Kopfhörer: Testsieger – Bestenliste von 24,90 € bis 849,00 €

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Kopfhörer Testsieger

Hier sind die Kopfhörer-Testsieger der delamar-Redaktion - die ultimative Bestenliste für Studiokopfhörer

Die besten Kopfhörer: Testsieger für jedes Budget

Im Folgenden findest Du fast ausschließlich Kopfhörer, die wir auf delamar schon ausführlich und persönlich unter die Lupe genommen haben. Interessierst Du dich besonders für eines der Geräte, findest Du also jeweils alle Details aus der Praxis.

Die Reihenfolge unserer Kopfhörer-Bestenliste richtet sich nach dem Preis, von 24,90 Euro aufsteigend bis zum Topmodell für 849,- Euro. Das sind die bei den meisten deutschen Musikalienhändlern zu zahlenden tatsächlichen Preise (»Straßenpreise«), jeweils inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten.

Was muss ich für meine Kaufentscheidung wissen?

Du möchtest erfahren, was ein Modell im Kopfhörer-Test überhaupt beweisen muss, um zum Abmischen und Mastern geeignet zu sein? Was unterscheidet diese Modelle von jenen, die hauptsächlich zum Recording konzipiert wurden? Hier sind alle Antworten:

Der große Ratgeber – Kopfhörer für Mastering & Mixing »

In diesem Artikel findest Du eine Mischung aus Kopfhörern in drei Bauweisen. Lies mehr über Kopfhörer: Der Unterschied zwischen offen, geschlossen und halboffen – dabei geht es vor allem um Schallisolierung (nach innen und außen), aber auch um Tragekomfort.

Übersicht der Kopfhörer
Testsieger sortiert nach aufsteigenden Kosten

Kopfhörer-Testsieger - t.bone HD-880

t.bone HD-880

Geschlossen | 24,90 €

Wir beginnen unseren Reigen mit einem sehr günstigen Kopfhörer – test ihn einfach mal, wenn Du Hobbymusiker oder -produzent bist. Oder wenn Du einen günstigen Kopfhörer als Zweitabhöre suchst. bei fast allen hier aufgelisteten handelt es sich um einen ohrumschließenden Kopfhörer – die Ohrmuscheln umhüllen deine Lauscher also vollständig.

Die Membranen werden von Neodym-Magneten angetrieben und die Impedanz liegt bei 64 Ohm. Mit einem Schalldruckpegel von 104 dB ist lautes, weitestgehend verzerrungsfreies Hören möglich. Der Bass ist leicht überbetont, aber sonst ist bei der Klangqualität für diesen Preis alles in bester Ordnung.

Das Kabel misst drei Meter – mehr als sehr viel Bewegungsfreiheit vor Computer, Mischpult & Co. Die Waage zeigt 196 Gramm (ohne Kabel) – das ist verblüffend niedrig, so dass sich selbst bei Marathonsessions keine Ermüdungserscheinungen einstellen.

Kurzfazit: Brauchbare Abhöre für Einsteiger, Gelegenheitsmusiker oder als Ersatzgerät.

Kopfhörer-Testsieger - Superlux HD-668 B

Superlux HD-668 B

Halboffen | 29,90 €

Der äußerst attraktive Preis dieses Kopfhörers sollte nicht nur Einsteiger zum Kauf verlocken, denn die Klangqualität des 668ers kann durchaus mit dreimal so teuren Exemplaren mithalten. Er lässt recht schnelle, trockene Anschläge hören, der ausgewogene Bass reicht ziemlich tief hinab und die Räumlichkeit überzeugt. Kaum überraschend bei diesem Preis gibt es lediglich einen merklichen Euphoriedämpfer: Die hohen Töne klingen eine Spur zu eindringlich und wirken bei langen Sessions ermüdend.

Ferner kann der eine oder andere Kritikpunkt hinsichtlich der Verarbeitung und Materialwahl geäußert werden, letztlich geht sie aber in Ordnung – das Teil fällt nicht beim ersten strengen Blick auseinander und wird dich bei pfleglicher Behandlung lange begleiten.

