Studiokopfhörer: Testsieger bis 1.000 Euro

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Die besten Studiokopfhörer

Die besten Studiokopfhörer

Die besten Studiokopfhörer im Test

Im Folgenden findest Du fast ausschließlich Studiokopfhörer, die wir in Testberichten auf delamar schon ausführlich und persönlich unter die Lupe genommen haben. Interessierst Du dich besonders für einen der Kandidaten, findest Du also jeweils alle Details aus der Praxis.

Die Reihenfolge unserer Bestenliste richtet sich nach dem Preis, von 29,90 Euro aufsteigend bis zum Topmodell für 897,- Euro. Das sind die bei den meisten deutschen Musikalienhändlern zu zahlenden tatsächlichen Preise (»Straßenpreise«), jeweils inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten.

Der große Ratgeber – Kopfhörer für Mastering & Mixing »

Was muss ich für meine Kaufentscheidung wissen?

Du möchtest erfahren, was ein Studiokopfhörer im Test überhaupt beweisen muss, um zum Abmischen und Mastern geeignet zu sein? Was unterscheidet diese Modelle von jenen, die hauptsächlich zum Recording konzipiert wurden? Hier sind alle Antworten:

In diesem Artikel findest Du eine Mischung aus Studiokopfhörern in drei Bauweisen. Lies mehr über Kopfhörer: Der Unterschied zwischen offen, geschlossen und halboffen – dabei geht es vor allem um Schallisolierung (nach innen und außen), aber auch um Tragekomfort.

 

t.bone HD-880

t.bone HD-880

Geschlossen | 24,90 €

Wir beginnen unseren Reigen mit einem sehr günstigen Modell, das perfekt für Hobbymusiker und -produzenten sowie als Zweitabhöre geeignet ist. Wie fast alle hier aufgelisteten Modelle handelt es sich um einen ohrumschließenden Studiokopfhörer – die Ohrmuscheln umhüllen deine Lauscher also vollständig.

Die Membranen werden von Neodym-Magneten angetrieben und die Impedanz liegt bei 64 Ohm. Mit einem Schalldruckpegel von 104 dB ist lautes, weitestgehend verzerrungsfreies Abhören möglich. Der Bass ist leicht überbetont, aber sonst ist bei der Klangqualität für diesen Preis alles in bester Ordnung.

Das Kabel misst drei Meter – mehr als sehr viel Bewegungsfreiheit vor Computer, Mischpult & Co. Das Gewicht von 196 Gramm (ohne Kabel) ist verblüffend niedrig, so dass sich selbst bei Marathonsessions keine Ermüdungserscheinungen einstellen.

Kurzfazit: Eine brauchbare Abhöre für Einsteiger, Gelegenheitsmusiker oder als Ersatzgerät.

 

Die besten Studiokopfhörer - Superlux HD-668 B

Superlux HD-668 B

Halboffen | 29,90 €

Das höchst attraktive Preis-Leistungs-Verhältnis dieses Modells sollte nicht nur Einsteiger locken, denn die Klangkompetenz des 668ers kann durchaus mit dreimal so teuren Exemplaren mithalten. Er zaubert recht schnelle, trockene Anschläge hervor, der ausgewogene Bass reicht recht tief und die Räumlichkeit überzeugt. Kaum überraschend bei diesem Preis gibt es lediglich einen merklichen Euphoriedämpfer: Die Höhen tönen eine Spur zu eindringlich und wirken bei langen Sessions ermüdend.

Ferner kann der eine oder andere Kritikpunkt hinsichtlich der Verarbeitung und Materialwahl geäußert werden, letztlich geht sie aber in Ordnung – das Teil fällt nicht beim ersten strengen Blick auseinander und wird dich bei pfleglicher Behandlung lange begleiten.

Die Kritik verblasst im Lichte der Anschaffungskosten und so hielten wir es für angemessen, diesem Studiokopfhörer im Test (Link siehe oben) unsere Höchstwertung zu verpassen. Zitat: »No-Brainer!« Alle weiteren Details siehe Superlux HD-668 B Testbericht.

Kurzfazit: Ein mehr als passabler Studiokopfhörer – zum Preis eines Abendessens.

 

Fame HD 290

Fame HD 290

Geschlossen | 39,00 €

Hier haben wir den einzigen ohraufliegenden Kopfhörer aus unserer Liste – wer diese luftigere, weniger schweißtreibende Bauweise vorzieht, sollte also definitiv mal reinhören.

