Homestudio anschließen: Kabel, Schnittstellen & Co.

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Übersicht

  1. Audio Interface
  2. Verkabeln
  3. Lautsprecher

Homestudio anschließen? Eine Sache ist es, das Audio Interface, die Musiksoftware, ein Mikrofon und Musikinstrumente einzukaufen, eine andere auf Anhieb das Homestudio anschließen zu können. Damit Du dich besser orientieren kannst, erhältst Du in diesem Artikel eine wasserdichte Anleitung. Erfahre, wie Du deine Hardware und Software für dein Homestudio einstellst, um sofort loslegen zu können – Schritt für Schritt.

Homestudio anschließen

Welches Kabel wird wann angeschlossen und wie kriege ich eigentlich die richtigen Treiber für mein Audio Interface? Das alles erfährst Du in unserem Workshop Homestudio anschließen!

Es gibt hier das volle Programm: Zunächst werden wir das Audio Interface installieren und die wichtigsten Einstellungen tätigen, danach geht es um das Verkabeln von Studio-Mikrofonen und anderen Musikinstrumenten, um dann schließlich mit dem Anschluss der Studiomonitore das Musikzimmer bzw. Homestudio betriebsbereit zu haben.

Möbel, Equipment & Co.: Homestudio einrichten »

Homestudio anschließen Teil 1: Audio Interface

Wir beginnen mit der Schnittstelle, dem Audio Interface. Hier laufen alle Strippen im wahrsten Sinne des Wortes zusammen. Und so dürfte es auch kaum verwundern, dass es als erstes in Betriebsbereitschaft genommen werden sollte.

Here we go.

1. Den richtigen Treiber beschaffen

Um dein Audio Interface an deinem Computer nutzen zu können, benötigst Du einen so genannten Treiber, der das Gerät erst funktionsfähig macht. Der beste Weg ist meist, auf der Website des Herstellers nach einer aktuellen Treiberversion zum Download zu suchen, auch wenn auf der CD ein Treiber mitgeliefert worden sein sollte. Neuere Versionen sind in der Regel von Programmfehlern bereinigt und bieten oft neue Funktionen oder Leistungssteigerungen.

Homestudio einrichten unter Windows

Audio Interface Treiber einrichten unter Windows

Für den Download benötigst Du einige Informationen. So solltest Du in Erfahrung bringen, welches Betriebssystem Du verwendest und ob dieses mit 32 Bit oder 64 Bit arbeitet. Oft ist in den Voraussetzungen zu einem Treiber zu lesen, dass eine Mindestversion des Betriebssystems vorausgesetzt wird, ohne die das Audio Interface nicht (korrekt) funktioniert. Es ist allein aufgrund der Sicherheit sehr ratsam, ein veraltetes Betriebssystem auf den neuesten Stand zu bringen. Also ist es nicht verkehrt, gegebenenfalls ein paar Euro für das Update zu investieren.

Audio-Treiber für Windows

Unter Windows: Startmenü → System und Sicherheit → System … dort findest Du unter »Windows-Edition« gleich in der ersten Zeile deine Windowsversion und bei »Systemtyp« die Information, ob Du eine Treiberversion für 32 oder 64 Bit brauchst.

Audio-Treiber für Mac OS

Treiber auf Mac OS einrichten

Treiber auf Mac OS einrichten

Falls Du ein Apple-Betriebssystem verwendest, klickst Du ganz links oben das Apfel-Logo, dann auf »Über diesen Mac«. In dem erscheinenden Fensterchen steht die exakte Versionsbezeichnung direkt unter dem dicken fetten Schriftzug »Mac OS X«, beispielsweise »10.7.5«.

Nun kannst Du auf »Weitere Informationen« und dort schließlich auf »Software« klicken. In der Auflistung findest Du einen Punkt namens »64-Bit Kernel und Erweiterungen«. Wenn dort ein »Ja« steht, kannst Du 64-Bit-Treiberversionen für dein Audio Interface verwenden, falls diese separat herunterladbar sind.