Die Kritik verblasst im Lichte der Anschaffungskosten und so hielten wir es für angemessen, diesem Kopfhörer unsere Höchstwertung zu verpassen. Zitat: »No-Brainer!« Alle weiteren Details siehe Superlux HD-668 B Test.

Kurzfazit: Der Kopfhörer-Testsieger bis 50 Euro – zum Preis eines Abendessens.

Kopfhörer-Testsieger - Fame HD 290

Fame HD 290

Geschlossen | 39,- €

Hier haben wir den einzigen ohraufliegenden Kopfhörer aus unserer Liste – wer diese luftigere, weniger schweißtreibende Bauart vorzieht, sollte ihn also definitiv mal hören.

Dieses Modell weist eine Nennimpedanz von 32 Ohm und eine hohe Empfindlichkeit auf. Dementsprechend erwartet dich ein kräftiger Output, auch bei niedriger Verstärkung. Der Klang weiß in dieser Klasse zu überzeugen, wenngleich der Bass eine Spur zu kräftig ausfällt. Mit der Zeit kann man sich darauf einstellen und beim Abmischen entgegenwirken. Ein vergleichendes Abhören mit weitgehend neutral aufspielenden Lautsprechern ist ohnehin immer zu empfehlen.

Der Fame HD 290 hat ein abnehmbares Kabel. Bei einem Defekt lässt es sich flugs austauschen – die Einlieferung zur Reparatur oder Bastelarbeiten auf eigene Faust sind nicht nötig.

Kurzfazit: Ohraufliegende Alternative mit sattem Sound und abnehmbaren Kabel.

Kopfhörer-Testsieger - Nowsonic Prinz

Nowsonic Prinz

Geschlossen | 79,- €

Mit dem geschlossen konstruierten Nowsonic Prinz sollst Du als Sparfuchs dein Projekt- oder Homestudio einrichten. Auch die Nutzung als am FOH-Mischplatz ist denkbar. Es ist – wie die meisten Kopfhörer in dieser Liste – ein ohrumschließendes Gerät.

Der Frequenzgang reicht sehr weit in den Tiefbassbereich hinab, was das Hören sehr »rund« gestaltet. Mit seiner recht niedrigen Kopfhörer-Impedanz von 40 Ohm lässt er sich auch an mobilen Geräten wie Smartphones, Tablets, MP3-Playern & Co. sehr laut aufdrehen. Nicht zu vergessen: Zum Monitoring der Klänge eines Kameramikrofons oder von einem mobilen Audio Recorder ist er ebenfalls geeignet.

Erstaunlich ist, dass weiterhin gleich drei Kabel mitgeliefert werden: ein 1,2 m langes mit integriertem Mikrofon, ein 3 m langes mit Textilummantelung und ein spiralförmiges (1 m, nicht ausgezogen). Sehr bemerkenswert, zumal bei diesem Preis.

Kurzfazit: Gut isolierend, mit präsentem Tiefbass und Bestausstattung (3 Kabel!).

Kopfhörer-Testsieger - Akai MPC Headphones

Akai MPC Headphones

Geschlossen | 149,- €

Bei diesem Erstling von Akai handelt es sich definitiv um einen der klanglich besten Kopfhörer für kleine Budgets. Der Sound ist ausgewogen, keinerlei nennenswerte Über- oder Unterbetonungen bestimmter Frequenzlagen sind zu hören. Der Bass reicht tief hinab und ertönt knackig-kontrolliert. Auch in den anderen klanglichen Disziplinen wie Raumabbild (trotz geschlossener Bauweise) werden gute Leistungen erzielt.

In puncto Sitz und Tragekomfort gibt es zumindest auf meinem Kopf nichts zu beanstanden. Die Verarbeitung ist auffällig robust und das Kabel abnehmbar. Beides ist ganz und gar nicht selbstverständlich für Geräte in dieser Preisklasse.

Einzig das hohe Gewicht trübt das Bild und den Langzeit-Tragekomfort – 390 Gramm sind ein ziemliches Pfund, was sich bei ausgedehnten Sessions bemerkbar machen wird. Alles in allem hat der Hersteller aber einen kleinen Überraschungshit gelandet. Mehr findest Du im Akai MPC Headphones Test.

