ein. Was hätte Mozart zu diesen Fantastischen Möglichkeiten heutzutage gesagt? Der hat auch nur Musik mit den Möglichkeiten gemacht die damals zu Verfügung standen. Warum also heute nicht genau das machen. Die Möglichkeiten nutzen die einem zur Verfügung stehen. Es ist heutzutage Platz für alle Arten für Musik.

  • Marcel Schindler   18. Feb 2014   21:56 UhrAntworten

    Uralt... Aber okay. Ich finde viel schlimmer, dass sich Top-Produzenten an den Tracks der sogenannten Demo-Szene bedienen. (Googled mal nach "Acid Jazzed Evening") - Da werden Songs aus der Amiga/C64-Szene einfach im Sequencer importiert, die Samples gegen VSTi ausgetauscht und dann als neuer Song verhökert.

  • Torrano   19. Feb 2014   07:47 UhrAntworten

    und wieder greift der alte Volkswirtschaftsspruch von Angebot und Nachfrage:
    Für mich als Berufsmusiker und Pädagoge, welcher viele Semester sich mit der Qualität und Ästetik von Musik auseinandergesetzt hat, ist es traurig zu sehen, dass der allgemeine Hörer sich mit immer leichterer Kost zufrieden gibt.
    Aber genau das lässt sich wunderbar übertragen: Kleidung von H&M die eine Saison hält.
    Essen in Fastfoodketten, obwohl man zum selben Preis in einem bürgerlichen Lokal Besseres bekommt. Schnell und kosteneffizient produzierte TV Formate welche die Kanäle der Fernseher füllen.
    Jeder muss sicherlich für sich selbst entscheiden, mit wie viel er /sie sich zufrieden gibt.
    ich freue mich jedes mal, wenn ich eine gut Produzierte Platte z.B. vom ECM oder Act Label höre, ein von Köchen wertig verarbeitetes Essen zu mir nehme und mich nach Jahren noch über Hand gemachte Kleidung freue, weil sie zeitlos und und von guter Qualität ist.
    Dann weiß ich, dass ich mein sauer verdientes Geld nicht zum Fenster rausgeworfen habe. ;)

  • Hans   19. Feb 2014   08:12 UhrAntworten

    "by the way": mit Sample Librarys wird nicht zuletzt gerade somit das eigentliche Geld verdient; entweder akzeptiert man es, dass die Zeiten sich in Sachen "Musik-Produktion" in vielerlei Hinsicht deutlich verändert haben oder man reagiert mit ziemlich kleinkarierter Arroganz und gehobenem moralischen Zeigefinger; letzterer scheint sich neuerdings auch in vielen anderen Bereichen verstärkt beobachten: "rückwärtsgewandte Spießigkeit" - ich frage mich, ob wir das wirklich brauchen!?

    Mal Hand auf's Herz; wo sind denn noch die wirklichen kompositorischen Ausnahmen in der populären Musik auszumachen? ... wenn man sich z.B. DSDS anschaut, bekommt man schnell den Eindruck, dass Wiederholung offenbar der Schlüssel für kommerziellen Erfolg ist. Wer's braucht, soll's auch bekommen sag' ich mir, auch wenn ich persönlich - wie vermutlich auch noch viele andere - handgemachte Musik mit möglichst persönlicher Note bevorzuge.

    Aber was die populäre Musik betrifft, bekommen wir kontinuierlich irgendeinen wiederholten Aufguss präsentiert, und niemand regt sich darüber auf. Die allgemeine Verblödung durch Kommerz hört nun mal auch nicht bei der Musik auf; darüber sollte man sich vielleicht mal grundsätzlich Gedanken machen!?

