11 Wege, um Geld mit Musik zu verdienen

Ohne Plattendeal als Musiker überleben – 11 Wege, um Geld mit Musik zu verdienen

Also hier sind sie:

  1. Auf Tour gehen
    Wer seine Auftritte richtig plant, gute Werbung macht und dann eine exzellente Show liefert, wird gerne von den Veranstaltern gebucht. Und wer häufig gebucht wird, bekommt auch mehr Einnahmen. Zudem kannst Du selbst als Veranstalter auftreten und die Gewinne einsacken.

  2. Musik ohne Label verkaufen
    Wer sagt, dass ein Musiklabel vonnöten ist, um die eigene Musik an den Mann oder die Frau zu bringen? Im Jahr 2010 gibt es auch andere Optionen wie digitale Distributoren, die eigene Musik auf der Webseite oder in iTunes anbieten. Dazu kannst Du auch gemafreie Musik auf diversen Portalen anbieten.

  3. Songwriting
    Vorausgesetzt, dass Du gut darin bist, kannst Du auch Songs für andere Künstler und Bands schreiben. Diese zahlen sicherlich gerne für richtig gute Songs oder die Unterstützung dabei, wenn diese sie auf ihrem Weg weiterbringen. Dazu kommt, dass Du an den Tantiemen mitverdienen kannst, wenn diese erfolgreich werden.

  4. Musikproduktion für andere
    Es gibt eine Menge Abnehmer für gute Musik. Angefangen bei den Medien, die immer wieder passende Musik für Werbung sucht, oder Agenturen, die für Webseiten eine Untermalung suchen. Vielleicht rufst Du einfach mal alle in deiner Stadt an und fragst nach?

  5. Klingeltöne
    Vielleicht sind Klingeltöne heute nicht mehr so gefragt wie früher, doch wer die Idee für einen wirklich guten Klingelton hat, der kann damit eine Menge Geld verdienen. Warum also dich nicht mal in diese Richung weiterentwickeln?

  6. Film & Fernsehen
    Wahrscheinlich ist dieser Punkt nicht unbedingt der einfachste in der Liste. Aber es gibt eine Fantasilliarde von Filmemachern dort draussen, die oftmals gerne bereit sind, Geld für richtig gute Kompositionen zu zahlen. Das Internet ist gross und Du musst sie nur finden. Und auch das Fernsehen sucht immer wieder gute Kompositionen.

  7. Fans zahlen gerne
    Und zwar genau dann, wenn Du ihnen etwas Exklusives anbieten kannst, das nicht jeder X-beliebige bekommen kann. Biete deinen treuesten Fans doch einen bezahlten Zugang zum Web-Archiv deiner Musik mit einer kompletten Sammlung von Songs der Band bis hin zu den Ideen, Entwürfen und Konzertmitschnitten.

  8. Spenden-Button auf der Webseite
    Reich wird man damit wahrscheinlich nicht, aber am Ende geht es ja darum, mehrere der Optionen zu nutzen. Und wer weiss? Vielleicht sind ja deine Fans besonders spendabel.

  9. Unterrichten – der Klassiker
    Musikunterricht geben für Anfänger können die meisten Instrumentalisten und sie tun es auch. Eine abgeänderte Version hiervon wäre es beispielsweise Anschauungsmaterial für Schulen zum Unterrichten von Musik bereitzustellen.

  10. Remixe 1
    Du kannst mal befreundete Künstler fragen, ob Du nicht Remixe für deren Songs anfertigen kannst. Die anderen Künstler hätten damit neues Material, das sie an ihre Fans vermarkten können und Du bekommst einen Anteil an den Verkäufen oder einen fixen Betrag.

  11. Remixe 2
    Dasselbe geht natürlich auch anders herum und Du kannst andere Künstler bitten, deine eigenen Songs zu remixen. An den Verkäufen beteiligst Du die anderen mit 50% und schon hast Du etwas, das Du an deine Fans vermarkten kannst.

Edit:
Diese Liste habe ich kürzlich überarbeitet und die einzelnen Punkte etwas weiter ausgeführt, um Fragen zu klären, die an mich herangetragen wurden. Zum Zeitpunkt der Überarbeitung haben wir noch zwei weitere Artikel zu diesem Thema veröffentlicht und dann haben wir auch noch diverse Sendung in unserem Podcast zu Musikbusiness.

Hast Du noch mehr Tipps zum Thema Geld verdienen mit Musik?

Lesermeinungen (62)

zu '11 Wege, um Geld mit Musik zu verdienen'

  • Chris
    08. Apr 2008 | 19:32 Uhr Antworten

    coole ideen!! 7. ist ja mal hammerkreativ…sowas wie samples produzieren und die auf der bezahlseite anbieten. da muss man sich aber auch erst mal nen namen machen….*grübel*

  • carlos (delamar)
    08. Apr 2008 | 20:22 Uhr Antworten

    Mir ist gerade noch einer eingefallen: Einen Musikladen auf machen!

    Gruß an Olaf!

  • Osan
    08. Apr 2008 | 21:05 Uhr Antworten

    Und ein weiteres mal zeigt delamar.de dass die Jungs hier nicht nur im Bereich der “Berichterstattung”, der Technik und des recordings bzw. masterings super tolle arbeit leisten sondern immer wieder gute Tipps abliefern die jeden Musiker oder die die es werden wollen interessieren könnten. Danke an dieser Stelle!

  • Ken Park
    08. Apr 2008 | 22:44 Uhr Antworten

    “Standing in the Shadows of Motown” kucken, lernen wer die “Funk Brothers” waren, sich begeistern lassen, sich inspirieren lassen und heraus finden worum es bei Musik wirklich geht und warum man mit bedingungsloser Hingabe zur Musik immer einen Weg finden wird.

  • carlos (delamar)
    08. Apr 2008 | 23:22 Uhr Antworten

    @Ken
    Vielleicht kannst Du uns einen kurzen Abriss geben?

  • pogo
    09. Apr 2008 | 00:11 Uhr Antworten

    zu 2.)
    in deutschland wird über 80 % der musik auf cds verkauft.

    wie wärs also auch mit cds verkaufen?

    siehe
    Link

  • Marc Weissenberger
    09. Apr 2008 | 01:04 Uhr Antworten

    @ Ken Park: WORD!

    wobei die Tipps sicherlich einen echt nicht zu vernachlässigendenTeil der ganzen Chausse ausmachen, dem man sich nicht grundsätzlich verschließen sollte. Auch wirklich gute, kreative und aus tiefster Überzeugung gemachte Musik muss irgendwie verkauft werden, wenn man davon leben will.
    Und wenn man sich nicht komplett in die Marketingmaschine der etablierten Lables werfen lassen will, dann sind die oben genannten Tipps der alternative Weg durch die Eigenverantwortlichkeit.