Kurzfazit: Gelungener Erstling mit neutralem Sound und feschem MPC-Design.

Kopfhörer-Testsieger - Fostex T50RP mk3

Fostex T50RP mk3

Halboffen | 149,- €

Dieses Modell hat als einziges in unserer Bestenliste magnetostatische Kopförer-Treiber (auch »orthodynamisch« genannt). Es handelt sich um einen sehr empfehlenswerten Kopfhörer in einer unheimlich spannenden Preisregion – gut 150 Euro sollten ambitionierte Musiker und Produzenten definitiv berappen können, gleichzeitig überschreitet man hiermit die Schwelle zur Mittelklasse.

In den zentralen Eigenschaften eines guten Kopfhörers punktet unser Kandidat. Die Bässe hören sich schön »trocken« an, sie sind klar kontruiert. Einzelne Klänge lassen sich in Tiefenstaffelung & Stereopanorama gut voneinander separiert hören. Abnehmbare Kabel sowie eine einfache und zweckmäßige, aber hinreichend robuste Konstruktion runden das Bild ab.

In den Mitten ist der Klang etwas zurückhaltend. Das ist nicht dramatisch, aber generell ist bei dieser Klasse von Kopfhörern ja eine größtmögliche Neutralität von Vorteil. Abgesehen davon freuen wir uns über die gelungene Überarbeitung einer hierzulande (zu Unrecht) wenig bekannten Serie. Alles Weitere erfährst Du im Fostex T50RP mk3 Test.

Kurzfazit: Magnetostatisches Arbeitstier mit feiner Dynamik und Räumlichkeit.

Kopfhörer-Testsieger - beyerdynamic DT 880 PRO

beyerdynamic DT 880 PRO

Halboffen | 229,- €

Dieser moderne Audio-Klassiker vom Heilbronner Hersteller tönt vorbildlich neutral. Das ist eine der Voraussetzungen, um einen Mixdown überprüfen zu können. Dabei scheinen dennoch ein Stück weit die herstellertypisch brillanten hohen Töne zur feinen Detaildarstellung durch.

Unterstützt durch die halboffene Bauweise ist der Raumklang sehr überzeugend – der Sound ist frei und luftig. Eine sehr akkurate Darstellung von kurzen, knackigen Impulsen relativ zur Preisklasse komplettiert das Bild.

Schade, dass die Verkabelung fest ist. Ein Defekt lässt sich also nicht sofort beheben, auch der schlichte Wunsch nach einem anderen Klangleiter kann nicht einfach realisiert werden. Doch das ist so ziemlich das einzige, was man am 880er, der für gut 200 Euro zum Kauf bereitsteht, kritisieren könnte. Du willst noch mehr wissen? Dann lies den beyerdynamic DT 880 PRO Test auf delamar.

Kurzfazit: Sehr gut für analytisches Hören »sweet spot« aus Preis & Leistung.

Kopfhörer-Testsieger - AKG K712 PRO

AKG K712 PRO

Offen | 244,- €

Der markant designte 712er bietet große kuschelige Velourspolster – einmal aufgesetzt, wartet ein hervorragend luftiger Sound mit feiner, teils feinster Detaildarstellung auf dein geneigtes Ohr. Natürlich ist auch hier ein weitgehendend ausgewogener Frequenzgang zu hören. Dabei ist der Bass dankenswerterweise kräftiger als beim hauseigenen K702, ohne dass Effekthascherei betrieben wird.

Beim Vergleichen mit vielen Alternativen in niedrigeren Preisregionen macht sich die sehr gute Verarbeitung bemerkbar, auch wenn die Konstruktion filigran wirkt. Eines der zwei mitgelieferten Kabel steckst Du über eine verriegelbare Mini-XLR-Verbindung an die linke Ohrmuschel.

Es handelt sich bereits um ein sehr gutes Abhörwerkzeug, wohingegen der Preis noch als moderat gelten kann. Noch mehr Erkenntnisse findest Du im AKG K712 PRO Test.

Kurzfazit: Hier startet die Oberklasse – guter Kauf für fortgeschrittene Nutzer.

