Mobile Digitalrecorder bis 400 Euro

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Mobile Digitalrecorder

Hot Stuff: Mobile Digitalrecorder für Aufnahmen unterwegs

Von 100 – 400 Euro: Mobile Digitalrecorder

Zumindest die vier kleinen Modelle rund um die 100-Euo-Marke liegen qualitativ und von der Ausstattung her dicht beieinander. Aber es gibt auch einige gemeinsame Merkmale, wenn wir die höherklassigen Audio Recorder einbeziehen. Hier sind die Features aufgelistet, die allen Probanden zueigen ist:

Mobile Digitalrecorder dieser Art haben (mindestens) …

  • 2 integrierte Kondensatormikrofone für Stereoaufnahmen
  • Mindestens ein Eingang für externe Mikrofone oder sonstiger Klangquellen
  • Einen Schacht für SD-Karten zur Speicherung der Aufnahmen
  • Eine Kopfhörerbuchse
  • Eine Lautsprecher

Wenn es um Amateuraufnahmen geht, unterscheiden sich unsere mobilen Recorder kaum, mit allen bist Du gut gerüstet. Wenn es aber ein bisschen mehr sein soll und höchste Qualität gefragt ist, kommen nur zwei mobile Digitalrecorder in unserer Liste in Frage – die zwei ganz oben aufgeführten Modelle von Zoom und Tascam.

Mobile Digitalrecorder

 

Mobile Digitalrecorder

Zoom H4n Pro

Maße: 73 × 157 × 37 mm | Gewicht: 294 g (mit Batterien) | 249,- Euro

Der bewährte H4n – mittlerweile H4nSP genannt – steht in der Kategorie »Mobile Digitalrecorder« nach wie vor auf Platz 1 bei vielen Musikalienhändlern. Die Kombination aus 4-Spur-Aufnahme und zahlreichen fortgeschrittenen Funktionen für derzeit rund 185 Euro ist höchst attraktiv. Nun gibt es mit dem Zoom H4n Pro einen Nachfolger, der in vielen Belangen eins drauf setzt und die Mehrkosten vollends rechtfertigt.

Klanglich wurde ein Sprung nach vorne gemacht. Das Grundrauschen ist niedriger (in der Praxis quasi nicht vorhanden) und spätestens jetzt sorgt der große Headroom dafür, dass rekordverdächtig laute Konzertaufnahmen gemacht werden können. Die Mikrofonvorverstärker stammen aus den hauseigenen Boliden H6 bzw. H5.

Weiterhin steht jetzt ein gummiertes Gehäuse zur Verfügung, das deutlich mehr Grip bietet (auch bei verschwitzten Händen) und nach wie vor eine einhändige Bedienung erlaubt. Erwähnenswert ist etwa noch die Möglichkeit zur Nutzung als USB Audio Interface an PC & Mac, zum Beispiel für Podcasts. Mit seinen Gitarreneffekten aus dem hauseigenen Multieffektgerät G5n und dem Stimmgerät ist der jüngste Spross der Japaner auch für Saitenfreunde sehr interessant.

Insgesamt überzeugt dieser mobile Digitalrecorder mit einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis.

» Mehr findest Du im Zoom H4n Pro Testbericht.

 

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Tascam DR-100MKIII

Maße: 80 × 156 × 35 mm | Gewicht: 425 g (mit Batterien) | 399,- Euro

Das Spitzenmodell des Herstellers ist der bestausgestattete mobile Digitalrecorder in unserer Zusammenstellung – und in diversen klangrelevanten Spezifikationen steht er einsam an der Spitze. Wer in der Kategorie der Recorder mit zwei XLR/Klinken-Eingängen makellose Stereoaufnahmen machen will, ist hier wohl am besten aufgehoben. Zu den weiteren möglichen Klangquellen zählt übrigens auch eine digitale S/PDIF-Quelle – das ist einzigartig in dieser Geräteklasse.

Die Basis für den piekfeinen Sound in 44,1 bis 192 (!) kHz schafft der Signal-Rausch-Abstand von 109 dB, wenn die zwei integrierten Analog-Digital-Wandler kombiniert zum Einsatz kommen. Die Mikrofonvorverstärker kommen auch in den aktuellen Audio-Interfaces des Herstellers zum Einsatz.

Audiofreunde im Außeneinsatz werden sich auch über die Marathonqualitäten des Tascam DR-100MKIII freuen. Mit den integrierten Mikrofonen und dem Lithium-Ionen-Akku lassen sich bis zu zwölf Stunden aufnehmen, falls Du dich mit »nur« 16 Bit & 44,1 kHz begnügst. Doch damit nicht genug: Im laufenden Betrieb kannst Du noch zwei AA-Batterien einlegen, um mit diesen eine nahtlose Weiterführung der Aufnahme zu ermöglichen, wenn der integrierte Akku zur Neige geht. Und dann git es ja noch die Option zur Stromspeisung via USB-Port …

 

Tiny Tools: Die 4 besten Field Recorder im Miniformat - Yamaha Pocketrak PR7

Yamaha Pocketrak PR7

Maße: 47 × 132 × 29 mm | Gewicht: 82 g (mit Batterie) | 129,- Euro

Dieser mobile Digitalrecorder der japanischen Audiospezis ist preislich und vom Funktionsumfang her ziemlich genau zwischen den Kandidaten von Zoom und Tascam (dem kleineren) angesiedelt. Dabei liegt er in puncto Größe und Gewicht praktisch gleichauf mit Erstgenanntem. Der interne Speicher umfasst 2 GB – nicht so viel wie beim Olympus LS-3 (siehe oben), aber immerhin. Zu den fortgeschrittenen Funktionen zählt ein Tuner, also eine Stimmhilfe für Gitarren & Co. – ein interessantes Goodie für Instrumentalisten.

