Pro Tools HD Native: Host-basierte Version der Musiksoftware

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Avid Pro Tools HD Native PCIe Karte

Avid Pro Tools HD Native PCIe Karte

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Avid Pro Tools HD Native

Pro Tools HD ist seit jeher der Standard in vielen Tonstudio dieser Welt und war bisher nur in Kombination mit DSP-gestützter Hardware zu nutzen. Mit Pro Tools HD Native kommt nun eine rein native Lösung der DAW-Software auf den Markt, die sich aufmacht, die gesamte Rechenpower des Hosts-Computers auszunutzen. Wie der Hersteller mitteilt, werden in der neuen Version die überragenden Software-Features mit einem hervorragenden nativen Audio Treiber kombiniert.

Die neue Pro Tools HD Native Softwarelösung kann dabei ohne die Hardware auf alle Features von Pro Tools HD zugreifen. Nutzer in aller Welt hatten bereits seit Jahren diesen Schritt gefordert, um die immer schneller werdenden Audio Computer vollständig nutzen zu können.

Avid Pro Tools HD Native PCIe Karte

Avid Pro Tools HD Native PCIe Karte

So ganz möchte der Hersteller aber auf einen Hardware-Dongle wohl nicht verzichten, denn Pro Tools HD Native kommt mit einer PCIe-Karte, über die auch die andere Hardware angesteuert werden kann. So ist es möglich, die Pro Tools HD Series Audio Interfaces mit bis zu 64 Kanälen und Wandlern oder auch SYNC HD zu nutzen. Auch die Controller-Oberflächen Avid ICON und C|24 werden sich mit dem neuen Pro Tools HD Native nutzen lassen.

 

Features Pro Tools HD Native

  • Support für die Nutzung der Hardware mit anderer DAW-Software über Core Audio oder ASIO
  • Integrierter Mixer mit geringer Latenz
  • Unterstützung von Pro Tools HD Series Audio Interface mit bis zu 192 Audiospuren und bis zu 64 Kanäle mit Ein- und Ausgängen über Pro Tools HD I/O, HD OMNI oder HD MADI.
  • Für Windows 7 und Mac OS 10.6 oder höher
Avid Pro Tools HD Native

Avid Pro Tools HD Native

Diese Veröffentlichung zeigt in welche Richtung der Branchenriese gehen möchte. Zwar wurde die vollkommene Lösung von der Hardware noch nicht vollzogen, aber (was für Avid wahrscheinlich viel wichtiger ist) die Hardware für die Nutzung durch andere Softwarelösungen von Drittherstellern geöffnet. Wer mit der neuen Pro Tools HD Native Version ganz mobil bleiben möchte, kann die PCIe Karte in ein externes Gehäuse einbauen. Eine Möglichkeit, die laut Aussagen des Herstellers im Vorfeld extensiv getestet wurde.

Auch die Entwicklung des Preises macht deutlich, dass selbst Avid nicht umhin kommt, die starke Konkurrenz im Segment zu spüren.

 

Pro Tools HD Native: Preis & Verfügbarkeit

Das neue Pro Tools HD Native System wird ab 5. November 2010 im Handel verfügbar sein. Der Einstiegspreis beginnt bei 3,547 Euro (UVP inkl. MwSt.). Ebenfalls erhältlich wird Pro Tools HD Native in Kombination mit Pro Tools HD OMNI I/O sein (6,070 Euro inkl. MwSt.)

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Lesermeinungen (8)

zu 'Pro Tools HD Native: Host-basierte Version der Musiksoftware'

  • LE Fan   07. Okt 2010   10:51 UhrAntworten

    Hä? Hab ich was verpasst? Ich fasse mal kurz zusammen:
    - Ich zahle etwa den gleichen Preis wie für ein HD1
    - Die Berechnung erfolgt auf einem Leistungsstarken Rechner, den ich mir dazukaufen muss und wieder endlose Spezifikationen erfüllen soll.
    - Die Plugins und Softwarelizenzen sind um Längen teurer als für LE
    - Sind wir ehrlich, die Latenz wird auch nicht wesentlich besser, wenn die CPU nacheinander alle Berechnungen abarbeitet...

