Die 7 besten Gadgets der NAMM 2012
Der Staub, der auf der NAMM 2012 aufgewirbelt wurde, legt sich langsam. Wenn Du nach unserer ausführlichen Berichterstattung den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr siehst, können wir Abhilfe schaffen. In diesem Artikel haben wir unsere persönliche Top 7 der neuen Gerätschaften für die Musikproduktion gekürt. Lecker…
NAMM 2012 – Top 7
Wie es der Zufall will, ist dies auf den Punkt genau der 100. Artikel unserer Berichterstattung zur Winter NAMM 2012. Aus Dutzenden von neuen Produkten haben wir sieben ausgewählt, die wir für die besten Neuerscheinungen auf dem Musikalienmarkt halten. Natürlich ist diese Liste nicht in Stein gemeißelt – endgültig könnten wir ein Gerät nur in einem Testbericht bewerten. Zudem sind die Geschmäcker einfach zu verschieden, um es allen recht zu machen. Dennoch meinen wir, dass die folgenden sieben Gadgets besonders bemerkenswert sind:
7. Akai MAX49
Dieser Keyboard Controller ist ein echter Tausendsassa – eine halbgewichtete Klaviatur mit 49 Tasten und Aftertouch, zwölf hintergrundbeleuchtete Pads im MPC Style, acht Touch Fader, USB, MIDI I/O, CV/Gate Outputs, Anschlüsse für Expression-Pedal und Fußschalter (2x), Step Sequencer und Arpeggiator, die DAW-Protokolle Mackie Control und HUI, AkaiConnect mit automatischem Plugin Mapping … da kann einem schwindelig werden.
6. Boss GT-100
Das gründlich erneuerte Modell der GT-Serie – ein mächtiges Multieffektgerät für Gitarristen mit von Grund auf neuentwickelten virtuellen Verstärkern und Effekten (Overdrive, Distortion, Delay, Pitch-Shifter, Modulationseffekte, Reverb und mehr) mit verbesserten Möglichkeiten zur Echtzeitsteuerung. Auch deine ganz eigenen Amps und Distortion/Overdrive-Effekte kannst Du hier erstellen.
5. Studiologic Sledge
Studiologic holte sich Waldorf in’s Boot, um endlich einen waschechten Synthie zu kreieren – pro Stimme gibt’s einen Noise-Generator und drei Oszillatoren (Sägezahn, Rechteck, Dreieck, Sinus, Puls mit Pulsweitenmodulation), wobei Oszillator 1 für die 66 PPG-typischen Wavetables zuständig ist. Dazu kommt ein Multimodusfilter (12/24 dB) pro Stimme, Frequenzmodulation, ein Arpeggiator und zwei gleichzeitig applizierbare Effekte (zur Verfügung stehen Chorus, Flanger, Phaser, Delay und Reverb). Die Tastatur wird in bewährter Fatar-Qualität gefertigt. Das auf der NAMM präsentierte Exemplar war übrigens nur ein Prototyp… wir sind gespannt.
4. Line 6 StageScape M20d
Eine sehr interessante Komplettlösung zum Aufnehmen, Abhören und Abmischen von Bands. Auf einem Touchscreen wird ein virtueller Raum dargestellt wird, in dem Du die eingespeisten Instrumenten- und Mikrofonsignale einfach positionieren und diverse DSP-Effekte für die einzelnen Kanäle und/oder die Summe einschleifen kannst. Die Mehrkanalaufnahmen kannst Du an einen externen USB-Datenträger, eine SD-Karte oder deinen Rechner senden. Die Bedienung ist bewusst einfach gehalten worden; so will Line 6 für kleinere Bands wohl den FOH (»Front of House« – der Mensch, der Konzerte mischt) überflüssig machen.
3. Numark 4TRAK
Hier haben wir es mit einem einem äußerst umfangreich bestückten DJ Controller für vier Decks zu tun – das integrierte Audio Interface (24-bit) mit symmetrischen XLR-Ausgängen und die tiefgreifenden Möglichkeiten zur Steuerung der Filter und der temposynchronisierbaren Effekte zeichnen das Gerät aus. Neben der Einbindung von Native Instruments Traktor und sonstiger MIDI-fähiger Software ist freilich auch der Anschluss von Plattenspielern, MP3-Playern, Mikrofonen & Co. möglich.

2. Akai MPC [...]
Boom! Akai stellte gleich drei neue Modelle der legendären Beatproduktionsmaschine vor. Nunmehr ist für jeden Geschmack etwas dabei – der voll ausgewachsene MPC Renaissance, der kompakte MPC Studio (im Bild oben zu sehen) und der MPC Fly für iPad. Die wichtigste Neuerung: Alle drei Varianten sind nicht mehr eigenständig lauffähig, sondern benötigen einen Computer mit der entsprechenden MPC-Software (standalone oder als VST-Plugin) bzw. Apples Flunder im Falle des MPC Fly. Neugierig? Alle Details gibt’s hier:
→ Akai MPC Fly
→ Akai MPC Studio
→ Akai MPC Renaissance
1. Universal Audio Apollo
Unsere Nummer 1 hat es faustdick hinter den Ohren: Das Universal Apollo ist ein Audio Interface für FireWire oder Thunderbolt 800 mit integriertem DSP zum Applizieren der feinen UAD-Effekte direkt bei der Aufnahme und/oder wie gewohnt beim Abmischen. 18 Eingänge und 24 Ausgänge stehen zur Verfügung. Die Signalqualität reicht bis 24-bit/192 kHz. Wenn die Latenz von unter zwei Millisekunden tatsächlich erreicht wird, können wir uns auf etwas gefasst machen.
Und was waren deine Favoriten der NAMM 2012?








22. Jan 2012 | 10:07 Uhr
Sehr schöne Auflistung, vielen Dank.
Man kann über Geschmack ja bekanntlich geteilter Meinung sein; ich hätte bei meiner Top-Liste die Modular Controller der CMD-Serie von Behringer noch mit dabei gehabt, da sie neue Türen öffnet und bei der (Controllerist-)Zielgruppe für Aufsehen gesorgt hat.
Die RME Fireface UCX hätte ich auch mit ins Boot genommen.
Gruss
22. Jan 2012 | 18:20 Uhr
Hallo Pro.tone, die UCX haben wir noch überlegt mit in die Liste zu nehmen. Aber am Ende ist es einfach nur ein weiteres Audio Interface.
22. Jan 2012 | 17:51 Uhr
Leider nix für mich dabei. Ich hätte mir so sehr eine UAD native gewünscht! Die DSP Systeme nerven so langsam …
22. Jan 2012 | 18:22 Uhr
Ich befürchte, dass UA nie native gehen wird…da fehlt ihnen sonst der Dongle…
22. Jan 2012 | 18:58 Uhr
Als MacBook User befürchte ich das auch. Noch hab ich ein 15″ mit xpress Card aber wenn der mal nicht mehr läuft muss ich wohl zum 17″ greifen. Oder eine UAD “Festplatte” holen und dann ist die adhock Mobilität vorbei.
22. Jan 2012 | 20:54 Uhr
Ich erweitere um Traktor Remix! ;)