Major Labels vs. Grooveshark

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Grooveshark

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Grooveshark soll Urheberrechte verletzt haben

Mit den Majors, die Grooveshark jetzt verklagen, bestanden Lizenzvereinbarungen, die es Grooveshark erlaubten, Usern Musik über einen Stream zugänglich zu machen. Soweit kann sich niemand beschweren. Da gibt es jedoch ein großes Aber: Nutzer luden Musik hoch, für die Grooveshark keine Lizenzen besaß. Nach dem »Digital Millenium Copyright Act« haftet Grooveshark nicht für das Fehlverhalten seiner User. Erst wenn die Betreiber dazu aufgefordert werden, Uploads, die das Urheberrecht verletzen, von der Seite zu entfernen, müssen sie handeln. Insofern hat sich Grooveshark nichts vorzuwerfen.

GroovesharkJedoch soll Grooveshark auch selbst Songs hochgeladen haben, um ihr Angebot aufzubessern. Die Information, die diesen Vorwurf stützt, stammt aus einem anonymen Kommentar. Der Beitrag wurde schon längst gelöscht – die Kläger aber besitzen einen Screenshot. Die Anwälte von Grooveshark sehen keinen Grund zur Aufregung. Die Anschuldigungen seien ungenau und substanzlos.

In Deutschland ist Grooveshark schon seit längerem nicht mehr zugänglich. Die GEMA soll wohl Probleme gemacht haben. Die GEMA bestreitet jedoch, jemals mit Grooveshark in Kontakt gewesen zu sein. Irgendetwas ist da faul – daran gibt´s nichts zu rütteln. Wer aber lügt, müssen andere herausfinden.

Das Gute ist ja aber, dass neuerdings so viel Musik legal heruntergeladen wird, wie noch nie zuvor. Wozu dann noch diese illegalen Foren, wenn man sich Musik doch auch für wenig Geld aber mit gutem Gewissen holen kann?

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Lesermeinungen (4)

zu 'Major Labels vs. Grooveshark'

  • Major84   06. Mrz 2012   15:48 UhrAntworten

    Gutes Gewissen ja, wenig Geld... naja...

  • Die Seelen   07. Mrz 2012   10:31 UhrAntworten

    @Major84: Was wäre denn für dich wenig Geld?

    5 Cent pro Song?
    50 Cent pro Song?

    Bei iTunes kostet ein Song 99 Cent:
    itunes.apple.com/de/album/kalt-ep/id482239770

    Gruß
    Torben

  • Major84   07. Mrz 2012   11:03 UhrAntworten

    Also gegen 99 Cent kann man im Prinzip nix sagen.
    Dies trifft aber auch nur auf ältere Songs zu. iTunes bietet viele (neuere) Lieder auch für 1,29€ an. 1,30€ ist bei Beatport normal für einen älteren Song. Generell variieren die Preise in den Download-Stores zwischen 1€ und 3€, was ich einfach nur übertrieben finde. Früher hat man für 5€ eine Maxi-CD gekauft, auf der bis zu 6 Tracks waren. Dazu hatte man noch ein schickes Cover und eine bedruckte CD. Die Herstellungskosten und die Klangqualität waren höher, dennoch war das Produkt günstiger. Heute legt man für MP3-Files drauf, nur weil man nicht mehr das Haus verlassen muss. Klar ist das bequemer, aber Preise über 2€ rechtfertigt sowas noch lange nicht. Bei der 99 Cent Strategie von iTunes gehe ich voll und ganz mit. Diesen Preis finde ich angemessen...

  • Die Seelen   07. Mrz 2012   15:25 UhrAntworten

    Solange es die Masse kauft, wird sich daran nichts ändern.

    Aber nach meinem Gefühl gibt es immer mehr Künstler, die eigene Wege gehen. Allen voran Trent Reznor von Nine Inch Nails, der einfach mal die Mehrspur-Tracks von seinen letzten Alben zum kostenlosen Download anbietet. Da kann man sich dann quasi die CD selber mischen.... ;-)

    Klar, dass ich dann gerne trotzdem - bzw. genau deswegen - ein paar Euro für das Album bezahle.

    Radiohead haben auch ein Album "pay-what-you-think"-mäßig angeboten. Dort hätte ich mir das Album kostenlos herunterladen können. Trotzdem habe ich mir die CD gekauft. Booklet und "In-Schrank-stell"-Möglichkeit finde ich einfach gut.

    Der Konsument hat es in der Hand.
    Wenn etwas zu teuer ist, einfach mal stehen lassen.
    Dann aber auch nicht illegal irgendwo herunterladen.
    Gar nicht konsumieren! Dann wird der Preis schon fallen.

    Gruß
    Torben

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