Zoom SSH-6: M/S Mic für Zoom H5 & H6

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Zoom SSH-6

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M/S für Zoom H5 & H6: Zoom SSH-6

Hier kannst Du die Stereobreite der Aufnahme verstellen, indem Du das Level des Seitenmikros regulierst. Wenn Du den RAW-Modus nutzt, kann die Stereobreite auch im Nachhinein justiert werden, da die Spuren separat aufgezeichnet werden. Verwende dieses Feature, um eine spezifische Klangquelle mit dem Shotgun-Mikro des Zoom SSH-6 aufzuzeichnen und dann nach Gusto die Klänge aus der Umgebung hinzuzumischen. Beispielsweise bei der Audioaufnahme für Film- und Videoproduktionen aller Art, wo die Stimme eines Protagonisten eingefangen werden soll. In der Post-Produktion können dann bei Bedarf die Klänge aus der Umgebung hinzugemischt werden, um den räumlichen Kontext und das, was im Hintergrund (bzw. Seitengrund ;)) vor sich geht, einzubeziehen.

Zoom SSH-6

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Andererseits kann der Pegel des Seitenanteils einfach reduziert werden, wenn die Umgebung zu geräuschvoll ist. So können auch Situationen, in denen eine erneute Aufnahme nicht in Frage kommt, gerettet werden, ohne eine mehr oder minder aufwändige Restauration betreiben zu müssen.

Wie bei den anderen Gadgets für den H5 und H6 ist auch hier ein Gain-Regler direkt in den Mikrofonaufsatz integriert. Ein Fellwindschutz ist im Lieferumfang enthalten.

Zoom SSH-6: Preis & Verfgübarkeit

Für das bereits erhältliche und nun auf der Musikmesse Frankfurt gezeigte Zoom SSH-6 sind im deutschen Fachhandel 139,- Euro (inkl. MwSt.) zu berappen.

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Lesermeinungen (1)

zu 'Zoom SSH-6: M/S Mic für Zoom H5 & H6'

  • mono   20. Apr 2015   16:14 UhrAntworten

    Das ZOOM SSH-6 gehört zu der äußerst seltenen Spezies der Stereo-Richtrohr-Mikrofone. Die Besonderheit ist nicht nur die Stereorichtwirkung, sondern auch seine M/S-Ausrichtung. Diese gibt es meines Wissens nur in zwei Thomann Superlux Stereo-Richtrohr-Mikrofonen. Das von der Bauform recht ähnliche ZOOM SGH-6 Monomikrofon (Hyperniere) habe ich auch und war sehr gespannt auf die Stereovariante. ZOOM hat dazu seinen H5 & H6 Recordern ein sogenanntes RAW-Audioformat spendiert. Mit ihm lässt sich die Bühne der M/S Mikrofone via MS-Decoder (gibt es auf der ZOOM H6 Internetseite unter Software) noch nachträglich in der DAW verändern (Bei der MS-Kapsel zum ZOOM H6 kann schon am Gerät eine Voreinstellung vorgenommen werden). Eine ähnliche Art der Manipulation kenne ich sonst nur von Schoeps mit seinem Polarflex PlugIn. Vorteil der M/S-Stereofonie ist auch die 100%tige Monokompatibilität. Getestet habe ich das Polarflex- und ZOOM-M/S-Decoder PlugIn in Reaper. Man kann Stunden mit dem Verändern des Signals zubringen. Da ist es hilfreich, das das ZOOM PlugIn eigene Voreinstellungen hat.
    Technische Daten zu dem Mikrofon sucht man vergebens. Beim SGH-6 gab es diese Infos noch. Die Länge der Kapseln beträgt 15,2 cm, bei einer Gesamtlänge von 18 cm (2 cm länger als das SHG-6!) und einem Durchmesser (wie beim SGH-6) von 25 mm. Das Mikrofon hebt sich mit seiner Anthrazitfärbung deutlich von den anderen Mikrofonaufsätzen ab. Auch ist die Kapsellage durch unterschiedliche Rippung des Richtrohrs kenntlich gemacht. Ferner ist dort ein Rechts/links-Symbol angebracht.