    Marc Weissenberger

  • Thomas
    09. Apr 2008 | 08:35 Uhr Antworten

    Das fehlt noch in der Liste: Samples und/oder Synthesizer-Patches entwickeln und verkaufen

  • Ken Park
    09. Apr 2008 | 08:37 Uhr Antworten

    Zur Aufklärung: Die “Funk Brothers” sind eine Studioband die in den 60er/70er Jahren in der Detroit Era so ziemlich alle Titel des Motown Labels eingespielt haben. Die haben mehr No.1 Hits eingespielt als die Beatles, Elvis, Rolling Stones und die Beach Boys zusammen. Ohne dass sie ein Mensch kennt. Die Doku ist großartig und dokumentiert dass Leben von Musikern die ihren Weg gemacht haben.

    Kann ich nur empfehlen. In der digitalen Welt verliert man manchmal so ein bisschen den eigentlich Grund zum Musik machen aus dem Auge – ohne diese negativ werten zu wollen. Der Film hat mich damals so n bissl wieder daran erinnert :)

  • carlos (delamar)
    09. Apr 2008 | 10:38 Uhr Antworten

    Gute Ideen von Thomas und pogo. Anscheinend auch so offensichtlich, dass wir nicht darauf gekommen sind, danke!

    @ken
    Danke für die Zusammenfassung. Der Grund zum Musik machen bei mir ist derselbe, der mich nachts um 4h aufstehen lässt, um eine Idee festzuhalten. Ich denke das wird uns allen so gehen?

  • Funatyc
    09. Apr 2008 | 13:33 Uhr Antworten

    Es gibt noch andere Wege,

    1. In der U/S/-Bahn , Metro oder der Fusgängerzone spielen.
    2. Bei Jamendo anmelden und Spenden von zuhörern einsammeln.
    3. Bei Portalen wie catooh Samples, Loops, Soundpresets usw. zum Verkauf anbieten.
    4. Warteschleifenmusik komponieren
    5. Musikkopositionen für private Videofilme (Hochzeiten usw. ) anbieten
    6. Als Alleinunterhalter auftreten
    7. Als Dozent div. Schulungen im Bereich Mixing, Mastering usw. geben
    8. Webseite mit Unterrichtstutorials zu Musikinstrumenten betreiben.
    9. Software wie Editoren für Synthesizer oä. entwickeln (wie Soundtower weil es von Korg keine gibt. Diese kosten um die 50 €)
    10. VST Plugins entwickeln und verkaufen.
    11. Mit der band in Kneipen auftreten.

    Ich denke es gibt noch sehr viel mehr.

    @off topic:

    Ihr spricht so oft über Produktionen und Eure Musikideen usw. ich würde gerne mal was hören. Ich arbeite mit Samplitude und habe alle Instrumente selbst eingespielt. Ich betreibe es nur als Hobby und deshalb ist das auch nicht sehr hochprofessionell durcharrangiert und gemastert. Ich würde ganz gerne etwas von euch hören.

    Viele Grüße,

    marek

  • Ken Park
    09. Apr 2008 | 18:04 Uhr Antworten

    “9. Software wie Editoren für Synthesizer oä. entwickeln (wie Soundtower weil es von Korg keine gibt. Diese kosten um die 50 €)
    10. VST Plugins entwickeln und verkaufen.”

    Ich möchte hier entschieden wettern, da das a) nichts mit praktischer Musik zu tun hat und b) man Softwareentwicklung nun wirklich nicht unterschätzen sollte.

    ;)

    Die andere Tipps kommen hin.

  • Marc Weissenberger
    09. Apr 2008 | 18:31 Uhr Antworten

    Also ich muss hier auch nochmal meinen Senf dazu geben und mich schon auf Ken’s Seite schlagen. Man muss unterscheiden, ob man sevierfertige Musikprodukte kreiert, die mit hoher Wahrscheinlichkeit eine gewisse solvente Käuferschaft erreicht (Alex Christensen “Du hast den geilsten Arsch der Welt”) oder ob man Musik als Kunst versteht, die um ihrer selbst Willen entsteht.

    Und da hätten wir dann auch den berühmten Split zwischen Kunst und Kommerz. Die Diskussion hier geht gerade in zwei Richtungen:
    a) Musik (im Sinne von Kunst) kreieren und sinnvoll vermarkten
    b) Musik markt- und kundenorientiert zu produzieren

    Einige Tipps treffen auf beide Punkte zu, einige nur auf den ein oder anderen.

    Und damit mein Standpunkt dazu klar ist:
    Ich würde mich eher erschiessen, als jemals meinen Namen und meine Kreativität hinter Tracks wie “Kuschel Schnuffe” oder ähnliches zu stellen.

    Wohl dem, der damit keine Bauchschmerzen hat und ich gönne ihm oder ihr auch jeden Cent.

    Beeindruckend sind dann die wenigen Ausnahmen, die sowohl künstlerisch als auch ökonomisch erfolgreich sind.

  • carlos (delamar)
    09. Apr 2008 | 23:23 Uhr Antworten

    Wir haben die Diskussion idealistische vs. kommerzielle Aspekte von Musik und Projekten ja schon mehrmals gehabt…und ich selbst bekomme ein bisserl Bauchschmerzen, wenn man bestimmte Musik oder Musikstile einfach als weniger wertvoll / künstlerisch etc. ansieht, nur weil man selbst andere Präferenzen hat.

    Musik ist am Ende Geschmackssache und was dem einen den Magen zusammenkrampfen lässt, empfindet der nächste als künstlerisch besonders gelungen und kann objektiv gesehen sogar ein Meisterwerk sein – auch wenn es 95% der Menschheit als Sch… ansieht.

  • Marc Weissenberger
    09. Apr 2008 | 23:50 Uhr Antworten

    Oder, wie der Franzose sagt: De gustas est non disputando :-)

  • Schmockischmock
    12. Apr 2008 | 14:02 Uhr Antworten

    Das ist Latein!

  • Marc Weissenberger
    12. Apr 2008 | 17:03 Uhr Antworten

    Mach Sachen!

  • Loco
    14. Apr 2008 | 14:24 Uhr Antworten

    Wenn ich mal die Frage in den Raum werfen darf. Wer verdient denn hier bereits mit Musik Geld ?

  • Funatyc
    14. Apr 2008 | 14:58 Uhr Antworten

    Ich nicht. Ich sehe es nur als Hobby an. Ich kann mich halt an meinem Synthesizer sehr gut entspannen. Ich habe auch nicht das nötige Equipment und die Zeit dazu um noch jemand im Musikbiz zu werden. Das Jobleben verschlingt heut zu tage das Privatleben fast gänzlich. Um kreativ zu sein benötigt mann Zeit und Ruhe zum nachdenken inspirieren. Und die fehlt mir. Für mich sollte Musik in ertsr Linie Spaß machen. Wenn sich dabei auch noch nebenbei der einer oder anderer Euro verdienen lässt ist es optimal. Ich möchte mich aber nicht hinsetzen und den Zwang spühren etwas produzieren zu müssen was unbedingt in die TOP TEN aufsteigen muss. Ich glaube heute ist es auch ein kleines Problem weil so viele denken damit geld verdienen zu können. Wenn mann Heute in den Strassen nachfragt was die Jugendlichen und jungen Heranwachsenden werden wollen antworten 80 % Popstar, Rapper, Gngsta, Modell usw. In der MAGIX Community z.b. nennt sich auch jeder zweiter DJ und jeder dritte Producer. Das ganze Musikbiz wird eh von großen Platenfirmen gesteuert. Es würde mich deshalb wundern wenn sich hier auch nur einer meldet der mehr als 300 € mit seiner Musik verdient hat.