Dieses Modell weist eine Nennimpedanz von 32 Ohm und eine hohe Empfindlichkeit auf. Dementsprechend erwartet dich ein kräftiger Output, auch bei niedriger Verstärkung. Der Klang weiß in dieser Klasse zu überzeugen, wenngleich der Bass eine Spur zu kräftig ausfällt. Mit der Zeit kann man sich darauf einstellen und beim Abmischen entgegenwirken. Ein vergleichendes Abhören mit weitgehend neutral aufspielenden Lautsprechern ist ohnehin immer zu empfehlen.

Der Fame HD 290 hat ein abnehmbares Kabel. Bei einem Defekt lässt es sich flugs austauschen – die Einlieferung zur Reparatur oder Bastelarbeiten auf eigene Faust sind nicht nötig.

Kurzfazit: Ohraufliegendes Alternative mit sattem Sound und abnehmbaren Kabel.

 

Studiokopfhörer bis 1.000 Euro

Nowsonic Prinz

Geschlossen | 59,00 €

Mit dem geschlossen konstruierten Nowsonic Prinz sollst Du als Sparfuchs dein Projekt- oder Homestudio einrichten. Auch die Nutzung als am FOH-Mischplatz ist denkbar. Es ist – wie die meisten Studiokopfhörer in dieser Liste – ein ohrumschließendes Modell.

Der Frequenzgang reicht sehr weit in den Tiefbassbereich hinab, was den Sound sicher auch in deinen Ohren sehr »rund« macht. Mit seiner recht niedrigen Nennimpedanz von 40 Ohm lässt sich dieser Kopfhörer auch an mobilen Geräten wie Smartphones, Tablets, MP3-Playern & Co. sehr laut aufdrehen. Nicht zu vergessen: Zum Monitoring der Klänge eines Kameramikrofons oder von einem mobilen Audio Recorder ist dieser Kandidat ebenfalls geeignet.

Erstaunlich ist, dass weiterhin gleich drei Kabel mitgeliefert werden: ein 1,2 m langes mit integriertem Mikrofon, ein 3 m langes mit Textilummantelung und ein spiralförmiges Kabel (1 m, nicht ausgezogen). Sehr bemerkenswert, zumal bei diesem Preis.

Kurzfazit: Gut isolierend, mit präsentem Tiefbass und Bestausstattung (3 Kabel!).

 

Die besten Studiokopfhörer - Akai MPC Headphones

Akai MPC Headphones

Geschlossen | 149,- €

Bei diesem Erstling von Akai handelt es sich definitiv um einen der klanglich besten Studiokopfhörer für kleine Budgets. Der Sound ist ausgewogen, keinerlei nennenswerte Über- oder Unterbetonungen bestimmter Frequenzlagen sind zu verzeichnen. Der Bass reicht tief hinab und ertönt knackig-kontrolliert. Auch in den anderen klanglichen Disziplinen wie Raumabbild (trotz geschlossener Bauweise) werden gute Leistungen erzielt.

Komfortseitig gibt es zumindest auf meinem Kopf nichts zu beanstanden. Die Verarbeitung ist auffällig robust und das Kabel abnehmbar. Beides ist ganz und gar nicht selbstverständlich in dieser Preisklasse.

Einzig das hohe Gewicht trübt das Bild und den Komfort – 390 Gramm sind ein ziemliches Pfund, was sich bei langen Sessions bemerkbar machen wird. Alles in allem hat der Hersteller aber einen kleinen Überraschungshit gelandet. Mehr findest Du im Akai MPC Headphones Testbericht.

Kurzfazit: Gelungener Erstling mit neutralem Sound und feschem MPC-Design.

 

Fostex T50RP mk3 Testbericht

Fostex T50RP mk3

Halboffen | 159,- €

Dieses Modell ist als einziges in unserer Liste mit magnetostatischen Treibern ausgestattet (auch »orthodynamisch« genannt). Es handelt sich um einen sehr empfehlenswerten Kopfhörer in einer unheimlich spannenden Preisregion – gut 150 Euro sollten ambitionierte Musiker und Produzenten definitiv berappen können, gleichzeitig überschreitet man hiermit die Schwelle zur Mittelklasse.

