Die fünf wichtigsten Tipps für Bands, um erfolgreich mit den Fans zu interagieren
3. Die Wahl der richtigen Waffe
Es gibt nicht die eine alleserschlagende Lösung, mit der Du jeden potenziellen und aktuellen Fan auf der Welt erreichen kannst. Es fängt damit an, dass nicht jeder Privatmann auf Facebook ist und sich auf MySpace inzwischen nur wenige Privatleute herumtreiben. Vielen Usern ist Twitter zu schnell und manch einer hat keine Lust auf Foren und ihre heiligen Kühe.
Dazu kommt, dass sich das Angebot an Social Media stetig verändert. Mit den heutzutage verfügbaren mobilen Smartphones werden zudem noch weitere Optionen hinzukommen. Es geht sogar noch weiter. Den meisten Bands (und selbst den meisten Bands mit Deal bei einem Major Label) stehen nur sehr begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung, womit die Wahl der Wahl der geeigneten Plattformen enorm wichtig ist.
Schliesslich kommt auch noch die persönliche Präferenz hinzu. Wenn dir eine Plattform wie Twitter nicht liegt oder Du das Procedere in Facebook nicht so ganz nachvollziehen kannst, dann werden alle Versuche, diese Dienste erfolgreich einzusetzen scheitern. (Im Übrigen vielleicht überhaupt ein guter Rat, sich nicht auf diese Geschichten einzulassen, wenn Du sowieso keinen Spass damit hast.)
4. Die richtigen Fragen stellen
Wenn ich viele Bands und Musiker in ihrem Verhalten in sozialen Medien beobachte, dann muss ich feststellen, dass die meisten noch immer nach dem Giesskannenprinzip arbeiten. “Haben einen neuen Track veröffentlicht!” “Jetzt für meine Band hier voten.” “Besuch unser Konzert am…”
Dieses ständige Pushen von Nachrichten in Richtung der Fanbase geht eine Weile sicherlich gut (insbesondere, wenn die Band schon sehr gefestigt ist). Irgendwann aber verlieren die Fans das Interesse an der Band. Der Grund? Menschen denken vor allem gerne zuerst an sich selbst. Sie hören anderen, interessanten Menschen gern auch eine Weile zu. Aber irgendwann müssen sich Menschen auch selbst mitteilen können, sich wichtig fühlen, sich selbstverwirklichen können.
Der bessere Weg ist es daher, Fragen zu stellen und die Interaktion zu fördern. Wenn einer auf deinen Tweet in Twitter antwortet, dann antworte. Wenn jemand ein Problem hat, das Du lösen kannst (z.B. sucht derjenige nach einem bestimmten Song mit einer bestimmten Textzeile), dann löse es. Sei nahbar, sprich mit den Fans.
Das stärkt die Fanbindung ungemein und die Zugriffe auf deine Tracks werden sich dabei auch automatisch erhöhen, es werden mehr Leute auf dein Konzert kommen und, und, und…
5. Was ist dein Ziel?
Der vielleicht wichtigste Punkt ist, zu wissen, wohin die Reise führen soll. Follower auf Twitter oder Fans auf Facebook zu sammeln nur um ihretwillen macht kaum Sinn. Und jetzt werde ich den vorhergehenden Punkt noch etwas relativieren. Am Ende des Tages bist Du auf diesen Plattformen doch nur unterwegs, um deine Musik zu verkaufen und die Fans zu deinen Konzerten zu bewegen – die Frage ist ja nur in welchem Maße.
Das ist zudem etwas, das Du messen kannst. Steigen die Zahlen deiner Konzertbesucher? Bekommst Du mehr Besucher auf die Band-Webseite? Hast Du dein neues Album vorfinanzieren können? Ist deine Band bekannter geworden? Das sind alles mögliche Ziele deiner Social Media Aktivität…Du solltest nur bereits im Vorfeld wissen, was Du eigentlich genau bezweckst. Und dann kannst Du deine Aktionen entsprechend planen.
Wie siehst Du die Interaktion mit den Fans? Ist es notwendig, mit den Fans ins virtuelle Gespräch zu kommen? Willst Du überhaupt so viel von dir mit der Welt teilen? Und wie sehen die Social Media Strategie und die Massnahmen zur Faninteraktion deiner Band aus?
Schreib uns deine Meinung in die Kommentare!


24. Apr 2010 | 12:22 Uhr
Super Tipps! Versuch auch grad mit ein paar Kumpels ein Label aufzuziehen, da sind paar echt gute Tipps dabei. Am besten gefällt mir der Tipp 4. Mich nervt es auch, wenn ich die ganze Zeit von irgendwelchen Leuten (Myspace zb.) von ihren neuen Track zu gepusht werde. Da interessier ich mich schon garnicht mehr dafür, weil se mir aufn Sack gehen.
Interessant wird einer wirklich erst für mich wenn er mich zb persönlich
anspricht. Auch wenn er vielleicht die Allgemeinheit damit gemeint hat, also fragen an seine “Fans/Follower” stellt.
Werd ich versuchen in das Label einzubinden.
24. Apr 2010 | 12:44 Uhr
Wie immer ein geiler Beitrag.. sehr interessant.. versuchen auch grad auf facebook unsere band nach vorne zu bekommen, was auch nicht ganz so einfach ist, aber ich denke mal das dies momentan ein wichtiger schritt ist, in meinem umfeld sind alle bei facebook.. das wird sich sicherlich auch wieder ändern, aber wir haben uns momentan voll auf facebook eingeschossen.. ich denk lieber eins vernünftig, als auf allen hochzeiten so halbwegs tanzen.. macht weiter so…
26. Apr 2010 | 09:34 Uhr
Ich hab das Prinzip von Facebook bis jetzt nicht kapiert. Um auf der Seite aktiv werden zu können, brauchst Du ca 100 registrierte Fans und die kannst Du erst bewerben oder ähnliches wenn du die 100 Fans hast.
Na ja wir blieben wohl bei Myspace und mit einen Webpage vertreten und gehen den Leuten weiterhin mit Freundesanfragen und Hinweisen auf unsere Konzerte auf den Nerv ( oder auch nicht !!! )
So das ware ist das alles nicht, aber besser als vor 10 Jahren alle mal.
10. Mai 2010 | 02:13 Uhr
Man darf sagen, dass Twitter eigentlich schon wieder tot ist und Facebook-Fanseiten sich erst lohnen, wenn man gut laufende persönliche Accounts mit annähernd 5000 Freunden hat. Das ständige 08/15 Rumgehampel auf Myspace bringt eben so wenig.
Social Media ist die 2. Stufe des Projekts, denn nichts geht ohne eine anständige eigene Homepage, auf der die Fans sich wirklich einschlägig austoben können. Dazu dann den Twitteraccount, aber auch nur um alle Medien auf einmal updaten zu können und dann, aber auch wirklich erst dann fängt es, mit dem berühmt berüchtigten Web 2.0. Dies sollte übrigens mehr im Bereich Youtube, etc. geschehen, damit man dort 1. die Kontrolle behält und 2. den Leuten wirkliche Inhalte bietet.
Gruß
Suchtgames