Don’t Fuck With Music – Merkwürdige Post an den Bundestag

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Don’t fuck with music

»Don’t fuck with music« drohte man den Abgeordneten des Bundestags

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Initiative mahnt an: Don’t fuck with music

Bei den »iPods« hätte es sich um Nachbauten aus China gehandelt, die wie das ebenfalls im Paket enthaltene Manifest den Slogan der Initiative – ein dickes »Don’t Fuck With Music« – zierte. Das kritisierte Gesetz soll den Streitwert bei Verletzungen des Urheberrechts auf 1.000 Euro pauschalieren und die Kosten für einen Anwalt auf 155,30 Euro festsetzen. Mal davon abgesehen, dass diese Regelungen vielen vornehmlich als Symbolpolitik gelten – die Initiative ist darüber erbost, dass damit das Urheberrecht entwertet und der Diebstahl von Musik faktisch erlaubt werde. Ja nee, is klar.

Don’t fuck with music

»Don’t Fuck With Music« [Bild von netzpolitik.org]

Heute findet in Berlin eine Demonstration gegen die »Aufweichung des Urheberrechts« und die illegale Verbreitung von Musik im Netz statt. Man wolle Tabus durchbrechen – Dirk Wilberg, Sprecher der Initiative, ließ verlauten: »Bisher scheuen die Künstler davon zurück, öffentlich für ihre Rechte einzutreten, aus Angst, sie könnten dann als uncool gelten. Das ist aber der falsche Weg, denn die illegale Verbreitung von Musik schadet der Musik und den Musikern. Dagegen müssen wir uns wehren«.

Auch ruft man die Politik dazu auf, stärker gegen Filehoster vorzugehen: »Wer vom Musikkopieren finanziell profitiere, müsse die Musiker und ihre Partner am Gewinn beteiligen«, ist im Manifest zu lesen.

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Lesermeinungen (15)

zu 'Don’t Fuck With Music – Merkwürdige Post an den Bundestag'

  • Peggy   24. Apr 2013   15:39 UhrAntworten

    »Auch ruft man die Politik dazu auf, stärker gegen Filehoster vorzugehen: »Wer vom Musikkopieren finanziell profitiere, müsse die Musiker und ihre Partner am Gewinn beteiligen«, ist im Manifest zu lesen.«

    Würden denn »die Musiker und ihre Partner« im Gegenzug auch die Infrastruktur der Filehoster und die Telephonrechnung der Nutzer bezahlen ?

  • watsonknows   24. Apr 2013   16:01 UhrAntworten

    >>Bisher scheuen die Künstler davon zurück, öffentlich für ihre Rechte einzutreten, aus Angst, sie könnten dann als uncool gelten. Das ist aber der falsche Weg, denn die illegale Verbreitung von Musik schadet der Musik und den Musikern. Dagegen müssen wir uns wehren.<<

    -LOL- Mal ehrlich, ne. Ich lach mich tot ey.

  • Gonzo   24. Apr 2013   21:56 UhrAntworten

    Und wer völlig legale Privatkopien als "illegale Downloads" verkauft sollte mal den Mund halten.

  • Der Ulli   25. Apr 2013   08:47 UhrAntworten

    Natürlich ist das alles arg übertrieben. Allerdings ist das illegale Kopieren von Musik eine Straftat,nämlich Diebstahl und nichts anderes. Die vollgestopften Megastars interessieren mich dabei weniger. Ich denke da eher an kleinere Bands und Newcomer. Und denen wird durch so eine Scheisse ordentlich die Grundlage entzogen. Ich mache das ganz einfach. Wenn mir Musik einer Band gefällt,gehe ich zu meinem lokalen CD Dealer und kaufe mir den physikalischen Tonträger. Fertig. Musik ist für mich ein Genussmittel und kein banales Konsumgut für zwischendurch.
    So und nun prügelt von mir aus auf mich ein.

  • Dj Erosol   25. Apr 2013   10:02 UhrAntworten

    @ Der Ulli: Du hast völlig Recht! Aber meines erachtens müsste man doch mal hinterfragen wieso anscheinend viele den Wert der Musik nicht mehr schätzen. Meiner Meinung nach hat das mit einem Gesselschaftlich Werteverfall zu tun der durch Formate wie DSDS oder Voice og Blah noch vorran getrieben wird. Es wird anscheinend nur noch das Produkt gesehen, dass von großen Musiklabels bis zu erbrechen ausgebeutet wird und nicht mehr die Arbeit eines Künstlers der viel leidenschaft in einen Song gesteckt hat (und mal ehrlich, bei dem Pop mist ala DSDS steckt auch nur noch die Leidenschaft zu gut gefüllten Bankkonten dahinter) ;)

  • Der Ulli   25. Apr 2013   12:34 UhrAntworten

    Jetzt wird es spannend. ;-)
    Das ist eben die Frage. Wieviel ist einem persönlich Musik wert. Was für einen Stellenwert hat die Musik für mich? Ist es nur noch eine beliebige Ware oder setze ich mich noch hin und geniesse die Kunst bzw. setze mich auch ein wenig damit auseinander? Lese ich mir die Texte durch und ziehe da etwas raus? Schaue ich mir das Artwork des Covers an und interessiere mich,wo und von wem das Album produziert wurde? Ist der Sound für mich in Ordnung?
    Oder baller ich mir das Klangkastrat MP3 nur nebenbei rein,wippe leicht mit dem Fuß und lasse mich mehr oder weniger nur berieseln ?
    Wenn letzteres der Fall ist,dann ist es wirklich schade.