    LG Marek

  • TiUser
    14. Apr 2008 | 19:34 Uhr Antworten

    Hallo.

    Nettes Thema… Möglicherweise bin ich auch schon zu alt für diese Diskussion… ;)

    Ich habe früher in einer Amateurband gelegentlich auch Bühnenauftritte mitgemacht. Man kann froh sein, wenn die Unkosten (Sprit & Co…) dabei rüber kommen. Schon das Equipment finanziert sich i.d.R. nicht.

    Producer und DJ’s… ? Viele haben nicht die geringste Ahnung vom einfachsten Handwerkszeug… Ein Kaoss Pad befummeln oder zwei Platten gleichzeitig abdudeln hat doch nichts mit Musik machen zu tun… Sorry, aber jeder Entertainer der im Altersheim life auftritt kann mehr als das.

    Bekannt werden ist heute dagegen viel einfacher wenn man will – und wirklich was kann… z.B. in YouTube oder anderen communities.

    Plattenfirmen braucht man auch nicht mehr wirklich, man kann sich im Internet selber vermarkten… ja, wenn man was hat zum vermarkten…

    Ohne Stress Musik machen? Das können vielleicht ein paar Top Stars, alle anderen rennen sich die Hacken ab und gegenseitig die Köpfe ein um zu überleben… geht mit offenen Augen durch die Welt, an jeder zwieten Ecke stehen studierte Musiker in den Fußgängerzonen die wirklich ihr Handwerk beherrschen und trotzdem nicht davon leben können… Schon mal versucht einen live gig zu bekommen? Schon mal überlegt, wie viel Repertoire man dafür braucht? Das ist richtige Arbeit und nicht was man mal so eben streßfrei nebenher macht.

    …und da meinen manche es reicht ein PC und Ableton live… laßt sie in dem Glauben!

    Ich spiele nicht mehr in einer Band . zu viel Streß – sondern weiter als Hobby, denn damit Geld verdienen zu wollen verdirbt einem sehr schnell den Spaß an der Sache…

    just my 2ct…

  • Loco
    14. Apr 2008 | 20:56 Uhr Antworten

    Ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten bezüglich unserer “DJs”. Die legen mit BPM Studio auf, wobei meiner Meinung nach die auch Windows Media Player nehmen könnten, weil sie nicht mal Übergänge zwischen den Liedern hinbekommen oder in irgendeiner anderen Weise was mixen. Eigentlich wäre es mir egal was oder wie sie hinter dem Mischpult ihre Musik auflegen, wenn es wenigstens gut wäre. Zauberer verraten ja auch nicht ihre Tricks. Hoffentlich verdienen sie wenigstens kein Geld damit.
    Gehört hier eigentlich “ne eigene Party veranstalten” noch mit in die Liste ? Wenn man es gut anstellt, kann man damit Geld verdienen und sich selber promoten !

  • carlos (delamar)
    15. Apr 2008 | 00:58 Uhr Antworten

    Wahnsinnskommentare, vielen Dank!

    Wer was so genau in Sachen Musik kann oder was genau gute Musik ist bzw. wo Kreativität und “Musik machen” anfangen und aufhören, das ist eine reine Definitionssache.

    Musiker der alten Schule haben natürlich so ihre Probleme mit den Soundtüftlern mit Ableton Live und dergleichen. Und Musikproduzenten von elektronischer Musik rümpfen heutzutage auch gerne die Nase, wenn es um die Produktion von HipHop Beats geht.

    Aber was davon ist denn “Musik machen”? Wo fängt die eigene Kreativität an, Musik zu sein?

    Ich selbst bin nicht sicher, aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es nicht gerade trivial ist, einfach erscheinende Musik zu produzieren.

    Und dann gibt es noch die Leute, die ungeachtet des Musikstils oder der Einfachheit ihres Songs einen Welthit landen…

  • TiUser
    15. Apr 2008 | 08:48 Uhr Antworten

    Vorschlag 12

    “Verkaufe die Musikwerke anderer Musiker”…

    Das einzige was man dazu braucht, ist ein Gespür dafür, ob sich was verkaufen könnte… ;)

    ————

    Sicher ist vieles Geschmackssache, aber von wegen Welthit… da ist meiner Meinung nach das unwichtigste die Musik… oder wer hat sich schon mal gefragt warum er nach dem Supermarkteinkauf mehr im Korb hatte als auf der Liste stand… einfach weil es geschickt in unser Blickfeld gerückt wurde. So ist das auch mit der Musik… Wenn gute Musiker keinen kommerziellen Erfolg haben, haben sie in der Regel kein oder schlechtes Marketing. Das gilt im Kleinen wie im Großen.

    Oder mal anders gesagt, gibt es jetzt mehr Welthits nur weil mehr Leute sich ein kleines Studio, Software und ausgefeilte Instrumente leisten können…? Ich glaub’ nicht…

  • Markus
    15. Apr 2008 | 15:53 Uhr Antworten

    Wie bei den Stockfoto-Agenturen gibt es das auch für Musik. Mit den royaltyfree Fotos kann man ja einiges an Kohle machen …
    Ich hatte da vor einiger Zeit ein Posting zum Thema, bislang habe ich es aber nicht geschafft, das selbst einmal auszuprobieren. Vielleicht möchte ja jemand mal testen und seine Erfahrungen schildern?

    http://www.markus-dollinger.de/2007/12/18/microstock-fuer-die-ohren/

  • Don Schnulze
    26. Mai 2008 | 23:14 Uhr Antworten

    Ich gehöre zu denen, die noch “oldschool”-mäßig ein Instrument gelernt haben (Klavier), und das ist für mich eine ganz wichtige Säule in meinem (hauptberuflichen) Musikerdasein.

    Ich begleite vor allem Sänger/Entertainer in den Bereichen Musical, Chanson, Swing etc., und dort gibt es eigentlich immer genug zu tun. Konzerte, Privatfeiern, Firmenevents… Das ist natürlich wirklich “Old School” und wird vielleicht von einigen Synth-Schraubern und DJs als nicht sehr cool angesehen, aber egal: 1. macht es mir trotzdem Spaß und 2. gibt es auch viel Bedarf dafür, vor allem in der (solventen) 40+ Generation. Die Leute sind einfach total dankbar dafür, wenn jemand live spielt und Sachen bringt, die sie irgendwie kennen (Evergreens, American Songbook, Musical etc.).

