DI-Box: Funktion und Aufbau einer DI-Box, Anwendungsbeispiele

8
SHARES
DI-Box

Die aktive DI-Box BSS Audio AR-133

anzeige

Was ist eine DI-Box?

Eine DI-Box wird dazu verwendet, eine Schallquelle mit einem unsymmetrischen Output mit einem Gerät mit einem symmetrischen Input zu verbinden. Eine DI-Box dient dazu, Impedanzen anzugleichen und Signale zu balancieren.

Die DI-Box ist ein spezielles Gerät, das dir erlaubt, den Pegel eines Audiosignals auf das gewünschte Level zu bringen. Du kannst mit einer solchen Box beispielsweise dein Gitarrensignal in einen Line-Pegel wandeln. Es gibt eine Menge Boxen jeglicher Preiskategorie zur Auswahl, zum Beispiel Radial, Palmer oder Behringer.

Ganz typisch ist, dass der Ausgang als Cinch oder Klinke vorliegt und dann auf XLR von der Direct Injection Box ausgegeben wird. Das ist aber kein Muss.

Eine DI-Box konvertiert Signale von Instrumenten, die einen Ausgang mit hoher Impedanz haben, zu einem symmetrischen Signal mit Mikrofon-Level, um diese mit professionellem Musik Equipment weiterverwenden (verstärken) zu können.

Beispiel:

Eine Gitarre wird mithilfe einer DI Box direkt an ein Mischpult (oder an ein Audio Interface) angeschlossen. Weitere Beispiele umschließen aber auch Keyboards und andere Instrumente, die über einen elektrischen Ausgang verfügen sowie CD-Spieler.

Ein weiteres Merkmal ist die symmetrische Signalweiterleitung, mit der sich Störsignale bedeutend mindern, wenn nicht gleich auslöschen lassen. Bei den meisten im Fachhandel erhältlichen Modellen lässt sich mit einem eigens hierfür konzipierten Schalter (meisten mit der Bezeichnung Ground Lift) die Masseleitung trennen. Dadurch können lästige Brummschleifen unterbrochen werden.

Aufbau einer DI-Box

Eine DI-Box ist in der Regel ein recht klein gebautes Gerät in Schachtelform. Für Bühnen oder große Studios werden aber auch mehrere DI-Boxen nebeneinander in einen Einschub als Gerät für den Einbau in ein 19″ 1HE Rack verwendet.

Generell gibt es die aktive sowie die passive Variante des kleinen Helfers. Eine aktive DI Box macht sich eine interne Elektronikschaltung zur Verstärkung zunutze, um die Symmetrierung des Signals zu erreichen. Sie benötigt daher auch eine Versorgung mit Strom, die zumeist aus einer Batterie oder einer vom Mischpult oder Audio Interface gelieferte Phantomspeisung kommt. Die passive DI Box sorgt für die Symmetrierung des Signals durch die Verwendung eines breitbandigen Niederfrequenzübertragers.

Vorteile: Aktive DI-Box

  • sehr flexibel
  • fast beliebig wählbare Impedanz bei Eingang bzw. Ausgang
  • keine Nachteile wie bei Überträgern
  • weniger empfindlich gegen magnetische Einstreuung

Vorteile: Passive DI-Box

  • benötigen keine Versorgungsspannung
  • lassen sich auch umgekehrt nutzen (symmetrisch zu unsymmetrisch)

Anwendungsbeispiele einer DI-Box

  • Reduzierung eines Signals von Line-Level auf Mikrofon-Level, um es am Mischpult über den Mikrofon-Preamp einzubinden
  • Wandelung eines unsymmetrischen Signals in ein symmetrisches, welches weniger störanfällig ist
  • Durch eine galvanische Entkopplung kann man mehrere geerdete Geräte miteinander verbinden, ohne Brummschleifen befürchten zu müssen
  • Nutzung langer Kabel ohne Rauschen

Mehr zum Thema:
        


Lesermeinungen (5)

zu 'DI-Box: Funktion und Aufbau einer DI-Box, Anwendungsbeispiele'

  • Czebo   24. Nov 2008   21:41 UhrAntworten

    Könntest du bei Zeiten vllt. einmal erläutern, wie genau man eine DI-Box im Bereich ReAmping nutzen kann!?

    Würde mich persönlich brennend interessieren - man findet viel im Internet. Aber leider viel zu viele verschiedene Vorgehensweisen, die alle vom Autor als DIE EINE RICHTIGE bezeichnet wird. Ich weiß nicht genau wie ich es angehen soll - ich hab einfach zu viele verschiedene Dinge gehört und Werf die Methoden in der Praxis immer nur durcheinander ^^

    Beste Grüße, Czebo

  • carlos (delamar)   25. Nov 2008   00:28 UhrAntworten

    Ich bin im Moment etwas knapp bei Zeit, aber Andreas arbeitet dran!

  • Nightlife   17. Apr 2009   12:16 UhrAntworten

    Hallo,
    das mit der störungsfreien übertragung klappt bei mir leider nicht so gut, wenn ich meinen Ashdown Bassamp über die integrierte D.I. Box mit unserer PA anlage verbinde, kommt, wenn ich den Volume-Regler am mischpult nur ein wenig aufdrehe schon ein relativ lautes rauschen. Wissen sie vielleicht, wie man das Problem beheben könnte ?

    Mfg Nightlife

  • Mario   25. Mrz 2010   15:53 UhrAntworten

    @Czebo

    ReAmpen ist einfach nur der umgekehrte Weg der DI Box.

    Eine Gitarre hat ca. 15k Ohm Ausgangswiderstand. Das unsymmetrische Signal der Gitarre geht zur DI Box. Die DI Box brauch demzufolge einen Eingangswiderstand von größer 150 k Ohm (Spannungsanpassung!). Am Ausgang der DI Box liegt eine Impedanz von ca. 60 Ohm (je nach Übertragungsverhätlnis der DI Box). Das nun symmetrierte Signal gelangt in das Mischpult und zum Aufnahme Medium. Vom Aufnahme Medium wird das Signal wieder ausgespielt auf das Mischpult. Das Mischpult gibt das Signal am Line Out mit 40 Ohm Ausgangswiderstand an den ReAmper, der dann einen Eingangswiderstand von >10-20 k Ohm brauch. Am Ausgang des ReAmpers hat dieser eine Ausgangsimpedanz von ca. 15 k Ohm. Dein Verstärker hat weit mehr wie 250 k Ohm. Damit ist der Weg vom ReAmper zum Amp auch spannungsangepasst und in Ordnung.

    Eine einfache DI Box eignet sich somit nicht zum ReAmpen.

Sag uns deine Meinung!

anzeige

EMPFEHLUNGEN