Musikbusiness: Braucht eine Band ein Management?

Braucht eine Band ein Management? Der Heilige Gral für den Erfolg im Musikbusiness

Ich denke: Definitv Jain. Ein gutes Management ist ohne Zweifel ein wichtiger Meilenstein, ein erstrebenswertes Ziel und es kann die Karriere eines Musikers oder einer Band so richtig zum Abheben bringen. Der richtige Zeitpunkt ist jedoch entscheidend. Bis dahin sind die meisten Musiker besser damit beraten, die eigene Band mittels Selbstvermarktung weiter nach vorne zu bringen.

Einige Bands suchen einfach viel zu früh nach einem Manager, der dann (in diesem frühen Stadium der Bandgeschichte) nicht von den Einnahmen leben kann und sich weitere Bands sucht oder vielleicht einen “echten” Job nebenher macht. Welche Auswirkungen dies auf die Zeit und Energie hat, die ein Band-Manager für seine Schützlinge aufbringen kann, wirst Du dir selbst ausmalen können.

Damit Du für dich und deine Band entscheiden kannst, ob die Suche nach einem Management eine gute Idee zum aktuellen Zeitpunkt ist, möchte ich dir in diesem Artikel etwas ausführen, was alles zu einem Band-Management gehört und was die üblichen Margen für die Arbeit dieser Menschen ist.

Band Manager im Musikbusiness

(Band-) Manager

Wir beginnen mit dem vielleicht meistgewünschtem, dem Band-Manager. Dessen Hauptaufgabe war es früher, einen guten Plattendeal für seine Band zu finden und dann in Koordination mit dem Label für entsprechende Werbung und Promotion in Radio und TV zu sorgen.

Mit der Revolution des Internets hat sich aber auch das Aufgabenfeld eines Band-Managers gehörig verändert. Heute darf man getrost noch das Geschick im direkten Umgang mit den Fans über Social Media Portale, Fähigkeiten und Knowhow im Online-Marketing sowie Wissen um Lizenzierung und Nutzungsrechte voraussetzen. Weitere Skills sollten natürlich auch im Online-Networking und im Finden von Sponsoren vorhanden sein.

Generell sollten Band-Manager heutzutage ihr Repertoire um die neuen Medien erweitern und eben all jene Fähigkeiten mitbringen, die eine Band benötigt, um ohne einen Plattendeal erfolgreich zu sein. Als Zentrale des Band-Managements ist er auch für die Koordination des restlichen Managements (sofern zutreffend) zuständig.

Für gewöhnlich erhält ein Manager so in etwa zwischen 15% und 20% des Bruttoeinkommens der Band. Als Bruttoeinkommen zählen übrigens Einnahmen aus den Touren und Konzerten, Lizenzen und Tantiemen, Merchandising oder Sponsorengelder. Natürlich ist die Höhe des Prozentsatzes auch Verhandlungssache und kennt Ausnahmen in beide Richtungen.

 

Musikanwalt

Die Musikbranche ist bekannt dafür, dass Labels sich gerne einen grossen Happen vom Kuchen abschneiden. Böse Zungen behaupten sogar, dass die Labels den Mund gar nicht voll genug bekommen können, das ist aber ein anderes Thema. Jedenfalls sind die Verträge und Plattendeals der Musikbranche wie ein undurchdringlicher Dschungel voll gut getarnter Stolperfallen in bürokratischen Paragraphen.

Dazu kommt, dass jeder Vertrag einzigartig und beliebig komplex sein kann, noch viele weitere Vereinbarungen getroffen werden müssen wie beispielsweise mit dem Managemen, dem Verlag, den Sponsoren und so weiter. Das alles erfordert jemanden, der sich bestens mit dem Rechtssystem und der Musikindustrie auskennt: Der Musikanwalt.

Bei der Auswahl eines geeigneten Rechtsanwalts für deine Band solltest Du besonderen Wert darauf legen, dass dieser nicht nur ein Jurastudium absolviert hat, sondern auch entsprechende Erfahrungen und Fortbildungen im Bereich Musikbusiness aufweisen kann. Das wird dich und deine Band davor bewahren, über dieselben Fallen zu stolpern, die schon andere Bands aufgedeckt haben.

Die Bezahlung eines Musikanwalts kann per Stunde, monatlicher Flatrate oder auch prozentual an den Verdiensten der Band erfolgen. Im amerikanischen Raum sind hier in etwa 5% des Bruttoeinkommens üblich.

 

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Lesermeinungen (5)

zu 'Musikbusiness: Braucht eine Band ein Management?'

  • Marek Schuster
    10. Nov 2013 | 12:59 Uhr Antworten

    soll ich verstehen ich bin der erster, der hier die Meinung sagt?
    ich bin 51 und genau vor 3 Jahren durch einen Zufall habe ich mit der Musik angefangen. Vielleicht manche lachen nur: was sucht so ein alter Sack in der Musikbranche?
    Ich beschäftige mich mit Sprechgesang, meine Texte „tragen eine Botschaft“ ich bin sozialkritisch genau wir Bertolt Brecht und natürlich um meine „Werke“ zu vermarkten brache ich ein Management.
    Bis jetzt zwar ohne Erfolg……aber ich suche weiter

    Liebe Grüße
    Marek Schuster

  • Klamt Marco
    05. Jan 2014 | 16:18 Uhr Antworten

    hi marek Schuster melde mich mal bei mir tönt Intresant was du machst vielleicht kann ich Dir Hefen .

    bin Musikmanager und Musikproduzent in der Schweiz.

    melde dich mal

  • Klamt Marco
    05. Jan 2014 | 16:18 Uhr Antworten

    marcoklamt—@—sunrise.ch
    klamt Marco

  • Schorsch
    23. Mrz 2014 | 14:57 Uhr Antworten

    Hallo an alle,

    ich fand den Beitrag hier schon sehr hilfreich, wenn auch einige Aspekte mir nicht ganz fremd sind und ich auch die Meinung teile, alles im Anfangsstadium erstmal selber in die Hand zu nehmen.

    Ich mache seit ca. 2006 Musik in Bands und neben dem Aufnehmen unserer Demos, Mixing usw. Habe selber alle Höhen und Tiefen miterlebt, die damit verbunden sind, aber immer noch das Feuer, um immer weiter zu machen und besser zu werden.

    Als Band sind wir allesamt auch von dem, was wir tun und wollen überzeugt und glauben daran. Hauptziel ist es oft und viel auf die Bühne zu kommen, aber genau darin liegt immer das bekannte Problem: Zahllose Bewerbungen führen leider zu keinem Ergebnis und genau diesen Punkt würden wir gerne ändern. Da ist uns der Gedanke an eine Booking-Agentur durchaus gekommen.

    Frage: Ist es denn empfehlenswert diesen Weg zu gehen?

  • Marek Schuster
    04. Mai 2014 | 13:36 Uhr Antworten

    hallo Herr Klamt, späte Antwort, aber andere “Dinge” haben mich aufgehalten…..ich habe Ihnen eine Antwort (auch Facebook) gesendet…
    Grüße aus Augsburg
    Marek

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