    Das ist natürlich Cover und keine eigene Musik, aber ich habe als Begleiter trotzdem jede Menge kreative Variationsmöglichkeiten. Ich mag auch sehr den handwerklichen Aspekt am live spielen. Das ist etwas ganz anderes als das Musikmachen am Computer. Für mich eine super Ergänzung.

    À propos Computer — was hier in der Auflistung noch ein wenig fehlte — oder vielleicht habe ich es etwas überlesen oder es fällt strukturell gesehen unter die Rubrik “Remixe erstellen”: Aufnahmen/Arrangements für andere (Sänger) machen, als Demo oder Playback. Das kommt durchaus öfter vor — um so mehr, je mehr stilistische Palette man bedienen kann. Mit reinen Hiphop-Skillz kommt man da außerhalb der “Szene” natürlich nicht weit.

    Eine möglichst große Palette an Fähigkeiten führt natürlich auch zu mehr Einsatzmöglichkeiten. Man muss immer darauf achten, dass man sich nicht verzettelt, aber es ist für die vielen Nicht-Superstars unter uns sehr viel realistischer, ein Dasein als Musiker auf mehrere Säulen zu stellen. Viele Kollegen von mir machen auch mindestens zwei verschiedene Sachen: Liveauftritte (meist mit mehreren Bands), Theater, Unterricht, Studio etc. etc.

  • carlos (delamar)
    27. Mai 2008 | 11:43 Uhr Antworten

    Die Arrangements für andere Künstler zu erstellen, könnte man wirklich neudeutsch unter Remixe führen.

    Was ich an den heutigen Musikproduzenten wirklich oft vermisse, ist das Beherrschen eines “echten” Instruments. Viele Produzenten moderner Musiken sind sich gar nicht mal mehr der Harmonielehre und der Grundlagen in der Musik bewusst, da sie nur noch ihre Musikproduktions-Programme kennen.

    Allein in der Arbeit im Tonstudio kann das während der Aufnahmen und Produktion zu echten Verständigungsproblemen kommen, wenn die Musiker nichts mit einer Aussage wie “Das E passt nicht an diese Stelle.” anfangen können. “Was meinst Du mit E?”

  • TiUser
    27. Mai 2008 | 11:59 Uhr Antworten

    Die Frage lautete doch wie man mit Musik Geld verdient, oder? ;)

    Ich kann nur beipflichten, daß Vielseitigkeit das enorm erleichtert… denn es geht ja darum einem Kunden zu liefern was er möchte und nicht darum das zu machen was einem gerade in den Sinn kommt… Letzteres macht vielleicht mehr Spaß und wenn beides zusammen kommt ist das toll, aber die Regel ist es vermutlich eher weniger…

    Ich denke je mehr man seine Personallity mit vermarkten kann, desto eher steigen auch die Chancen, egal ob im Altersheim oder auf der Rock am Ring bühne, denn genau das ist es was nicht so leicht austauschbar ist… Warum gehen die Leute immer noch auf ein Stones Konzert, wenn doch die Plattenaufnahmen viel besser klingen… und es tonnenweise covers gibt… tja warum? Eben um die Truppe live zu erleben…

  • Don Schnulze
    27. Mai 2008 | 13:32 Uhr Antworten

    carlos schrieb:

    “Was ich an den heutigen Musikproduzenten wirklich oft vermisse, ist das Beherrschen eines “echten” Instruments. Viele Produzenten moderner Musiken sind sich gar nicht mal mehr der Harmonielehre und der Grundlagen in der Musik bewusst, da sie nur noch ihre Musikproduktions-Programme kennen.”

    Ich habe mich auch schon oft gefragt, wohin diese ganze Musikkultur unter dem Einfluss der “Demokratisierung” durch Musiksoftware steuert. Vermeintlich kann heute jeder Honk auf einem Aldi-PC etwas produzieren, das erstmal fett klingt. Könnte oder wird das letzten Endes “traditionelle” Musik ablösen?

    Ich bezweifle das, weil ich immer wieder feststelle, dass eben total viele Leute es faszinierend finden, wenn jemand (ordentlich) singt oder ein Instrument spielt. Elektronische Musik gibt es mittlerweile immerhin auch schon ca. 40 Jahre (wenn man mal die frühen Experimente mit Tonband, Trautonium etc. nicht mitrechnet, weil nicht besonders massenkompatibel), aber trotzdem hat die ganze Technologie es bislang nicht annähernd geschafft, eine Klampfe und ein paar Songs in ihrer Mainstreamverankerung zu toppen. Es hat ja sogar seit den 80ern, wo es noch alle cool fanden, wie eine Maschine zu klingen, ein großes Revival der handgemachten Musik gegeben.

    Wie gesagt: Wer einigermaßen vielseitig ist und “nebenbei” auch noch ein echtes Instrument spielt, hat einfach viel mehr Möglichkeiten im “Musikbusiness”, das eben nicht nur im Internet und der “Industrie” (Plattenfirmen) abspielt, sondern auch zu einem nicht zu unterschätzenden Anteil auf verschiedensten Bühnen, Straßen, Stadtfesten, Privat- und Firmenfeiern etc. — vieles davon findet außerhalb der medialen Öffentlichkeit statt, trotzdem wird in diesem Bereich auch viel Geld verdient.

    • Thomas “thommytulpe” Nimmesgern
      16. Apr 2011 | 00:55 Uhr Antworten

      Hallo!

      Zitat: “Ich habe mich auch schon oft gefragt, wohin diese ganze Musikkultur unter dem Einfluss der ‘Demokratisierung’ durch Musiksoftware steuert. Vermeintlich kann heute jeder Honk auf einem Aldi-PC etwas produzieren, das erstmal fett klingt. Könnte oder wird das letzten Endes ‘traditionelle’ Musik ablösen?”

      Ein paar Ideen zu der Frage nach den Wirkungen der Demokratisierung der Musikherstellung:

      - Ein Ergebnis davon wrid sein, dass es viiiel mehr musikalische Angebote (sprich: Lieder) gibt. Das hat natürlich auch etwas mit den Möglichkeiten der virtuellen Selbstvermarktung zu tun (Stichwort: Internet), ebenso mit den -im Vergleich zu früher- einfachereren Möglichkeiten, ein Lied herzustellen. Man muss heute nicht mehr ein teures Tonstudio mieten oder teure (Hardware-)Synths kaufen, sondern kann vieles davon auf dem heimischen Rechner machen – mehr Möglichkeiten als früher, billiger als früher.

