Myrinx: Magische Metamorphose für Mikrofone?

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Myrinx

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Mikrofon-Metamorphose mit Myrinx

Die »Myrifizierung« besteht aus drei Schritten, wobei zunächst das Gehäuse an der Reihe ist – es wird durch ein hölzernes ausgetauscht. Holz verhält sich als nicht-leitendes Material nahezu passiv, was den Einfluss auf die Klangqualität angeht. Auch entstehen keine elektrostatischen Ladungen und die Resonanzen sind anders als bei Metall. Der schützende Korb rund um die Mikrofonkapsel ist die zweite Baustelle. Hier wird auf parallel liegende Bauteile verzichtet, um Reflexionen zu vermeiden. Statt eines Drahtgitters, das zwangsläufig Interferenzen erzeugt, kommt ein organisches Gewebe aus Lignin (ein Biopolymer, das in der Natur die Verholzung von Pflanzen bewirkt) zum Einsatz. Die Zufallsstruktur und die hohe Festigkeit dieses Materials machen es sehr tauglich für die Mikrofonierung.

Myrinx

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Zwar wird immer noch ein schirmendes Gitter verwendet, um Brummen zu vermeiden, doch reduziert man dieses auf ein Minimum und platziert es unter dem organischen Fasermaterial; nach der Erfahrung von Myrinx träten damit keine Klangänderungen mehr auf.

Myrinx

Ein fertiges Myrinx-Mikrofon

Schließlich werden unnötige Bestandteile aus der Elektronik entfernt, um den Signalweg zu verkürzen. So wird das Mikrofonkabel direkt mit der Leiterplatte verlötet. Die Schirmung wird, so gut es geht, von der Massetrennung separiert und am Stecker miteinander verbunden. Im Kabel stecken nur je eine dicke Kupferader pro Hin- und Rückweg (»solid core«). Die Ummantelung basiert auf einer Kombination aus hochreinem Kunststoff (frei von Weichmachern, PVC und sonstigen Zusatzstoffen) und einem Gewebe aus natürlichen Fasern.

Mit Ausnahme von Kleinmembran-, Handheld- und Stereo-Mikrofonen ist das Konzept im Prinzip auf alle Mics anwendbar. Allerdings ist freilich nicht jedes Modell gleich gut geeignet bzw. profitiert nicht jedes in gleichem Maße von der Umgestaltung.

Wenn Du ein bestimmtes Mikrofonmodell kennst und schätzt, kannst Du die Anfertigung einer Myrinx-Version eines neuwertigen Exemplars dieses Modells ins Auge fassen. Eine stetig wachsende Zahl von Mikrofonen ist für den Vorgang erprobt und getestet worden, auf Anfrage bekommst Du eine aktuelle Liste. Die Kosten schwanken in Abhängigkeit von der Erhältlichkeit des Mikrofons, der Kabellänge etc.

Unter Umständen könnte es auch möglich sein, dein Mikrofon »myrifizieren« lassen. In jedem Fall bekommst Du ein wie oben beschrieben umgestaltetes Mikrofon mit integriertem Kabel (Standard: 3,5 Meter, andere Längen möglich), eine Mikrofonspinne aus dem Hause Rycote und eine gepolsterte Holzschatulle für Aufbewahrung und Transport. Alle weiteren Details siehe www.myrinx.ch

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Lesermeinungen (5)

zu 'Myrinx: Magische Metamorphose für Mikrofone?'

  • Maximalian Rosin   04. Mrz 2014   10:49 UhrAntworten

    So oder so: die Schweitzer wissen wie man Geld macht…;)

  • Jan Gerhard   04. Mrz 2014   11:13 UhrAntworten

    I smell snake oil

    • Felix Baarß   04. Mrz 2014   12:29 UhrAntworten

      Alte Miesmuschel. ;)

  • McDjBoahEy   04. Mrz 2014   12:25 UhrAntworten

    Klingt interessant, sieht aber auch sch***(on komisch) aus.
    Frage bleibt, ob es wirklich Sinn macht wegen auffällig störender Interferenzen in ein Umbau oder nicht doch besser in ein höherwertiges Mikrofon zu investieren.
    Wer benutzt schon ein Mikrofon, das er wegen starker Störsignale ohnehin nicht effizient nutzen kann um es dann extra umbauen zu lassen ?
    Der Klangcharakter eines Holzmikros wäre eine Sache die interessant sein könnte.
    Aber der Umbau von einem so gesehen untauglichen Mikro zu einem so gesehen tauglichen Mikro? Weiß ich nicht ob das so den Aufwand lohnt.
    Ich lass mir ja auch nicht mein alten Schwarz/Weiss Fernseher zum HD-Farbfernseher umrüsten... da hole ich mir doch für das evtl. gleiche Geld doch einen neuen Plasma ;-)

  • Jan Gerhard   04. Mrz 2014   16:22 UhrAntworten

    Obwohl der Aluschaumfilter wirklich schön ist - wenn auch nich neu, wenn man sich das Josephson C716 mal ansieht. Aber warum Gutes nicht aufgreifen...

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