Deutsche Content Allianz setzt sich für ACTA ein

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Deutsche Content Allianz

Achtung, Deppenleerzeichen: Die »Deutsche Content Allianz« pro ACTA

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Deutsche Content Allianz pro ACTA

Während sich Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Ilse Aigner klar gegen ACTA ausgesprochen haben, hat das geplante Abkommen mit dem Zuspruch der Content Allianz starke Verfechter gewonnen. Gegründet wurde diese Allianz bereits im Frühling letzten Jahres. Die Mitglieder haben sich schon damals auf die Fahnen geschrieben, sich dafür einzusetzen, dass mediale Inhalte mit kultureller, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bedeutung in Politik und Gesetzgebung ihren Niederschlag finden.

Außerdem soll das Angebot an solchen medialen Inhalten durch angemessene Rahmenbedingungen reguliert werden und damit die Rechte der Künstler vor allem im Internet besser geschützt werden. Damit die Medienlandschaft in Deutschland erhalten werden kann, sprechen sie sich für eine langfristige Verankerung von Kultur- und Medienpolitik auf Bundes- und Länderebene aus.

Deutsche Content Allianz

Achtung, Deppenleerzeichen: Die »Deutsche Content Allianz« pro ACTA

Dass man ACTA also nicht als gefährliche Beschränkung der Menschenrechte, sondern als Stärkung der Rechte der Urheber sieht, scheint offensichtlich. Laut Sprecher der Allianz bewirke die Unterschrift unter das Abkommen zudem nicht einmal eine Änderung der Gesetze gegen Piraterie in Deutschland. Die Maßnahmen, die im ACTA-Abkommen vorgesehen sind, greifen folglich schon längst.

Eine Unterschrift würde jedoch ein Zeichen setzten, das nicht wenige Deutsche als weitere Einschränkung sehen könnten. Nicht ohne Grund haben sich in den letzten Wochen so viele Menschen auf den Straßen gegen ACTA ausgesprochen.

Leider haben ACTA-Befürworter mit einem Punkt Recht: Das Unrechtsbewusstsein für digitalen Diebstahl scheint immer mehr zu schrumpfen. Redet man mit den Künstlern, die sich trotz dieser Bedingungen gerade noch über Wasser halten können, liegt dies jedoch nicht an fehlenden Regelungen, sondern eher an mangelndem Verständnis für Kunst.

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Lesermeinungen (16)

zu 'Deutsche Content Allianz setzt sich für ACTA ein'

  • Die Seelen   23. Feb 2012   11:15 UhrAntworten

    Delamar als ACTA-Befürworter? Sorry, aber so wirkt dieser Artikel auf mich.
    Die Sinosaurier versuchen krampfhaft an Altbewährtem - aber nicht mehr Zeitgemäßem - festzuhalten. Mit allen Mitteln. Koste es, was es wolle. Das Vertrauen der Konsumenten haben GEMA und Major-Labels wie Sony (man denke an den Abspiel.... Ähh Kopierschutz, der eh nicht funktioniert) eh schon längst verspielt. Anstatt auf den Konsumenten zuzugehen, zu hinterfragen, warum die Jugendlichen heutzutage MP3 herunterladen, anstatt das kleine Taschengeld in den Rachen der Big-Player zu stopfen.

    Ich bin ja Apple eher abgeneigt, aber was das Unternemen mit iTunes erreicht hat, ist schon bewundernswert. Auf einmal kann man mit einem Mausklick den Lieblingssong kaufen. Und das nur für ein paar Cent. Warum soll ich also 15 Euro für eine ganze CD ausgeben, auf der mir nur 3 Songs gefallen? Außerdem ist das Booklet nicht mehr als ein Faltblatt. Künstlerische Gestaltung? Abgefahrenes Verpackungsdesign? Nö! Lieber schnell Produzierten Dreck möglichst schnell und teuer verkaufen, weil der nächste schnell produzierte Dreck schon wieder in den Startlöchern steckt.

    ACTA gehört verhindert!
    Denn ACTA wird Begehrlichkeiten wecken, wenn es erst einmal eingeführt ist.
    Genau so, wie die Vorratsdatenspeicherung Begehrlichkeiten wecken wird. Welche Begehrlichkeiten sieht man ja an der Sammelwut des Staats-Trojaners.

    Die Musiker heutztage müssen einfach umdenken:
    Die Alben sind Werbematerial für Live-Konzerte. Das wollen die Labels und die GEMA natürlich nicht, weil die dann nicht abkassieren können.

