delamar Audio Computer: Das Gehäuse

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Das Gehäuse – delamar Audio Computer, die Digital Audio Workstation

Wer sich seinen Audio Computer selbst zusammenbaut kommt nicht umhin, sich mit den vielen unterschiedlichen Gehäusen (und -typen) auseinanderzusetzen. In der Budgetplanung wird das Gehäuse oftmals und fälschlicherweise in der Priorität nach ganz hinten gesetzt und einfach geschaut, welches man sich gerade noch leisten kann. Ich selbst habe für diesen Audio Computer genau den anderen Weg gewählt und als erste Komponente das Gehäuse ausgesucht.

Die Wahl fiel letztlich auf das Antec P183, den Nachfolger des Antec P182, das schon unser altes Audiosystem beherbergte. Der Grund ist, dass dieses Gehäuse wunderbar geeignet ist, um den delamar Audio Computer weitestgehend passiv zu kühlen – also mit möglichst wenig Lüftergeräuschen. Dazu ist es solide verarbeitet und bietet eine Menge komfortable Features, auf die ich später noch kurz eingehen werde.

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Das Antec P183 ist derzeit im Handel für etwa 139,- Euro erhältlich. Der ein oder andere mag jetzt vielleicht schlucken, zumal das Gehäuse ohne Netzteil daherkommt. Aber diese Investition ergibt Sinn! Zum einen wirst Du dein Gehäuse wahrscheinlich am längsten von allen Komponenten nutzen können. Als Beispiel mag da der redaktionseigene Fileserver dienen. Das dort verwendete Gehäuse hat bereits drei Generationen von Rechnern beherbergt und wird sicherlich noch das ein oder andere Jahr dort im Einsatz bleiben.

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Zum anderen wollen wir die Geräusche auf ein Minimum reduzieren und da ist Antec genau die richtige Wahl. Das Antec P183 ist überaus gut verarbeitet und zu 100% durchdacht. Alle Kanten sind entgratet, womit blutige Hände beim Zusammenbau ausbleiben (das ist leider nicht bei allen Herstellern selbstverständlich). Alle Teile wurden mit viel Liebe zum Detail entwickelt und nichts wackelt oder macht im Betrieb unliebsame Geräusche.

 

Was ist besonders am Antec P183?

Das vielleicht herausstechende Merkmal dieses Gehäuses ist das Zwei-Kammer-Konzept. In der oberen Kammer finden Motherboard, Laufwerke und ein Montagekäfig für Festplatten Platz. Dazu wurden zwei Lüfter mitgeliefert, deren Geschwindigkeit sich über nach aussen geführte Schalter verändern lässt. Diese sind von Haus aus in der langsamsten Version erstaunlich leise und sollten für viele Anwendungen bestens geeignet sein. Für den delamar Audio Computer werden wir diese allerdings gegen noch leisere Lüfter austauschen, aber dazu später mehr.

Im unteren Teil des Antec P183 finden Netzteil und ein weiterer Montagekäfig für bis zu fünf Festplatten Platz. Bei den Montagekäfigen wird die Liebe zur Perferktion des Herstellers deutlich. Nicht nur, dass sich beide Käfige auf einfachste Weise zum Ein- oder Ausbau von Festplatten aus dem Gehäuse nehmen lassen. Für jede Festplatte ist bereits eine Vibrationsdämmung aus Silikondämpfern eingebaut, die unnötige Geräusche verhindert.

Antec P183 delamar Audio Computer

Antec P183 Gehäuse

Ein weiteres Gimmick, das Nutzer von SSD-Platten (Solid State Disks) begeistern wird: Die Montagekäfige sind schon von Haus aus dafür vorgesehen, die kleinen 2,5″ SSD Platten aufzunehmen. Und Platz bietet dieses Gehäuse auch noch. Insgesamt finden sechs 3,5″ Laufwerke wie Festplatten, zwei 2,5″ für SSD und vier 5,25″ Geräte Platz. Ebenfalls mit viel Liebe zum Detail sind die Laufwerke im oberen Gehäusebereich mit Schnellverschlüssen versehen, die den Ein- und Ausbau der Laufwerke enorm vereinfachen.

