Radial Decoder: M/S-Aufnahmen leicht gemacht

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Radial Decoder

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Das kann der Radial Decoder

Dieses Gerät kombiniert die eingespeisten Signale von drei Mikrofonen zu einem Stereosignal – mithilfe der Summen-Differenz-Methode (linker Kanal = M + S / rechter Kanal: M – S), um, Zitat, ein »spektakuläres« monokompatibles Stereobild zu zaubern. Der Mic/Line-Input 1 speist das Mittensignal. Möglichkeit 1 für ein Mikro mit Achtercharakteristik: Input 2A erzeugt daraus das Seitensignal, woraufhin Du es per Knopfdruck duplizieren, die entstandenen Signalzwillinge hart nach links/rechts drehen und einen davon in der Polarität (Volksmund: Phase) umkehren kannst. Möglichkeit 2 über die Inputs 2A und 2B dient zur Verwendung eines Kondensatormikrofon-Paars. So ist der Radial Decoder einerseits ein findiges Helferlein, andererseits sehr wohl ein Kreativwerkzeug.

Radial Decoder

Radial Decoder

Du kannst auf einen Modus für Signale mit Line-Pegel (+4 dBu) wechseln, etwa um während eines Mixdowns das Reamping von bereits aufgezeichnetem Material vorzunehmen.

Radial Decoder: Features

  • Schnell und einfach im M/S-Verfahren aufnehmen
  • 3 laut Hersteller sehr rauscharme Mikrofonvorverstärker
  • Stereo-Outputs mit fest abgemischten Kanälen
  • Line-Pegel zur Nutzung vorab aufgezeichneter Spuren möglich
Radial Decoder

Vorder- und Rückansicht

Radial Decoder: Preis & Verfügbarkeit

Für den Radial Decoder wurde eine unverbindliche Preisempfehlung von 349,99 US$ gegeben; beim Verfassen dieses Artikels tauchte das Produkt noch nicht in den Online-Katalogen der einschlägigen Musikalienhändler auf.

Das Gerät kann unter Zuhilfenahme des Kits »Radial SA« auch in ein 19-Zoll-Rack geschraubt werden.

Mehr zum Thema:
            


Lesermeinungen (1)

zu 'Radial Decoder: M/S-Aufnahmen leicht gemacht'

  • oboe   30. Jun 2015   16:23 UhrAntworten

    Da fehlt mir ja jegliche Kreativität, um zu erkennen, wer das brauchen soll:

    2 Kanäle Aufnehmen (Niere und Acht) und in der Postproduktion die Stereobreite einstellen, ist ja gerade der Clou an MS.

    Wenn ich nun Niere und zwei weitere Mikros nehme: warum nehme ich dann nicht gleich nur zwei Mikros und mache XY oder (nicht unbedingt Monokompatibel) AB?

    Für mich sieht das Ding weder hilfreich noch besonders kreativ aus. Ich entscheide mich ja bewusst für MS oder XY oder AB, diese seltsame Mischung mag zwar neue Klänge hervorbringen, aber keinesfalls irgendeinen, den ich nicht auch ohne diese Box in der DAW machen könnte: und da könnte ich dann wenigstens noch optimierend daran spielen...

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