Erfolgreich im Musikbusiness 1: Gute Musik ist nicht gut genug

Erfolgreich im Musikbusiness 1: Gute Musik ist nicht gut genug

Der Musikmarkt ist voll mit guter Musik, guten Singles, guten CDs, guten Alben und guten Musikern. Was für den Musikkonsumenten einen geradezu traumhaften Zustand bedeutet, hat für Musiker und Bands aber eine ganz andere Relevanz: Der Musikmarkt ist nämlich überfüllt mit guter Musik.

Durch die stetig sinkenden Kosten für die Musikproduktion und das Pressen von CDs sowie der weltweiten Reichweite des Internets und der Netlabel lassen sich viele Musiker von der Illusion einfangen, dass ihre Musik die Zeit des Publikums wert sei. Dabei ist es gerade durch die Vielfalt an heute veröffentlichter Musik schwierig (wenn nicht gar unmöglich) geworden, gute Musik zu vermarkten.

Nachstehende Zahlen sind aus dem Jahreswirtschaftsbericht 2008 der Musikindustrie entnommen. Betrachten wir zunächst die Entwicklung des Gesamtangebots an Pop- und Klassiktonträgern von 2001 bis 2008:

 

Gesamtangebot an Pop- und Klassikalben 2001-2008

Gesamtangebot an Pop- und Klassikalben 2001-2008

 

Waren es noch im Jahr 2001 “nur” 141.766 Alben aus Pop und Klassik, aus denen ein Musikkonsument auswählen konnte, so sind es 2008 bereits sage und schreibe 226.561 Alben gewesen. Das macht im Durchschnitt nicht ganz 10.600 Neuerscheinungen pro Jahr und damit über 10.000 potenzielle Mitbewerber jährlich.

Ja, Du hast schon richtig gelesen! Gute Musik, gute CDs, gute Alben bedeuten für Dich nämlich nichts anderes als harte Konkurrenz. Jedes einzelne dieser Alben buhlt um die Gunst Deines Publikums. Und dabei sind das nur die Alben, die von der althergebrachten Musikindustrie im Rahmen ihrer statistischen Erhebungen erfasst wurden. Hinzu kommen noch etliche Veröffentlichungen nicht-kommerzieller Netlabel oder kostenlose Releases von Bands, die keinen Plattenvertrag haben.

 

Aber was bedeutet das denn nun für Dich und Deine Band?

Frei heraus: Wenn Du das Gefühl hast, dass Deine Musik “gut” ist, dann ist es vielleicht an der Zeit Deine Situation zu überdenken. Gute Musik ist ein hervorragender Ansatz, um das Musik machen als Hobby zu betreiben. Wenn Deine Absichten aber anders lauten, z.B. erfolgreich im Musikbusiness zu sein, dann reicht gute Musik nicht. Gute Musik bedeutet in diesem Zusammenhang nämlich nichts anderes als mittelmässige oder durchschnittliche Musik.

Mittelmässigkeit ist noch nie dazu geeignet gewesen, um aus der Masse heraus zu stechen. Ein einfaches Beispiel verdeutlicht, was ich damit meine: Erinnerst Du Dich an die Namen der Astronauten, die als zweiter, dritter oder vierter Mensch den Mond betreten haben? Aber der erste Mann auf dem Mond, an diesen Namen erinnerst Du Dich sicher, oder?

Wenn heute selbst der Nachbarsjunge mit einem Musikprogramm für Einsteiger respektable Ergebnisse erzielt (lies: “gute Musik”), dann muss Deine Musik schon mindestens großartig sein, um sich abzuheben. Großartige Musik ist solche, die das Publikum mitreisst, die Spuren hinterlässt, die innovativ ist, oder in noch anderen Worten: es ist bemerkenswerte Musik. Also Musik, die vom Publikum bemerkt wird.

Und für alle, die vielleicht immer noch denken, dass sie mit guter Musik und hervorragender Promotion und ausgeklügeltem Marketing doch noch berühmt und ein Superstar werden können, hier ein Zitat von Seth Godin, das zum Nachdenken anregen soll:

Die Steigerung von gut zu großartig ist nicht linear. Eine Frau kann in neun Monaten ein Kind, neun Frauen in einem Monat aber gar keins zur Welt bringen.

Schreib mir Deine Meinung zum Thema in die Kommentare! Ich bin gespannt und freue mich auf Deinen Kommentar!

Lesermeinungen (38)

zu 'Erfolgreich im Musikbusiness 1: Gute Musik ist nicht gut genug'

  • mike
    27. Aug 2009 | 12:56 Uhr Antworten

    Ich wäre für die Einführung einer “Bundeskulturkammer” welche alle “durchschnittlichen” Releases verbietet! ;)

    Es macht einfach keinen Spaß mehr nach “Perlen” zu suchen.

  • polyaural
    27. Aug 2009 | 16:11 Uhr Antworten

    Großartigkeit ist also wichtig? Nun gut, das leuchtet ein. Aber wie erkennt man Großartigkeit? Wer legt fest, was Großartig ist, und was nicht (abgesehen von der schon erwähnten „Bundeskulturkammer“).

    Mir scheint, Erfolg im Musikbusiness ist abhängig vom Produkt und vom Marketing. Beides muss gut sein. Gute Musik, von mir aus auch großartige Musik, alleine reicht dann nicht. Wenn ich das Radio anschalte höre ich manchmal Beispiele von prächtigen Marketing mit „lausiger“ Musik. Umgedreht aber ist es sehr selten.

    Übrigens, nur weil es schon viel Musik gibt, muss man nicht gleich aufgeben. Howard Jones sagte mal in einem Fachblatt-Interview mitte der 80er, er habe 10 Jahre getingelt bevor er einen Hit gelandet hat …

    • Carlos (delamar)
      27. Aug 2009 | 16:51 Uhr Antworten

      Nur, dass wir uns nicht missverstehen: Dass es viel Musik gibt, sollte niemanden davon abhalten, Musik zu machen und damit zu versuchen erfolgreich zu sein. Was ist großartig? Das legt jeder für sich selbst fest, oder? Wenn sich das Album eines DSDS “Superstars” 250.000 Mal verkauft, dann war seine Musik anscheinend für 250.000 Leute großartig.

      Wenn Du mit Deiner Musik andere begeistern möchtest, dann musst Du eben schauen, dass Deine Musik alle anderen überragt und nicht im Meer der Mittelmässigkeit untergeht.

  • Marcus
    27. Aug 2009 | 17:53 Uhr Antworten

    Großartig? Erfolgreich? Das entscheidet das Publikum! Ein unglaubliches Beispiel sind für mich die “Amigos” (mehrere Gold und Platin Alben). Die früheren Produktionen waren unter aller Kanone, selbst die Schlager-Hardcore Radiosender weigern sich aufgrund der schlechten Qualität diese Scheiben zu spielen. Aber sie sind erfolgreich, verkaufen jede Menge CDs und rasen von Auftritt zu Auftritt. Sie haben es geschafft eine aktive und zahlende Fanbase aufzubauen die auch schlechte Qualität nicht wirklich gestört hat.