Kopfhörer-Testsieger - Shure SRH940

Shure SRH940

Geschlossen | 249,- €

Shure ist noch nicht allzu lange am Markt für Kopfhörer unterwegs, hat aber in kürzester Zeit ein überzeugendes Portfolio errichtet. Dazu gehört auch der 940er. Der für das Abmischen gebotene neutrale Klang ist gegeben und die straffen Bässe reichen tief hinab. Auch die Räumlichkeit ist wirklich ansprechend für ein geschlossenes Modell.

Er punktet auch beim Musikhören an Smartphones, MP3-Playern & Co. mit einem kräftigen Sound. Das Kabel ist abnehmbar. Im Lieferumfang finden sich unter anderem ein Paar Ersatzpolster und ein zweites Kabel.

Ein rundum gelungenes Produkt also, dessen einzige kleine Schwäche die zuweilen etwas schneidige Darstellung von Sibilanten (Zischlaute in Sprach-/Gesangsaufnahmen) ist. Das ist schon Kritik auf hohem Niveau – so etwas fällt eben auf, wenn es sonst nichts zu beanstanden gibt. Mehr erfährst Du im Shure SRH940 Test auf delamar.

Kurzfazit: Meine Empfehlung in Sachen geschlossene Kopfhörer für ~250 Euro.

Kopfhörer-Testsieger - Focal Spirit Professional

Focal Spirit Professional

Geschlossen | 259,- €

Ein Kandidat auf klanglich hohem Niveau, wie Du ihn in diesem Bereich unserer Kopförer-Testsieger schon erwarten darfst. Der französische Hersteller Focal kommt dem Ideal eines neutralen Frequenzgangs hier ziemlich nahe. Hinzu kommt eine feine Impulsabbildung, bei der besonders die Bässe der Musik angenehm trocken daherkommen. Das schafft einen kontrollierten Punch, der viel zur allgemeinen Transparenz des Sounds beiträgt.

Weiterhin zu loben ist die starke Schallisolierung, die den Focal Spirit Professional auch als Kopfhörer für das (Vocal) Recording nah am Mikrofon qualifiziert. Die Verarbeitung ist erstklassig, die Ohrmuscheln können für den Transport eingeklappt werden und zwei Kabel werden mitgeliefert. Eins davon hat sogar eine Fernbedienung zum bequemen Musikhören auf Achse mit Smartphones & Co.

Das Stereopanorama ist nicht ganz so weiträumig wie bei den besten direkten Mitbewerbern. Das kommt auch durch die geschlossenen Ohrmuscheln, die für die erwähnt hohe Schallisolierung nötig sind. Außerdem hätten wir uns noch die Möglichkeit zum Austausch der Ohrpolster gewünscht. Mehr findest Du im ausführlichen Focal Spirit Professional Test.

Kurzfazit: Ein sehr starkes geschlossenes Modell in der gediegenen Mittelklasse.

Kopfhörer-Testsieger - Shure SRH1840

Shure SRH1840

Offen | 489,- €

Darf’s ein wenig mehr sein? Bei knapp 500 Euro bekommst Du durchweg analytische Kopfhörer zum Mixing und Mastering, die sämtliche Details offen und ehrlich enthüllen. Das geht so weit, dass man in die Versuchung kommt, solche Geräte als alleinige Abhörwerkzeuge zu nutzen und auf Lautsprecher zu verzichten. Dies ist beim Shure SRH1840 fraglos der Fall.

Verarbeitung von hoher Qualität trifft auf Biegsamkeit, Leichtgewicht, guten Sitz und potentiell hohen Tragekomfort. Letzteres ist wie immer von Kopf zu Kopf verschieden, aber die Chancen stehen sehr gut. Einen reichhaltigen Lieferumfang darf man erwarten – auch hier wirst Du nicht enttäuscht, finden sich doch eine stabile Kiste, ein gepolsterte Tasche mit Reißverschluss, zwei Kabel nebst schraubbarem Klinkenadapter sowie ein Ersatz-Ohrpolsterpaar.

