Apple: Verzicht auf Klinkenbuchse sorgt für schlechteren Sound

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Apple begräbt die Klinke.

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Apple: Lightning-Adapter mindert den Sound

Wer weiterhin seine Kopfhörer mittels Klinke mit dem iPhone 7 verbinden möchte, muss auf den mitgelieferten Lightning-Adapter zurückgreifen. Aus praktischen Gesichtsgründen lässt sich darüber streiten, wie gut oder schlecht diese Lösung für die Handhabung generell ist.

Fest steht nur, dass gerade dieser Lightning-Adapter einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Qualität des Klangs hat. Das Computermagazin c’t testete den »kurzen Kabelstummel« in seinem Audiomesslabor an einem neuen iPhone 7 und 7 Plus, an einem iPhone 6S sowie an einem iPad Air.

Apple riskiert Einbußen in der Dynamik

Die Messungen liefern eindeutige Ergebnisse: Die Dynamik einer 24bit-Musikdatei – abgespielt über besagten Adapter – verschlechtere sich am iPhone 6s um 4,5 dB(A), am iPad Air um 3,8 dB(A). Die Samplingtiefe schrumpfe ordentlich zusammen und mache kaum noch einen Unterschied zum 16bit-File aus.

Laut des Tests des Computermagazins sei die Veschlechterung des Klangs schon bei analogen Kopfhörern ab 100 Euro aufwärts merkbar. Wer jedoch gleich auf komprimierte Dateiformate wie MP3 oder AAC setzt, spüre keine klanglichen Verluste.

Sinnvoll oder nicht?

Ob sich überhaupt eine größere Menge der iPhone-User als so audiophil erweist und wer tatsächlich seine Musik in einem unkomprimierten Format auf einem mobilen Device speichert, bleibt fraglich. Angesichts des stetig steigenden Speicherplatzes ist es durchaus denkbar, seine Musiksammlung beispielsweise als wav-Dateien zu speichern.

Wie hälst Du es mit den Audioformaten für deine mobilen Player? Empfindest Du Apples Schritt, auf die gute alte Klinke zu verzichten, als gerechtfertigt?

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Lesermeinungen (3)

zu 'Apple: Verzicht auf Klinkenbuchse sorgt für schlechteren Sound'

  • Katja Köhler (delamar)   22. Sep 2016   14:48 UhrAntworten

    Das ist totaler Mist mit der fehlenden Klinkenbuchse! Aber ich verstehe den ganzen Wahn um Apple sowieso nicht! Wenn ich wireless Musik hören will, kaufe ich mir Bluetooth Lautsprecher/Kopfhörer. Egal ob ich Apple nutze oder ein anderes Modell. Aber ich möchte wenigstens selbst die Wahl zur Qualität haben.

  • Patrick   24. Sep 2016   20:58 UhrAntworten

    Über diese Untersuchungen kann man denken, was man will. Für mich ist es die Bestätigung, Gott sei Dank noch zu einem iPhone 6S gegriffen zu haben, da ist die Buchse ja noch drinnen. Apple hat nun zwei Möglichkeiten: entweder sie verfolgen ihren Kurs weiter und riskieren weiterhin kontroverse Diskussionen oder sie nehmen die Tests des Magazins ernst und bekennen, dass mit diesem Wahn für Verstimmung unter den Usern gesorgt wird. Ob's für den Konzern ein Schuss ins Bein sein dürfte, wird die Zukunft zeigen.

  • Hans   26. Sep 2016   15:46 UhrAntworten

    Die große Masse wird dies ebenso schmerzfrei hinnehmen, wie das fehlende Datei-Management mit alternativem iCloud- und/oder iTunes-Zwang etc. .... Es geht doch letztlich NUR noch um Marken-Bindung und profitables Wachstum durch schnelllebige und permanent zu erneuernde Hardware. Man hat sich offenbar seine Konsumenten dressiert und dafür gesorgt, dass ein Mindestmaß an "Nachhaltigkeit" erst gar nicht mehr erwartet oder gar gefordert wird.

    Außerdem scheint bei der breiten Masse der audiophile Anspruch mit der Zeit ziemlich gesunken zu sein; und das Verhältnis zur Musik an sich ist so flüchtig wie die Musik-Files virtuell sind. Da vermisst dann wohl kaum jemand die Freiheit, die mit einer simplen Klinkenbuchse einher geht.

    Für mich ist bereits das leidige Theater bezüglich des fehlenden, bzw. unzugänglichen Dateisystems ein Kriterium, weshalb ich so lange weitestgehend auf Smartphones und Tablets verzichte, bis sich an der Technologie etwas ganz grundsätzliches ändert - nämlich dass man die Dinge wieder so weit wie möglich selber in der Hand hat. Ich fürchte nur, dass dies eine Illusion ist und hoffe, dass es noch lange Betriebssysteme und Rechner gibt, die dies noch ermöglichen.

    Für unterwegs geht's auch mit einem Field-Recorder, der nur einen Bruchteil von dem kostet, was man man für ein iPhone 7 hinlegen muss. Für diese Freiheit hab' ich auch noch Platz in einer zweiten Hosentasche.

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