      - Gerade weil das billiger und leichter als früher ist, können auch Leute Musik machen und veröffentlichen, die auf traditionellem Wege nie dazu gekommen wären. Das kann auch bedeuten, dass Leute Musik machen, die handwerklich nicht sooo gut sind; beispielsweise kann man mit den an anderer Stelle erwähnten Sampleblöcken Lieder zusammenstellen, ohne dass man Kenntnisse in Harmonielehre hat.
      Das bringt es mit sich, dass nicht nur das Musikangebot größer wird, sondern auch das Angebot an Mittelmäßigkeit größer wird: Wenn _jeder_ eigene Musik veröffentlichen kann, steht auch untalentierten Musiker diese Möglichkeit offen.
      (Zugegeben: “untalentiert” ist hier nach überaus traditionellen Maßstäben gemessen – allerdings kann eine Verweigerung gegen das traditionelle Musikkönnen auch ein Gütesiegel sein, beispielsweise in der Anfangsphase des Punk.)

      - “Traditionelle” Musik wird nicht abgelöst werden.
      Ich könnte jetzt haarspalterisch einwenden, dass der Begriff “traditionell” _nicht_ so sehr die musikalischen Inhalte definiert, sondern nur besagt, dass sich eine bestimmte Musikform als bedeutende Größe etabliert hat – welche Musikrichtung das ist, kann sich im Laufe der Zeit ändern. Es kann also sein, dass in 25 Jahren andere Musik als “traditionell” bezeichnet wird.
      Nun ja … soviel Haarspalterei muss zu nachtschlafener Stunde abba nicht sein. :-) Stattdessen lieber folgende Antwort: Die bisherige Musik wird nicht verdrängt werden. Das zumindest zeigt die bisherige Musikgeschichte: Es hat schon viiiele Musikstile in den letzten 1000 Jahren gegeben, und ebenso oft hat sich die vorherrschende Musikrichtung geändert – aber auch wenn ein Musikstil einen früheren Musikstil in den Hintergrund gerückt hat, ist der ältere Musikstil nicht ausgestorben, sondern hat weiter existiert. Sei es nun Punk, Barock, Impressionismus, Bigband, Operette – alle Musikrichtungen gibt es noch und werden auch weiterhin angehört. Es ist also eher ein Nebeneinander verschiedenster Musikrichtungen anstatt eines auslöschenden Verdrängungswettbewerbs.

  • Don Schnulze
    27. Mai 2008 | 15:03 Uhr Antworten

    TiUser schrieb:

    “Ich kann nur beipflichten, daß Vielseitigkeit das enorm erleichtert… denn es geht ja darum einem Kunden zu liefern was er möchte und nicht darum das zu machen was einem gerade in den Sinn kommt… Letzteres macht vielleicht mehr Spaß und wenn beides zusammen kommt ist das toll, aber die Regel ist es vermutlich eher weniger…”

    Vermutlich…? Oder erfahrungsgemäß? Ich würde sagen, beides kommt vor, aber oft hat man doch auch recht viel Gestaltungsspielraum in dem, WIE man es macht.

    Und letzten Endes getaltet man m.E. seine Erfahrungen — und damit eben auch sein Kundenprofil — großenteils selbst. Einfach dadurch, was man wie wahrnimmt, ausstrahlt, kommuniziert. Und letzten Endes einfach durch die Bilder im Kopf.

    Ich glaube, ebenso wichtig wie konkret nach irgendwelchen (neuen) Tätigkeitsfeldern, Nischen oder Marktlücken zu suchen, ist die persönliche Visionsarbeit, bei der man sich einmal ein paar ganz grundlegende Fragen stellt wie: Was kann ich am besten, was möchte ich am liebsten tun, welche Kunden/Partner passen zu mir (und welche NICHT) etc. etc. –

    – wenn das mal alle konsequent machen würden, dann gäbe es wahrscheinlich viel weniger Musiker, die am falschen Ort erfolglos vor sich hinmuddeln und das Klischee “Musiker haben immer wenig Kohle” bestätigen.

    In dem Maße, wie mir das für mich selbst klarer geworden ist (selbstredend sieht das für jeden anders aus), kann ich sagen: Es läuft besser, und es macht noch mehr Spaß.

    • Thomas “thommytulpe” Nimmesgern
      16. Apr 2011 | 01:01 Uhr Antworten

      Hallo!

      Zitat: “Und letzten Endes getaltet man m.E. seine Erfahrungen — und damit eben auch sein Kundenprofil — großenteils selbst. [...]

      Ich glaube, ebenso wichtig [...] ist die persönliche Visionsarbeit, bei der man sich einmal ein paar ganz grundlegende Fragen stellt wie: Was kann ich am besten, was möchte ich am liebsten tun, welche Kunden/Partner passen zu mir (und welche NICHT)”

      Ich formulier’ das mal so: Besinn Dich auf Deine Stärken – versuche nicht, Deine Schwächen auszumerzen, sondern versuche, Deine Stärken zu nutzen.
      Falls das so von Don Schnulze gemeint ist, unterschreibe ich das.

  • carlos (delamar)
    29. Mai 2008 | 16:07 Uhr Antworten

    Interessanter Ansatz mit der Selbstgestaltung seines Kundenprofils.

    Darüber habe ich schon mehrfach nachgedacht, inwiefern ich meine potenziellen Kunden durch mein Auftreten abschrecke.

    Ich glaub das größte Problem mit erfolglosen Musikern ist, dass die meisten sich folgender Dinge Tatsachen nicht bewusst sind:

    - In der Musikindustrie geht es um Geld verdienen
    - Musik machen ist Arbeit und ein Full Time Job
    - Stars arbeiten härter als die anderen

  • websta
    07. Dez 2008 | 19:22 Uhr Antworten

    Wenn ich lese was TIUser und Loco über Djs usw. denken dreht sich mir der Magen um.Vielleicht einfach mal in nen Club gehen wo die Djs auflegen können,oder es selber mal versuchen.Und ich kenn leider auch viele,die mit nem Aldi Pc und Ableton besser Musik machen als studierte Musiker.Ist doch völlig egal wies gemacht wurde,es zählt das Endergebniss.Wenn man z.b nen Remix von nem bekannten song macht und dazu noch 100 fertige samples verwendet,muss man trotzdem Ahnung von Musik haben um daraus einen coolen und besonderen Track zu bauen.Nartürlich haben jetzt vielmehr Leute die Möglichkeit Musik zu machen,aber das ist doch großartig. Menschen die ein Intrument spielen können sind doch überhauptnicht im Nachteil,sie haben einen Vorsprung,den man in einer Produktion meiner Meinung nach immer raushören wird.Vielleicht statt rumheulen sich mit den neuen Möglichkeiten beschäftigen.Es ist nartürlich schwierig heutzutage mit Musik Geld zu verdienen,aber Stars sind meist nicht als Stars geboren worden, sondern haben sich das meist erarbeitet.

