Microsoft Surface: Angriff auf den Tablet-Markt

6
SHARES
Microsoft Surface

Microsoft Surface

anzeige

Microsoft Surface – Alternative zum iPad

Nachdem Microsoft nun schon die Hauptinformationen über Windows 8 und die ersten kostenlosen Betaversionen des neuen Betriebssystems veröffentlicht hat, folgt jetzt der Schulterschluss auf dem Tablet-Markt. Mit dem Microsoft Surface hat der Software-Gigant nun den passenden Kompagnon für sein kommendes Betriebssystem vorgestellt und verfolgt damit zielstrebig den Weg, der schon mit Windows Phone 8 für den Smartphone-Markt eingeschlagen wurde. Ähnlich wie anfangs Apple bei seinem iPad besteht man bei Windows darauf, etwas völlig Neues geschaffen zu haben. Die Chefentwickler sprechen deshalb vom PC im Handtaschenformat oder vom Tablet, das so leistungsstark wie ein Desktop-Rechner sein soll.

Microsoft Surface

Microsoft Surface

Microsoft wird Surface in zwei verschiedenen Versionen anbieten. Erstens einen von Intels neuen Ivy-Bridge-Prozessoren (22-Nanmoter-Fertigungsprozess) angetriebenen Tablet-PC, der mit Windows 8 bestückt wird. Zweitens eine von einem ARM-Chip beflügelte Flunder, dessen Betriebssystem Windows RT sein wird.

Letztere ist 9,3 Millimeter dünn und enthält einen eingebauten Ständer, der das Aufstellen des Tablets auf ebenem Untergrund ermöglichen soll. So soll der Anwender mühelos Filme schauen oder kleine Präsentationen genießen können. Auch Videotelefonie ist so sehr gut Vorstellbar.

Der kleinere Surface ist der erste PC mit einem aufgedampften Magnesiumgehäuse (PVD). Das Tablet wird in Versionen mit 32 und 64 GB daherkommen und mit einem 10,6-Zoll-Bildschirm mit unbekannter Auflösung (»HD« deutet im Gegensatz zum »Full HD«-Bildschirm auf weniger als voraussichtlich 1920×1080 hin) ausgestattet sein.

Microsoft Surface - Farboptionen

Die Farbvarianten des Microsoft Surface

Microsofts Intel-basierter Surface läuft mit Windows 8 Pro. Er wird mit einer Dicke von 13,5 mm wohl etwas schwerer als der leichtere Bruder sein. Er unterstützt USB 3.0. Auch die Windows 8 Version wird im Magnesiumgehäuse und mit einem ausklappbarer Ständer geliefert. Die Speicherkapazität liegt bei 64 GB oder 128 GB.

Darüber hinaus wird die Intel-Version zusätzlich die Benutzung eines Stiftes unterstützen, der mit »digitaler Tinte« schreiben wird. Diese kleine technische Finesse wird über ein etwas dickeres Display realisiert, dass bei der Eingabe den Stift vom Finger bzw. der Hand unterscheiden und ersteren priorisieren. Eine Art doppelter Boden auf dem 10,6-Zoll-Display, das mit »Full HD« wohl über eine Auflösung von 1920×1080 verfügen wird.

Micrsoft Surface Video

Beide Surface-Tablets werden aber über eine Anbindung an die Touch-And-Type-Tastatur verfügen. Diese dient zum einen als Eingabehilfe, zum anderen als Abdeckung, die den Tablet in geschlossenem Zustand ausschaltet und bei Öffnen sofort wieder startet – ähnlich wie das Smart Cover des iPad. Neben einer klassichen Notebook-Tastatur ohne Ziffernblock wird die Multi-Touch-Tastatur auch ein Touchpad bieten, wie man es von herkömmlichen Notebooks gewohnt ist. Hier wird der Bezug zum vertrauten Windows-Heim-PC deutlich. Auch Anwender, die ihr Arbeitsgerät gern individualisieren wollen, werden sich über die 3 mm dünne Tastatur, die über einen Magneten am Tablet befestigt wird, freuen, denn es wird sie in fünf stylischen Farben geben.

Doch auch die Liebhaber von properem Tastenhub sollen auf ihre Kosten kommen, da Microsoft auch eine fünf Millimeter dünne Tastatur mit normalen Tasten anbieten wird. Ob die Tastauren optional erhältlich sein oder im Bundle mit dem Surface angeboten werden, ließ Microsoft noch offen.

