Reloop SHP-1 vs. AKG K271 MKII: Studio-Kopfhörer Vergleichstest

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Reloop SHP-1 vs. AKG K271 MKII

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Kopfhörer Vergleich: Reloop SHP-1 vs. AKG K271 MKII

Der Hersteller Reloop ist bis dato ausschließlich als Hersteller von DJ-Equipment in Erscheinung getreten, doch nun wurde mit dem Reloop SHP-1 ein Studiokopfhörer entwickelt. Er soll sich laut Hersteller vor allem für das Mixing und Mastering sowie zum Recording eignen. Um zu beurteilen, wie sich der Kopfhörer in diesen Einsatzgebieten schlägt, haben wir ihn gegen einen modernen Klassiker unter den Studiokopfhörern antreten lassen.

Unsere Wahl fiel auf den AKG K271 MKII, den wir auch bei uns in der Redaktion einsetzen. Dieses Modell hat sich (wie bereits sein Vorgänger) bei uns im Studioalltag klar bewährt, liegt in einer ähnlichen Preisregion und weist grundsätzlich die gleichen Eigenschaften auf: Bei beiden Geräten handelt es sich um dynamische Kopfhörer in geschlossener Bauweise und mit umschließenden Ohrmuscheln – sie sind also gut vergleichbar.

Hier einmal eine Übersicht der Features der beiden Kandidaten:

Reloop SHP-1

Reloop SHP-1 – Preis: 179,- Euro
  • Geschlossen
  • Ohrumschließend
  • Nennimpedanz: 64 Ohm
  • Kennschalldruckpegel: 100 dB
  • Frequenzgang: 10 Hz – 26 kHz
  • Beidseitige Kabelzuführung
  • Kabel abnehmbar
  • Gewicht: 279 g

AKG K271 MKII

AKG K271 MKII – Preis: 155,- Euro
  • Geschlossen
  • Ohrumschließend
  • Nennimpedanz: 55 Ohm
  • Kennschalldruckpegel: 104 dB
  • Frequenzgang: 16 Hz – 18 Hz
  • Einseitige Kabelzuführung
  • Kabel abnehmbar
  • Gewicht: 240 g

Wir lassen die beiden Modelle in den Kategorien Klang, Isolation, Tragekomfort, Verarbeitung, Kabel, Lieferumfang und einer Rubrik »Besonderheiten« zu diesem und jenen antreten. Here we go…

 

Klang

Der erste Klangdruck des Frischlings von Reloop ist deutlich wärmer der des 271ers, bei letzterem ist der Bass nämlich eher sparsam geraten. Und was anfangs noch angenehm tönt, entpuppt sich als eine etwas übertriebene Anhebung der hohen Basslagen. Sofern man sich nicht an diese Überbetonung gewöhnen und ihr beispielsweise beim Abmischen entgegenwirken möchte, würde der Mix auf neutralen Abhörgeräten stets etwas dünn klingen.

Der AKG errichtet solche Hürden nicht (wobei er wie oben beschrieben etwas sparsam mit dem Bass bleibt) und ist klar impulstreuer – kurze Anschläge sind einfach etwas knackiger und straffer, was sich nicht zuletzt beim Abhören von Kick Drums und perkussiven E-Bässen bemerkbar macht.

Die räumliche Abbildung habe ich beim SHP-1 als vergleichsweise eingeengt empfunden. Ganz so, wie es bei vielen geschlossenen Kopfhörern zu beobachten ist. Nicht so beim Gegenüber von AKG, dort hat man es hinbekommen, die »Luftigkeit« und Weite der Klänge im Ensemble fast schon wie bei einem halboffenen Modell wiederzugeben.

Auch bei der Detaildarstellung hat der Klassiker von AKG die Nase vorn. Subtile Nebengeräusche stechen deutlicher hervor, sind »greifbarer«. Das liegt auch, wie die Knackigkeit des Basses, an der Impulstreue und der Separation der Einzelklänge im Gesamtbild, die beim SHP-1 etwas ins Hintertreffen gerät.

Der Punkt geht an den österreichischen Kopfhörer.

 

Isolation

In puncto Abschirmung vor Umgebungsgeräuschen hat der SHP-1 einen Vorsprung. Hohe und mittlere Frequenzen dringen so gut wie gar nicht ins Innere, während der Kollege von AKG einiges an Mitten durchsickern lässt.

Punkt für Reloop.

 

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