In den zentralen Eigenschaften eines guten Studiokopfhörers punktet unser Kandidat. Die Bässe sind trocken und klar kontruiert. Einzelne Klänge lassen sich in Tiefenstaffelung & Stereopanorama gut voneinander separiert wahrnehmen. Abnehmbare Kabel sowie eine einfache und zweckmäßige, aber hinreichend robuste Konstruktion runden das Bild ab.

In den Mitten ist der Klang etwas zurückhaltend, vergleichbar etwa mit dem bewährten beyerdynamic DT 990 PRO. Das ist nicht dramatisch, aber generell ist bei dieser Klasse von Kopfhörern ja eine größtmögliche Neutralität von Vorteil. Abgesehen davon freuen wir uns über die gelungene Überarbeitung einer hierzulande (zu Unrecht) wenig bekannten Serie. Alles Weitere erfährst Du im Fostex T50RP mk3 Testbericht.

Kurzfazit: Magnetostatisches Arbeitstier mit feiner Dynamik und Räumlichkeit.

 

Focal Spirit Professional Testbericht

Focal Spirit Professional

Geschlossen | 197,- €

Ein Kandidat auf klanglich hohem Niveau, wie Du es in dieser Klasse schon erwarten darfst. Ähnlich wie beim fast identisch bepreisten 880er von beyerdynamic (siehe unten) kommt man hier dem Ideal eines neutralen Frequenzgangs ziemlich nahe. Hinzu kommt eine feine Impulsabbildung, bei der besonders die Bässe angenehm trocken daherkommen. Das schafft einen kontrollierten Punch, der viel zur allgemeinen Transparenz des Sounds beiträgt.

Weiterhin zu loben ist die starke Schallisolierung, die den Focal Spirit Professional auch als Kopfhörer für das (Vocal) Recording nah am Mikrofon qualifiziert. Die Verarbeitung ist erstklassig, die Ohrmuscheln können für den Transport eingeklappt werden und zwei Kabel werden mitgeliefert. Eins davon hat sogar eine Fernbedienung für Smartphones und Tablets.

Das Stereopanorama ist nicht ganz so weiträumig wie bei den besten direkten Mitbewerbern. Das kommt auch durch die geschlossenen Ohrmuscheln, die für die erwähnt hohe Schallisolierung nötig sind. Außerdem hätten wir uns noch die Möglichkeit zum Austausch der Ohrpolster gewünscht. Mehr findest Du im Focal Spirit Professional Testbericht.

Kurzfazit: Ein sehr starkes geschlossenes Modell in der gediegenen Mittelklasse.

 

Die besten Studiokopfhörer - beyerdynamic DT 880 PRO

beyerdynamic DT 880 PRO

Halboffen | 199,- €

Dieser moderne Klassiker aus dem Hause beyerdynamic tönt vorbildlich neutral, was eine der Voraussetzungen ist, um einen Mixdown überprüfen zu können. Dabei scheinen dennoch ein Stück weit die herstellertypisch brillanten Höhen zur feinen Detaildarstellung durch.

Unterstützt durch die halboffene Bauweise ist der Raumklang sehr überzeugend – der Sound ist frei und luftig. Eine sehr akkurate Darstellung von kurzen, knackigen Impulsen relativ zur Preisklasse komplettiert das Bild.

Schade, dass das Kabel nicht abnehmbar ist. Ein Defekt lässt sich also nicht sofort beheben, auch der schlichte Wunsch nach einem anderen Kabel kann nicht einfach realisiert werden. Nun, das ist so ziemlich der einzige Kritikpunkt des 880ers, den man bei Anschaffungskosten von ~200 Euro überhaupt äußern könnte. Du willst noch mehr wissen? Dann lies den beyerdynamic DT 880 PRO auf delamar.

Kurzfazit: Sehr gut für analytisches Lauschen im »sweet spot« aus Preis & Leistung.

 

Die besten Studiokopfhörer - AKG K712 PRO

AKG K712 PRO

Offen | 219,- €

Der markant designte 712er bietet große kuschelige Velourspolster – einmal aufgesetzt, wartet ein hervorragend luftiger Sound mit feiner, teils feinster Detaildarstellung auf deine Ohren. Natürlich ist auch hier ein weitgehendend ausgewogener Frequenzgang zu verbuchen. Dabei ist der Bass dankenswerterweise kräftiger als beim 702er-Modell, ohne dass Effekthascherei betrieben wird.