    Oder Andrea Berg (mehrfach Gold, Platin, 2003 bis 05 + 07 Echo Musikpreis, 2002 bis 07 Goldene Stimmgabel usw.) erfolgreich weil sie eine riesige Fanbase hinter sich hat. 2006 mehrere Wochen auf Platz 1 der Media-Control-Album-Charts und 2007 intern bei der GEMA auf Platz 2 inkl. internationaler Stars! Für diese Fans sind sie und ihre Musik großartig und nur der Fan ist heute noch bereit für etwas zu bezahlen was jeder andere im Internet an jeder Ecke kostenlos bekommen kann: Musik!

    Warum zeige ich Beispiele mit den Amigos oder die Berg auf? Weil ich die Musik mag? Grusel….NEIN!
    Weil ich ihre Musik nicht undbedingt als großartig bezeichnen möchte, viele ihrer Produktionen auch von gehoben-mittelmäßigen Homerecordlern hätte bewältigt werden können (dafür haut der Produzent der Berg, der lieber Herr Römer mir garantiert eine rein ;) ).

    Großartige Musik nützt gar nichts, eine großartige Fanbase die es gilt zu gewinnen, pflegen und beglücken ist alles. Das ist der heutige Schlüssel zum (zumindest kommerziellen) dauerhaften Erfolg. Ein One-Hit-Wonder macht keinen auf Dauer satt.

  • Manuel
    28. Aug 2009 | 09:48 Uhr Antworten

    Ich hatte erst gestern noch eine Diskussion über dieses Thema (angeregt natürlich durch den delamar.de Artikel)

    Wir sind für uns zu dem Ergebnis gekommen, dass “gut”, “großartig” oder “überragend” nicht unbedingt reicht.

    Vor allem kam die Frage auf, die oben schon genannt wurde: “Wer definiert, was gut ist?” Und da ist doch die Antwort eigentlich: Das Publikum, also die Kundschaft.

    Letztendlich kann man auch komplett abgefahrene Musik machen, die es niemals in die Charts schaffen, aber dennoch gibt es bestimmt Leute, die diese Musik als gut empfinden (bei den Milliarden Menschen auf diesem Planeten ist bestimmt jemand dabei). Es ist halt nur nicht die Masse, die diese Musik als toll empfindet. Aber da muss sich jeder komponist im Klaren sein, was er eigentlich will.

    Arnold Schönberg hat keine charttaugliche Musik “produziert”, aber dennoch gehört er zu den bekanntesten Komponisten seiner Sparte, was man durchaus als “Erfolg im Musikbusiness” zählen kann. Aber dennoch würden wahrscheinlich 90% der deutschen Bürger seine Musik als scheuslich bezeichnen.

    Ich denke. dass man durchaus auch in der heutigen Zeit mit minderwertiger (ohne jetzt den guten Arnold beleidigen zu wollen) Musik Erfolg haben kann. Allerdings kommt es heute darauf an, wie man sich verkaufen kann. Das Marketing macht wahrscheinlich mehr aus als die eigentliche Musik. Klar muss die Musik eine gewisse Güte haben, aber wenn man die Leute (und vor allem die Plattenfirmen) nicht davon überezugen kann (Marketing), dann nützt einem die beste Musik auch nicht viel.

    Ich habe mal mit meiner altem Band an einem Newcomerfestival teilgenommen und habe da Bands kennengelernt, die aus lauter Virtuosen bestand und deren Musik hammer genial war. Da aber die Publikumstimmen zu einem weiterkommen nötig waren und die Jungs so gut wie keine Show gemacht haben (sich somit nicht ans Publikum “verkauft” haben), sind sie auch in der Vorrunde rausgeflogen.

    Dagegen bin ich mit meiner 08/15 (soo schlimm auch wieder nicht) Hardrock-Heavymetal Truppe aufgrund von guter Performance weitergekommen.
    Das war halt das, was gezählt hat.

    Daran merkt man, dass in diesem Fall nicht die gute Musik das ausschlaggebende für den Erfolg war, sondern unser Marketing (wir waren unglaubliche Poser-Schweine :-) )

    Mitlerweile habe ich aber herausgefunden, dass die andere Band einen Vertrag bei einem kleinen Dortmunder Undergroundlabel hat, was dann doch ein gewisser Erfolg für die Jungs darstellt.

    So… jetzt habe ich aber genug geschrieben :-) Aber eines wollte ich noch zum Abschluss loswerden:

    Wenn man in Deutschland wirklich erfolgreich sein will, dann muss man Schlager produzieren (siehe A. Berg) und in ARD-Samstagabend-Shows auftreten. Alte Leute nutzen seltener das Internet und die Gefahr ist kleiner, dass die Musik gesaugt wird.

  • Masta Cress
    28. Aug 2009 | 13:34 Uhr Antworten

    Man sollte sich von dem Konkurrenzdruck nicht beeinflussen lassen. Im Grunde genommen ist dieser Artikel nichts weiter als Panikmache. ^^ Die Gesellschaft und die Regierung macht uns doch schon genug Druck: wir müssen fleissig sein, viel konsumieren, viele Kriterien erfüllen, um bestimmte Privilegien ausnutzen zu können usw.

    Wir Künstler sollten einfach UNSERE Musik machen, natürlich sollte sie so gut wie möglich sein, denn wenn wir unsere Musik dem Markt anpassen, dann werden wird sie auch nur für durchschnittlich eingestuft. Der Mainstream, also das, was im Radio gespielt wird, ist ja ziemlich sensibel. Man muss den Mittelweg finden zwischen Innovation und Massentauglichkeit, um aus der Masse heraus zu stechen. Das Beispiel Andrea Berg hat für mich NICHTS an Kreativität. Jedoch hat sie Kontinuität. ;-)

    Erst wenn man eine richtig geile Single oder ein Album hat, sollte man schwere Geschütze auffahren. Bis dahin, wie oben schon erwähnt, sich eine Fanbase aufbauen. Bushido z.B. hat u.a. dadurch seinen heutigen Erfolg erlangt. Aber für eine Fanbase braucht man wiederum großartige Musik (oder durchschnittliche Musik, je nach Genre).

    Im Grunde genommen sollte sich jeder damit abfinden können; ich will hier jetzt keinen Hunger stillen; wenn er nichts mit Musik verdienen kann. Das ist der Idealfall. Man muss sich in jedem Beruf den “Arsch aufreissen”, um weiter zu kommen. Also Leute: Behaltet euren Style, ändert ihn oder was auch immer.. hauptsache ihr tut es aus eigener Überzeugung… lasst euch nicht manipulieren. Denn die Wenigsten können vom Musikgeschäft leben.