    Heutzutage konkuriert die Ware "Musik" mit Spielekonsolen, Smartphones, Fernsehen, Internet, Computerspielen, Freizeit-Sport... Es gibt einfach zu viel Anderes, mit dem sich herrlich die Zeit vertreiben lässt. Da kann sich der Drchschnitts-Konsument einfach nicht jeden Monat 4 CDs für insg. 60 Euro kaufen.

    Ich höre jetzt mal lieber auf, sonst schreibe ich mich noch in Rage...

    Gruß
    Torben

    • Felix Baarß (delamar)   23. Feb 2012   11:34 UhrAntworten

      Wo steht denn, dass wir ACTA befürworten? Es wurde lediglich die Deutsche Content Allianz vorgestellt, um einen aktuellen Stand zu liefern, welche Organisationen sich für ACTA aussprechen.

      Zweitens ist doch höchstens im letzten Absatz ein zaghaftes »Leider haben ACTA-Befürworter mit einem Punkt Recht« zu lesen, was im nächsten Satz schon wieder entkräftet wird.

      Grundsätzlich: Es ist ein Text unserer Redakteurin Marie-Therese, der nicht automatisch unserer Haltung entsprechen muss - es gab, gibt und wird übrigens zu keinem politischen Thema einen öffentlich gemachten Konsens unsererseits geben. Unsere Artikel spiegeln stets nur die Perspektive der jeweiligen Autorinnen oder Autoren wider.

  • Florian   23. Feb 2012   12:12 UhrAntworten

    Also was mir bei dieser ganzen ACTA-Diskussion völlig fehlt, ist eine kritisch-objektive Betrachtung: Die einen wollen es um jeden Preis verhindern, die anderen damit die Musikindustrie retten. Aber das das eigentliche Problem mal unabhängig von ACTA darin liegt, dass in unserer Gesellschaft die Wertschätzung gegenüber geistigem Eigentum und künstlerischer Arbeit verloren geht, das wird wohl nicht verstanden.

    Meiner Meinung nach sind nicht nur die "bösen" Lables und Musiker, die versuchen mit Tonträgern Geld zu verdienen, sondern schon auch diejenigen, die blind und ohne nachzudenken dem Indifferentismus der breiten Masse folgen, diejenigen, die umdenken müssen.

    Dass es außer den Großen Dinosauriern auch viele kleine Labels und Studios gibt, die mit viel Herzblut, Geld und Arbeitszeit versuchen ihre Vision von Musik umzusetzen und dabei ja auch den Musikern zu helfen, das haben Leute wie Torben wohl leider nicht verstanden. Denn gute und große Musik kann es nicht geben, wenn die Menschen, die dafür arbeiten nicht leben können.

    Auch das Argument, Aufnahmen sind nur Werbung für Konzerte kann nicht gelten, denn Live wird immer etwas anderes sein als im Studio und keine dieser Formen alleine ist ausreichen. Dabei ist es auch unerheblich, um welchen Stil wir sprechen, das ist in der Popmusik das Selbe wie beispielsweise in der Klassik.

    Ich halte das freie Internet für ein absolutes Grundrecht einer Demokratie, jedoch müssen wir auch daran denken, wie wir wieder mehr Verständnis dafür schaffen können, dass Musik ein Gut ist, das einen Wert hat, denn dann sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass man auch dafür bezahlt. Alles Andere ist nicht nachhaltig, vor allem nicht für unsere kulturelle Vielfalt.

    Dafür sollte ein Bündnis einstehen, ob die "Deutsche Content Allianz" das tut halte ich für fragwürdig, jedoch wäre es besser daran zu arbeiten als sich der leider momentan sehr populären "ich bin einfach mal dagegen" Einstellung anzuschließen.

  • Thomas N.   23. Feb 2012   12:27 UhrAntworten

    Moment! Urheberrechte gehören geschützt!

    Informieren euch bitte einfach mal richtig, liebe junge gegen-alles-sein-Demonstranten.
    Diese Desinformation und Panikmache geht mir echt auch den Keks in Deutschland, sorry.

    Siehe hier: http://ec.europa.eu/austria/documents/comments/2012_02_06_de_acta_10_myths.pdf

    [Anm. d. Red.: Riesenzitat gekürzt und auf den Link zur Quelle reduziert]

    • Thomas „thommytulpe“ Nimmesgern   23. Feb 2012   16:35 UhrAntworten

      Hallo!

      Nur der Vollständigkeit halber: "Thomas N." und "Thomas 'thommytulpe' Nimmesgern" sind hier zwei verschiedene Personen.

