GEMA setzt neue Tarife für Veranstaltungen fest

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GEMA entlastet Veranstalter?

Die im Moment gültigen elf Tarife zur Lizenzierung von Musikveranstaltungen werden ab dem nächsten Jahr in zwei Tarife zusammengefasst. So wolle die GEMA die Kalkulation für Veranstalter überschaubarer machen und ein gerechteres Tarifsystem einführen. Bei den zu entrichtenden Abgaben orientiere man sich nun hauptsächlich an der Größe der Veranstaltungen. Bisher war es so, dass ein Pauschalbeitrag zu zahlen war, egal, wie groß die Veranstaltung war, was manche Veranstalter dazu brachte, gänzlich auf Veranstaltungen mit musikalischer Begleitung zu verzichten.

GEMAMan wolle sich nun an den Einnahmen durch Eintrittspreise orientieren, um Veranstalter zu entlasten. Ab dem 1. Januar 2013 treten die Regelungen in Kraft und somit fallen etwa 60 Prozent der Veranstalter, die noch in diesem Jahr zur Kasse gebeten werden, aus dem Raster. Die GEMA lizenziert im Jahr noch etwa eine Million Musikveranstaltungen.

Mit der Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V. konnte über die neuen Tarife kein Konsens gefunden werden. Die vermeintlichen Ziele der GEMA: Vereinfachung der Tariflandschaft, wirtschaftliche Ausgeglichenheit zwischen kleinen und großen Unternehmen sowie eine angemessene Vergütung ihrer Mitglieder.

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Lesermeinungen (5)

zu 'GEMA setzt neue Tarife für Veranstaltungen fest'

  • Boris ‚Smooth B‘ Mengler   03. Apr 2012   09:06 UhrAntworten

    Eine Entlastung in diesem Tarifdschungel ist mal eine gute Entscheidung...

  • Peter Schwinn   03. Apr 2012   09:15 UhrAntworten

    Schon ganz schön lange Leitungen - wenn es immer weniger Veranstaltungen gegeben hat - und die Einnahmen unter dem Strich gesunken waren - hat es ganz schön lange gedauert bis die das gemerkt haben...

  • Jens O’Hurling von Matterhorn   03. Apr 2012   11:17 UhrAntworten

    so kann man Kulturpessimismus auch fördern.

  • Audiobus   03. Apr 2012   17:11 UhrAntworten

    Ähm ja, so ist das nicht ganz richtig. Bei Veranstaltungen, in denen Musik von Tonträgern (CD, PC etc) abgespielt wird, sieht die Sache nach dem neuen Verteilungsschlüssel wohl etwas anders aus:
    "Die Bundesvereinigung [der Musikveranstalter] nennt konkrete Musterbeispiele: Für eine Abendveranstaltung von 20 bis zwei Uhr ohne Eintritt mit Tonträgermusik mittels Laptop auf einer Fläche von 133 bis 200 Quadratmetern erhöhen sich die GEMA-Gebühren (inklusive aller Zuschläge) somit für Verbandsmitglieder von 50,54 Euro netto auf 80,96 Euro netto (plus 60 Prozent). Für eine Abendveranstaltung von 20 bis 2 Uhr mit Livemusik und 15 Euro Eintritt auf einer Fläche von 133 bis 200 Quadratmetern erhöhen sich die GEMA-Gebühren von 164,80 Euro netto auf 360 Euro netto (plus 118 Prozent). Bei durchschnittlich zehn Veranstaltungen pro Monat in einer mittelgroßen Discothek mit 2 Dancefloors von 410 und 310 Quadratmetern bei einem Eintrittsgeld von acht Euro erhöhen sich die GEMA-Abgaben (inklusive aller Zuschläge) demnach von 21.553 Euro netto im Jahr Jahr auf 147.916 Euro netto (plus 686 Prozent)." (Quelle: http://www.mediabiz.de/musik/news/bundesvereinigung-der-musikveranstalter-kritisiert-gema-scharf/317767/seite-2 )
    Erhöhen die Veranstalter die Preise deshalb, zahlen sie noch mehr. Ergo kanns auch ganz schnell gehen und die machen ihre Läden dicht.

  • Maurice   10. Apr 2012   16:29 UhrAntworten

    So langsam regt sich Widerstand gegen die Neuregelung: http://openpetition.de/petition/online/gegen-die-tarifreform-2013-gema-verliert-augenmass

    Was man davon halten soll, ist wohl jedem selbst überlassen.

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