 

Wie gut dämmt das Antec P183?

Das Antec P183 ist leise! Und das, obwohl es ohne Dämmmatten oder Schaumstoffe an den Aussenwänden auskommt. Stattdessen sorgt das Zwei-Kammer-Konzept für zwei thermisch unabhängige Bereiche. Der Luftfluss im unteren Bereich wird durch den Lüfter des Netzteils sowie einen weiteren von uns vor dem Festplattenkäfig montierten Lüfter bestimmt. Der zusätzliche Lüfter saugt Luft aus der Umgebung an, die an den Festplatten vorbei in Richtung Netzteil geführt wird. Das Netzteil saugt Luft an und gibt diese wieder an die Umgebung ab.

Im oberen Bereich sorgen die beiden Gehäuselüfter dafür, dass die warme Luft vom Prozessor aus dem Gehäuse an die Umgebung abgegeben wird. Das Schöne an diesem Konzept ist, dass sich das Gehäuse durch die getrennten Luftströme nicht unnötig aufheizt und somit langsame Drehgeschwindigkeiten der Lüfter erlaubt – also ein leiseres Arbeiten.

Dazu kommt, dass die Gehäusewände aus drei Schichten mit Aluminium, Kunststoff und Aluminium gefertigt sind und damit eine exzellente Dämmung der Geräusche zustande kommt.

 

Antec P183 vs. Antec P193

Zu Beginn haben wir den delamar Audio Computer in einem ebenso schön umgesetzten Antec P193 Gehäuse aufgebaut. Dieses Gehäuse ist deutlich grösser ausgefallen und derzeit für etwa 169,- Euro im Fachhandel zu erwerben. Der Vorteil bei diesem grossen Gehäuse liegt auf der Hand: Unsere Digital Audio Workstation war im Durchschnitt 4-5° kühler und das, obwohl wir einen Lüfter weniger verwendet haben.

Allerdings war der seitlich montierte 200mm Lüfter unserem CPU-Kühler um wenige Millimeter im Weg, so dass wir die Konstruktion auf die Aussenseite des Gehäuses verlegen mussten. Deswegen entschieden wir uns schliesslich doch lieber das Antec P183 zu verwenden, das sich am Ende sogar noch als einen Tick leiser herausstellte.

Wer für seine Digital Audio Workstation aber noch mehr Platz braucht, dem sei der grosse Bruder P193 ans Herz gelegt.

In der kommenden Folge werden wir über das für den delamar Audio Computer verwendete Netzteil sprechen. Stay tuned!

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Lesermeinungen (2)

zu 'delamar Audio Computer: Das Gehäuse'

  • Elektrozid   06. Dez 2010   15:15 UhrAntworten

    An für sich ein wirklich gutes Gehäuse. Schade nur, dass ein werzeugloser Einbau nicht möglich ist. Naja, aber man baut seine DAW ja nichtg alle Furz lang um :-) Da ja auch eine Low-End Grafikkarte dort verbaut wird, sind doppelte Gehäuselüfter an der Decke des Towers auch nicht unbedingt nötig...

  • Sogyra   06. Dez 2010   23:04 UhrAntworten

    Ja, Antec ist ein wirklich guter Hersteller wenns um Computergehäuse geht.
    Ich bau mir seit den 90igern die PC´s immer selber zusammen, und hatte vor 10 Jahren auch ein Gehäuse von Antec im Visier. Leider(oder Gott sei Dank) gab es damals ein Angebot bei einem Händler, der ein Chieftec Big Tower mitsammt einem hochwertigen Netzteil um 99,-Euro anbot. Da mußte ich sofort zuschlagen! Den Kauf an sich hab ich bis heute nicht bereut, und das liegt jetzt schon bald 10 Jahre zurück.
    Aber worauf ich hinaus will ist, das bei all den Komponenten das äußerst wichtige Netzteil nur stiefmütterlich behandelt wird. Doch ist es doch genau das, was speziell bei den heutigen hochgezüchteten Teilen, äußerst wichtig ist. Es weiß auch nicht jeder, das die Wattanzahl alleine nicht das ausschlagende Kaufargument sein soll.
    Vielleicht kann man da ja noch was nachschieben?

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