  • Frank Funk   23. Feb 2012   14:15 UhrAntworten

    Das die Rechte der Künstler geschützt gehören ist absolut klar und sollte keiner Diskusion bedürfen. Das aber gerade die oben genannte Allianz sich dafür einsetzt ist absolut fraglich. Die Herren (und Damen) sehen einfach nur Ihre Felle davon schwimmen. Keiner der Allianzmitglieder hat in meinen Augen auch nur einen Hauch von Interesse an Künstlern und deren Rechte. Wäre dem so, dann müssten alle Mitglieder der Allianz zuerst einmal Ihre Geschäftspraktiken hinterfragen und korrigieren bzw. dem Zeitgeschehen anpassen. Denn was im Augenblick so läuft, grenzt eher an Wegelagerei als an Urheberrechtsschutz. Ich als Künstler habe das alleinige Recht über mein Schaffen und dessen Vermarktung zu entscheiden und damit auch über die Form des Konsum. Davon hat z.B. die GEMA noch nicht viel gehört so scheint es im Augenblick. Das macht mir persönlich viel größere Sorgen als pro ACTA oder contra ACTA. ACTA kann ein Anfang zum Schutz sein, aber kann auch ganz schnell und unproblematisch misbraucht werden. Hier geht es (und das zeigt mir auch die oben erwähnte Allianz) in meine Augen nur um Stärkung von Markt-Macht.

    • Thomas „thommytulpe“ Nimmesgern   23. Feb 2012   16:33 UhrAntworten

      Hallo!

      Zitat: "Die Herren (und Damen) sehen einfach nur Ihre Felle davon schwimmen."

      Darf ich polemisch werden? Gerne doch. ;-)
      Also: Manchmal hab' ich den Eindruck, dass die Raubkopierer ihre Felle davonschwimmen sehen. Wie bitte schön kann man denn ohne Aufwand seine gewünschten Raubkopien ziehen, wenn man sich an irgendwelche Gesetze halten müsste? Sollen die Raubkopierer denn etwa auffem Schulhof ihre Sachen tauschen, so wie man das früher mal gemacht hat? Nein - die Segnungen des Internetzes sollen auch den Raubkopierern zugute kommen, keine Frage.

      So, genug Polemik.

      Ich will es mal so sagen: Kreativität kostet Zeit, Geld und Nerven - wer den Urhebern das abspricht, verlangt schlichtweg, dass Kunst kostenlos zur Verfügung gestellt werden müsse, unabhängig vom damit verbundenen Aufwand. Eine solche Geisteshaltung verkennt die Mühen, die mit Kunst verbunden sein können.

      Nichtdestotrotz ist ACTA Schrott: Es wird über Gesetze und Regelungen abgestimmt, deren relevante Inhalte nicht vorliegen, sondern in nicht-veröffentlichten Zusatzprotokollen fixiert sind. Alleine das reicht schon, den Kram ad acta zu legen.

      An meiner Kritik hinsichtlich der oben erwähnten Geisteshaltung ändert das aber nichts.

      • Die Seelen   23. Feb 2012   17:21 Uhr

        Ich glaube, 99% der Benutzer hier im Forum sind mit Herz und Seelen Musiker. Und da weiß jeder Einzelne, wie aufwändig es ist, einen richtig guten Song zu schreiben. Das will auch - glaube ich - niemand in Abrede stellen.

        Aber du sagst es ja selber: ACTA ist Schrott!

        Gruß
        Torben

  • Die Seelen   23. Feb 2012   16:00 UhrAntworten

    @Florian:
    Leute wie Torben haben es sehr wohl verstanden, dass Musiker, wie auch Labels und Studios von Ihrer Arbeit leben müssen.

    Jetzt kommt jedoch das große Aber:
    Um mal aus einem Stephen King Buch zu zitieren:

    Die Welt hat sich weitergedreht.

    Musik hat im Mainstream nicht mehr den Stellenwert wie zu der Zeit, als die Majors groß geworden sind. Musik im Mainstream verkommt mehr und mehr zu Nebenbeiberieselung. Vollkommen verständlich, dass ich für ein austauschbares Produkt keine 15 Euro zahlen will.

    Ein kleines Indielaber lässt viel Herzblut und Einsatz in ein Produkt fließen. Das merkt man meistens dem Produkt auch an. Und genau dann wird auch gerne und bereitwillig gekauft.
    Aber bei den DSDS-"Stars" und Konsorten ist das eben nicht so.

