Kawai VPC1 – Edler Keyboard Controller mit 88 Tasten

Keyboard Controller deluxe: Kawai VPC1

Der Kawai VPC1 ist ein MIDI Keyboard Controller, der speziell für virtuelle Pianos (Addictive Keys, Alicia’s Keys etc.) konzipiert wurde. Die Klaviatur vom Typ »RM3 Grand II« mit ihren 88 hölzernen Tasten soll für ein Spielgefühl sorgen, das dem eines echten Pianos sehr nahekommt. Deren elfenbeinartige Oberfläche absorbiert Feuchtigkeit und soll das Spiel unterstützen. Auf all die Feinheiten in Klaviaturmechanik möchte ich nicht eingehen, aber in unserer Quelle klingt das alles sehr ausgefuchst und macht das Gerät für sämtliche spielerischen Ausdrucksformen tauglich, die wir von einem echten Piano kennen.

Kawai VPC1

Kawai VPC1

Das Gehäuse wird aus Aluminium, Stahl und Holz gefertigt – Kunststoff scheint ein No-Go zu sein, recht so! Ein abnehmbarer Notenständer und das für einen Konzertflügel übliche Pedaltrio sind im Lieferumfang enthalten. Verbunden wird das Gerät per USB (auch die Stromversorgung geschieht über USB), überdies stehen fünfpolige MIDI-IN/OUT-Buchsen zur Verfügung. Die MIDI-Steuerdaten können übrigens gleichzeitig via USB und via 5-Pol-Anschluss gesendet werden.

Kawai VPC1

Die Hammermechanik des Kawai VPC1

Eine Editor-Software zur Anpassung der Velocity-Kurven und -Offsets sowie für fortgeschrittenes MIDI-Routing wird mitgeliefert. Fünf Setups aus der Gesamtheit dieser Einstellungen können gespeichert und in Form von Presets im Speicher des VPC1 abgelegt werden.

Der Hersteller arbeitet mit diversen Unternehmen zusammen, um minutiös angepasste Velocity-Kurven für die unterschiedlichen am Markt erhältlichen virtuellen Pianos zu erstellen. Die meisten Programme dieser Art bringen ja eine solche Funktion mit und die Liebe zum Detail, die Kawai an den Tag legt, verlangt danach, dass dieser Aspekt bedacht wird. Diese »Approved Touch Curves« gibt es bislang für Ivory, Pianoteq, Galaxy und Alicia’s Keys; alle anderen Hersteller sind herzlich eingeladen, teilzunehmen.

Kawai VPC1: Preis & Verfügbarkeit

Der Kawai VPC1 ist zum Straßenpreis von 1.329,- Euro (inkl. MwSt.) im deutschen Fachhandel erhältlich.

Lesermeinungen (10)

zu 'Kawai VPC1 – Edler Keyboard Controller mit 88 Tasten'

  • Michael Thiel
    08. Feb 2013 | 21:00 Uhr Antworten

    …keine Editor-Software und keine Treiber für MAC – bei solch einem innovativen Instrument. In welcher Zeit leben wir eigentlich ???
    Das kann´s nicht sein…

  • ralph maten
    05. Mrz 2013 | 17:29 Uhr Antworten

    Editor Software ist natürlich am Start und Mac-Treiber kommen def. noch

    • Michael Thiel (Pianist + Keyboarder)
      20. Mrz 2013 | 16:05 Uhr Antworten

      …habe das VPC-1 heute zum ersten Mal gespielt (ca. 3 Std.).
      Bin sehr begeistert von der Tastatur. Gerade in Verbindung mit meinem IVORY “American Concert” eine Traumkombination ! Ich hatte auch einmal über MAINSTAGE ein eigenes Concert geladen – links TRILLION-Bass, rechts diverse Pianos und Orgeln. Macht echt Spass.
      Und das schönste: es ging über USB, auch mit dem Macbook Pro. Also doch keine Treiber nötig ? Über Midi-Buchsen gab es bei meiner Konstellation allerdings Ärger (Note-Off-Befehle wurden zu Note-On etc., Drücken der Pedale sendete Einzeltöne usw.)
      Das getreten halbe Pedal, aber auch das Sostenuto-Pedal – eine wahre Freude. Es sieht ganz gediegen aus, nichts wackelt oder klappert. Nur das Notenpult…. Mmmhh.
      Der beste Ständer zum VPC-1 wäre der K&M Orgeltisch oder der OMEGA. Letzterer evtl. mit dem Laptop-Halter dazu.
      Natürlich wären Controller zu Steuern der wichtigsten Sachen sehr schön, ebenso Pitch-Wheel, aber so sieht´s natürlich schick aus… Vielleicht sollte man sich so was wie den NOVATION Nocturne o.ä oben draufstellen…
      Da aber im Gehäuse noch Platz ist, kann man ja über eine Wireless-MIDI-Verbindung (wie bei Grönemeyer) nachdenken. Dann hätte man nur noch die Stromversorgung zu bedenken. Gruss, M.Thiel

  • Ulrich Huf
    20. Mrz 2013 | 15:31 Uhr Antworten

    Hm.. Das MP10 als Masterkeyboard. Es könnte so schöne sein. Aber genau wie das Numa Nero wird es wohl seinen Platz im ambitionierten Heimstudio finden. Warum um alles in der Welt verzichtet man da auf ein Pitch- und Modulationsrad? Schon klar. Ein Flügel hat auch keine Räder. Aber der Aufwand hätte sich doch in Grenzen gehalten oder??