  • nevian   19. Feb 2014   08:55 UhrAntworten

    Will hier mal auf einen Unterschied hinweisen:

    (thematische) Sample-CD oder Nexus: kochen mit Maggi-Fix

    Construction Kit: Fertiggericht mit Option zum Nachwürzen

    ;)

  • Tom   19. Feb 2014   09:05 UhrAntworten

    das ist ja nicht unbedingt verwerflich. dafür gibt es ja sample cd's. geklaut ist auch nix. man zahlt ja schon lizenzen beim kauf. wenn so danach geht, müsste man den ganzen soundtrack von dead space 1 kritisieren, welcher nahezu komplett mit symphobia (project sam) verwirklicht wurde. ist halt vorerst günstiger, als nen komplettes orchester zu buchen.
    das trifft sicher auch für viele andere game und movie scores zu.

    gesampled wird doch schon seit jahrzehnten.

    tip: der synth von sonnentanz wurde in eine nexus 2 expansion integriert. der name ist dieser exp ist mir grad entfallen. einfach mal auf refx.com schauen.

  • Daniel   19. Feb 2014   09:13 UhrAntworten

    Ich habe auch mal ein Lied von jemandem übernommen, der nicht weiter wusste und es wegwerfen wollte. Nicht viel Arbeit aber sehr effektiv für uns beide. Hätten die Beatbauer das Potenzial erkannt, wäre es eben deren Hit geworden.

  • Franz – Hermann Schmidt   19. Feb 2014   10:08 UhrAntworten

    Das sind alle Neiddebatten, und jeder würde es genauso tun, wenn der Erfolg dahinter stünde.

    Was sind denn Presets und Styles in einem Keyboard oder Workstations?
    VSTi, Soundbibliotheken.
    Es kann sich ja jeder mal versuchen einen Song mit Samples zu machen mit allem drum und dran. Damit meine ich bis ins kleinste Pizzelchen durch arrangiert und getextet.

    Die Schlager und POP Produzenten verwenden doch auch ständig ganze Sound Bausteine, die man immer und immer wieder hört. Inspirationen holt man sich nun mal aus einem schöpferischen Fundus aus schon bestehenden Sounds.

    Und an einer Produktion die aus Liveeinspielung und fertigen Samples besteht, ist doch auch nichts einzuwenden. Der Erfolg gibt einfach Recht, und die Zeiten ändern sich.
    Vielleicht ist die Verwendung der Tonleiter und deren Reihenfolge auch schon verwerflich, und wir erfinden eine Neue.

    Dieses Gejappel von den einzig wahren Musikern, die sowas nie tun würden, man kann es nicht mehr hören, und will es auch nicht hören. Das ist am Zeitgeist weit vorbei.
    Einfach mal ein bisschen moderner denken, sonst würden wir heute noch mit der Postkutsche fahren und bestenfalls das Posthorn blasen.

    LG Condor

  • Uwe   19. Feb 2014   10:55 UhrAntworten

    Hallo

    Der Song "Sonnentanz" klingt für mich schon billig aber OK ist Geschmackssache. Aber die Samples geben den Song ja schon regelrecht vor ist also kein kreatives Werk von Klangkarussell.
    Nichts gegen Samples (benutze ich auch) aber das ist schon der Hammer, aber irgendjemand muss diesen Mist ja auch konsumieren, also doch leider gerechtfertigt.
    Ich kann also nur meine tiefste Verachtung über sowas zum Ausdruck bringen und andere Musik hören.

    Uwe

  • FrankyDeLuxe   19. Feb 2014   11:32 UhrAntworten

    Hallo miteinander
    Es ist der Puls der Heutigen Zeit das es Songs in die Charts schaffen die im Lego Baukasten Prinzip endstanden sind. Mann sollte eher der vererten Zuhörerschaft ein Armutszeugnis aufstellen sie bekommt genau das wonach sie verlangt!

  • Jens Salvador   19. Feb 2014   12:02 UhrAntworten

    Einfach clever! Wenn es Sample-Packs nun mal wie Sand am Meer gibt und man die Möglichkeit erkennt, daraus was zu machen, warum nicht? Neben der sinnvollen Aneinanderreihung von Samples darf man nicht vergessen, das ja noch die Schritte vom Rohmix zum Mastering ebenfalls von Bedeutung sind. Klar ist das nicht dasselbe als wenn man alles selber erstellt und einspielt aber dann müsste man ja gleich sämtliche Sample-Libraries verbieten. Wer will das?

