Google will Zeichen gegen Piraterie setzen

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Google vs. Piraterie?

Im unternehmensinternen Blog hat Google nun bekannt gegeben, dass der Algorithmus der Suchmaschine ab sofort erkennen soll, welche Seiten negativ im Zusammenhang mit Verletzungen des Urheberrechts negativ aufgefallen seien. Diese werden in der Liste weiter nach unten gedrängt.

Gleichzeitig erhalten etwa legale Streaming-Dienste für Musik einen höheren Rang. Nicht nur Amazon, Spotify und Musicload können sich freuen, sondern auch alle Rechteinhaber wie Film- und Musikfirmen.

Google LogoRechteinhaber können das Ranking beeinflussen, indem sie Websites melden, die gegen das Urheberrecht verstoßen. Google prüft dann die Beschwerden und sollten sie als legitim erachtet werden, wird die Seite abgestuft. Google will damit Forderungen nachkommen, sich am Kampf gegen Verletzungen des Urheberrechts im Internet zu beteiligen.

Schon jetzt haben sich Organisationen wie die EFF (Electronic Frontier Foundation) zu Wort gemeldet und angeprangert, dass der Vorgang und das Entscheidungsverfahren mehr als undurchsichtig sind. Kleine Websites und Blogger gerieten in Gefahr. Diejenigen, die angezinkt werden, haben jedoch laut Google auch das Recht, sich zu melden und gegen etwaige falsche Vorwürfe vorzugehen. Dies prüfe Google dann erneut.

Zumindest diejenigen, die zum ersten Mal Google zum Aufspüren digitalisierter Musik nutzen, werden durch die schlechte Platzierung der illegalen eher zu den legalen Diensten gelockt. Diejenigen jedoch, für die illegale Downloads zur Tagesordnung geworden sind, werden sich wohl kaum von der Abstufung der Seiten durch Google beeindrucken lassen.

Der Algorithmus soll noch in dieser Woche modifiziert werden. Zuvor hatte Google die automatische Vervollständigung der eingetippten Suchbegriffe gestoppt, wenn der Verdacht bestand, dass die aufgeforderten Seiten gegen das Urheberrecht verstoßen.

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Lesermeinungen (2)

zu 'Google will Zeichen gegen Piraterie setzen'

  • Tino Schulz   15. Aug 2012   11:33 UhrAntworten

    Weiß nicht was ich davon halten soll.. Einerseits find ichs gut, da ich selber Musiker bin. Andererseits will ich mir sicher sein das Suchergebnisse nicht 3000 mal durch einen Algoryhtmus gejagt werden und ich ein angepasstes Suchergebniss erhalte, das wohlmöglich nicht dem entspricht, nachdem ich suche...

  • vanhold   15. Aug 2012   15:16 UhrAntworten

    Wie war das noch mit "Don't be evil!". dem Google-Motto? Jetzt bestimmen die noch mehr, welche Informationen ich sehen darf und welche nicht.
    "Don't be google!"

    Die letzten Konzerne der freien Menschheit: Monsanto, Nestle und Google. Brave new world!

    Gut das ich schon sooo alt bin!

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