Das Schrumpfen der GEMA Einnahmen und der Rekordumsatz der Videobranche im Jahr 2007

Vor zwei Tagen hatte ich mich ja über den Umsatzrückgang der GEMA im Jahr 2007 berichtet bzw. ging es mehr um die von der GEMA in diesem Zusammenhang geäußerten Schuldzuweisungen.

Achtung, jetzt wird es interessant, denn die Videobranche hat – im Gegensatz zur GEMA – 1 Prozent drauflegen können.

Der GEMA Umsatzrückgang und der Rekordumsatz der Videobranche im Jahr 2007

Wie gestern im Magazin Musikmarkt zu lesen war, hat die Videobranche laut GfK im Jahr 2007 etwa 2,6% mehr DVDs als noch im Vorjahr verkaufen können. Der Umsatz aus dem Verkauf von Bildtonträgern ist insgesamt um ca. 24 Millionen gestiegen, was genau auf das hindeutet, was ich im anderen Artikel bereits vermutete.

Das Kaufverhalten der Bürger im Bereich Entertainment scheint sich vom Konsum von einfachen Tonträger hin zu Bildtonträger wie DVD, Blue-Ray oder HD-DVD zu entwickeln. Von meiner Warte aus ist das auch absolut verständlich, denn warum sollte ich EUR 15,- für eine 45 Minuten lange CD mit 10 Songs hinlegen, wenn ich für EUR 20,- eine ganze Staffel meiner Lieblings-TV-Serie als DVD bekomme, die mich mehrere Stunden lang erfreuen kann?

Und in der Überlegung ist noch nicht einmal etwas über die Qualität der Musik der letzen Jahre gesagt…da gibt es ja auch noch genügend Diskussionsbedarf (zumindest wenn ich mir meine Freunde und Bekannte anhöre).

Des Weiteren möchte ich hier auch nochmal auf einen Kommentar von Christoph eingehen, der zum Artikel GEMA meldet 30 Millionen weniger Einnahmen in 2007 einige Daten über die Einnahmen der GEMA in den letzten 10 Jahren beigetragen hat (aus der Wikipedia):

Die GEMA erwirtschaftete

2000: 801 Millionen Euro
2001: 811 Millionen Euro

2005: 852 Millionen Euro
2006: 874 Millionen Euro

Da kann ja wohl nicht von Rückläufigkeit die Rede sein.

Das Problem mit dem Raubkopieren von Musik existiert ja nicht erst seit gestern, aber zwischen den Aussagen dem Jammern der Musikindustrie und der GEMA und den tatsächlich in den letzten Jahren eingefahrenen Einnahmen und Gewinnen herrscht eine nachvollziehbare Diskrepanz. Die GEMA dürfte mit den aktuellen Einnahmen wohl auf das Niveau von 2004 zurückgefallen sein.

Mich würde ja mal interessieren wie sich der Verwaltungsaufwand der GEMA (Kosten) in der Bilanz macht und welchen Anteil genau die GEMA tatsächlich an die Bands und Künstler auszahlt..?

Ich freue mich auf Eure Kommentare und lasse mich gerne auch eines besseren belehren!

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Lesermeinungen (3)

zu 'Das Schrumpfen der GEMA Einnahmen und der Rekordumsatz der Videobranche im Jahr 2007'

  • Christoph Belau
    08. Feb 2008 | 19:52 Uhr Antworten

    Der Verwaltungsaufwand liegt bei ca 15%, also stattliche 131.000.000€ für 2006.

    Dazu die Gema:
    “Über 85 Prozent der Einnahmen gehen an die Musikschaffenden . . .
    Daher können Sie sicher sein, dass Ihre Zahlungen an die GEMA auch tatsächlich bei den richtigen Empfängern landen…”

    (ähem, DEN Zusammenhang verstehe ich nicht.)

    “…Was Sie außerdem wissen sollten: Die GEMA macht selbst keinen Gewinn. Alle Einnahmen schüttet die GEMA nach Abzug der Verwaltungskosten an die in- und ausländischen Urheber, deren Werke aufgeführt wurden, aus…”

    Quelle: gema.de/musiknutzer/infoblatt/

  • carlos (delamar)
    09. Feb 2008 | 02:07 Uhr Antworten

    Hehe, wahrscheinlich will man mit diesem Satz etlichen Gerüchten entgegenwirken.

    103 Mio. ist schon ‘ne Hausnummer, aber die Relation scheint ja zumindest auf den ersten (oberflächlichen) Blick in Ordnung zu sein.

    Wenn ich mir das Gejammer von befreundeten Musikern anhöre, dann habe ich allerdings schon die Befürchtung, dass der Kuchen etwas ungleich verteilt wird. Aber das ist natürlich nur Spekulation.

  • skywalker
    28. Mrz 2009 | 22:45 Uhr Antworten

    wenn du die GEMA und ihre dummheit hasst, leg sie doch einfach mal ein paar Wochen/ monate lahm. das ist ziemlich einfach und wird dir eine menge spass bereiten. gemäß § 10 des Urh WG sind die GEMA-Mitarbeiter VERPFLICHTET dir auskunft zu erteilen, welcher Song und welcher Interpret von der GEMA vertreten wird und welcher nicht. stell deine anfrage in vorbereitung auf eine MÖGLICHE ÖFFENTLICHE party. du möchtest natürlich nur sicher gehen, dass alles korrekt ist. die anfrage stellst du, weil die GEMA recherche auf der website leider nur auszüge anbietet. du möchtest nämlich aufgrund der GEMA Auskunft entscheiden, welche songs du spielen wirst und welche nicht. ;) dann sendest du eine 20 seitenlange titel und interpretenliste, am besten auf karopapier ausgedruckt per post, an die bezirksdirektion, die für deinen wohnort zuständig ist oder für geizige: eine mail mit dem anhang als unveränderbares pdf. so müssen die damen und herren nämlich alle songs u.s.w. von hand in ihren rechner hauen. und bei tausenden von titeln kann das dauern…. diesen tipp gibst du noch allen deinen freunden und die ihren freunden und dann kümmert sich da bald keiner mehr um was anderes. als mögliche titellisten eignen sich die playlists von internetradios übrigens. aber wichtig!! es muss per post oder wenigstens als unveränderbare pdf versendet werden.

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