Die akzentuierten Mitten hören sich vielleicht gewöhnungsbedürftig an, fallen aber noch in Kategorie der Charakterunterschiede, die zwischen den unzähligen erhältlichen Kopfhörern nun mal bestehen. Ein (Vergleichs-)Test bei einem Musikalienhändler deines Vertrauens ist generell angebracht. Dazu raten wir jedenfalls mit aller Dringlichkeit, falls Du über das entsprechende Kleingeld zum Kauf verfügst. Alles Weitere findest Du im Shure SRH1840 Test.

Kurzfazit: Herausragendes offenes Modell zum angemessenen Preis.

Kopfhörer-Testsieger - beyerdynamic DT 1770 PRO

beyerdynamic DT 1770 PRO

Geschlossen | 539,- €

Mit Abstand das feinste geschlossene Modell in unserer Parade der Kopfhörer-Testsieger. Der eine oder andere wird schon an der Zahl im Produktnamen vermutet haben, dass es sich um eine Edelvariante des heiß begehrten 770ers handelt. Das ist eine Untertreibung, denn dieser Neuling spielt in einer ganz anderen Liga – in jeder Form.

Mit einer in geschlossenen Ohrmuscheln wohl nicht besser zu realisierenden Räumlichkeit, impulstreu bis in die Haarspitzen, detailliert und lebhaft – so könnte man den Kopfhörer charakterisieren. Die satten Bässe und funkelnden Höhen seines kleinen Bruders scheinen durch, sind aber gottlob nicht so stark ausgeprägt und damit näher an der Neutralität.

Dieser Kopfhörer ist sowohl zur Klangbeurteilung einer Mischung als auch für Künstler geeignet, die ihn zum Monitoring des eigenen Gesangs/Instrumentenspiels beim Recording nutzen wollen. Letzteres kommt eben durch die naturgemäß gute Schallisolation geschlossener Kopfhörer. Da auch der Lieferumfang üppig bemessen ist, ist alles in Butter. Siehe beyerdynamic DT 1770 PRO Test.

Kurzfazit: Das perfekte geschlossene Gegenstück zum offenen 1840er von Shure.

Kopfhörer-Testsieger - beyerdynamic DT 1990 PRO

beyerdynamic DT 1990 PRO

Offen | 599,- €

Während der geschlossene 1770er sich auch für das Recording eignet, ist der offene beyerdynamic DT 1990 PRO ein waschechter Kopfhörer zum Mixing & Mastering. Wir empfehlen, zu diesem zu greifen, wenn Du ihn als Spezialisten zum analytischen Abhören deiner Produktionen einsetzen willst.

Denn der Raumklang ist noch ausladender und differenzierter als beim geschlossenen Geschwistermodell. Alle Klänge lassen sich in der Breite und Tiefe ausgezeichnet orten bzw. im Mix durch Panning, Reverb-Effekte & Co. exakt platzieren. Dazu wird mit bärenstarker Impulstreue übertragen – Kick Drums und andere perkussive Anschläge sind sehr klar konturiert, wirken »knochentrocken« und klingen pünktlich aus.

Anders als beim seit vielen Jahren beliebten 990er-Modell ist die Klangfarbe vergleichsweise neutral. Bässe, Mitten und Höhen kommen gleichermaßen zu ihrem Recht – das gilt allerdings nur für die ab Werk installierten Velours-Ohrpolster. Die beiliegenden Ersatzpolster aus Kunstleder sorgen bei Bedarf für einen kräftigeren Tiefton.

Die Verarbeitung ist preisklassengerecht exzellent. Im Lieferumfang stecken ein gut gefüttertes Etui, zwei Kabel (glatt und spiralförmig) und die erwähnten Ersatzohrpolster. Einzig das recht hohe Gewicht könnte sich bei langen Sessions bemerkbar machen – sonstige Kritikpunkte gibt es nicht. Erfahre im beyerdynamic DT 1990 PRO Test alles zu diesem Kopfhörer.

Kurzfazit: Ein rundum exzellenter analytischer Kopfhörer – wesentlich besser wird’s nicht.

