GEMA zieht Bilanz für 2011

11
SHARES
GEMA Bilanz 2011

anzeige

GEMA – Bilanz 2011

Der Kostensatz der GEMA ist gestiegen, die Erträge gesunken. Keine erfreulichen Nachrichten bei der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte. Dabei steigen die Einnahmen durch Musik im Internet stetig an. Dr. Heker ist optimistisch: »Trotz Rückgängen im Kerngeschäft hat die GEMA das schwierige Wirtschaftsjahr 2011 solide gemeistert.« Das Kerngeschäft meint das Geschäft mit Tonträgern, das nicht mehr viel abwirft. Von 170,5 auf 136,7 Millionen Euro sind die Einnahmen aus den Bereichen Tonträger, Bildtonträger und Datenträger geschrumpft.

GEMA Bilanz 2011Was die Erträge durch Musik im Internet betrifft, hofft der GEMA-Chef auf die Music-on-Demand-Tarife. Dienste wie Spotify, das kürzlich in Deutschland angelaufene Musik-Streaming-Portal, stimmen ihn zuversichtlich, jedoch gibt es noch keine gemeinsamen Vereinbarungen. Die Einnahmen aus Fernsehen und Rundfunk sind nahezu gleich geblieben und die beim Inkasso der Bezirksdirektionen sogar gestiegen.

Für 2012 spricht Dr. Heker das umstrittene PRO-Verfahren an, das die Verteilung und Höhe der Tantiemen im Live-Bereich regelt. Dieses beruht auf einem komplexen Regelwerk, das Hochrechnung und Zufall kombiniert, was von vielen Seiten bemängelt wird. Darum soll sich der Vorstand in der nächsten Zeit kümmern. Man spricht über eine Reform der Livemusik-Abrechnung. Was dabei herauskommt, wird sich in der nächsten GEMA-Mitgliederversammlung zeigen.

Negativ sieht der GEMA-Chef die Inkonsequenz der Regierung bezüglich ACTA. Man hofft, dass der Europäische Gerichtshof zur Durchsetzung des Abkommens beiträgt. Für einen europäischen Rechtsrahmen für die Verwertungsgesellschaften spricht sich Heker auch aus.

Mehr zum Thema:
      


Lesermeinungen (4)

zu 'GEMA zieht Bilanz für 2011'

  • dj Putin   14. Mrz 2012   12:28 UhrAntworten

    also WENN jem. für acta stimmt, dann sicher die gema :D

  • mat   14. Mrz 2012   13:26 UhrAntworten

    "Man spricht über eine Reform der Livemusik-Abrechnung."

    horror! :(

    danach kann man live sicher auch nix mehr verdienen ...

  • Jan G   14. Mrz 2012   15:00 UhrAntworten

    "Dieses [Regelwerk] beruht auf einem komplexen Regelwerk..."
    Manchmal glaube ich die verkomplizieren das mit Absicht, damit keiner mehr fragt wie es funktioniert - denn verstehen würde man es eh nicht.

    Warum nicht EIN MAL einfach und verständlich?

  • Timo   14. Mrz 2012   16:21 UhrAntworten

    Schaut euch den Typen auf dem Bild doch mal an!
    Das sagt doch mehr als 1000 Worte!!!

Sag uns deine Meinung!

anzeige

EMPFEHLUNGEN