  • Hans   25. Apr 2013   22:04 UhrAntworten

    ... und wer beispielsweise via iTunes für sein gutes Geld MP3's "kauft", darf diese noch nicht mal an seine Angehörigen "vererben", da man genau genommen lediglich eine beschränkte Lizenz zum Hören erwirbt, die nicht übertragbar ist.

    Der Unterschied ist, dass dagegen niemand auf die Straße geht und sich die Konsumenten quasi freiwillig verarschen lassen.

    Sorry, aber da sollten sich die Musiker, die sich derart paranoid auf ihre Urheberrechte fixieren, doch lieber mal Gedanken machen, wie sie die Attraktivität des Tonträgers erhöhen können und wie dieser nach einem Kauf dann auch tatsächlich in den Besitz des Konsumenten kommt.

    Seit der Erfindung der Tonbänder und später Cassetten wurden Schallplatten kopiert und niemand hat sich darüber aufgeregt. Man kann den "schwarzen Peter", der mit der technischen Entwicklung einhergeht, nicht ausschließlich dem Konsumenten zuschieben.

    .... und wenn sich Musiker nur noch von Betrügern und Dieben umgeben sehen, sollten sie vielleicht mal einen Arzt aufsuchen, denn diese Paranoia fördert ganz sicher nicht die musikalische Kreativität.

  • Hallo   25. Apr 2013   23:02 UhrAntworten

    Mit Erfindung der Tonbänder und Cassetten wurde aber auch ein Ausgleich für die Urheber geschaffen mit den "Urheberabgaben", die man auf Leermedien bezahlt.

    Diese existieren heute noch, es besteht also kein Grund zur Aufregung

  • tom   26. Apr 2013   14:11 UhrAntworten

    Was brauche ich den Kommerzdreck von den GEMA-Schlampen. Ich mache meine eigene Musik. Und jeder Musikliebhaber sollte das auch tun. Die Technik ist soweit und Musikmachen ist angenehmer und befriedigender als Fernsehen. Wiederlich was die Nichtstuer verlangen. Ich habe noch keine Konzertankündigung von Herrn Wilberg gesehen. Oder will er lieber Geld von der Fernsehcouch aus verdienen?

  • Der Ulli   26. Apr 2013   15:07 UhrAntworten

    Ich mache auch selbst Musik,deswegen treibe ich mich ja hier bei delamar rum. Aber ich höre mir auch gerne Sachen an,für die GEMA fällig ist. Wo ist das Problem? Wie schon vorher erwähnt, wer die Musik der Künstler hören möchte,sollte den Preis zahlen. Wer auf ein Konzert geht,zahlt Eintritt.
    Ist alles wie im normalen Leben. Will ich essen, muss ich Lebensmittel kaufen. Will ich ne Wohnung,darf ich Miete zahlen. Wenn ich mir den Hintern abwischen möchte,benötige ich entsprechendes Material zur Reinigung. Seltsamerweise will,wie Erosol schon geschrieben hat, nur ein nicht geringer Teil gerade für Musik oder Filme einfach nicht zahlen. Was soll das? Nochmal aErosol: Das hat etwas mit mangelnder Moral und Werteverfall zu tun.

  • Hansi   26. Apr 2013   19:39 UhrAntworten

    Im Privatfernsehen zahle ich auch nicht für Filme, das soll "mangelnde Moral" darstellen?
    Verstehe ich nicht.

  • Der Ulli   26. Apr 2013   20:22 UhrAntworten

    Was ich jetzt nicht verstehe,ist den Zusammenhang zwischen dem Diebstahl von Daten im Netz und der öffentlichen Ausstrahlung im Privatfernsehen? Das ist ein vollkommen anderes Finanzierungskonzept,da für diese Filme vom Sender bezahlt wurde und man deshalb durch unerträgliche Werbetrailer genervt wird. Aber ich bin evtl. schon zu alt für diesen Kram...

  • Hans   27. Apr 2013   01:03 UhrAntworten

    .... tagtäglich ist von "Moral" die Rede - bezüglich Griechenland, Zypern, Uli Hoeneß, Urheberrecht usw. usw. ... es ist derart oft von "Moral" die Rede, dass gar keine Zeit mehr bleibt, daran zu denken, dass "Moral" schon längst vom Geld, von den Märkten, vom Wachstumswahn etc. ferngesteuert wird; sprich: "Unmoral" der zweite Vorname für unser System ist.

  • hansi   27. Apr 2013   05:17 UhrAntworten

    Das Finanzierungskonzept spielt keine Rolle. Im oberen Beitrag wird pauschal kostenlose Nutzung als moralisch verwerflich bezeichnet, der Vergleich mit kostenlosem Musikhören (z.B. Radio oder in Fahrstuhl) hinkt gewaltig.

    Ausserdem lassen sich Daten nicht stehlen, es sei denn man würde die Originaldatei löschen. Sowas macht aber keiner. Insofern ist der Vergleich eines Kopiervorganges mit Diebstahl eindeutig falsch

  • WirGefuehl   03. Mai 2013   12:43 UhrAntworten

    Eh, "Don´t fuck with Music" ??? but, fucking with music is so nice... :)

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