  • Dominik
    30. Aug 2009 | 20:01 Uhr Antworten

    @Masta Cress

    Gutes Argument, das mit der “Panikmache”, obwohl der Artikel auch viel Wahrheit enthält.

    Ich glaube, ein ganz wichtiger Punkt ist das Angewiesensein auf den Erfolg. Wenn man es nicht einfach geschehen lassen kann, kann das einen Künstler lähmen, ungeduldig machen, entmutigen und vor allem sein individuelles Profil verzerren. Wie gesagt, wer sich verbiegt, um etwas zu erreichen, der wird meistens nur mittelmäßig oder gar peinlich rüberkommen. Wobei man sogar letzteres kultivieren kann, aber auch dafür muss man wieder der Typ sein :-)

    Ich glaube, es ist vor allem wichtig, zwar volle Kraft in die eigenen Projekte zu stecken, aber nicht zu erwarten, dass man in kürzester Zeit einen Sensationserfolg hat. Am besten ist es, wenn man entspannt an die Sache herangehen kann, weil man es nicht unbedingt zum Glücklichsein braucht, ein gefeierter Star / Sänger / Musiker / Produzent zu sein.

    Ein Bekannter von mir hat diesen Titel geschrieben und produziert:

    http://missing-u.de

    Er ist eigentlich IT-Dienstleister und macht Musik eher “nebenbei”, aber der Titel und die souveräne und schlüssige Art des Selbst-Marketing sind m.E. eine sehr kraftvolle und erfolgversprechende Kombination. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Titel noch weite Kreise ziehen wird, auch ganz ohne Plattenfirma. Das ist ein gutes Beispiel für eine neue Art des Musikmarketing, das von den technischen Entwicklungen der letzten Jahre profitiert.

  • Carlos (delamar)
    06. Sep 2009 | 00:04 Uhr Antworten

    Es gibt kein schnelles Geld und auch keinen schnellen Erfolg. Nur auf Basis von Talent, Können und Sitzfleisch kann man etwas im Musikbusiness bewegen. Alles andere sind dann Eintagsfliegen und schaffen auch mal schnelles Geld, schnellen Erfolg und schnelles Vergessen.

  • mr. X
    05. Jan 2010 | 20:55 Uhr Antworten

    Ein guter Anfang ist schon mal seine Musik zu kaufen die man liebt…

  • Zappmann
    16. Mrz 2010 | 17:15 Uhr Antworten

    qualität zahlt sich bestimmt eines tages mal aus aber leider ist es manchmal nicht ausreichend. vitamin b ist leider ein großer bestandteil.
    und dann kommt meist nur schrott raus und das wird dann logischerweise auch noch gepresst. wenn ich manchmal sehe was so los ist auf dem markt bekomm ich das kotzen.

  • Carlo Capocasa
    01. Mai 2010 | 10:28 Uhr Antworten

    Die enorm verschiedenen Geschmäcker der Hörer wurden ja bereits angesprochen.

    “Gute Musik” und “Gutes Marketing” wären also zu definieren als “Konsistent nach dem Geschmack des Zielpublikums.”

    Also auf einem Album lauter Stücke, die in sich zusammenpassen (auch wenn sie unterschiedlich klingen). Und ein Auftreten und ein Image, das dazu passt.

    Wenn man noch hinzufügt, dass sich auch ein Zielpublikum gerne überraschen lässt, wäre man am Punkt “Setze dir ein musikalisches Ziel und ziehe es konsequent durch.”

    z.B. “Ich und meine Musik stehen für die Rennaissance des Disco-Lebensgefühls”

    oder

    “Ich und meine Musik bieten depressiven, gefühlt von der Gesellschaft verstossenen Menschen ein verständnisvolles zuhause”

    Ich behaupte mal, dass man, wenn man Image und Musik Konsequent an einem musikalischen Ziel ausrichtet, und dann immer neue *Methoden* findet diese Ziel zu erreichen, schon sehr nah dran ist an bemerkenswerter Musik.

    Oder was meint ihr?

  • Carlos (delamar)
    01. Mai 2010 | 11:58 Uhr Antworten

    @Carlo:

    Ich denke, dass Du mit einer konsequenten Ausrichtung und entsprechendem Sitzfleisch die besten Voraussetzungen hast, um bemerkt zu werden – keine Frage.

    Das setzt aber noch immer voraus, dass deine Musik für sich genommen (ohne umrahmenden Massnahmen) bemerkenswert ist – oder im mindesten Falle nicht der zig-millionste Abklatsch einer bekannten Band bzw. eines bekannten Künstlers.

    Andererseits kannst Du sicherlich deine Musik bis zu einem gewissen Punkt durch gutes Marketing bemerkenswert machen, wenn das Gesamtprodukt (das Du ja ansprichst in deinem Kommentar) sehr gut und schlüssig ist.

  • Sebo
    26. Jul 2010 | 16:27 Uhr Antworten

    Hallo, ich wollte auch mal ganz kurz was über dieses Thema schreiben.

    Ich bin der Meinung man sollte sich als Künstler vollkommen frei machen. Wenn ich Musik mache, dann fang ich bei 0 an ! Ich geh weg von der ganzen Inspiration, die einem durch die Umwelt gegeben wird.
    Ich will nicht klingen wie der, die oder das! Legendäre Sounds und Einzigartigkeit sind am besten um vorran zu kommen.Um eine Fanbase aufzubauen, sollte man bei seinen Freunden, Bekannten etc. anfangen. Wenn 10 es gut finden werden sie bestimmt das Projekt finanziell unterstützen und eine CD kaufen! 5 davon die es wirklich gut finden ;)geben diese CD ihren anderen Bekannten um sie weiter zu verbreiten. Dann fängt man an in seiner Region zu performen und hat schon 10 – 20 Fans! (weil sie einen ja kennen) und davon kaufen dann bestimmt 5 ein T-Shirt. Durch Auftritte und der nettigkeit gegnüber anderen Künstler knüppft man dann neue Kontakte! Das wiederum führt dazu, dass man wenn man sich gut anstellt evtl. die Möglichkeit bekommt in anderen Regionen zu performen.Wieder 10 – 20 Fans dazu :-) sind ja schon rund 40 wobei man hin und wieder natürlich auch mal ein persönliches Gespräch führen sollte. Arroganz ist hier fehl am Platz! vielleicht kaufen die ja auch ein paar CD´S, ein paar T-Shirt´s, oder Poster, oder Pins etc. So langsam kommt ja ein bisschen was in die Bandkasse:-) A ja hier ging es ja um den Hit!? Ich glaube nach vielen Jahren harter Arbeit und Disziplin sollte man schon ein paar ” Hit´s ” haben die eure Fans dann mitsingen können ! dann schau ich doch mal, Lied X von den neuem Set kommt beim Puplikum am besten an !!! Zeit mal eine ” Hitsingle ” zu vermarkten:-)einen Vetrieb suchen und Geld in Werbung investieren !!! und wenn dann alles gut geht kannst du deinen Hit im Radio hören und noch Geld von der Gema kassieren !!! Viel Erfolg und alles Gute!!!

