Mackie Onyx Satellite Testbericht

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Mackie Onyx Satellite Testbericht

Mackie Onyx Satellite Testbericht - Klein, aber oho?

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Testbericht: Mackie Onyx Satellite

Erster Eindruck
Als ich das Audio Interface aus seiner Verpackung holte, war ich positiv ob der qualitativ hochwertigen Verarbeitung überrascht. Das Mobilteil (auch Pod genannt) ist aus stabilem Aluminium gefertigt und die Dockingstation macht ebenfalls einen sehr robusten Eindruck. Allein die Potis für die beiden Preamps hatten im Gegensatz zu den anderen etwas Spiel, was den Gesamteindruck leicht trübte. Sehr gelungen hingegen fand ich die Dreingabe des beiliegenden Firewire-Kabels und Firewire-Adapters, die sich beide neben dem externen Netzteil und der CD mit Treibern und Mackie Tracktion 2 Software in der Verpackung befanden.

Mackie Onyx Satellite Testbericht

Mackie Onyx Satellite Testbericht - Klein, aber oho?

Der Pod
Die gesamte Intelligenz der Mackie Onyx Satellite steckt im Mobilteil, das mit zwei kombinierten Mikrofon- / Line- und Instrumenten-Eingängen, einem analogem Control-Room-Ausgang sowie zwei getrennt regelbaren Kopfhörer-Anschlüssen aufwarten kann. Die PreAmps stammen aus der für ihre Qualität und Transparenz weithin bekannten Onyx-Reihe.

Der Pod kann standalone ohne die Dockingstation betrieben werden, mit der er durch einen stabil anmutenden Multipin-Stecker auf der Rückseite verbunden wird. Er bietet die Möglichkeit Aufnahmen bis zu 24bit und 96kHz auch mobil zu machen.

 

Die Dockingstation
Die Dockingstation der Mackie Onyx Satellite ist für eine Platzierung auf dem Schreibtisch konzipiert und stellt nach Aufnahme des Mobilteils eine Vielzahl von Anschlussmöglichkeiten für das heimische Studio bereit.

Beide Eingangskanäle verfügen über getrennte Anschlussbuchsen für Line, Instrument und Mikrofon. Sie lassen sich zwar alle gleichzeitig betreiben, müssen sich dafür aber die Gain-Regelung teilen. Für den Betrieb von Kondensator-Mikrofonen bietet die Mackie Onyx Satellite einen Schalter für Phantomspeisung, der die 48V in beiden Kanälen ein- bzw. ausschaltet. Eine nette Zugabe ist der Insert, der bei beiden Inputs zur Verfügung steht und über den externe Effekte eingeschleift werden können.

Die Auswahl der Aufnahmequelle je Kanal erfolgt über die vier Knöpfe an der Vorderseite (Mic, Instrument, Line 1, Line 2), ein Umstand, der dem Nutzer erlaubt alle Buchsen fest mit den Instrumenten und Mikrofonen verkabelt zu lassen und trotzdem die volle Kontrolle über die Aufnahmequelle zu behalten.

Der Pod ist mobil

Der Pod ist mobil

Mitgedacht hat Mackie auch bei der Gestaltung der Ausgänge der Mackie Onyx Satellite: Es besteht die Möglichkeit ein Stereo- und ein 5.1-Speaker-Setup zur gleichen Zeit anzuschließen, wobei man mit Hilfe eines Knopfes auf der Vorderseite der Dockingstation zwischen beiden Setups hin- und herschalten kann. Diese Option ermöglicht ein schnelles Abhören des 5.1-Mixes in stereo, was sich im ein oder anderen Fall als sehr nützlich erweisen kann.

Der Poti für den Control Room ist dafür aber leider nur digital ausgelegt, was bedeutet, dass geringere Lautstärken durch eine Reduzierung der Bitauflösung des Wandlers erreicht werden. Aber dazu später mehr.

Das Handling
Die Installation auf dem Test-PC erfolgte sehr schnell und verlief problemlos. Die auf der Webseite zum Download angebotenen, aktuellen Treiber bieten Latenzen bis hinunter auf 64 Samples und liefen im Dauerbetrieb bei Latenzen von unterhalb von 10ms ohne Klicks und Aussetzer.

 

Der Klang
Klanglich hat die Mackie Onyx Satellite viel zu bieten und lässt in ihrer Preisklasse (aktueller Straßenpreis von 199,- Euro) auch nichts zu wünschen übrig. Die PreAmps sind angenehm transparent und lassen qualitative Aufnahmen auch mit hochwertigen Mikrofonen zu.

Ich hatte bei meinen Tests zwar den Eindruck, dass das Mobilteil standalone besser klang als in Kombination mit der Dockingstation, äußere diese Aussage an dieser Stelle aber rein subjektiv ohne sie durch Messungen unterstützen zu können.

Einziger Wermutstropfen beim Mackie Onyx Satellite Testbericht war der digital ausgelegte Poti für den Control Room Ausgang, dessen Verwendung zur Regelung der Lautstärke in meiner Abhörsituation (bei direkt angeschlossenen, aktiven Monitorboxen und wegen der Lautstärke heruntergeregeltem Poti) zu einem schlechterem klanglichen Ergebnis als nötig führte. Der Lösungsansatz, den Poti ganz aufzuziehen und die Lautstärke digital in der Software zu regeln, lieferte wieder das gewohnt gute Klangbild.

Mackie Onyx Satellite Testbericht

Beide Seiten im Mackie Onyx Satellite Testbericht

Die Gimmicks
Ein für Studioanwendungen überaus nützliches Feature ist die Talkback-Sektion mit eingebautem Mikrofon, die es erlaubt, das vom Mic aufgenommene Signal entweder an die Kopfhörer oder an die DAW zu senden.

Auf der mitgelieferten CD befindet sich als Zugabe die hauseigene Recording-Software Mackie Tracktion 2, die dem Käufer der MOS einen schnellen Einstieg ins Recording ermöglicht.

 

Fazit im Mackie Onyx Satellite Testbericht

Der amerikanische Hersteller Mackie bietet mit diesem Audio Interface ein gut klingendes, stabil unter 10 Millisekunden Latenz funktionierendes und sehr gut verarbeitete Hardware mit zahlreichen Anschlussmöglichkeiten und zwei transparenten Preamps für wenig Geld an. Das mobile Konzept der Satellite ist konsequent durchdacht und mir nicht zuletzt wegen des sensationellen Preis- / Leistungsverhältnisses eine redaktionelle Empfehlung wert.

Update:
Ich habe mich in der Eile ganz vergessen bei Peter Brüning für den nette Kontakt und die Bereitstellung des Audio Interfaces zu bedanken, deswegen an dieser Stelle nochmals danke!

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Lesermeinungen (3)

zu 'Mackie Onyx Satellite Testbericht'

  • Marius   08. Nov 2007   13:44 UhrAntworten

    Ah danke für den Test, der kam genau richtig!

  • Sven   10. Nov 2007   01:39 UhrAntworten

    Das Problem mit dem Rauschen und den Monitorboxen hatte ich auch, jetzt hab ich auf passive Boxen gewechselt.

  • carlos (delamar)   03. Jan 2008   14:15 UhrAntworten

    Die Sache mit dem Rauschen liegt anscheinend in der Natur der Sache. Ist zwar schade, aber lässt sich wie oben beschrieben umschiffen.

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