    Zum Lieferumfang gehört ein Fellwindschutz, aber kein Schaumstoffwindschutz. Da letzterer nicht von ZOOM angeboten wird, muss man sich etwas passendes von einem anderen Hersteller heraussuchen.

    Praxis: Die Vorteile dieser 2-teiligen Kapsel besteht in dem sehr guten Zusammenspiel von Mikrofon und Recorder. Hier hat der Hersteller wirklich sehr gute Arbeit geleistet. Der Vorverstärker mit Gain-Regler ist von hoher Qualität leichtgängig, aber nicht zu leicht und das akustische Ergebnis dementsprechend. Die Empfindlichkeit und Richtwirkung ist nicht so stark und ausgeprägt wie beim SGH-6, was das Mikrofon eher Interview tauglich macht. Beim ersten Einschalten hatte ich das Gefühl einen Raum ähnlich einer Kunstkopfaufnahme zu hören. Natürlich ist dies nicht so und der erste Eindruck verfliegt nach ein paar Minuten des Einhörens. Das aufgezeichnete Signal ist von hoher Güte. Trotz seines beigelegte Windschutzes ist das Mikrofon sehr windempfindlich. Auch Bediengeräusche werden bedingt durch die Kapseln ohne Stativ zum Problem.
    Leider hat Zoom es verschlafen dem Mikrofon eine Transportverpackung zu spendieren. Ich habe bei der Firma Modulor eine »Transportrolle Drehpack (Länge verstellbar von 200-350 mm, Innen-ø 65 mm)« gefunden, die für mich das Transportproblem optimal gelöst hat. Auch die Bedienung ist trotz der Gesamtlänge von 34 cm kein Problem und gerade noch handlich. Insgesamt wurden meine schon guten Erwartungen vom ZOOM H6 und seinen beiden Kapseln mit dem SSH-6 nicht enttäuscht und ich bin zufrieden. So gehört - ein Mikrofon mit einem eigenen selbstbewussten Charakter, was die Palette der ZOOM Mikrofonkapseln um ein weiteres Highlight erweitert. Wer ein SGH-6 in Stereo erwartet, wird enttäuscht sein.

    Verwendung an einer DSLR/Videokamera

    Auf Abbildungen sieht man häufig die ZOOM H5 & H6 Recorder mit dem SSH-6 mithilfe des ZOOM HS-1 Kameraadaper auf einer DSLR/Videokamera befestigt. Das ist keine gute Idee. Warum? Die Kontaktfläche des Adapters/Recorders ist sehr klein. Die Verbindung ist somit sehr instabil. Ausserdem ragt die Kombination Recorder/Richtmikrofon aufgrund seiner Länge ins Bild (oder zu weit nach hinten und erschwert so die Bedienung) und wirft Schatten (besonders bei der Verwendung von Weitwinkelobjektiven). Zudem ist so auch die Nutzung von Sonnenblenden/Kompendien/Matte-Boxen nur sehr eingeschränkt möglich (Wer einen ZOOM Q4 oder Q8 VideoCamCorder hat ist fein raus – da ragt aufgrund der sehr weit zurückgesetzten Mikrofonaufnahme nichts ins Bild). Auch ist der Recorder nicht über den Adapter entkoppelt. Abhilfe schafft der Rycote ZOOM H6 Suspension. Allerdings wird der gesamte Aufbau etwas hoch, ein Stativ ist Pflicht.

    Mit Einführung des ZOOM F8 Fieldrecorders (noch in 2015) wird es auch ein Verbindungskabel zwischen Recorder und Mikrofon geben. So kann dann auch eine Mikrofonangel Verwendung finden.

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