  • Hebbe   19. Feb 2014   12:11 UhrAntworten

    ...hör ich da etwa den neid der Feiglinge ?
    wenn schon Samples Tobu sind haben DJ wie David Guetta ja überhaupt keine Daseinsberechtigung .

  • Mork   19. Feb 2014   13:13 UhrAntworten

    is it legal?

    Geile Frage - zeigt aber das Grundproblem: Dogmatismus?

    Wenn man am Rechner Musik produziert arrangiert man Datenschnipsel, ob das jetzt Noten, Samples oder ganze Tracks sind spielt doch keine Rolle. Jede Ebene ist gleich komplex und erfordert ein gleiches Maß an Kreativität.

    Instrumental Musik hat damit mMn gar nichts zu tun - soll jeder Produzent einen Haufen Instrumente beherrschen können und dazu noch ein begabter Komponist und studierter Tonmeister sein - Ich finde, jeder sollte den Part machen den er am besten kann.

    Mal abgesehen davon, was sollte man den mit Sample CDs sonst machen?

  • Phil   19. Feb 2014   13:56 UhrAntworten

    Danke fuer den beitrag, Felix! Hab mich die letzten tage gewundert woher ich die sounds kenne,
    Und tatsache die sind aus der library. Das ist ja schon Jahre her...und jetzt kmmen die mit so einem Hit, respekt fuer die Kuenstler!

  • DJ Ossi   19. Feb 2014   14:48 UhrAntworten

    Ich verstehe die ganze Diskuision um das Thema nicht. bereits in den achtziger Jahren als der Musikstil House seinen Lauf nahm, wurde fast ausschlieslich mit Samples gearbeitet. Denn das ist der wesentliche Bestandsteil von House. Wäre zu nennen Bruce & Bongo mit ihrem"Geil" die Formation S-Xpress oder auch M.A.R.S. mit ihrem Hit Pump up The Volume. Man könnte noche einige mehr nennen. Der Unterschied liegt nur darin, dass diese Methode früher aufwendiger war. Wer diese Zeit miterlebt hat, wird sicher auch meiner Meinung sein. Schlussendlich interresiert sich der Hörer nur für das Produkt schlechthin. Nur wenige können die Entstehungsgeschichte eines solchen Songs nachvollziehen.

  • Guu   19. Feb 2014   15:26 UhrAntworten

    Hmmm...
    Hab ein Problem mit Aussagen wie:
    Das Allgemeinvieh hat keine Ahnung von Musik und deshalb
    kaufen sie solch einen Mist, weil's gerade dem Trend entspricht.
    Ich glaube nicht, dass der Konsument nur zu den Lemmingen gehört und sich Sachen zulegt, nur weil der Nachbar es auch gerade hat.
    Auch er fühlt die Musik und befindet sie groovig und dann ist es in der Folge auch korrekt, sich sowas zuzulegen.

    Wenn man es aber schafft, mit weniger samplelastigen Kreationen diese Leute zu erreichen, dann ist es gut.

    Hab früher auf 'ner normalen Westernklampfe zwischendurch immer mal meinen "Putzfrauentest" gemacht.
    Sprich, den allgemeinen Zuhörer meinen neuen Song einfach mal vorgedödelt.
    Wenn dieser dann, mit den doch einfachen Mitteln, gut ankam, konnte man beginnen, ihn mit den bösen Mitteln Samples aufzupeppen, denn so hätte man ihn einer breiteren Masse wohl nicht verkaufen können.
    Muß man ja auch nicht,aber man kann und sollte es, wenn man damit Kohle machen möchte.

    Ich persönlich finde es genial, wenn ich in meinem Kopf z.B. sphärische Geigen oder Cello Klänge habe und diese durch Samples realisieren kann.
    Diese nachzubilden mit "eigenen" Mitteln dürfte ganz sicher meinen Zeitrahmen um Jahre verlängern..
    Und mal ganz ehrlich:
    Wenn ich mit der Gitarre meinen Röhrenamp traktiere, woher kommt denn bitteschön der Klang aus meinem Amp?
    Genau, auch dieser wurde von Jemandem modelliert :-)
    Oh Shit, ich höre jetzt schon die Puristen aufschreien :-)
    Mein Fazit:
    Wenn es Leute erreicht, dann hat es seine Berechtigung....