Im Vergleich mit vielen Modellen in niedrigeren Preisregionen macht sich die sehr gute Verarbeitung bemerkbar, auch wenn die Konstruktion filigran wirkt. Eines der zwei mitgelieferten Kabel steckst Du über eine verriegelbare Mini-XLR-Verbindung an die linke Ohrmuschel.

Es handelt sich bereits um ein sehr gutes Abhörwerkzeug, wohingegen der Preis noch als moderat gelten kann. Noch mehr Erkenntnisse findest Du im AKG K712 PRO Testbericht.

Kurzfazit: Hier beginnt die Oberklasse – lohnende Investition für Fortgeschrittene.

 

Die besten Studiokopfhörer - Shure SRH940

Shure SRH940

Geschlossen | 249,- €

Shure ist noch nicht allzu lange am Markt für Kopfhörer unterwegs, hat aber in kürzester Zeit ein überzeugendes Portfolio errichtet. Dazu gehört auch der 940er. Die für das Abmischen gebotene Neutralität im Frequenzgang ist gegeben und die straffen Bässe reichen tief hinab. Auch die Räumlichkeit ist wirklich ansprechend für ein geschlossenes Modell.

Dieser Kandidat punktet auch an Smartphones, MP3-Playern & Co. mit einem kräftigen Sound. Das Kabel ist abnehmbar. Im Lieferumfang finden sich unter anderem ein Paar Ersatzpolster und ein zweites Kabel.

Ein rundum gelungenes Produkt also, dessen einzige kleine Schwäche die zuweilen etwas schneidige Darstellung von Sibilanten (Zischlaute in Sprach-/Gesangsaufnahmen) ist. Das ist schon Kritik auf hohem Niveau – so etwas fällt eben auf, wenn es sonst nichts zu beanstanden gibt. Mehr erfährst Du im Shure SRH940 Testbericht auf delamar.

Kurzfazit: Meine Empfehlung in Sachen geschlossene Studiokopfhörer für ~250 Euro.

 

Die besten Studiokopfhörer - Shure SRH1840

Shure SRH1840

Offen | 491,- €

Darf’s ein wenig mehr sein? Bei knapp 500 Euro bekommst Du durchweg analytische Kopfhörer zum Mixing und Mastering, die sämtliche Details offen und ehrlich enthüllen. Das geht so weit, dass man in die Versuchung kommt, sie als alleiniges Abhörwerkzeug zu verwenden und auf Lautsprecher zu verzichten. Dies ist beim Shure SRH1840 fraglos der Fall.

Edle Verarbeitung trifft auf eine biegsame, leichtgewichtige Konstruktion und potentiell hohen Komfort (dies ist wie immer von Kopf zu Kopf verschieden, aber die Chancen stehen sehr gut). Einen reichhaltigen Lieferumfang darf man erwarten – auch hier wirst Du nicht enttäuscht, finden sich doch eine stabile Kiste, ein gepolsterte Tasche mit Reißverschluss, zwei Kabel nebst schraubbarem Klinkenadapter sowie ein Ersatz-Ohrpolsterpaar.

Die akzentuierten Mitten sind vielleicht gewöhnungsbedürftig, fallen aber noch in Kategorie der Charakterunterschiede, die zwischen den unzähligen erhältlichen Kopfhörern nun mal bestehen. Ein (Vergleichs-)Test bei einem Musikalienhändler deines Vertrauens ist generell angebracht. Dazu raten wir jedenfalls mit aller Dringlichkeit, falls Du über das entsprechende Kleingeld verfügst. Alles Weitere findest Du im Shure SRH1840 Testbericht.

Kurzfazit: Herausragendes offenes Modell für alle, die kein Vermögen hinblättern wollen.

 

Die besten Studiokopfhörer - beyerdynamic DT 1770 PRO

beyerdynamic DT 1770 PRO

Geschlossen | 511,- €

Mit Abstand das feinste geschlossene Modell in unserer Parade der besten Studiokopfhörer. Der eine oder andere wird schon an der Zahl im Produktnamen vermutet haben, dass es sich um eine Edelvariante des heiß begehrten 770ers handelt. Das ist eine Untertreibung, denn dieser Neuling spielt in einer ganz anderen Liga – in jeder Beziehung.

Mit einer in geschlossenen Ohrmuscheln wohl nicht besser zu realisierenden Räumlichkeit, impulstreu bis in die Haarspitzen, detailliert und lebhaft – so könnte man den beyerdynamic DT 1770 PRO charakterisieren. Die satten Bässe und funkelnden Höhen seines kleinen Bruders scheinen durch, sind aber gottlob nicht so stark ausgeprägt und damit näher an der Neutralität.