  • meetzz
    29. Jul 2010 | 23:44 Uhr Antworten

    Nehme ich dann sowohl aus dem artikel als auch aus den kommentaren richtigerweise mit, dass “großartig” hier nichts anderes als “massentauglich” bedeutet? jedenfalls hab ich nach dem lesen so das gefühl…

    • Carlos (delamar)
      30. Jul 2010 | 10:21 Uhr Antworten

      Nicht zwingend. Grossartige bedeutet, dass Du eben wie ein Leuchtturm am Himmel über den Horizont herausragst – dass Du bemerkt wirst. Welcher Art die Musik ist, das tut hier nichts zur Sache. Es kann aber auch massentaugliche Musik sein.

  • Quinn
    16. Sep 2010 | 00:42 Uhr Antworten

    Ob ihr es glaubt oder nicht, vieles ist davon abhänig wie durchgeknallt du bist ! Ja du musst nicht mal durchgeknallt rüberkommen nach aussenhin weil du das bei grossen Kommerzielen Erfolg so machst was eine Art Schutzmechanismus ist(aber du spielst in der Öffentlichkeit eine Rolle). Die grössten Musiker hatten mehr oder weniger einen an der Murmel, warum und wodurch ist unrelevant aber irgendwann wird selbst dem mainstream der mainstream zu öde, vielleicht hat es auch damit zu tun das wir gerne mit dem Finger auf Einzelne zeigen ob im Positiven oder im negativen Sinne. Vielleicht sind einige aber auch einfach dafür geboren und andere eifern ihren Idolen erfolglos nach weil sie eben nicht dafür geschaffen worden Neuland zu entdecken. Meine Meinung ist das der heutige Brei an endlosen Angeboten nicht nur die Suche nach Perlen erschwert NEIN er verhindert sogar zum Teil das manche Perlen es überhaupt erst ernsthaft versuchen ! Was bedeuted es für den Verbraucher ? Tja eigentlich das glatte Gegenteil von dem was im Artikel als (traumhafter Zustand) beschrieben wird, ich würde es als traumatischen Zustand bezeichnen weil wir von allen Ecken mit Mugge zugedröhnt werden die unser Unterbewustsein als Gewohnheit eingestuft hat ähnlich wie beim Konsum von Drogen ;) das Funkeln das die Leute in den Augen haben wenn ein Michael Jackson, Beatles, Nirvana, Rammstein oder andere grossartige Künstler eines zum besten gaben wird irgendwann verschwinden müssen aufgrund dieses Massenkonsums ! Aber wie so oft werden die Menschen es erst verstehen wenn es zu spät ist. “Everybody is a Star” ? dann trauert aber später nicht und sagt “ach ja damals das war noch Musik ” !

  • MisterMister
    20. Nov 2010 | 04:13 Uhr Antworten

    Scheinbar haben viele Leute hier den Artikel komplett falsch verstanden… .

    Es geht garnicht darum, wer die Musik für “schlecht”, “gut” oder “großartig” befindet, sondern darum, wie der Musiker selbst sich und seine Musik sieht.

    Wenn ein Musiker von seinem eigenen Werk nicht 100% überzeugt ist, wie soll er dann bitte potenzielle Hörer/Käufer für sich gewinnen???

    …denn diese ganze Einstellung zu sich bzw. zu seinem Produkt wirkt sich doch dann auch auf das ganze darauffolgende Marketing aus. (Habe ich eine CD produziert von der ich absolut überzeugt bin, setze ich doch alles daran um sie so gut mir möglich in Szene zu setzen. Finde ich meine CD jedoch nur durchschnittlich, werde ich auch keinen Sinn darin sehen alles mögliche dafür zu tun, dass sie gehört wird)

    Wenn man nicht selbst von seiner Idee begeistert ist, kann man auch niemanden begeistern, versteht ihr?!?

    (…und wenn jetzt Leute sagen: “Aber man kann auch absoluten Müll (und damit meine ich nichts szenespezifisches, sondern MÜLL) machen und trtozdem davon begeistert sein”, dann fehlt demjenigen einfach der Sinn dafür sich und seine Musik subjektiv einzuschätzen

  • Musiker11
    17. Okt 2011 | 17:08 Uhr Antworten

    Ist doch, finde ich, sehr abhängig vom Marketing. Wenn ich “mittelmäßige Musik” oft genug im Radio spiele und diese auch noch gut promote, dann verkaufe ich sie auch dementsprechend. Das heißt aber noch nicht, dass sie gut , sehr gut oder gar außergewöhnlich ist. Das heißt, ich habe durch die medialen Möglichkeiten den Zuhörer beeinflußt. Wenn ich sehr gute Musik habe und diese nicht gehört wird, wird sie auch nicht bekannt. Jeder ist von seiner Musik überzeugt.

  • polyaural
    22. Okt 2011 | 11:04 Uhr Antworten

    Musiker11: Verwechselst Du möglicherweise „mittelmäßige Musik“ mit Musik die Du nichts magst?

    Denn genau das ist der Punkt: Egal welche Musik ich mache, wenn sie schlampig gemacht wurde, mehr Energie für Ausreden als für die Produktion investiert wurde, und wenn Fehler als „human touch“ deklariert werden, dann hat der daraus resultierende Müll noch nicht mal die Chance bei „Antenne Neandertal“ gespielt zu werden.

    Das man jedes beliebige akustische Ereignis mit genügend Marketingmacht in einen No-1-Hit verwandeln kann ist ein Märchen. Meist von denen verbreitet, die selber erfolglos Musik machen, und mit schaudern vor den Volksmusik- oder Schlagercharts stehen, sich die Top 3 dieser Charts antun und mit blutenden Ohren behaupten, das so was jeder Depp kann, das sie sich dafür zu schade sind und das so ein Krampf nur mit brachialer „Marketingmacht“ in das Bewusstsein der prekariaten Höhrerschaft geprügelt werden kann.