  • Daniel Dühn
    26. Mai 2013 | 16:21 Uhr Antworten

    Hallo, ich bin der Daniel und spiele auch Klavier und Keyboard.
    Ich hätte großes Interesse an diesem Klavier, habe auch die Bedienungsanleitung im Internet gelesen, aber leider fand ich niergends, das dieses Klavier einen Transposer hat.
    Ich habe leider etwas kleinere Hände, um alle Tonarten zu spielen und verwende halt hi und da an meinen anderen Instrumenten den Transposer, um die Tonhöhe etwas zu verändern.
    Da es sich um ein elektronisches Instrument hat, müsste eigentlich diese Funktion auch dabei sein.
    Bitte um Antwort !
    mfG. Daniel

    bin auch auf Facebook

    • Retep
      02. Jun 2013 | 11:37 Uhr Antworten

      Das Gerät hat keine Tonerzeugung,du Musst es also sowieso an ein Soundmodul oder an einen Computer mit Software-Piano anschliessen. Dort kannst du nach herzenslust transponieren ,andere tongeschlechter,pentatonische tonleitern und sonst noch manches einstellen. Eine entsprechende Möglichkeit am VPC-1 ist deshalb überflüssig .

  • Andreas J. Kampe
    15. Sep 2013 | 17:12 Uhr Antworten

    Hallo, Felix, wenn der Art. von Dir kommt,

    Durch die guten reviews habe ich das Teil gerade erworben. Im Geschäft konnte der Verkäufer anfangs nur das “Grand Piano” (oder wie es auch immer heißt) (bei einem einfachen Korg als soundmodul) reinbekommen, dann auf dem Korg SV1 alle möglichen Klänge.

    Nun habe ich es hier, es ist an einem Roland GW8 angeschlossen, doch ich kriege wieder nur das “Grand Piano” rein, was mich anödet. Klar, ist es ein guter Klang, und eine sehr gute, leise Tastatur.

    Nun werde ich bei Kawai anrufen, und nach der Editorsoftware fragen, denn sie ist ja nirgends zum downloaden. Ein Forumsmitgl. deutete an, man bräuchte sie (oder könne das mit der Editor von GW8 einstellen???).

    Auf jeden Fall ist der Editor nicht aufzutreiben, und was da steht an Ivory, Galaxy, Alicias keys, und so, ist mir noch schleierhaft.

    Obwohl gute Tastatur, bin ich bisher enttäuscht. Mit dem Korg SV1 hatte ich, im Verkaufsladen, alle mögl. interessanten Sounds,
    schätze, ich bräuchte ein soundmodul von thomann . . .

  • Andreas J. Kampe
    15. Sep 2013 | 19:58 Uhr Antworten

    Also, im Musikgesch. ging die große Palette von Sounds durch, beim 2. Anlauf, bei diesem Korg als soundmodul –
    Nun habe ich die Editor- und die Treibersoftware doch gefunden, und geladen, zuerst die Tr-softw. Die Service-Page steht in der Anleitung. Mehrfach, da immer fehlerhaft. Einmal hieß es, für die 10 MB sei zu wenig Platz, nun habe ich viele, viele große Fotodateien ausgelagert.
    Obwohl das VPC1 mit Kabel am notebook hängt, heißt es immer: fehlgeschlagen . . .
    Bisher also nur immer das “edle Gedöse” vom “Grand Piano”; ist ja schon gut zum üben . . .
    Doch die vielen Sounds eines Moduls sind bisher nicht zu erreichen . . .
    Werd mal anrufen, bei Kawai

  • Michael Thiel (Pianist + Keyboarder)
    16. Sep 2013 | 09:40 Uhr Antworten

    Das VPC1 ist kein Masterkeyboard, sondern ein richtiger Pianocontroller ! Wer sich eine solche Tastatur kauft, sollte über eine Software wie IVORY “American D” oder “Italian Grand” nachdenken – das ist eine Traumkombination – damit kann man richtig Klavier spielen. Vorraussetzung ist natürlich:
    1.) ein guter Laptop (z.B Macbook Air / Macbook Pro) mit i5 oder i7-Prozessor, am besten mit einer SSD) und
    2.) eine entsprechende Wiedergabemöglichkeit. Denn alles kommt letztendlich aus einem Speakersystem. Das entscheidet maßgeblich über das Feeling unseres Spielens.
    Für APPLE-User würde ich MAINSTAGE 3 als Spieloberfläche empfehlen.
    Gruss,
    M. Thiel (Pianist & Keyboarder)

  • Peter
    22. Feb 2014 | 23:09 Uhr Antworten

    Hallo Felix,

    ich spiele zurzeit ein Roland RD-700 GX. Dessen Tastatur ist an sich sehr gut, aber extrem laut, was Menschen in derselben Wohnung manchmal etwas auf die Nerven geht. Wie würdest du die Lautstärke der Tastaturgeräusche des VPC1 beurteilen? Könnte das den Nervfaktor hörbar reduzieren? Vielen Dank für deine Antwort.

    Liebe Grüße
    Peter

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