    Was soll das ganze? Für mehr I/Os tausende von Euros abgreifen?
    Typisch Digidesign...

  • Peter   07. Okt 2010   15:08 UhrAntworten

    Hallo Carlos,

    Am Anfang des Artikels schreibst Du, daß "Audio Computer schon seit geraumer Zeit die Perfomance von DSPs übersteigen".

    Inwiefern tun sie das denn?

    Ist es nicht Tatsache, daß DSPs latenzfrei arbeiten, native Plugins hingegen nicht?

    gruß,

    Peter

    • Carlos (delamar)   07. Okt 2010   15:14 UhrAntworten

      Die DSPs, die in diversen Lösungen verwendet werden, sind oftmals ältere Grafikkarten-Chips, die schon vor zehn Jahren da waren. Und selbst dann geschieht ein Teil der Processing-Leistung am Host-Computer. Ein latenzfreies Monitoring der Eingänge bieten die meisten Audio Interfaces.

  • nostrit   07. Okt 2010   19:27 UhrAntworten

    Was LE Fan bei seiner Aufzählung vergessen hat, ist der Umstand, dass man immernoch AVID/Digidesign HArdware braucht. Also die 19" Interfaces.Kostetauch nochmal ca. 1500 Euro Extra. Gestern noch stand auf der RME Website, dass es demnächst ein kostenpflichtiges Firmware Update für die FireFace Serie geben wird, so dass man damit mit Pro Tools HD 8.5 arbeiten kann. Komischerweise ist die Seite wieder offline gestellt.

  • anti   08. Okt 2010   18:56 UhrAntworten

    also digidesign ist das letzte. verstehe eh nicht wieso es immernoch "studio-standard" sein soll. seh ich nicht so. das problem ist doch das die kunden immernoch denken es wäre standard. ich freu mich jedesmal darüber, wenn ich in studios nicht auf protools arbeiten muß. hab mich erst gefreut als ich die überschrift gelesen habe, und dachte sie hätten es jetzt kapiert, aber der preis ist echt nen witz. schade...

  • Matthias Müller (delamar)   09. Okt 2010   08:52 UhrAntworten

    Meine Güte,

    Pro Tools HD hat keine Latenz bzw. liegt im Sample-Bereich! Auch wenn die DSPs schon 10 Jahre sein mögen: Ein Natives System befindet sich bis jetzt immer im Millisekunden Bereich.

    Wer den Vorzug zu schätzen weiß, der gibt eben 10 000 Euro für dieses System aus. Wer darin keinen Vorteil sieht, der kann auch mit jeder anderen Software gücklich sein.

    Aber das ist der Grund, warum Pro Tools HD Studio Standard ist!

    Was ich vom nativen Pro Tools HD nun halten soll, weiß ich noch nicht genau. Ich vermute, daß Avid hier Konsumenten anfixen will, um ihnen später die TDM-Version zu verkaufen.

    wir sehen uns auf delamar,

    Matthias

  • f.rauscher   10. Okt 2010   20:51 UhrAntworten

    naja, da stimme ich dem Matthias zu, der Sinn dieses Systems ist mir doch recht suspekt...
    Den Kommentar von nostrit finde ich aber sehr interessant, wobei ich mir das kaum vorstellen kann, doch das wäre mal eine sehr interessante Lösung, ein Pro Tools HD mit nem Fireface... könnt ihr da mal dranbleiben?
    vg
    flo

  • Nayil   15. Okt 2010   18:53 UhrAntworten

    Matthias hat Recht. Die Verzögerung des HD Systems ist im Samplebereich. WEIL, die DSP´s für das Audiosignal verantwortlich sind. Die Karten sind untereinander mit dem so genannten TDM Bus vernetzt. Auch das Outboard ist mit diesem TDM Bus vernetzt. Das Signal braucht keine Umwege über das Mainboard zu gehen. Das HD-System ist in sich abgestimmt.

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