    Denen kann ich nur sagen: Versucht es doch mal! Wenn es so einfach ist …

  • A.O.
    15. Mrz 2012 | 08:41 Uhr Antworten

    @ polyaural – Ich kann schon Musiker11 teilwese verstehn auch wenn sich schwer über Geschmack streiten läßt und jeder irgendwie anders “schlecht”,”mittelmäßig”,”hervorragend” usw. definiert. Aber die Macht des Marketing sollte man nicht unterschätzen, da gäbe es einige Beispiele wie zB bei Conquest of Paradise von Vangelis das bis zur Verwendung Henry Maskes als persönliche Boxhymne 2 Jahre lang höchstens nur einigen Soundtrackliebhabern bekannt war, danach plötzlich Gold und Platin in über 17 Ländern erreichte und die Musik hat sich ja schließlich nicht in dieser Zeit geändert. Könnte jetzt noch so paar Beispiele nennen aber ich glaub jeder weiß worauf ich hinaus will. Daran merkt man doch wie sehr die Musik egal wie gut sie ist ein gutes Marketing, eine breite öffentliche Wahrnehmung braucht die man nicht einfach nur mal schnell herbeizaubern kann. Charterfolge müssen nicht zwingend “besser” sein als vieles andere aus der Musikwelt, oftmals macht der Unterschied eben ein finanzstarkes Label im Hintergrund aus (jetzt mal die anderen Zufälligkeiten wie oben genanntes Beispiel mal beseite gelassen) das durch mehr Geld auch bessere Möglichkeiten hat etwas zu vermarkten.
    Ich stimme dir zu wenn man es bzgl. Klangqualität/Mix/Mastering betrachtet. Hier werden sich mittelmäßige Produktionen wohl kaum durchsetzen können. Aber die musikalische Qualität wäre wieder ein anderes (Streit)thema. Ich bin der Überzeugung das es für sehr vieles ein gewisses Zielpublikum (bei so viel verschiedenen Geschmäckern!) geben würde wenn man es stark genug vermarkten würde. Ob jetzt zB Hansi Hinterseer seine Charterfolge allein aufgrund der hohen künstlerischen, gesanglichen Qualität zu verdanken hat die halt all die anderen weniger erfolgreichen Musiker/Sänger/Bands nicht in dem Ausmass besitzen sei nur mal dahingestellt.
    Ich persönlich würde zwar keine Volks- und Schlagermusik machen aber in einem anderen musikalischen Bereich könnte ich deine Aufforderung gerne ausprobieren wenn du mir die finanziellen Mitteln für “brachiale Marketingmacht” (wie du es nennst) zur Verfüngung stellst.;-) Denn ohne dem wird man das schwer umsetzen können.

    • polyaural
      15. Mrz 2012 | 20:39 Uhr Antworten

      A. O., ich schrub: „Mir scheint, Erfolg im Musikbusiness ist abhängig vom Produkt und vom Marketing.“

      Dein Beispiel von Vangelis illustriert das ganz gut.

      Marketing ist ein Instrument um eine Ware dem (potentiellen) Konsumenten vorzustellen. Mehr nicht. Marketing kann keinen Kaufzwang auslösen (auch wenn Marketiere und deren Kunden das gerne hätten, und Branchenfremde und Vollpfosten nie müde werden es zu behaupten). Wir sind zwar oft überrascht wie gut Markting zuweilen wirkt, aber das ist oft nur unsere Überraschung darüber, das es tatsächlich eine Zielgruppe für etwas gibt, das wir ohne Zweifel der Kategorie „master shice“ zuordnen, und dafür eine Zielgruppe existiert (und wie total bekloppt die Zielgruppe ist). Marketing ist keine Magie, sondern die Kunst eine Zielgruppe für ein Produkt zu finden, und die dann passend anzusprechen.

      Der Track von Vangelis hatte eine gute Qualität, und die Wahl eines beliebten Boxers*, also die Wahl Maskes, und die dadurch geschaffene Öffentlichkeit, hat zum Verkaufserfolg geführt. Und natürlich die idiotische Annahme eines großen Teils dieser 17 Millionen, das das Hören des Maske-Songs stark und attraktiv und unbesiegbar wie Henry Maske macht. Wie gesagt, Mitglieder einer Zielgruppe sind zuweilen nicht die hellsten Kerzen auf der Torte.

      Wäre der Track von Vangelis ein avantgardistisches, atonales, Trommelfell zerfetzendes 44-minütiges Synthesizergequitsche, das allenfalls unbedarften Kunststudenten im 1. Semester ein Lächeln auf die Lippen zaubert (das ist doch Kunst, oder? Das kann ich doch gut finden, oder? Nun sagen sie schon was Herr Professor …), also dann wäre der Kirmesschläger sicherlich nicht auf die Idee gekommen den Track zu nehmen. Der will sich ja auch nicht blamieren.

      Wir fassen zusammen. Ein guter Track hat die Chance sich gut zu verkaufen wenn er die Möglichkeit bekommt einem breiten Publikum zugänglich zu werden. Ist er nur ein guter Track, dann wird er es schwer haben oft verkauft zu werden, weil ihn niemand kennt. Ist es ein mieser Track, führt auch eine breite Öffentlichkeit nicht zum Erfolg, weil die Leute eben keinen Mist kaufen.

      Und was Mist ist, und was nicht, das verwundert täglich viele Menschen. Auch Dich und mich und Oma Erika …

      ______

      * Ich finde, „beliebter Boxer“ ist ein Widerspruch in sich. Boxer sollten in einer Zivilisation maximal unbeliebt sein, weil sie ihr Geld damit verdienen andere ernsthaft zu verletzen und bewusstlos zu schlagen, wenn es irgendwie machbar ist. Aber das nur am Rande, ganz unten.

  • Dominik
    15. Mrz 2012 | 10:19 Uhr Antworten

    @A.O.
    Das Beispiel mit Hansi Hinterseer (den ich tatsächlich auch noch nie singen gehört habe) ist ein gutes: Der ist nur als Sänger erfolgreich geworden, weil ihn Jack White (aka Horst Nußbaum, einer der erfolgreichen Produzenten) gut kannte und zum Star gemacht hat.

    Jetzt ist der Hansi – auch nach einem Bruch mit seinem mächtigen Freund – etabliert und tritt weiterhin im Fernsehen auf. So kann es funktionieren.

    Interessante Biografie von Jack White:
    http://www.jack-white.de/files/Echo_0308_JackWhite.pdf

    „ Dieter Bohlen hat ein großes Problem: Der wird nie dahin riechen, wo ich schon längst hingeschissen habe.“

  • Mr. Day and Night
    20. Mrz 2012 | 09:10 Uhr Antworten

    Darüber zu diskutieren, ob Musik gut, mittelmäßig oder schlecht ist, bringt nichts. Musik ist doch nur eine Aneinanderreihung von Schwingungen mit unterschiedlicher Amplitude. Auf den Empfänger kommt es an, wie der sie bewertet.
    Wann ein Song erfolgreich ist, kann man gut bei diesem Eurovision Song Contest verfolgen:
    Deutschland war in den letzten Jahren auf den letzten Plätzen gelandet und es wurde Stephan Raab gefragt, ob er die Sache managen wollte. Zuerst weigerte er sich. Erst als die Mehrzahl der Radiostationen ihm ihre Unterstützung zusagten, übernahm er den Job und wurde mit der Lena Nr. 1.
    Wenn ich persönlich die Songs vergleiche, die vor Lena gespielt wurden, so fand ich die sogar besser, als dass, was Raab/Lena produzierte.
    Daraus folgt für mich, dass man dann im Musikbusiness erfolgreich ist, wenn man die Unterstützung der Intendanten (Leiter einer Rundfunkstation) hat. Und die werden von der Politik bestimmt.