Ein weiterer Aspekt, der den Yamaha Pocketrak PR7 auszeichnet, ist die Batterielaufzeit von rund 30 Stunden bei WAV-Aufnahmen in CD-Qualität (16 Bit & 44,1 kHz) – und das mit nur einer einzigen AAA-Batterie. Da kann nur der just erwähnte LS-3 mithalten. Allein wenn man die Herstellerangaben für die vier kleinen Audio Recorder vergleicht (H1: 10 h / DR-22WL: 17½ h / LS-3: 30 h), steht der Proband von Yamaha sehr gut da, beim MP3-Recording sind es laut Yamaha sogar bis zu 44 Stunden.

 

Tiny Tools: Die 4 besten Field Recorder im Miniformat - Zoom H1

Zoom H1

Maße: 44 × 136 × 31 mm | Gewicht: 80 g (mit Batterien) | 95,- Euro

Der Günstigste und Leichteste mobile Digitalrecorder in dieser Runde zeichnet sich durch eine sehr einfache Bedienung aus. Auf der Oberseite sitzt lediglich der Aufnahmeknopf zu finden – wenn es mal schnell gehen muss, kannst Du einfach nicht danebentippen. Der Hersteller setzt auf ein Kunststoffgehäuse – das Fliegengewicht macht insbesondere lange Interviews mit ausgestrecktem Arm und vergleichbare Aufnahmesituationen zum Kinderspiel. Unter den erweiterten Funktionen ist etwa das Auto-Leveling zur automatischen Einpegelung erwähnenswert. Oder die Verwendung als USB-Mikrofon und Abspielgerät an PC & Mac.

Das Gehäuse des H1 ist nicht so verwindungssteif wie die anderen Vertreter seiner Zunft und die kleinen Knöpfe sind manchmal etwas störrisch. Abgesehen davon ist es ein gelungenes, angenehm geradlinig bedienbares Gerät für alle, die sehr gerne und sehr viel unterwegs sind, um Stereoaufnahmen in guter bis ausgezeichneter Qualität zu machen. Zu guter Letzt sei das maßgeschneiderte Zubehörpaket hervorgehoben, das für günstige 25,- Euro erhältlich ist – Details dazu und alles Weitere liest Du in unserem oben verlinkten Testbericht.

» Mehr findest Du im Zoom H1 Testbericht.

 

Tiny Tools: Die 4 besten Field Recorder im Miniformat - Tascam DR-22WL

Tascam DR-22WL

Maße: 52 × 155 × 37 mm | Gewicht: 170 g (mit Batterien) | 129,- Euro

Dieser Kandidat ist größer und deutlich schwerer, aber auch in ein festeres Kleid gehüllt als der Kleine von Zoom. Bei den hervorstechenden Features ist die WLAN-Fähigkeit zu nennen, womit der Dateiaustausch unter Windows, Mac OS, Android und iOS drahtlos gelingt. Noch viel interessanter: Für Smartphones und Tablets mit den genannten Betriebssystemen von Google und Apple gibt es Apps, um das Gerät fernzusteuern bzw. -überwachen – für das Starten & Stoppen von Aufnahmen aus der Ferne, Pegelanzeigen etc.

Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe von Funktionen für den anspruchsvollen professionellen Gebrauch: die Möglichkeit zum Recording im BWF-Format (u.a. mit integriertem Timecode), microSDXC-Unterstützung (max. 128 GB), simultanes Recording in WAV und MP3, einen Halleffekt und vieles mehr. Der Aufpreis gegenüber dem H1 ist damit ohne den leisesten Zweifel gerechtfertigt.

» Mehr findest Du im Tascam DR-22WL Testbericht.

 

Tiny Tools: Die 4 besten Field Recorder im Miniformat - Olympus LS-3

Olympus LS-3

Maße: 40 × 112 × 16 mm | Gewicht: 90 g (mit Batterien) | 133,- Euro

Es ist erstaunlich, wie kompakt dieser mobile Digitalrecorder ist, sogar im Reigen des hier vorgestellten Quartetts. Unterdessen fällt das Gewicht kaum höher als beim H1 aus. Wie beim DR-22WL ist das Display vergleichsweise groß und stellt weit mehr als nur die wichtigsten Informationen dar. Einsame Spitze ist das Modell wiederum, was den internen Speicher von 4 GB betrifft – damit lassen sich in Abwesenheit einer SD-Karte schon ziemlich ausgedehnte Sessions im verlustfreien WAV-Format bestreiten.

Es gibt noch mehr Spezialitäten. So findet sich hier ein drittes Mikrofon mittig vorne, das den Klang mit einer Kugelcharakteristik einfängt. Es macht den Sound basskräftiger, fülliger – das ist in der Regel zu empfehlen, da die X/Y-Mikros allein recht dünn klingen. Schade ist, dass die naheliegende Funktion einer M/S-Aufnahme mit separaten Mitten/Seiten-Spuren nicht implementiert wurde. Die erfreulich lange Akkulaufzeit hatten wir bereits in der Beschreibung des Yamaha-Recorders erwähnt.

Der Lieferumfang: Windschutz, Tasche, Akkus und USB-Kabel (mit Letzterem lässt sich das Gerät aufladen!) sowie eine Trageschlaufe. Bei so vielen Funktionen auf engstem Raum im robusten Metallgewand ist es umso schöner, dass dieser Vertreter mittlerweile nur noch 133,- Euro kostet.

 

Mobile Digitalrecorder richtig nutzen

Field Recording TutorialIn unserem Field Recording Tutorial lernst Du die wichtigsten Tricks für Aufnahmen in der Natur kennen – ob für feinen Videoton, Atmosphären zur Musikproduktion oder Sonstiges.


Felix Baarß Von