 

2. Soundkarten-Treiber installieren

Installiere den Soundkarten-Treiber, bevor Du das Audio Interface mit dem Audiorechner verkabelst. Meistens funktioniert es auch in umgekehrter Reihenfolge, doch die Hersteller empfehlen die genannte Reihenfolge für eine störungsfreie Einrichtung. Und falls Du während der Installation aufgefordert wirst, die Verbindung von Audio Interface und Computer per USB- oder FireWire-Kabel herzustellen, kannst Du das ja immer noch tun.

Erst Treiber installieren, dann das Audio Interface mit dem Rechner verbinden.

Bei den meisten Modellen befindet sich ein passendes Kabel bereits im Lieferumfang. Solltest Du erst noch eines erwerben müssen, brauchst Du nicht zum teuersten Modell greifen, das Du finden kannst. Ein herkömmliches Kabel verrichtet seinen Dienst bestens.

Wenn das Audio Interface nicht wie gewünscht funktioniert, versuche die für den Anschluss genutzte USB-Buchse zu wechseln. Oftmals hilft das allein, um etwaige Probleme aus dem Weg zu räumen.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, keinen USB-Hub zu nutzen. Das sind diese kleinen Zusatzgeräte, die als Verteiler zum Erweitern des USB-Schnittstellenangebots dienen. Besser ist es, einen USB-Port direkt am Audio Computer zu verwenden. Diese erweisen sich meist als zuverlässiger, was gerade bei den oft recht zickigen Audio-Interface-Treibern wichtig sein kann. Und wenn Du keine andere Möglichkeit hast, als einen USB-Hub zu verwenden, sollte es wenigstens ein Modell mit eigenem Netzstecker sein.

 

3. Einrichten des Treibers in der Musiksoftware

Nach der ordnungsgemäßen Installation des Treibers musst Du innerhalb deines Musikprogramms diesen auch einstellen. Am einfachsten suchst Du dabei im Handbuch deiner Software nach »Treiber« bzw. »Driver«, um zu jenem Konfigurationsdialog zu gelangen, in dem Du den ASIO-Treiber auswählen kannst.

Wenn bei der Installation (siehe oben) ein herstellereigener ASIO-Treiber eingerichtet wurde, findest du diesen in der Regel unter der Bezeichnung »[Name des Audio Interface] ASIO«, »[Name der Geräteserie] ASIO« oder »[Name des Herstellers] ASIO«. Falls kein solcher Eintrag zu sehen ist, wurde vermutlich der ASIO4ALL-Treiber installiert.

Soundkarten-Treiber einrichten

Soundkarten-Treiber einrichten

 

4. Audio-Treiber optimieren

Nachdem Du den Treiber gewählt hast, kannst Du in den Treibereinstellungen den sogenannten Puffer (»buffer«) verstellen. Über diesen Wert kannst Du die Latenz, also die zeitliche Verzögerung bei der Reaktionszeit deines Audio Interfaces einstellen. Je weniger Verzögerung, desto besser beim Musik produzieren, desto größer die CPU-Belastung. Bis zu einer Latenz von etwa 10 Millisekunden sollte alles im Rahmen bleiben, größere Verzögerungen werden dann deutlicher bemerkbar.

Je geringer die Latenz, desto geschmeidiger das Musizieren.

In den meisten Musikprogrammen ist diese Einstellung über einen Knopf im bereits angesprochenen Treiberauswahlfenster zu erreichen. Manchmal kann sie auch direkt in diesem Fenster per Schieberegler verstellt werden.

Beginne mit dem niedrigsten Puffer und lausche, ob damit Aussetzer im Klang oder sonstige Störgeräusche zu hören sind, während Du dein Projekt in der DAW-Software abspielst. Ist das der Fall, so sollte der Puffer höher gewählt werden. Und zwar so lange, bis die unerwünschten Nebeneffekte nicht mehr zu hören sind.

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  3. Lautsprecher