  • Michael
    19. Mai 2012 | 18:14 Uhr Antworten

    Hey und erstmal danke für den hilfreichen Beitrag. Ich finde du hast das richtig gut zusammengefasst, und ich kann deiner Grundaussage im Prinzip nur zustimmen: Gute Musik ist nicht genug, um es im Business zu schaffen.

    Man benötigt einfach einen bestimmten Bekanntheitsgrad. Es existieren so viele verschiedene Indie Bands die gute Musik produzieren – nur keiner bekommt es mit, das ist das Problem. Es gibt momentan einfach noch keinen Weg, um die Spreu vom Weizen automatisiert zu trennen. Deswegen habe ich beispielsweise einen Blog http://gutemusik2013.de über gute Musik eröffnet, um unbekanntere Künstler und wirklich schöne Lieder zu fördern.

    Liebe Grüße und mach weiter so!

  • IrgendeinThomas
    01. Jun 2012 | 16:30 Uhr Antworten

    Hallo Michael, der Ansatz der Idee mag zwar gut sein aber “gute” Musik bleibt nunmal eine subjektive Bewertung (ein zB Scooter oder Bushido-Fan würde diese Musik als super einstufen mich kann man damit jagen), somit wäre dein Blog vielleicht für diejenigen Hilfreich die in etwa den gleichen Geschmack wie du haben. Wenn es aber um das Kriterium unsigned oder Indie-Acts mit guter Klangqualität gehn würde könnte man objektiver beurteilen. Werde aber trotzdem mal in ein paar deiner Vorschläge hineinhören falls wir zufällig ähnliche Vorstellungen von “guter” Musik hätten.

  • Nikolai Schöbel
    20. Jul 2012 | 06:29 Uhr Antworten

    Toller Artikel! Ich finde auch, dass das wichtigste neben guter Musik der Bekanntheitsgrad ist.

    Auf musik-marketing.net veröffentliche ich regelmäßig Interviews mit Leuten aus der Musikbranche. Was man hier immer wieder zu hören bekommt: Gute Musik ist die Basis und wenn Du die hast, erst dann solltest Du Dir Gedanken über den Bekanntheitsgrad machen.

  • sonic minds
    25. Jul 2012 | 20:03 Uhr Antworten

    Ich habe bis hier sämtlich Beiträge gelesen und kann das eigentlich nur sehr bedingt nachvollziehen, weil meiner Ansicht nach ein entscheidender Punkt keine Beachtung findet: Geschmack ist nicht gottgegeben sondern Erziehungssache!
    Ein einfaches Beispiel ist die momentan angesagte Farbe Weiß bei Autos, in der man vor 10 Jahren bestenfalls Kühlschränke verkaufen konnte und ein Gebrauchtwagen nur deswegen sofort 1000,- weniger wert war. Damals gefiel es keinem, heute mögen es die meisten – sehr merkwürdig!
    Genauso verhält es sich doch mit allem anderen, so auch der Musik. Wer das Formatradio kennt, weiß, dass die Sendezeit von den Majors quasi gekauft ist und die Sendezeit nichts anderes als Dauerwerbung ist. Wie das funktioniert, merkt man sehr gut an den Knallern, die sich auch noch Stücke wünschen, die bis dahin bereits fünfmal auf dem Sender gelaufen sind (klar, Indie-Songs würden so oder so nicht gespielt, auch wenn es prinzipiell natürlich möglich wäre).
    Momentan höre ich seit Tagen Live-Mitschnitte eines Gossip-Konzerts, was neulich statt gefunden hat. Die Leute sind völlig aus dem Häuschen, obwohl die gute Beth wirklich nicht einen Ton korrekt intonieren kann. Ich war bisher auch der Meinung, dass die Band ordenltiche Musik macht, klingen die polierten Studioaufnahmen doch amtlich. Aber live hört man dann doch, was wirklich dahinter steckt, nämlich lausiger Unterdurchschnitt! Und genau das ist es doch, was gut oder schlecht ausmacht, das hat mit Geschmack oder Genres überhaupt nichts zu tun, sondern ist rein objektiv betrachtet.
    Was mich auch wundert, ist, dass kaum noch jemand einen gewissen Anspruch hat, auch der scheint weg erzogen durch Dauerwerbung.
    Einen Track sauber zu produzieren ist doch gerade heute kein Problem mehr, mit Autotune etc. könnte man auch einen dressierten Schimpansen zum Popstar machen!
    Nehmt doch mal die Top-100 her, der Ursprung liegt wahrscheinlich bei 5 Produzenten bzw. Firmen, die den Kuchen unter sich aufteilen (müssen).
    Ich selbst produziere hobbymäßig Synthpop und hatte noch nie die Illusion, damit groß raus zu kommen, würde mir aber sehr wohl wünschen, wenigstens mal die Möglichkeit eines Airplays bei einem großen Sender zu bekommen. Ich muss nicht täglich die selbe Leier hören, dafür aber eine viel größere Bandbreite, wodurch sich ganz schnell die Spreu vom Weizen trennen und der Anspruch der Konsumenten steigen würde!

  • Alexander
    09. Sep 2012 | 09:27 Uhr Antworten

    “zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein”

  • Julian Angel / MusicBiz Madness
    16. Jan 2013 | 09:23 Uhr Antworten

    Eine große Herausforderung besteht darin, insbesondere auf “Tummelplätzen” wie Facebook den Fans per erstem Eindruck klarzumachen, dass man “gut” ist und eben nicht zu jenen gehört, die ein paar Beats und einen leicht verrutschten Bass hochladen und mit (zugegeben oftmals) grandiosem Artwork garnieren.

    Wie schon gesagt wurde, müssen sich auch echte Musikliebhaber durch viel Müll wühlen, um die Perlen zu finden. Ihnen müssen wir als Musiker helfen, jene Perlen (uns) sofort zu erkennen.

