Chuzpe, YouTube & Kickstarter führen jungen Drummer zum Erfolg

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Cobus Potgieter

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Talent + Networking + Crowdfunding = Profit

Cobus ist ein Drummer aus Südafrika, der sich vor sechs Jahren dafür entschieden hat, seine Drumsessions bei YouTube hochzuladen, um sie mit anderen zu teilen und Feedback zu bekommen. Mittlerweile hat er über 300.000 Abonnenten seines auf YouTube und 270.000 Fans bei Facebook. Seine Videos wurden zum Teil von 12 Millionen Menschen gesehen. Zur Zeit sucht der junge Musiker andere Künstler (Gitarristen, Sänger, Bassisten, DJs oder Songwriter), um ein Album in einem Studio in L.A. aufzunehmen. Dafür hat er zu einer Spendenaktion à la Crowdfunding aufgerufen. Jeder, der »My YouTube Band Project« von Corbus unterstützt, erhält Informationen zum Stand der Dinge aus erster Hand, bekommt eine CD bzw. DVD oder kann der frischgebackenen Band in L.A. zusehen.

So konnte er viele Unterstützer finden, wodurch das Ziel von 35.000 Dollar bereits jetzt um 10.000 Dollar überboten wurde. Die Kampagne endet am 10. Juli, am 25. beginnen dann die Sessions, die bis zum 1. September dauern sollen.

Im Zusammenspiel mit etablierten Netzwerken wie YouTube, der Basis seines Erfolgs, ermöglichen es Plattformen wie Kickstarter vielen Künstlern – sowohl Musikern, als auch Menschen mit anderen kreativen Ambitionen, aber ohne Startkapital – die Realisierung ihrer Projekte. Indem man andere Menschen am Prozess beteiligt und sie in das Projekt einbindet, werden heute über das Internet Träume wahrgemacht. Auch PledgeMusic und das deutsche Pendant Startnext unterstützen bereits jahrelang künstlerische Projekte, die ohne Crowdfunding vielleicht nie realisiert werden könnten.

Ein mindestens ebenso wichtiger Punkt ist, als offen, kommunikationsfreudig und wenigstens einigermaßen eloquent zu erscheinen, natürlich etwas Talent mitzubringen, auf sein Publikum zuzugehen und am Ball zu bleiben. Ohne Hartnäckigkeit, vielleicht auch etwas Dreistigkeit nach wie vor schon mal gar nichts. Auch eine eigene Website ist von Vorteil, daran hat der gute Mann natürlich auch schon gedacht (siehe unten).

Wer also nicht länger darauf warten will, bis der nächste Topmanager an seiner Haustür klingelt, sollte sich fragen, ob er nicht auch die neuen Möglichkeiten der Vernetzung, der cleveren Kommunikation mit seinen (potentiellen) Fans und des Crowdfundings testen möchte. Vielleicht ist deine Idee/Musik ja immerhin so gut, dass sie außer dir noch andere Anhänger findet, die dich unterstützen wollen. An Cobus Potgieter kannst Du dir ein Beispiel nehmen.

Website von Cobus Potgieter

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Lesermeinungen (2)

zu 'Chuzpe, YouTube & Kickstarter führen jungen Drummer zum Erfolg'

  • Denny Meister   20. Jun 2012   12:43 UhrAntworten

    Cobus!!!!!! Yea

  • Jacktheguitarman   24. Jun 2012   22:18 UhrAntworten

    Zu dem Thema würde ich gern mal einen Podcast hören. Nach Cobus Potgieter zieht jetzt auch Tyler Ward nach.
    Mir stellt sich die Frage, ob Crowdfunding wirklich einen Umbruch in der Finanzierung guter Musik darstellt oder ob es doch nur eine Art digitaler Hut ist, den der Straßenmusiker vor sich stehen hat. - Ich persönlich finde es etwas falsch zu behaupten, jeder Internetnutzer könnte Teil eines großen Projekts werden, nur weil man dann als einer von hunderten Leuten in einer Dankesliste auftauchen könnte (so zumindest bei Tyler Ward).

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