Dieser Kopfhörer ist sowohl zur Klangbeurteilung einer Mischung als auch für Künstler geeignet, die ihn zum Abhören des eigenen Gesangs/Instrumentenspiels beim Recording nutzen wollen. Letzteres kommt eben durch die gute Schallisolation der geschlossenen Bauweise. Da auch der Lieferumfang üppig bemessen ist, ist alles in Butter. Siehe beyerdynamic DT 1770 PRO Testbericht.

Kurzfazit: Das perfekte geschlossene Gegenstück zum offenen 1840er von Shure.

 

beyerdynamic DT 1990 PRO

beyerdynamic DT 1990 PRO

Offen | 599,- €

Während der geschlossene 1770er sich auch für das Recording eignet, ist der offene beyerdynamic DT 1990 PRO ein waschechter Studiokopfhörer zum Mixing & Mastering. Wir empfehlen, zu diesem zu greifen, wenn Du ihn als Spezialisten zum analytischen Abhören deiner Produktionen einsetzen willst.

Denn der Raumklang ist noch ausladender und differenzierter als beim geschlossenen Geschwistermodell. Alle Klänge lassen sich in der Breite und Tiefe ausgezeichnet orten bzw. im Mix durch Panning, Reverb-Effekte & Co. exakt platzieren. Dazu kommt eine bärenstarke Impulstreue – Kick Drums und andere perkussive Anschläge sind sehr klar konturiert, wirken »knochentrocken« und klingen pünktlich aus.

Anders als beim seit vielen Jahren beliebten 990er-Modell ist der Frequenzgang vergleichsweise neutral. Bässe, Mitte und Höhen kommen gleichermaßen zu ihrem Recht – das gilt allerdings nur für die ab Werk installierten Velours-Ohrpolster. Die beiliegenden Ersatzpolster aus Kunstleder sorgen bei Bedarf für einen kräftigeren Tiefton.

Die Verarbeitung ist preisklassengerecht exzellent. Im Lieferumfang stecken ein gut gefüttertes Etui, zwei Kabel (glatt und spiralförmig) und die erwähnten Ersatzohrpolster. Einzig das recht hohe Gewicht könnte sich bei langen Sessions bemerkbar machen – sonstige Kritikpunkte gibt es nicht. Erfahre im beyerdynamic DT 1990 PRO Testbericht alles zu diesem Studiokopfhörer.

Kurzfazit: Ein rundum exzellenter analyischer Kopfhörer – wesentlich besser wird’s nicht.

 

Die besten Studiokopfhörer - AKG K812

AKG K812 Testbericht

Offen | 897,- €

Klang in Worte zu fassen, ist immer knifflig, doch was soll man erst zu einem Studiokopfhörer wie dem K812 sagen? Zunächst dies: Wer nicht ganz so verrückt ist, einen Sennheiser Orpheus für schlappe 50.000 Euro in Auge zu fassen und im Reich der dynamischen Kopfhörer für den Studiogebrauch bleiben möchte, liegt hier goldrichtig.

Von abgrundtiefen Bässen bis in Regionen, die eher für (Flug-)Hunde relevant sind, reicht der weitestgehend ausgeglichene Frequenzgang. Der Sound ist unverblümt und direkt, aber doch so gelassen, wie es sich für ein Abhörwerkzeug ziemt. Der projizierte Klangraum lässt einen ganz vergessen, dass die Ohren in den Muscheln sitzen – ein binaurales Test-Sample ließ meine Kinnlade herunterklappen. Die Impulse sind so pünktlich, dass eine äußerst kontrastreiche Dynamik gezeichnet wird.

Bei fast 900 Euro hätte jedoch ruhig noch ein zweites Kabel und/oder weitere Ohrpolster mitgeliefert können; der beiliegende Kopfhörerständer entschädigt mich hier nicht wirklich. Ferner ist das Gewicht vergleichsweise hoch. Abgesehen davon handelt es sich zusammen mit dem schwierig zu bekommenden Sennheiser HD 800 um die Speerspitze der Studiokopfhörer. Und nun empfehlen wir dir noch den AKG K812 Testbericht auf delamar.

Kurzfazit: Wem nur das Beste gut genug ist, sei dieses Modell ans Herz gelegt.

 


Felix Baarß Von