  • Tobi   19. Feb 2014   23:34 UhrAntworten

    Auch wenn der genannte Song mir nicht sonderlich gefällt:

    Wo ist das Problem beim Verwenden fertiger Loops? Samples - egal ob extra gekauft/bei der DAW enthalten - sind dazu da, um in eigenen Projekten verwendet zu finden.

    Ich habe gelesen, dass weiter oben "Love in this Club" von Usher kritisiert wurde.
    Usher wollte einen Hit und Producer Polow da Don hat ihm einen gegeben.
    Sämtliche andere User haben das Potential der Garageband Loop nicht erkannt bzw. hatten nicht die nötige Kreativität die fertigen Sounds zu einem einheitlichen Klangbild zusammenzufügen. Genau wie mit dem Vintage Funk Kit 03, das "Umbrella"-Drumkit, aus Garageband.

    Was viele zu vergessen scheinen: Es ist das MusikBUSINESS. Es geht um Geld, Verkaufszahlen und Chartplatzierungen. Wozu Sounds komplett neu gestalten, wenn man mit fertigen Loops einen Song, der weitaus erfolgreicher wird, bauen kann.
    Klar kann man jetzt behaupten, dass es bei Musik auch auf Kreativität, die durch Loops zerstört wird, ankommt. Aber genau dieses Zusammenführen vorgefertigter Klänge kann besonders kreativ sein.

  • alexander   20. Feb 2014   00:31 UhrAntworten

    den musikkonsumenten interessiert es nicht wie ein song entstand, solang er geil klingt.

  • Peter Greendale   20. Feb 2014   00:55 UhrAntworten

    ..das ist wie bei allem. Die gesunde Mischung machts.

    Ich für meinen Teil benutze sehr gerne Samples, die halt das beinhalten, wozu ich nicht in der Lage bin, ob nun finanziell (Hardware kaufen) oder musikalisch (Ausbildung am Insturment) sei dahingestellt. Gerade längere Loops sind sehr interessant, weil die oftmals eine Grundlage bilden mit der man ganz gut arbeiten kann, je nachdem wie weit man möchte, wächst dann der Rest drumherum. Es ist ja nicht so, dass die Samples einfach im Endlosloop laufen und auf dem Mixer nichts passiert.

    Wenn die Jungs von Klangkarussell das nicht zusammengebastelt hätten wärs vielleicht irgendwem anderen passiert, vielleicht hätte es nie jemand gehört weil es irgendwo im Wohnzimmer geblieben wäre. Solange die Musik interessant(!) ist, interessiert mich die Herkunft nicht die Bohne.

    und nebenbei: kennt ihr das Gefühl wenn man Freunden Samples von den eigenen Synthesizern etc. gibt und irgendwann was abgefahrenes zurückkommt? Da sind oft Sachen bei auf die man selber garnicht gekommen wäre.

  • NeMsY   20. Feb 2014   09:04 UhrAntworten

    Gib 20 DJs die gleichen Samples und jeder wird einen anderen Song daraus basteln.
    Muss ich dazu noch mehr sagen?

  • analogue   20. Feb 2014   12:12 UhrAntworten

    Tja in diesem Fall zählt die Idee und nicht die benutzten Samples & Phrasen !
    Die beiden haben sicherlich ihren Spass dabei gehabt und schön Kohle damit gemacht.
    Und da es ein Hit war , haben sie alles richtig gemacht.
    Kein Mensch auf der Tanzfläche macht sich Gedanken, wie der Song zustande gekommen ist.