  • TiUser
    08. Dez 2008 | 09:53 Uhr Antworten

    Musik bleibt Geschmackssache. Mir persönlich sagt das, was DJ’s machen eben generell nicht besonders zu, egal wie es gemacht ist…
    Ich stimme ansonsten zu, der PC eröffnet viele neue Möglichkeiten, dagegen habe ich absolut nichts, ich benutze selbst solche Dinge…

    Die Frage ging ja aber eigentlich um’s Geld Verdienen mit Musik, schreib’ doch darüber auch mal was, “websta”…

  • Ramon
    17. Feb 2009 | 21:56 Uhr Antworten

    Als Musiker verschiedener kleiner Bands kann ich aus Erfahrung sehr gut die idee von Loco auszugreifen!
    Der Übergang von Konzert zu Party kann fließend sein. Selbst Randgruppenmusikhörer feiern gerne. Wenn man geschickt eine Party für die richtigen Leute organisiert und dort live spielt kann man einige Fans/Käufer finden. Außerdem ist es im zero-budget bereich die beste möglichkeit sich selbst hautnah zu promoten.
    Denn selbst die beste Aufnahme kann ein gutes live Konzert nicht ersetzen. ich denke das weiß jeder, der mal auf einem war!

    Für mich ist musik halb hobby,halb beruf. refinanzierend sollte es sein, auch wenn ich es NIE zu meiner existenzgrundlage machen könnte, da der Druck jede Kreativität zerstören würde. Ich ziehe meinen Hut vor denen, die diesen schritt gewakt haben und noch mehr von jenen, die trotz misserfolg immernoch dabei sind!

  • Martina
    15. Apr 2010 | 15:17 Uhr Antworten

    heutzutage ist es echt schwer über musikverkauf an sein geld zu kommen, kann jetz nur aus dem elektronischen berreich berichten…

    dort produziert man ein paar gute tracks, über die bekommt man dann bookings mit denen wiederrum geld in die kasse kommt.

    nachteil der sache
    produzenten werden zu djs und djs zu produzenten, was natürlich nicht immer passt ;)

  • Maik
    14. Apr 2011 | 22:43 Uhr Antworten

    @Websta
    Sorry, aber Sampleblöcke rumschieben ist für mich kein Musik machen. Dann wäre ja jeder Musiker, der nur den Musicmaker starten kann. Da konnte ich früher selbst als ich noch keinen blassen Schimmer von Harmonien hatte wirklich gute Ergebnisse hinbekommen.

    • Sebastian
      15. Apr 2011 | 15:30 Uhr Antworten

      hi,
      genauso könnte man sagen, ein Instrument spielen können ist kein Musik machen. Es kommt eben darauf an wie man die Sampleblöcke verschiebt und anordnet, oder eben auch wie man die Gitarre spielt. Ausserdem geht es ja bei elektronischer Musik eigentlich viel mehr um Groove und Rhytmus, um Breaks und Songstruktur. Sauber Produziert und streng nach Harmonielehre ist zwar fehlerfrei – hört sich aber meist nach gemafreier Beliebigkeit an.

      • Thomas “thommytulpe” Nimmesgern
        16. Apr 2011 | 00:29 Uhr

        Hallo!

        Zitat: “genauso könnte man sagen, ein Instrument spielen können ist kein Musik machen. Es kommt eben darauf an wie man die Sampleblöcke verschiebt und anordnet, oder eben auch wie man die Gitarre spielt.”

        Da möchte ich widersprechen. Ich möchte zwei Verfahrensweisen gegenüberstellen: zum einen die Zusammenstellung von Sampleblöcken, zum anderen das Beherrschen eines Instruments.
        Ein großer Unterschied besteht meines Erachtens darin, dass man bei den Sampleblöcken nicht so sehr wissen muss, was man da macht – man kann die Blöcke so lange verschieben, bis es nach was klingt. Will man hingegen ein Instrument beherrschen, kommt man (glaube ich) nicht umhin, intensiv zu üben, bevor es nach was klingt – gerade bei tradiotionellem Instrumentenuterricht weiß man durch das Üben, was man da tut.

        Das ist der springende Punkt: Weiß man, was man da tut? Das ist entscheidend – wenn man das weiß, muss man sich nicht auf den Zufallstreffer verlassen.
        Das ist ein wenig wie bei den 1000 Affen, die man ‘ne Schreibmaschine setzt und tippen lässt – da kann zufällig ein tolles Buch rauskommen, aber das ist nicht mal in Ansätzen wiederholbar (es bleibt dann bei dem einen Zufallstreffer).

        Zitat: “Ausserdem geht es ja bei elektronischer Musik eigentlich viel mehr um Groove und Rhytmus, um Breaks und Songstruktur.”

        Wenn man vorgefertigte Sampleblöcke zusammenschiebt, hat man schlichtweg weniger Möglichkeiten; das betrifft Groove, Rhythmus, Breaks und Songstruktur gleichermaßen.
        Eigene Fähigkeiten und Kenntnise (Instrumente, Harmonielehre) helfen, die eigenen Ideen umsetzen zu können – ohne eigene Fähigkeiten und Kenntnise ist man womöglich von den vorgefertigten Sampleblöcken abhängig.

        Zitat: “Sauber Produziert und streng nach Harmonielehre ist zwar fehlerfrei – hört sich aber meist nach gemafreier Beliebigkeit an.”

        “streng nach Harmonielehre” kann es tatsächlich langweilig klingen, weil vorsehbar – da geb’ ich Dir gerne recht. Der Witz ist doch, dass man Regeln lernt, um zu wissen, welche dieser Regeln man brechen kann, und wie man sie brechen kann. Gerade der (gewollte!) Bruch mit Regeln kann ein Lied interessant machen – ohne Kenntnisse, nur mit Sampleblöcken ausgestattet, weiß man vielleicht nicht, welche Regeln man brechen kann und welche besser nicht. (Da sind wir dann wieder beim Stichwort “Zufallstreffer”.)

        Eine saubere Produktion sollte schon sein; ich will das Gefühl haben, dass Musiker und Produzent gewusst haben, was sie da tun. Eine saubere Produktion ist meines Erachtens kein direktes Zeichen von Beliebigkeit, finde ich. Im Gegenteil: Sampleblock-Programme wie Musik Maker machen es einem einfach, ein Lied glatt zu produzieren, _ohne_ zu wissen, was man da tut. Mein Eindruck ist der, dass gerade die “beliebigen” Lieder so klingen, als seien sie zusammengesetzt worden.

        (P.S.: Ich selber mache Musik am PC … nun ja … ich versuch’s zumindest. :-) Ich bin also nicht gegen elektronische Musik voreingenommen, im Gegenteil.)