    • IrgendeinThomas
      16. Jan 2013 | 20:53 Uhr Antworten

      Ich geb dir Recht, bei der Masse an Hobbymusikern die glauben (auch mit sehr weniger Erfahrung oder sehr wenig Aufwand) die Welt online mit ihrer Musik “zwangsbeglücken” zu müssen, ist es nicht einfach. Wobei es da ja nicht um den Musikstil gehen sollte, Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden…rein nur nach der Klangqualität und Liebe zum Detail in der jeweiligen Musikrichtung.
      Aber das Problem ist, daß sich reine Musikkonsumenten bei Seiten wie Soundcloud,Youtube,Facebook,… erst durch irgendeinen Dschungel wühlen müssen und die Wahrscheinlichkeit etwas lieblos produziertes anzutreffen relativ hoch ist, somit die Motivation weiter zu suchen sinkt. Ich finde es deswegen sehr lobenswert daß es überhaupt gewisse Menschen gibt die neuer, unbekannter Musik von Social-Media-Plattformen eine Chance geben…die meisten Menschen können oder wollen sich nicht die Zeit dafür nehmen in etliche Stücke hineinzuhören um vielleicht gerade mal eins davon gut zu finden.
      Wie will man aber helfen diese Perlen sofort zu erkennen? Diese Funktion übernehmen wohl mehr oder weniger (im Regelfall) die Labels aber das es sowas für reine nichtkommerzielle Musik gibt? Die Gefahr wäre dabei natürlich auch Geschmacksabhängig nach Musikstil zu selektieren, nicht nur nach der Klangqualität.(das geben ja selbst viele A&R-Manager zu) Vielleicht müßte man dann eine Gruppe mit einigen renomierten, professionellen Musikern aus verschiedensten Musikrichtungen gründen die sich jedes einzelne Stück anhören und der Bewertungsdurchschnitt als Art Empfehlung ausgegeben wird. Aber das wäre wohl für alle ein Full-Time-Job und könnten nicht annähernd die Masse an Musik die es im Internet gibt damit bewältigen. (Bekanntheisgrad wissen wir ja Alle kann kein Kriterium sein, weil es gibt genug Amateur-Musiker die nicht viel Zeit in Marketing investieren können)

      • Julian Angel – MusicBiz Madness
        17. Jan 2013 | 08:48 Uhr

        Genau die Frage bleibt eben, wie man sich auf den ersten Blick als “Profi” (oder als “ernstzunehmend”) erweist.

        Das Vorhandensein einer eigenen Website wäre ein Punkt. Viele Wannabes haben lediglich ein Facebook (myspace…) Profil.

        Ebenso wirkt es professioneller, eine CD am Start zu haben – oder zumindest ein komplettes digitales Album und nicht nur zwei, drei Demotracks. Vielleicht sollte man sich wirklich erst dann präsentieren, wenn man entsprechendes Material vorweisen kann. Wobei es auch wieder ertragreich ist, die Fans in den Entstehungsprozess einzubinden.

        Jede Stilrichtung hat da sicherlich ihre ganz bestimmten Merkmale. Ich mache spätachtziger “Poser Rock” und hier zeichnet sich z.B. ab je bescheuerter der Bandname ist, umso schlechter ist die Band :) Das ist tatsächlich so. Je mehr “Pussy”, “Slut” oder “Bitch” im Namen steht, umso mehr das Geschrammel und Gegröle.

        Was ich auch noch hilfreich finde, ist eine gute Präsenz in den stilrelevanten Medien. Ein paar Reviews hier und da lassen zumindest auf ernsthafte Absichten schließen, da man immerhin Zeit und Geld für Promotion investiert.

        Neue Ideen willkommen…

  • Dominik
    23. Jan 2013 | 21:40 Uhr Antworten

    Jeden Tag laufen im Radio über 50% Musik, die ich nicht mal als durchschnittlich bezeichnen würde, da frage ich mich, wo die jährlich 10.000 Songs der bemerkenswerten Musik verloren gehen…

    • IrgendeinThomas
      24. Jan 2013 | 21:38 Uhr Antworten

      Welche Zahlen da Carlos auch immer herangezogen hat…aber ich würde mit persönlichen Geschmacksurteilen vorsichtig sein – für mich sind es sogar weit mehr als 50 % aber auch wenn mir nur ein Bruchteil dessen was es so im Mainstream-Radio spielt zusagt, so muss ich feststellen daß es scheinbar genug Menschen gibt denen sowas gefällt sonst wäre es ja nicht im Radio. Und im Regelfall sind diese technisch gut produziert, was man ja nicht von jeder Amateurproduktion behaupten kann. Vom Inhalt her…Geschmäcker sind halt verschieden und jeder meint von sich selbst den Besten zu haben.;-)

  • Stefan
    09. Apr 2013 | 14:14 Uhr Antworten

    Leute ihr liegt da komplett falsch. Also Im radio wird Musik gespielt, die so lau lau vorbeirieselt. Stellt euch mal vor, die spielten Boogie, oder Slayer! Da könnte kein Mensch bei arbeiten oder Auto fahren. Deswegen sind Beyonce, Rod stewart in den Charts: Weil man da weder tanzen noch headbangen kann. Kurzum: Sie hat keine Bedeutung! Charts sind also völliger Unsinn. Slayer waren schon in den 80ern Millionäre ohne jemals in den Airplay Charts platziert gewesen zu sein. Genauso Judas Priest, Stray Cats, Ramones(vielleicht nicht unbedingt gleich Millionäre). Um erfolgreich zu sein muss halt das Gesamtpaket passen: Metal = Leder, lange Haare, Punk = Tattoos, Zerissne Jeans, T-Shirt, Und es muss in der jeweiligen Scene auffallen. Wenn jetzt noch dazu der Sound auffällt…
    Hillbilly Moon Explosion ist ein gutes Beispiel ausm Rockabilly Bereich, oder Chuck Berry, Little Richard ausm Rock & Roll. Apropos Little Richard: Schaut mal hin! So macht man das!

  • Sam
    09. Jun 2013 | 14:17 Uhr Antworten

    Alles schön und gut. Hier wird aber der persönliche Aspekt nicht beachtet.

    Was ist denn mit mir? Gefällt mir meine Musik? Muss ich unbedingt drauf achten was die andern wollen, wenn ich meine Musik liebe?

    Ich habe 3 Jahre lang produziert und der Erfolg ist von alleine gekommen. Damals hatte ich 0 erfahrung mit Promoting und der Werbeindustrie.

    Ich bin vieleicht ein Ausnahmefall, jedoch fokussiere ich mich nicht auf 1 Genre, sondern produziere, was mir in den Sinn kommt, und wonach mir gerade ist.

    Insgesammt sind es 11. Desshalb erreiche ich auch mehr Puplikum. ( Damals unbewusst )

    Ich sage: Liebe deine Musik, dann liebt sie dich auch.

  • Simon
    06. Aug 2013 | 17:00 Uhr Antworten

    “..Wenn sich das Album eines DSDS “Superstars” 250.000 Mal verkauft, dann war seine Musik anscheinend für 250.000 Leute großartig..”

