Vox TB35C1 & TB35C2: Britische Röhrenverstärker mit amerikanischem Sound

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Vox TB35C1

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Vox TB35C1 & TB35C2: Britische Röhrenverstärker mit amerikanischem Sound

Ganz klar wirbt der britische Hersteller Vox um einen amerikanischen Gitarrenklang. Für die Entwicklung der Schaltungen war nämlich Verstärkerbauer-Legende Tony Bruno verantwortlich, der für seine luxuriösen, handverlöteten Boutique-Verstärker nicht nur in den USA gelobt wird. Basierend auf der guten Erfahrung mit Tony Bruno bei bisherigen Projekten bat ihn Vox, eine Schaltung zu entwickeln. Der handverlötete Verstärker-Prototyp soll demnach als Messlatte gesetzt worden sein und das Ergebnis der Zusammenarbeit sind diese beiden Amps – qualitativ hochwertig und bereit für die Serienproduktion.

Beide Verstärker sind mit vier 6V6-Leistungsröhren ausgestattet, die für seidige Höhen, cremige Mitten und fette Bässe bekannt sind. Es steht nur ein Kanal zur Verfügung, der aber über zwei Eingänge verfügt: »High« und »Low«. Die standardmäßigen Bass-, Middle- und Treble-Regler für die Klangformung und ein Lautstärkeregler finden sich an der für Vox-Verstärker typischen Stelle, der Oberseite. Der Unterschied zwischen den beiden Verstärkern liegt in den Lautsprechern: Der TB35C1 ist mit einem, der TB35C2 mit zwei G12-65-Lautsprechern von Celestion ausgestattet.

Vox TB35C1

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Lustige Idee: Per »Macho-Schalter« lassen sich mehr Mitten dazuschalten und die Gesamtlautstärke anheben. Einen wirklichen Vorteil bietet dieser Schalter aber auch: Gitarristen, die einen reinen, organischen Klang bevorzugen und den Leistungsschub für ihre sustain-reichen Soli nicht über ein externes Effektgerät beziehen wollen.

Eine weitere Funktion ist der »Bass-Boost«, der für mehr bzw. intensivere Bässe sorgt. Laut Hersteller wirst Du damit garantiert fündig, wenn Du einen vollen Klang bei Single-Coil-Pickups suchst.

Vox TB35C1 & TB35C2: Die wichtigsten Features auf einen Blick

  • Schaltungen von Verstärkerbauer-Legende Tony Bruno
  • Vollröhrenschaltung
  • Eingebauter Röhrenfederhall
  • Macho-Modus mit Fußschalter
  • Bass-Boost-Funktion
  • Vier 6V6-Leistungsröhren

Vox TB35C1 & TB35C2: Preis & Verfügbarkeit

Die beiden Röhrenverstärker Vox TB35C1 und TB35C2 sind bereits im Fachhandel erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 1368,- Euro (TB35C1) bzw. 1725,- Euro (TB35C2). Ein VFS1-Fußschalter zur Kontrolle des »Macho-Modus« ist im Lieferumfang beider Modelle enthalten.

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Lesermeinungen (3)

zu 'Vox TB35C1 & TB35C2: Britische Röhrenverstärker mit amerikanischem Sound'

  • Jens   22. Sep 2011   08:47 UhrAntworten

    Hallo Alexej! Vielen Dank für Deinen informativen Artikel.
    Ich würde gerne mal eine kleine Diskussion starten und hierzu folgendes, mitunter kontroverses Statement in den Raum stellen: Warum möchte eine britische Ampschmiede mit einem solchen Ruf und einer entsprechenden Tradition jetzt unbedingt "amerikanisch" klingende Amps produzieren?
    Ich krieg das irgendwie nicht auf den Schirm. Ist es denn nicht so, dass man auf die Briten gerade deshalb zurückgreift, weil man eben einen "britischen" Sound haben möchte? Warum also eine solche Strategie seitens Vox? Wenn ich einen Ami haben will, der auch wie ein Ami klingen soll, dann greife ich auf die Marke mit dem "F" zurück (ja, richtig: Fender). Wenn es ein bisschen mehr Metal sein soll, dann kann man hier ebenfalls auf ein Original zurückgreifen, nämlich Mesa Boogie. Und es gibt natürlich auch noch weitere Brands, hier seien nur mal die großen, da bekanntesten genannt.

    Fazit: Also, liebe Voxler, wenn ich einen Vox haben will, dann soll er bitte auch so klingen, nämlich "britisch"!

    Greetz & ROCK ON!!!
    Jens

    • Carlos San Segundo (delamar)   22. Sep 2011   14:54 UhrAntworten

      Ja, Jens, du hast da recht. Ich denke aber die Gründe liegen auf der Hand: Man vermutet ein Riesengeschäft dahinter und will eben auch etwas produzieren, das mehr Marktmasse anspricht ;)

    • Alexej Veldanov (delamar)   22. Sep 2011   15:12 UhrAntworten

      Hallo Jens,

      Du hast natürlich recht, die meisten wollen einen britischen Sound, wenn sie zum Vox greifen. Aber ich denke auch, dass der Unterschied zwischen diesen beiden Vox Amps und bekannten, amerikanischen Verstärkern gar nicht so groß sein wird. Da geht's dann mehr um Marke - zumindest könnte ich's mir so vorstellen.

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