  • Mike Neuse
    15. Apr 2011 | 11:59 Uhr Antworten

    Der Generele weg ist doch wie schon immer gewesen vom DJ zum Produzenten. Man setzt sich erst mit der Musik als solches auseinander lernt die strukturen kennen und selbst da steckt schon etwas von Harmonie lerne mit drin. Denn nicht jeder Track ist mit jedem anderen beliebig zu mischen. Durch verschiedene Tonarten in den Tracks kann es beim Mischen zu Disharmonien kommen die sich auf der Tanzfläche gegenseitig reiben und auslöschen. Ein Dj set sollte mit hohen und tiefen bestückt sein und spannungsbögen beinhalten so wie ein Track. Jedes stück nur nahtlos aneinander pfeffern macht noch kein dj aus. Erst die minuten lange verschmelzung von 2 strukturen bringen erst den Tänzer in extase und lassen ihn durchgehend schweben. Und wichtig ist auch das man als DJ schon die nötigen Kontakte zu Veranstaltern und anderen Act´s hat die einen weiter bringen wenn man dran bleibt und den nächsten schritt als Producer wagen möchte. Viele machen sich es so einfach wie möglich dank der technologie aber das ist nur ein neben aspekt den nur der dj entscheidet ist der moment jetzt richtig und passt es zur momentanen stimmung.

  • dj Putin
    01. Mai 2011 | 16:06 Uhr Antworten

    musik soll doch im großen und ganzen nur eins: unterhalten!
    in welcher form das stattfindet und wie die leute das finden ist doch die sache der zuhörer.
    als dj spielst du im besten falle deine eigenen tracks, normalerweise die anderer dj’s und bands/musiker. da gehts nicht um live performance wie bei einer instrumentalen band. ziel beider seiten ist aber das publikum. stellst du eine band ins berghain, wird diese keinen anklang finden, weil die leute da wegen der dj’s hingehen. es geht also nur darum das publikum zu “lesen” und diesem eben jenes futter zu geben- klampfe oder ableton spielt keine rolle.
    heutzutage musst du dich als musiker, der geld verdienen will selbst vermarkten. dazu gehört auch deine musik zu definieren und zu wissen, welches publikum man erreichen will.
    es gibt nunmal musiker, die kein instrument spielen aber ein händchen für samples haben- wer sagt, dass diese mit ihrem “talent” nicht auch geld verdienen dürfen?
    und es gibt bands wie die meine, die kein instrument spielt, ihre stärken aber in der show ausspielen kann.

    ich will im großen und ganzen sagen, dass wenn du jem. bist, der musik studiert hat oder sein instrument virtuos beherrscht aber keinen cent damit verdient, nicht besser dran bist, als der mit dem wissen um die heutige zeit und den platz der musik in dieser- egal welche richtung, egal wie gemacht. entweder spielst du musik nur für dich oder du willst damit geld verdienen! nutze deinen kopf, gehe neue wege und guck, dass du davon leben kannst. wenn auch nur zum teil.
    musik fängt im herzen an, nicht in deinen händen.

    anbei: hier wurde auch der punkt gebracht, dass man musik in der bahn macht.
    ich will uns in keinster weise irgendwie hervorheben aber wir machen genau das und verdienen damit echt gutes geld. man lebt zwar noch immer von der hand in den mund aber in einer woche bleiben da mehr als 100€ übrig- geld, dass man in promotion u.ä. inverstiert.

    wir sind eben keine band, die mit instrumentaler rafinesse überzeugt- dennoch ist es kein ding der unmöglichkeit die leute mitzureissen. sei es, dass wir aufgrund unserer defizite eben eine showband sind- gebucht ist gebucht!

    hier, falls sich das jetzt jemand geben möchte:

    unsere Bahntour:

    http://www.youtube.com/watch?v=9MXqPMl7aeI

    ein kleines live-footage:

    http://www.youtube.com/watch?v=XtlnStLCMxE

    mit besten grüßen und dass man sich mehr zeit nimmt um musik zu machen und damit geld zu verdienen als sich drüber gedanken zu machen, ob das jetzt musik ist oder nicht. geschmack ist unterschiedlich und wird es immer bleiben.

    Putin von Heiss und Eis

  • Dave
    04. Aug 2011 | 17:44 Uhr Antworten

    Ich mache die Erfahrung das man ja mit CDs keine grossen Umsätze macht. Dennoch bei Konzerten verkauft man unglaublich viele Alben :-) wenn die Leute an das Konzert kommen und die Musik gut ankommt, wollen die meistens auch ein Album kaufen. So beobachte ich das meistens und erlebe es als Musiker auch so. Billy Cobham hat mir das letzthin auch gesagt. Ansonsten ist es natürlich der beste Weg, die eigene Musik selber zu vermarkten und zu verkaufen. Das läuft gut und machen viele Musiker heute sehr erfolgreich.

  • Hendrixon
    03. Okt 2011 | 00:15 Uhr Antworten

    Ich hab mal eine Weile lang unbekannte Regionalbands produziert. Das ist bei den Bands sehr gut angekommen, da die meisten nicht die Musse haben, sich so weit in die Sequenzer-Computer-Recording- und mixing-Materie reinzufuchsen, dass dann am Ende auch was amtliches rauskommt.
    Viele “kleine” Bands haben ein paar selbstgeschriebene Songs und freuen sich wie die Schneekönige, wenn sie eine amtlich produzierte CD in den Händen halten um sie auf Gigs zu verticken.
    Reich werden kann man damit nicht, aber man kann sich schön mal was dazuverdienen (in Equipement investieren :-)) und lernt selber auch viel dabei.
    Allerdings stand es für mich nach einiger Zeit in keinem Verhältnis mehr: Viele wollten klingen wie die “grossen” und das mit einem Microbudget. Ich hab mir immer viel Mühe gegeben, doch meine eigene Musik kam auf Dauer zu kurz und ich verlor langsam die Freude am Musikmachen, sodass ich das Ganze eingestellt habe und nun wieder meine eigenen Sachen mache;-)
    Das schöne daran war, dass ich einiges dabei gelernt habe und mir für mein Studio ein paar nette Dinge leisten konnte.

  • jens hohmann
    20. Jan 2012 | 11:46 Uhr Antworten

    Hi, ich hab mir darum auch mal nen kopf gemacht und das alles hier zusammen gefasst. der schwerpunkt liegt dabei in den möglichkeiten der verbreiterung im netz:

    http://www.ontai.de/2012/01/16/wie-mache-ich-meine-musik-im-internet-bekannt/

  • testo
    29. Apr 2012 | 22:44 Uhr Antworten

    Typisch Online Magazin, das wichtgste wurde vergessen:

    Üben!

    • Carlos San Segundo (delamar)
      30. Apr 2012 | 12:25 Uhr Antworten

      Hallo testo, das wurde nicht vergessen, sondern vorausgesetzt…

  • Hauke
    05. Jun 2012 | 17:17 Uhr Antworten

    Ich frage mich wo die motivation herkommt, unbedingt mit musik geld verdienen zu wollen. Warum kann musik denn nicht einfach ein tolles hobby bleiben? Klingt die musik dadurch automatisch schlechter? Es gibt soviele sachen, die man lernen bzw studieren kann und mit denen man nachher auch kohle machen kann. Zum beispiel bäcker oder wasweissich…wenn musik machen automatisch ein verpflichtender beruf waere, waere es dann immernoch ein entspanntes hobby? Die ganze diskussion kommt bei mir ziemlich captain-jack-maessig an…vielleicht irre ich mich aber auch. Hier wird ne ganze menge ueber die vermarktung von musik gesprochen. Vielleicht macht ihr einfach mal musik, der rest kommt von alleine, und falls nicht, ist es auch nicht so schlimm…was zaehlt ist doch der spaß an der sache oder??