  • sandmann   20. Feb 2014   12:45 UhrAntworten

    Bei Hits geht es doch garnicht um Kreativität. Wenn ein Schnipsel aus klassischer Musik erst nach meiner sample arbeit zum HIT wird was nur ein indiz für die eingängig keitgilt dann ist das ok. n eue phrasensind illusion. schaut euch den schlager an. 90% ist die selbe akkordfolge und bedient ich hnlicher motivischer verwendungen. was ist den auch textlich da noch kreativ? die debatte ist nur rechtlich relevant. kreativ ist alles was, und sei es nur kombiniert ein produkt ergibt. ursprüngliche kreationen finde ich sind illusorisch.

  • Phunkateer   20. Feb 2014   15:22 UhrAntworten

    Wuhäääh der Kolumbus hat sein Ei einfach nur auf den Tisch gehauen, und garnicht selber gelegt! Frechheit.

  • Erfolgreich sein   20. Feb 2014   17:31 UhrAntworten

    Man muss heute von hohen Rössern runterkommen wenn man sich mit Musik auch noch ein Stück vom Geldkuchen abschneiden will.

    Mit Musik Geld verdienen und künstlerisch hohen Anspruch zu haben...klar beides wäre toll aber so steht man sich heute eher mehr im Wege.

    Gewiss gewiss mag es den einen und anderen Künstler geben der trotz Genialität erfolgreich ist... aber sehen wir mal der Tatsache ins Auge das eben ein Groß der Stars heutzutage nicht gerade künstlerisch anspruchsvolle Genies sind mit dem was sie machen.
    Und warum auch ?

    Der Anspruch der umsatzstarken Zielgruppe ist so gering geworden das es sie A) gar nicht interessiert wie die Musik mit was zustande kommt und B) warum den Leuten auch mehr geben und mehr an Aufwand betreiben wenn diese sich schon mit weniger zufrieden geben ?
    Nehmen wir mal Usher. Den kannste da heute auf die Bühne nur mit n Mikrofon bewaffnet auf die Bühne stellen und Full Playback trällern lassen.
    Alle wissen das und aber allen ist das egal das es Playback ist. Die bezahlen trotzdem ein Haufen Kohle für ne Karaokeshow.
    Vor 30 Jahren wäre man für so ein Konzert vom Publikum notgeschlachtet worden.

    Alles was du an Kosten einsparen kannst steht später auf der Habenseite deines Umsatzes.
    Es reicht aus einfach nur in Masse zu produzieren und das möglichst schnell um den ewigen Hunger der sich schnell langweilenden Zielgruppe zu sättigen.

    Niemand baut heute mehr mit großen Aufwand einen Megastar mit höchsten Ansprüchen wie z.B. Michael Jackson auf. Die gesamten Investitionen dafür rentieren sich nicht mehr am schnelllebigen Markt.
    Wenn es von sich aus einer schafft dann greifen die Firmen nur noch zu... aber groß aufgebaut wird da niemand mehr und sei er von sich selbst überzeugt noch so genial zu sein.

    Daher braucht es heute auch nicht mehr diesen Überperfektionismus und Anspruch an höchster künstlerischer Genialität und den Wunsch das Rad neu zu erfinden, weil der Konsumer den Anspruch selbst nicht mehr hat und es sowieso eine erdrückende Konkurrenz von Tausenden potentieller Megastars mit One-Hit Wonders gibt.
    Wer zuerst kommt, malt zuerst.
    Vorbei die Zeiten, sich entwickeln zu können.

    Das ist heute im Business so wie das auch im Producing heute so ist.
    Sachen wie Sonnentanz (was im Grunde auch nur ein Make Over oder Remix ist) gibt es nicht erst seit Gestern und schon ewig werden erfolgreiche Songs und Künstler sich selbst kopierend hin und her gereicht.

    Wer jetzt denkt Äh,Öh und wie jetzt ?
    Der sollte sich mal schleunigst mit dem Business auseinandersetzen und begreifen lernen wie es tickt.
    So schwer ist das nicht und das kann eigentlich heute auch jeder irgendwie schaffen erfolgreich zu werden.
    Ob Superstudio oder Homerecordler... seit You Tube interessiert das kein Schwein mehr was da an höchster technischer Qualität rauskommt.
    Wichtig ist nur, das es überhaupt einen erreicht.