    Gerade letztens hatte eine Studie herausgefunden, dass die Download-Portale keinen (oder nur geringen) Einfluss auf die CD-Verkäufe haben. Ich muss da nochmal den Link raussuchen.

    Wenn ich als Musiker wählen müsste, zwischen Geld und intellektueller Freiheit, wähle ich persönlich die Freiheit.

    Die Kritik an ACTA ist ja unter anderem auch, dass alles hinter verschlossen Türen passiert. Die Musiker sind ja gar nicht dabei.

    Ich sage noch einmal klar und deutlich:
    MP3 herunterladen ist Diebstahl.

    Aber man muss auch mal ein wenig die Beweggründe der Pro-ACTA-Bewegung hinterfragen.
    Die machen das nicht um die Musiker zu beschützen, die mit Mühe und Not in der Garage Mucke machen. Oder das Indie-Label, dass mit ausgefallenen CD-Boxes die Fans erfreuen. Die "Kleinen" sind doch gar nicht in diesem ACTA-Ausschuß vertreten.
    Die machen das, um ihren eigenen Lebensstil ja nicht einschränken zu müssen.

    Immer schön Top-Down-Verteilung.

    Gruß
    Torben

  • Die Seelen   23. Feb 2012   17:15 UhrAntworten

    Update:
    Die Studie hat nur die Filmindustrie berücksichtigt:

    http://netzpolitik.org/2012/verzoegerte-kino-releases/

    http://www.newspoint.cc/artikel/Digital/Filesharing_Keine_Schaeden_nachweisbar_86691.html

    Übrigens hier ist auch noch ein sehr netter Satz:

    http://www.pressetext.com/news/20120221002

    Zizat:
    "[]Ich glaube, dass der Wille zum Bezahlen von der Altersgruppe, der Höhe des Einkommens und den Gewohnheiten abhängt.[]"

    Auch das, was ich oben schon gesagt habe:
    Wenn ich 50 Euro im Monat zu "verkonsumieren" habe, dann überlege ich mir halt, wofür ich das Geld verprasse. Und da fällt dann nunmal die CD, die nach 3 Monaten keiner mehr hören will hinten runter.

    Nur, damit keine Mißverständnisse auftreten.
    Ich habe von einem Arbeitskollegen damals das neue Album von Nine Inch Nails als MP3 bekommen und mir danach trotzdem das Album gekauft. Ich finde die Musik gut, ich finde Trent einigermaßen sympathisch, also darf er einen Teil von meinem Geld gerne haben.
    Das Album von Radiohead, das die Jungs kostenlos ins Netz gestellt haben, habe ich mir auch auf CD gekauft, weil ich nunmal gerne etwas in der Hand halten möchte.

    Bei ACTA stört mich nunmal massiv, dass die Rechte von der Mehrheit in Gefahr sind, für die Profitgier einer kleinen Gruppe.

    Im Artikel steht ja auch "Die Maßnahmen, die im ACTA-Abkommen vorgesehen sind, greifen folglich schon längst.". Wozu also dieses Abkommen? Einfach die bestehenden Gesetze anwenden. Und nicht die Bevölkerung unter Generalverdacht stellen und die Provider zu Strafverfolgern machen.

    Gruß
    Torben

  • Hans   24. Feb 2012   00:46 UhrAntworten

    Mich wundert nur, dass sich das öffentlich rechtliche Fernsehen trotz der offenkundigen Proteste an dieser Allianz beteiligt und nicht mal dazu in der Lage ist, die angekündigte Überprüfung der Sachlage abzuwarten; ARD und ZDF sollten zu einer solch kontrovers diskutierten Sache eigentlich keine politische Parteinahme zeigen und sich um neutrale und objektive Aufklärung kümmern, denn das ist ihr Auftrag; schon das ist eigentlich ein Skandal.

    Das Problem der Musik- und Filmundustrie ist doch nur, dass sie den Hals nicht voll bekommen, auf allen Plattformen mit verdienen wollen und last but not least nicht in der Lage sind, auf ihren Geschäftsgebieten mit Kreativität Geld zu verdienen.

    Zu Zeiten von Vinyl und Tonbandgeräten wurde auch ohne Ende kopiert - man stellte sich beispielsweise Mix-Cassetten her, und die Musikindustrie verkaufte trotzdem reichlich Platten - eben weil fast jeder gerne ein Cover in der Hand hielt. Die Produktion von CD's brachte damals für die Musikindustrie zunächst einen regelrechten Schub der Gewinne, während die Produktionskosten deutlich sanken. Dann kam die Paranoia auf, als CD-Brenner auf den Markt kamen. Nun verschiebt sich der Markt auf digitale Daten allá MP3, und die Produktionskosten sinken nochmal deutlichst, ohne dass der Konsument oder gar der Musiker und Komponist einen Vorteil davon hätte.