    Uebrigens kann man auch journalistik mit dem schwerpunkt auf kultur studieren und anschließend in musikmagazinen arbeiten (geht auch online), falls man da rankommt.
    Man kann auch nem staubigen plattenladen arbeiten. Kohle gibts da auch…vielleicht so 1000 netto schaetz ich mal…wobei plattenlaeden auch aussterben….aber jemand “der musik lebt”, wie man so schoen sagt, dem ist das egal…

  • Der Georg
    03. Dez 2012 | 10:12 Uhr Antworten

    Musikmachen ist “Brotlose Kunst”. Geh nen anständigen Job nach – bringt mehr…

  • T. H.
    27. Jul 2013 | 03:44 Uhr Antworten

    Hab mal ne Frage:

    Wie ist es eigentlich mit Steuern, wenn man als Einnahmequelle die Spendenaktion und/oder eine (kostenpflichtige) Premium-Mitgliedschaft hat, und die Einnahmen höher als die Ausgaben sind, muss man dass dann anmelden oder ähnliches?

    Und?: Wie ist es mit Minderjährigen? Dürfen die schon solche Einnahmequellen haben?

  • mathias
    24. Nov 2013 | 14:49 Uhr Antworten

    was für ein naiver schwachsinn!

    alle werber in der stadt mal einfach anrufen…ich fass es nicht!

    schon mal aquise gemacht?

    wer den fuss nicht annähernd in der tür hat, hat heutzutage von vorne hinein bei der

    konkurrenz und den ganzen libraries keine chance…!

    schon mal mal was von empfehlung oder vitamin b gehört?!

  • Thomas
    27. Jan 2014 | 05:34 Uhr Antworten

    Wieso Musik verkaufen? Ich mache Musik seit über 20 Jahren. Es ist immer das gleiche. Ich müsste schon über 500 Tracks produziert haben, wobei ich aktuell nur ca. 100 Tracks im Moment besitze und nur weil ich immer neugierig war, was die Synthies so alles drauf haben.

    In den 20 Jahren habe ich auch aufgehört Radio zu hören. Wenn ich Musik hören will gehe ich halt auf Youtube. Dort kann ich eingeben was so hören will.

    Es war früher immer cool gewesen das produzierte Musikstück auf Kassette zu bringen und dann mit dem Walkmann zu hören oder wo es noch keine mp3 Player gab, habe ich meine Werke auf CD gebrannt. Heute landet das alles auf mein mp3 Player wobei mein letzter Mp3 Player den Geist aufgegeben hat. Wenn ich Lust habe lade ich einige Sachen auf Youtube oder Myownmusic. Aber die meisten Tracks habe ich niemals veröffentlicht.

    Ich kann nur sagen Musik machen ist wie Achterbahn fahren. Es geht rauf und runter, dann wird es wieder langsamer und wieder schneller.

    Mit Musik machen bin ich nicht reich geworden, doch da ich selber Musik mache, hat es mir doch einiges erspart, denn ich musste Musik von anderen nicht kaufen, weil ich ja meistens selber stundenlang Musik mache und beschäftigt bin.

  • manuela
    02. Feb 2014 | 17:52 Uhr Antworten

    woooooowwwwwwww !!!!

    da suche ich tipps, um meine drei – meiner meinung nach – sehr schönen, fertig produzierten songs selber zu vermarkten…..
    vielen dank an euch alle :D

    und: ich habe diese songs geschrieben, weil ich den menschen was sagen will

    und die einnahmen wären wichtig, um was gutes zu tun

    habe große träume…..
    ….bedürftigen kindern zu helfen

  • Peter Müller
    19. Feb 2014 | 14:21 Uhr Antworten

    Hallo, kennt jemand von der Redaktion oder den Lesern einen Weg um die eigene Musik auch ohne die Streuung persönlicher Daten im Netz (Name, Adresse, Kontonummer etc.- sehr beliebt bei Datenhändlern und Kriminellen) zu verkaufen? Irgendwie behagt einem die Vorstellung nicht besonders, wenn man die “Datenschutz”-AGBs (einiger?) Distributoren liest: Wir schicken alle Deine Daten an bis zu 400! Shops im In – und Ausland. Hörte, man kann mit Paysafe Spiele und Zusätze per Code-Übermittlung kaufen. Gibt es etwas ähnliches auch für den MusikVERKAUF? Bin für jeden Tip dankbar.

  • Elisabeth
    03. Mrz 2014 | 18:50 Uhr Antworten

    Ich habe mit MAGIX Music Maker 17 ein paar schöne Musik-Kompositionen kreiert und sie auf Youtube hochgeladen. Ich habe extra darauf hingewiesen, dass ich mit MMM17 die Musik selber gemacht habe und keine kommerzielle Zwecke verfolge. Trotzdem erhielt ich DREI Verwarnungen wegen Urheberrechtsverletzungen, obwohl ich mit MMM17 NUR vorgefertigte Loops und Sequenzen benutzt habe! FAZIT: Es ist anscheinend nicht möglich, eigene nicht-kommerzielle Werke auf Youtube zu veröffentlichen ohne Angst zu haben, dass nachher irgendwelche Interpreten (Youtube-User) einen vor den Kadi ziehen! Ich habe daraufhin verärgert meinen YT-Account gekündigt und arbeite fortan NICHT mehr mit MAGIX Music Maker-Produkte!

  • Sephyroth
    08. Aug 2014 | 12:10 Uhr Antworten

    Oben war mal die Frage ob jemand hier mit Musik Geld verdient. Ich bin Band-Manager und habe mit meiner Band vor allem bei Live Auftritten Geld verdient. Meine Hauptband heisst “The Smile Effect” und sie spielen an normalen Gigs wie auch Firmen-events. Firmen Events sind zum Teil ziemlich lukrativ. Auf der Website könnt ihr sehen wo sie gespielt haben, was auch gleich als Referenz für die zukünftigen Auftraggeber ist.

    hier: www.thesmileeffectmusic.com

    Was man bei solchen Firmen-Events und Hochzeiten verdient ist unterschiedlich, je nach Qualität, Bekanntheit, Monetäre Mittel des Kunden. Für gute Live Musik mit einem guten Ruf zahlen die Firmen bis 1’000Eu pro Musiker pro Auftritt.

    Die meisten Wege in der Musik brauchen wie bei normalen Unternehmen Zeit und viel Aufwand.

    Gruss

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