Soundkarte Kaufberatung (Teil 2)

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Übersicht

  1. Monitoring
  2. Mobilität
  3. Treiber & Latenz

Der vorliegende Artikel »Soundkarte Kaufberatung« folgt dem ersten Teil »Audio Interface Kaufberatung«, in dem wir bereits über den Klang, den Unterschied zwischen internen und externen Geräten, die Geschwindigkeit der Schnittstellen sowie den Anschlüssen gesprochen haben. Jetzt wird es Zeit, zu weiteren Details überzugehen.

Audio Interface

Kaufberatung: Das muss dein Audio Interface können.

In diesem zweiten Teil erfährst Du mehr über Metering, Optionen zum Abhören und Monitoring der Studio Soundkarte, Standalone-Betrieb, Auflösung, Samplerate sowie Treiber, Latenz und die Mixer-Software.

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Metering der Soundkarte

Wenn Du Instrumente oder Stimmen zu laut einspeist, wird die digitale Aufnahme dieser Signale verzerrt. Daher ist es empfehlenswert, bei der Aufnahme ein Auge auf den Pegel zu haben und diesen nicht in das Clipping zu fahren.

Neben den Pegelanzeigen, die ggf. in der Mixer-Software deiner Studio Soundkarte zu sehen sind, sind farbige LEDs an der Hardware (typischerweise von grün über gelb bis rot für übersteuert) eine praktische Angelegenheit. Bei einigen wenigen Geräten gibt es auch die altbewährten Nadeln in den VU-Metern zur Anzeige der Pegel oder einfallsreiche Lösungen wie farblich aufleuchtende Ringe, die direkt um die Regler für das Gain (die Verstärkung) der entsprechenden Eingänge platziert sind.

VU Meter Metering

Look im Old-School-Design

Abhören mit der Studio Soundkarte

Ein verzögerungsfreies Abhören (englisch »Monitoring«) beim Einspielen oder Einsingen ist sehr wichtig für die Performance der Künstler. Stellen sich dabei Verzögerungen ein, wirkt das irritierend und nicht zuletzt spaßbremsend.

Gerade beim Einsingen ist latenzfreies Abhören für die Performance des Sängers sehr wichtig

Die meisten modernen Studio Soundkarten ermöglichen dieses latenzfreie Abhören, in der Regel wird es als »Direct Monitoring« oder »Zero Latency Monitoring« von den Herstellern bezeichnet. Dabei wird das über die Eingänge eingespeiste Audiosignal ohne Umwege wieder an die Ausgänge geleitet – sozusagen kurzgeschlossen und das nahezu latenzfrei.

M-Audio Fast Track C600

Das Fast Track C600 kann mehrere Lautsprecherpaare ansprechen

Soundkarte als Monitor Controller

Wenn mehr als ein Ausgangskanal für Lautsprecher und/oder Kopfhörer vorhanden ist und sich diese einzeln in der Lautstärke regeln bzw. per Knopfdruck augenblicklich ein- und ausschalten lassen, kann man bereits von einem Monitor Controller sprechen. Diese Geräte gibt es auch in separater Form, doch es kann sehr praktisch sein, sowohl Soundkarte als auch Monitor Controller in einem zu haben, wenn Du vorhast, deine Mixe über mehrere Geräte abzuhören.

Nicht wenige Interfaces besitzen einen Drehregler, mit dem Du das Verhältnis der Quellen stufenlos mischen kannst. Soll es nur das Wiedergabesignal aus deinem Audio Computer, nur die Signale der Eingänge an der Soundkarte (Instrumente, Zuspieler und Mikrofone) oder eine Mischung aus beiden sein? Mit einem solchen Feature, das »Monitor-Mix-Regler« oder ähnlich genannt wird, hast Du die Wahl.

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