    Das wage ich zu bezweifeln. Gerade hinter DSDS steht ein so unglaubliches Marketing, dass viele ihren Liebling einfach supporten wollten. Ich glaube die Musik, insbesondere die Qualität der Musik steht da ziemlich weit im Hintergrund.
    Ich denke auch, dass ich oder meine Musik nicht wie ein Leuchtturm alles andere überstrahlen muss um erfolgreich zu sein. Das ist totaler Dünnsinn…
    Finde das, was “Carlo Capocasa” hier schreibt sehr wichtig.
    Ein Konzept…ein Ziel…das Rüberbringen von Gefühlen…und sich nicht von irgendwelchen wild blinkenden Leuchttürmen aus dem Konzept bringen lassen ist denke ich ein guter Weg um sich selbst mit seiner Musik zu verwirklichen und auch was dafür zurück zu bekommen…zb Geld ;)
    Musik ist Kunst…das kommt mir hier zu kurz…

  • Mex
    05. Sep 2013 | 19:44 Uhr Antworten

    Musikgeschmack kann man letztlich definieren wie man möchte… ob großartig, ob anspruchsvoll, minderwertig, belanglos usw.
    Das ist letztlich (leider) nun alles völlig irrelevant!

    Relevanter Fakt ist, das sich jene “großartige” oder “minderwertige” Musik ja trotz allem irgendwie verkauft und das es trotz aller Konkurrenz und Wettbewerb immer wieder Leute gibt (Newcomer), die den Sprung schaffen.

    Warum schaffen sie das, was Millionen andere eben nicht schaffen ?
    Gleichwohl deren Musik nicht unbedingt besser oder eben schlechter ist- und auch nicht das Rad neu erfunden haben und so ziemlich das Gleiche machen, wie X-Millionen anderen doch auch ?

    “Marketing” wird hier oft als “Zauberwort” benutzt…aber des Rätsels Lösung ist “Marketing” in erster Instanz nun auch nicht. WAS wird denn vermarktet ???
    … und so kommen wir der ganzen Sache schon wesentlich näher.

    IMAGE wird vermarktet… nichts anderes. Nicht die gute oder schlechte Musik, nicht die anspruchsvolle Produktion oder das virtuose Können an einem Instrument oder Qualität… sondern in erster Linie das IMAGE eines Künstlers oder Band !

    Image bedeutet Identifikation für und mit einer Zielgruppe.
    Warum hat z.B. die Band “A” in einem Contest nicht den anerkennend tollen Applaus wie Band “X”, obwohl “A” vielleicht sogar die mit Abstand besseren Musiker sind als “X” ?
    Weil “X” ein Image hat, mit der sich ein Teil des Publikums identifizieren kann und irgendwie polarisiert, wohingegen bei “A” eine Identifikation nicht so recht stattfinden möchte.

    Image muß dabei nun nicht bedeuten, das man mit seiner Gitarre in der ein Flammenwerfer eingebaut ist, das Publikum in Brand steckt… so nach dem Motto:”Die meinen das aber ganz anders wenn die sagen, das sie uns einheizen werden ?”…Yep das ist deren Image, deswegen heißt die Band ja auch Brandstifter !”

    Image kann genauso einfach auch sanftmütige Schnullermusik sein oder was auch immer… es geht letztlich nur darum, wie die Musik durch gewisse Besonderheiten transportiert wird, die dann auf gewisse Resonanz trifft. Ganz egal, ob vor jedem Song erstmal eine Fußball-Fanfare ertönt, ob der Frontman beim Singen nach guter alter Frank Sinatra-Manier ‘ne Zgarette oder ‘n Glas Whisky in der Hand hält oder oder oder… sobald es irgendwas gibt, wofür man bekannt sein könnte, ein witziger Spleen, das (gute oder böse) Aussehen, Mentalität, abgefahrenes etc.pipapo… dann hast Du ein Image… das sich dann auch erst verkaufen, sprich vermarkten lässt.
    Die Musik ist dabei heute (leider) nur noch das Beiwerk dazu, Image vermarkten zu können.

    Das ist einer der wesentlichen Gründe, weswegen die Gruppe “A” nicht den Erfolg hat (trotz vlt. guter Musik), wie eben Gruppe “X”… weil “A” im Gegensatz zu “X” kein Image hat und sich letztlich niemand mit dem Künstler oder der Band identifizieren und auseinandersetzen kann, selbst wenn man (nur) die Musik so weit ganz okay findet.

    Wenn Du kein Image hast, hast Du insofern auch nichts, was sich letztlich irgendwie vermarkten ließe.

    Bevor man sich also Gedanken über Marketing, Promotion usw. macht, sollte man auch erst einmal was haben, was sich auch vermarkten lässt !
    Die Musik alleine reicht heute (leider) nicht mehr aus, denn es gibt ein Überangebot an jedwede Musik…ob nun großartig oder schlecht… aber dennoch ihre Abnehmer zu finden scheint.

    Insbesondere ist das visuelle Medium hier ein wesentlicher Teil der Sache, denn heute fällt man kaum noch durch ein Song im Radio auf…insbesondere, weil Radiostationen natürlich einen möglichst einheitliches Programm spielen und man sich höchstens denkt: “Ja, der Song könnte von dem und dem sein (aber kaum jemand würde eigentlich auf die Idee kommen, daß das Lied von Dir stammt, wenn es nicht explizit großspurig angekündigt wurde)…zumal es wiederum Wege zu beschreiten gilt, um überhaupt in einer wichtigen Radiostation gespielt zu werden.

    In diesem Sinne
    Viel Erfolg

  • bla
    09. Okt 2014 | 12:43 Uhr Antworten

    scheis auf den erfolg
    geh lotto spielen wenn du erfolg brauchst oder werde schauspieler
    aber lass die musik mit dem narziosmuss in ruhe

    GUTE ODERE SCHLECHT IST DOCH RELATIVE
    DER MASSENGESCHMASCK IST EBEN NICHT JEDERMANNS SACHE
    ich mache doch keine musik für anbdere sondernn für mich
    mann soill sich da nix einbilden
    wer erfolgreich sein will muss entweder den scheis machen von dem er denkt war ihe erfolg macht oder es vergessen
    ich habe 3 jahre versucht musik zu machen die angeblich erfolgreich sein könnte
    es kann nur scheise bei raus
    die musik hatte keinen sinn und langhweilte in allem
    die typen haben mich vollgequatscht
    bis ich kein gefühl mehr hatte.

    danach habe ich 2 jahre aufgehört
    heure halte ich mich von allemfrei
    ich weis das ichg komplett von jedem zwang sien muss
    iich ahb e nichts vor in irgendeiner richtuing unter iorgendeiner absicht
    ich beobachte nicht selbst unnd habe nnix zu erfüllen die andern sind miorf egal
    ich gen nur nach gefühl
    und seit dem mache ich wieder viele gute sachen für mich
    aber alle diktat egal woher unnterdrückt nur jede kreativität und intuitiion
    ich brauche kkein kritik
    kritik ist nur die frustration von anderen
    mann kann sowieso nicht jeden glücklich machen
    wenn mann auf bestimmre leut hört kann mannns gleich vergessen
    ich sage nur willst erfolgreich sein dan scheis auf den erfolg

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