    Es geht bei ACTA lediglich um Garantien zur Gewinnmaximierung auf Kosten der Bürgerrechte; die Musik- und Filmindustrie sollte sich den neuen Bedingungen stellen und darüber nachdenken, ob einstige Geschäftsmodelle mittlerweile überkommen sind; mit ACTA hingegen soll sich die komplette breite Masse den überkommenen Geschäftsmodellen unterwerfen und die nächste Tür zum absoluten Kontrollsystem öffnen und das auch noch - wie man gesehen hat - unter weitestgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Dreistigkeit kennt offensichtlich keine Grenzen mehr und ARD und ZDF machen da auch noch ohne Proteste mit; eigentlich müsste man sofort die GEZ-Gebühren auf ein Sperrkonto einzahlen, bis sich die Öffentlichen davon distanzieren.

    • Frank Funk   24. Feb 2012   13:11 UhrAntworten

      Vielen, vielen Dank Hans. Ich selber drücke mich leider nicht ganz so korrekt aus, aber ich sehe es eben genau so wie du.

      Gruß,
      Frank

    • Thomas „thommytulpe“ Nimmesgern   24. Feb 2012   22:20 UhrAntworten

      Hallo!

      Zitat von Hans: "Mich wundert nur, dass sich das öffentlich rechtliche Fernsehen trotz der offenkundigen Proteste an dieser Allianz beteiligt und nicht mal dazu in der Lage ist, die angekündigte Überprüfung der Sachlage abzuwarten; ARD und ZDF sollten zu einer solch kontrovers diskutierten Sache eigentlich keine politische Parteinahme zeigen und sich um neutrale und objektive Aufklärung kümmern, denn das ist ihr Auftrag; schon das ist eigentlich ein Skandal."

      Welchen Hintergrund hat diese Kritik?

      Ich selbst seh' das nicht sooo dramatisch, was die Öffentlich-Rechtlichen angeht.
      Wenig überraschend, höre und sehe ich nicht alle möglichen Angebote des Öffentlich-Rechtlichen, denn auch ich muss ja noch andere Dinge im Leben tun... :-) ...aber das, was ich gelesen habe, finde ich so dramatisch nicht.

      Meistens lese ich die Seiten unter tagesschau.de; dort finde ich beispielsweise http://www.tagesschau.de/ausland/acta110.html unter der Überschrift "Kampf gegen Piraterie oder Zensur?". Einen Wortbeitrag (unter mehreren) gibt's auf http://www.tagesschau.de/multimedia/politikimradio/audio83972.html unter dem Stichwort "ACTA - Stand der Debatte".

      Bei den beiden Beiträgen kann ich nicht erkennen, dass die Öffentlich-Rechtlichen sich völlig einseitig positionieren.

      Auch in einem früheren Beitrag auf http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video1063042.html finde ich nicht polemisch oder einseitig. Da kommen sogar die bösen Piraten zu Wort. ;-)

      Noch eine Seite: In einem Kommentar auf http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1681211/ von Manfred Kloiber für den Deutschlandfunk wird ACTA als "mittelalterliche Keule" bezeichnet.
      Bei einem _solchen_ Kommentar vermag ich nicht zu sehen, wie man sich auf die Seite von ACTA schlägt.

      [ Man möge mir die vielen externen URLs nachsehen - zumindets konnte ich so die für mich interessanten Internetseiten herbeiziehen. ]

  • Die Seelen   24. Feb 2012   09:07 UhrAntworten

    @Hans:

    Danke! Du sprichst mir aus der Seele.

    Gruß
    Torben

  • Die Seelen   24. Feb 2012   09:09 UhrAntworten

    Ach ja... Hab eben grad eine "lustige" Meldung gelesen:

    "Sony Music - Millionenverlust wegen Gema-Sperren auf Youtube"

    http://www.golem.de/news/sony-music-millionenverlust-wegen-gema-sperren-auf-youtube-1202-89982.html

    Gruß
    Torben

  • ronald   07. Jul 2012   23:00 UhrAntworten

    meiner meinung kann man die ilegalen download,s auch anders regeln als mit ihren hirngespinnts acta. klar möchte ich das jeder künster von seinen werken leben kann,aber nett auf kosten von internett sperren oder auf kosten der bürgerrechte. als liebe politiker überlegt auch was vernünftiges als acta

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