    Ein netter Spruch zum hinter die Ohren schreiben:
    "Wer nicht mit der Zeit geht, wird mit der Zeit gehen".

    Erfolgreich sein kann heute einfach sein.
    Suche nach Möglichkeiten, nutze Chancen und Hypes, mach es nicht zu kompliziert und warte nicht darauf das man an deine Tür im Keller klopft um dir mitzuteilen wie genial und toll du doch eigentlich bist.

    Ende/Gelände.

    • Rob   12. Mrz 2014   09:34 UhrAntworten

      Ich kann Deine Ausführungen nicht nachvollziehen. Erstens erinnert es mich ein wenig an: "bäääh, füher war alles besser!", zweitens haben so Zitate in der Art von: "damals hatten die Leute noch Anspruch" etwas befremdendes an sich. Nämlich dahingehend, dass der Zitierer sein eigenes Untalent wütend betrauert, dabei aber auf alles andere abschiebt.

      Früher konnten Musikproduktionen auch nur von hohen Rössern bezahlt werden, da die Studiotechnik unbezahlbar war und nur die hohen Rösser das Equipment für einen Hit hatten.

      Selbst die Demos früherer Bands waren qualitativ grottenschlecht. Aber das wusste man ja, weil es sich damals vor den 90er noch niemand leisten konnte, teures Equipment und dessen künstlerischer Beherrschung anzueignen.

      Heute sind aber die Ansprüche an einen Demo-Song gestiegen, weil es hierbei eben keine Ausrede mehr gibt.

      Mehr denn je zählt heute Kreativität, um ein größeres Publikum wirksam auf sich aufmerksam zu machen.
      Die Idee, dass das Publikum heute anspruchslos geworden ist, ist subjektiv und meiner Meinung nach nicht richtig. Ich glaube es ist andersrum. Es ist schwerer geworden , einen Hit zu landen, weil die Ansprüche eben gestiegen sind! Jeder Sind muss was besonderes an sich haben und GLEICHZEITIG massenkompatibel sein!

      Business tickt heute nicht anders als vor Jahren, mit einem Unterschied: Der Markt ist heute in jeder Branche unüberschaubar groß geworden, teilweise auch verkehrt herum, denn es gibt heute im Business mehr Insolvenzen, siehe Tonstudiosterben nach der Etablierung der DAW. Es ist also alles Kein Wunder bei dem überspannten Markt. Es ist mittlerweile sogar schwer geworden, seine eigene Nische zu finden. Desweiteren brauchen Startups heute perfekte Business-Pläne, weil es heute eben nicht mehr so einfach Kredite von den Banken gibt.

      Fazit:

      es ist also genau andersrum. Früher war eben gar nichts besser, (höchstens ruhiger und sicherer), gerade im Hinblick auf die Musik nicht, oder wer erinnert sich zB. noch an den Nummer-4-Hit mit Helga Feddersen und Dieter Hallervorden: "die Wanne ist voll".

      Die Menschen fanden´s in den 70er damals ganz toll.

      Heute erfolgreich zu sein, ist also weitaus schwieriger geworden als es früher der Fall war, weil das Angebot und die Möglichkeiten riesengroß ist.

      Meine Meinung zum Thema:

      genial und kreativ, aus solcher Arbeit einen Hit zu machen.
      Dazu kann ich den Meckerern nur sagen:

      macht es doch besser und landet auch einen Hit!

  • nevian   21. Feb 2014   02:04 UhrAntworten

    Fühl mich genötigt, mich hier nochmal wiederholen xD

    Es geht nicht um Idee, Samples, Phrasen.
    Auch nicht um 80er oder Loops, Sample-Packs...

    Das hier ist kein Lego, das ist DUPLO. Die ganz dicken. Alles schon abgezählt und vorsortiert. Der Song war inkl. Idee schon vorgegeben.

    Es hat ihn halt jemand als erster erfolgreich verwertet. Würde gerne wissen, ob der Producer von BFA noch so richtig fett Bock auf seinen Job hat.

