Pono: Galionsfigur für verlustfreie Audioformate

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Pono

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Audioplayer für Audiophile? Pono

Da die Musikindustrie auf dem Massenmarkt nicht gerade leidenschaftlich dafür kämpft, verlustfreie Audioformate für ihre digitalen Musikangebote zu pushen, meldet sich Neil Young zurück, der schon seit einiger Zeit gegen die Verrohung der Hörgewohnheiten wettert. So soll unkomprimierte bzw. klangverlustfrei komprimierte Musik salonfähiger werden, auch indem entsprechender Hardware mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. So wurde der Pono vorgestellt. »Pono« ist hawaiianisch und wird mit Rechtschaffenheit oder Gerechtigkeit übersetzt. Bei David Letterman stellte Young das Gadget vor. Da schau her:

Neben den Master-Dateien, die in Regionen von 24/96 kHz oder gar 192 kHz spielen (ein genaues Dateiformat wurde noch nicht genannt, aber good old WAV ist nicht abwegig), wird das Kleingerät auch die üblichen Verdächtigen wie beliebig stark komprimierte (Neil Young würde wohl »verstümmelte« sagen) Dateien in den Formaten MP3, AAC und Co abspielen. Wie es mit OGG und FLAC aussieht, ist noch nicht geklärt. Ob das vorgestellte Design zumindest ansatzweise in die Richtung der finalen Gestaltung weist, wann mit dem Erscheinen gerechnet werden kann und in welchen Gefilden sich der Preis bewegen wird, ist ebenso unklar.

Neil Youngs Kampf gegen den verkrüppelten Klang in allen Ehren, aber wie groß kann ein solcher Qualitätssprung in der tatsächlichen Wahrnehmung maximal sein? Brauche ich geschulte Ohren dafür? Lohnt sich dieses ganze Trara, wenn existierende portable Player bereits mit FLAC und Co. umgehen können? Und dann noch: Welche Musikportale werden wann in welchem Maße aufspringen?

Ich werde mir jedenfalls keine solche Plastiktoblerone in die Hosentasche quetschen.

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Lesermeinungen (5)

zu 'Pono: Galionsfigur für verlustfreie Audioformate'

  • Dominik   02. Okt 2012   14:09 UhrAntworten

    Gute Frage, Felix: "wie groß kann ein solcher Qualitätssprung in der tatsächlichen Wahrnehmung maximal sein?".

    Ich behaupte mal: Sehr klein. Ich möchte mal sehen, wie Neil Young im Blindtest ein 192er MP3 vom Original unterscheidet.

    • Timo   02. Okt 2012   15:16 UhrAntworten

      Das kommt auf die Abhöre an...und da trennt sich die Spreu vom Weizen...

  • rfj   02. Okt 2012   15:39 UhrAntworten

    Ich finde den Ansatz recht gut. Weniger zum privaten Musikgenuss, als vielmehr als portables Abspielgerät für professionelle Ansprüche. Da würde auch das Gehäuse ein bisschen größer als bei Consumergeräten sein dürfen, vorausgesetzt es enthält 2 symmetrische Ausgänge und vielleicht sogar noch einen digitalen.
    Solche Eigenschaften mit max. dieser Gehäusegröße und einer guten Bedienfreundlichkeit verpackt in ein stabiles Gerät hätten sicher Zukunft.

  • Günnie   03. Okt 2012   00:01 UhrAntworten

    Die Idee ist gut, der Player Mist. Ich wünsche mir schon lange, daß Online verlustfreie High Audio Musik erhältlich ist. Bei der heutigen Bandbreite ist MP3, AAC etc. überholt.
    Apple Lossless (mittlerweile OpenSource!) wäre eine schöne Option - zum Anfang vielleicht mit 44,1 kHz / 16 Bit, später aber durchaus mit 24 Bit /96 kHz. Das Material liegt ja im Studio meist schon so vor, warum also unnötig schlechter machen.
    Wenn es den Content gibt, braucht man aber keinen speziellen Player, schon gar nicht mit "Knopf im Ohr"-Hörern.

  • ponyhof   03. Okt 2012   13:38 UhrAntworten

    Bin ich eigentlich der einzige, dem die Wortverwandtschaft zwischen "Pono" und "Po-r-no" auffällt? :)

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