Außerdem schwieg sich Microsoft über den neuen Anschluss an der rechten Seite des Tablets aus. Dort ist neben einem USB-Port, einem Video-Anschluss und einem Lautsprecher auch ein unbekannter, fünfpoliger Anschluss zu sehen. Microsoft ließ auf der Pressekonferenz in Los Angeles nur verlauten, dass es sich um einen »magnetic charging connector« (»magnetischer Ladeanschluss«) handle. Möglicherweise befindet sich hier aber auch ein neuer Datentransferanschluss, der Apples 30-poligem Dock-Konnektor Konkurrenz machen soll.

Sicher ist, dass beide Windows-Tablets über einen microSDXC-Slot sowie über 2×2-MIMO-Antennen zur mobilen Konnektivität verfügen werden.

Microsoft Surface – Keynote

 

Microsoft Surface: Preis & Verfügbarkeit

Natürlich hält sich Microsoft noch bedeckt, was Preis, das exakte Verfügbarkeitsdatum und die letztendliche Ausstattung des Surface betreffen. Es ist allerdings zu erwarten, dass die Windows-RT-Version des Surface bereits pünktlich zum Release von Windows 8 (Oktober 2012) erscheinen wird. Die Version mit Windows 8 Pro soll drei Monate später folgen.

Preislich wird sich Microsoft wohl dem Tablet-Markt anpassen und den Surface zu ähnlichen Preisen wie Apples iPad anbieten.

Mehr zum Thema:
      


Lesermeinungen (8)

zu 'Microsoft Surface: Angriff auf den Tablet-Markt'

  • Sascha Nevian   20. Jun 2012   08:53 UhrAntworten

    die ersten Apple User beschweren sich schon über die "unlautere" Präsentation von Microsoft :)

  • Alex   20. Jun 2012   10:11 UhrAntworten

    "es ist wie ein richtiger PC", sagt Microsoft Manager Michael Anguilo, d.h. also das ich meine Windows-Software auch auf dem Surface nutzen kann?

    • Felix Baarß (delamar)   20. Jun 2012   10:33 UhrAntworten

      Ja, zumindest auf der großen Variante mit Windows 8 Pro, da diese ja noch mit x86-Architektur und entsprechendem Intel-Chip läuft und somit (fast) alle Programme, die bisher mit XP, Vista und Windows 7 funktionierten, weiterhin lauffähig sein werden. Rückwärtskompatibilität (»legacy support«) war schon immer eine feine Sache bei Windows.

  • Sascha Nevian   20. Jun 2012   11:44 UhrAntworten

    Das Surface PRO ist quasi das Pad-Pendant zu einem Laptop und wird einen Ultra Low Voltage Core i5 Prozessor / Generation Ivy Bridge (z.B. einen Core i5-3427U) haben, also sowas wie in einem 2012er MacBook Air verbaut wird.

    Da wird ALLES lauffähig sein, was auch unter Win 7 gelaufen ist. Einzelne Ausnahmen will ich nicht ausschließen, aber die dürften in der Praxis vollkommen irrelevant sein.

    Von der Rechenleistung her ist natürlich zu bedenken, dass damit kein fettes Notebook ersetzt werden kann. Aber man kann es etwa einschätzen mit immerhin mehr als der Hälfte an CPU-Leistung eines Core i7-2670QM bzw. Core i5-2500K, oder in etwa genau so schnell wie ein Core i5-2540M bzw. Core i3-2100, Pi mal Daumen ;)

    Man sollte aber schon die Variante mit 128 GB nehmen, weil das sonst ziemlich knapp wird mit dem Speicher. Schließlich wär es gut, min. 30% für Wiederherstellungspunkte frei lassen zu können, falls man seine Backups nicht täglich machen will.

  • testo   21. Jun 2012   07:07 UhrAntworten

    so lange in windows audiobearbeitung nur mit asio und anderen krücken läuft, statt von Hause eine gute Audio-Performance zu bieten (siehe Core Audio bei apple) macht es einfach keinen Spass.
    Ich habe keine Lust mehr auf den Mist.

  • Peter Mandel   21. Jun 2012   21:16 UhrAntworten

    Also: ASIO als "Krücke" zu bezeichnen ist mehr als frech und zeigt pure Unwissenheit.

    • lachender   21. Jun 2012   21:25 UhrAntworten

      ich hätte eher auf Gehirnwäsche getippt. ;)

  • alexander   24. Jun 2012   04:08 UhrAntworten

    wieso ist ASIO eine krücke?

Sag uns deine Meinung!

anzeige

EMPFEHLUNGEN