    Bitte beschäftigt Euch doch mal mit dem Unterschied
    Construction Kit vs. Loops/Samples ;)

    • Uwe   23. Feb 2014   19:14 UhrAntworten

      Genau so ist es, wie ich auch schon sagte. Sucht doch mal im Internet danach, mit Beispielen aus der Sample Libary.
      Da wurde nichts kreativ verändert/bearbeitet, der Song steckt so fast 1 zu 1 schon drin! Von mir aus kann das auch jeder machen aber mit kreativität hat das nicht viel zu tun.

      • Rob   12. Mrz 2014   09:53 Uhr

        Mensch, warum schafft Ihr es denn dann nicht einen Hit zu machen? Genau, weil Ihr anspruchsvolle Musik macht und das Publikum eben das nicht mehr versteht.

        Wie gesagt, in der bildenden Kunst stimmen Menschen auch seit Jahren immer die gleiche Litanei an

        "Das kann ja jeder"

        Nein, eben nicht.

        Desweiteren möchte ich noch sagen, dass der Sample- und der Loop-Markt nicht nur für den Homerecordler da ist. Das ist quatsch. Nur weil ich einen Song mit Samples aus dem XV 5080 wiederkenne, ist er deswegen nicht schlecht.

        Andersrum:

        "wenn ich als umerfolgreicher Homerecordler schon mit solchen "billigen" Samples arbeite, dann darf jeder andere, der damit einen Hit landet, auch nur schlecht und unkreativ sein"

        Nur Homerecordler dürfen also Loops benutzen! ;)

  • Sogyra   21. Feb 2014   08:59 UhrAntworten

    Ich verstehe die Aufregung nicht. Die Samples sind ja dazu da, um damit einen Song zu machen-oder?

    • Rob   12. Mrz 2014   09:55 UhrAntworten

      ja, genau dazu sind sie da.
      Wenn daraus dann sogar ein Hit entsteht: herzlichen Glückwunsch an die Macher!

  • Uncommerce   21. Feb 2014   15:37 UhrAntworten

    Ich persönlich sehe darin kein Grund fürs Aufregen! Es gibt so viel Musik heut zu Tage, in denen man Samples und Sound Phrasen raus hören kann! Und warum werden diese auch sonst hergestellt, wenn man Sie nicht nutzen sollte! Bei einer Anfrage vor langer Zeit, bei einem solchem Hersteller zur Benutzung und VÖ, antwortete man mir schlicht;
    Zitat:" Genau dafür, stellen wir so etwas her!"

  • KallePeng   23. Feb 2014   23:45 UhrAntworten

    Das ganze wird sogar dokumentiert und ausgewertet:
    http://www.whosampled.com/Daft-Punk/
    Nur mal soooo....
    Interessant, wenn man auf der Seite erst mal anfängt zu graben.
    Aber für delamar bestimmt was ganz was neues ;-)

  • Plan9   12. Mrz 2014   11:57 UhrAntworten

    Ich habe mir mal das Demo von der sample Lib "Nu Jazz City" angehört. Ich hätte mir diese Samples niemals gekauft. Das was die da rausgeholt haben ist schon beeindruckend :-). Und selbst die Samples die die benutzt haben würde ich Sonnentanz so nicht raushören wenn ich es nicht kennen würde.
    Vielleicht verdienen die Macher der Samples jetzt auch weil aufgrund des Erfolges sich einige das kaufen werden. :-).
    Viele von uns haben auf ihrem Rechner so viele Synthesizer, Effekte und Samples das wir dafür, wenn das in Hardware wäre wie vor 20-30 Jahren, mehrere LKW benötigen würden um das zu transportieren. Und wir haben immer noch keinen Hit wie Z.B. Kraftwerk oder Jean Michel Jarre. Also gehört doch ein wenig mehr dazu Musik zu machen die erfolgreich ist.
    Ich hatte es schon erwähnt, Ich höre auch bei Handgemachter Musik doch einiges an Licks, Riffs und Rhytmen raus die ich schon vor 30 Jahren gehört habe.
    Und auch Elvis, wie viele andere auch, hat nicht alles selber gemacht.
    http://entertainment.howstuffworks.com/elvis-presley-songs15.htm

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