Kopfhörer-Testsieger - AKG K812

AKG K812

Offen | 849,- €

Klang in Worte zu fassen und zu vergleichen ist immer knifflig, doch was soll man erst zu einem Kopfhörer wie diesem sagen? Zunächst dies: Wer nicht ganz so verrückt ist, einen Sennheiser Orpheus für schlappe 50.000 Euro in Auge zu fassen und im Reich der dynamischen Kopfhörer für den Studiogebrauch bleiben möchte, liegt hier goldrichtig.

Von abgrundtiefen Bässen bis in Regionen, die eher für (Flug-)Hunde relevant sind, reicht der weitestgehend ausgeglichene Frequenzgang. Der Sound ist unverblümt und direkt, aber doch so gelassen, wie es sich für ein Abhörwerkzeug ziemt. Der projizierte Klangraum lässt einen ganz vergessen, dass das Ohr eingehüllt ist – ein binaurales Test-Sample ließ meine Kinnlade herunterklappen. Die Impulse sind so pünktlich, dass eine äußerst kontrastreiche Dynamik gezeichnet wird.

Bei fast 900 Euro hätte jedoch ruhig noch ein zweites Kabel und/oder weitere Ohrpolster mitgeliefert können; der beiliegende Kopfhörerständer entschädigt mich hier nicht wirklich. Ferner ist das Gewicht vergleichsweise hoch. Abgesehen davon handelt es sich zusammen mit dem schwierig zu bekommenden Sennheiser HD 800 um die Speerspitze der Kopfhörer. Und nun empfehlen wir dir noch den ausführlichen AKG K812 Test auf delamar.

Kurzfazit: Wem nur das Beste gut genug ist, sei dieser Kopfhörer ans Herz gelegt.

Blick über den Tellerrand der Kopfhörer-Testsieger

In dieser Kopfhörer-Bestenliste haben wir den Fokus auf Geräte für das Homerecording und die Arbeit in professionellen Tonstudios beleuchtet. Diese sind ausschließlich kabelgebunden und durchweg in großer Ausführung konstruiert (vor dem Ohr und ohrumschließend oder ohraufliegend).

Mehr über Studiokopfhörer: Homestudio einrichten

Unsere Kopfhörer-Testsieger haben in aller Regel Vorteile in Sachen Klangqualität, wenn wir sie mit den kleinen In-Ear-Kopfhörern (br»Ohrhörer«) vergleichen. Zugegeben, manche Hersteller bieten heute sehr feine In-Ears, die den großen Modellen durchaus Konkurrenz machen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist aber schlechter für den Fall der Nutzung im Studio.

Features für Sport, Reisen und Alltag?

Den neuesten Schrei – spätestens seit Apple beim iPhone auf die Klinkenbuchse verzichtet – stellen kabellose (»wireless«) Kopfhörer dar. Sie empfangen ihre Signale per Funk – von Geräten, die Audio per Bluetooth übertragen. Die Qualität und Latenz der integrierten Digital-Analog-Wandler überzeugen Nutzer im Studio aber weniger. Sie sollten (noch) vom Kauf eines kabellosen Bluetooth-Kopfhörers Abstand nehmen. Derartige Kopfhörer bzw. Ohrhörer sind viel eher was zum Smartphone-gespeisten Musikhören bei Sport und Freizeit.

Abschließend sei noch das sogenannte aktive Noise Cancelling erwähnt. Kurzum: Diese Form der aktiven Geräuschunterdrückung bei HiFi-Kopfhörern von Bose, Sennheiser, Sony & Co. ist in der Musikproduktion ebenfalls unnötig. Es sei denn, Du willst unbedingt in der Großstadt bei geöffnetem Fenster Musik machen. ;)

Jetzt bist Du gefragt …

Was ist dein persönlicher Kopfhörer-Testsieger? Mit welchen produzierst Du deine Musik und welche eignen sich zusätzlich gut zum Musikhören (gerne auch mobil per Smartphone & Co.)? Kennst Du weitere gute ohraufliegende Kopfhörer, die hier Erwähnung finden sollten? Wir sind gespannt auf dein Feedback in unserem Artikel »Sprich dich aus: Welche Abhöre nutzt Du?«


Felix Baarß Von