ALDI Life: Discounter startet Streaming mit Napster

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ALDI Life

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Auch das noch – ALDI Life

Der Dienst bietet beim Start circa 34 Millionen Songs, etwa 10.000 Hörbücher und rund 4.000 Webradio-Sender. Apps gibt es für iOS, Android und Windows Phone, zudem kann ALDI Life per Browser genutzt werden. Songs lassen sich streamen oder zum späteren Lauschen herunterladen. Bei der Klangqualität gibt es mehrere Stufen zwischen 64 bis 320 kb/s.

Mit der Funktion »TrackMatch« sollen Songs erkannt werden können – einspielbar über das Mikrofon des Smartphones oder Tablets (vielleicht auch am Desktop-Rechner). Wie Shazam. Der Grundpreis für den Service allein beträgt 7,99 Euro – damit unterbietet Aldi den von Spotify und Apple geforderten Preis um zwei Euro.

ALDI Life

ALDI Life im Browser

Weiterhin kann der Dienst als Teil des hauseigenen Mobilfunkpakets gebucht werden – das kostet dann 9,99 Euro oder 14,99 Euro pro Monat, je nach Datenvolumen. Wenn Du dich als Neukunde anmeldest, kannst Du ALDI Life 30 Tage lang kostenlos testen.

So weit so gut, aber…

Klingt von den nackten Zahlen und Extras erstmal nicht so übel. Natürlich wird es auf die Benutzerfreundlichkeit der Apps und des Web-Clients ankommen, ferner auf die Cleverness der Empfehlungsalgorithmen für Musik, die dem User bisher nicht bekannt war. Und schließlich wird sich noch so mancher Künstler fragen, ob die Ausschüttung ähnlich unergiebig wie bei den etablierten Streaming-Diensten sein wird (Prognose: ja).

Wie sexy ist das Ganze? Wir versuchen, uns erstmal von Wühltisch-Assoziationen freizumachen und freuen uns auf dein Feedback…ob jetzt noch frisch vor dem Launch oder ein paar Tage später, wenn Du den Dienst hinreichend getestet hast.

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Lesermeinungen (3)

zu 'ALDI Life: Discounter startet Streaming mit Napster'

  • oboe   23. Sep 2015   20:20 UhrAntworten

    Streaming ist meiner Meinung nach so toll wie Radio: da lerne ich neue Künstler kennen, wenn ich mag. Nur: Radio in Werbefrei für rund 10 Euro pro Monat? Ansonsten ist Streaming eher eine Frechheit: wenn ich Geld ausgebe, möchte ich auch das Produkt haben und nicht nur mieten. Ich möchte es Offline und unbestimmt oft, auch nach Kündigung eines Abos, abspielen können. Zudem gibt es kaum 10 Alben, die ich mir im Jahr kaufen würde: ein Albumkauf allerdings kostet rund 10 Euro: da ist Streaming also deutlich unrentabel. Und wenn ich Musik abspiele, so mag unterwegs ja die Streaming-Qualität ausreichend sein, Zuhause möchte ich aber in höchster Qualität (WAV, Flac, ...) abspielen können. Und diese Dienste kosten dann wiederum deutlich mehr.

    Somit lebe ich ohne einen einzigen Streaming-Dienst, und kaufe mir eine Handvoll CDs im Jahr (für mehr als 10 Euros), die ich natürlich wandel um sie auch unterwegs abspielen zu können. Damit fahre ich günstiger, muss mich nicht über ändernde AGBs ärgern und dem Verlust sämtlicher Offline-Daten bei Kündigung, keiner Datensammelwut aussetzen und habe alles in annehmbarer Qualität. Das Gejammere der Künstler verstehe ich an dieser Stelle nicht: durch Streaming lerne ich vielleicht den ein oder anderen Künstler kennen, den ich ohne ohnehin nicht gehört hätte. Nun aber kaufe ich vielleicht eine CD, verschenke und empfehle die Musik, und gehe auf ein Konzert. Streaming bzw. das "wem das gefällt könnte auch das gefallen" ist eine Riesen-Chance, die weit über den Klickpreis hinausgeht, unbekannte Künnstler hätten auch keinen CD-Absatz. Dass Künstler teilweise schlecht von ihrer Musik leben können, liegt aus meiner Sicht weniger an den neuen Distributionswegen, als an einer generell ungerechten Tantiemenverteilung. Bloß die Verträge müssen schon die Betroffenen selbst verhandeln: ich kenne keinen Künstler, der regelmäßig bei IG-Metall-Demos mitläuft, damit die Arbeiter mehr Geld erhalten. Generell und überall sollte gelten: gute Arbeit, faire Bezahlung.

  • Wirgefuehl   24. Sep 2015   16:09 UhrAntworten

    Spannendes Battle: Aldi vs. Apple :)))

    Bin gespannt, wer in ein paar Monaten die Nase vorn hat.

  • Timo Jan Knoll   25. Sep 2015   11:42 UhrAntworten

    Moin,
    ja ganz fein was die da machen. Wäre ja auch schön blöd wenn sie es nicht mal versuchen mit einem Streamingdienst ein paar Euro mehr abzuschöpfen.
    Aber wer braucht die schon. (Aldi) Sie haben halt auch erkannt das man im Markt selbst keine CD´s mehr verkaufen kann.
    Es gibt doch genügend relevante Alternativen. Die der Entwicklung weiter voraus sind.
    Und wenn die Ihren Dienst unterm wert verkaufen dann kann es doch nicht sein das die einzigste möglichkeit es ist den Kunden mit dem Preis zu locken. Es gibt keine neue Innovation von Aldi, wenn Sie schon einsteigen müssen.
    Aber ernsthaft was kommt beim Künstler auf die Rechnung (auch wenn er bekannt ist) und wie viel bei Aldi ?
    Andere haben sich auch schon an einem neuen Streamingdienst die Zähne ausgebiessen (Tidal). Also Aldi verkauft weiter Butter Brot und Sahne aber verwendet doch lieber euer Geld im Wiederaufbau des Regenwaldes.

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