AKG N90Q: Der erste Kopfhörer für ad hoc maßgeschneiderten Klang?

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AKG N90Q

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Premium-Kopfhörer für Sound nach Maß?

Mit dem AKG N90Q erscheint ein von Grammy-Gewinner Quincy Jones inspirierter, im Premiumsektor der Consumer-Elektronik verorteter Kopfhörer. Es handelt sich um einen wahrscheinlich dynamischen Kopfhörer in geschlossener, ohrumschließender Bauweise. Interessant wird es mit dem eingangs umrissenen Feature: Je zwei Mikrofone in jeder Ohrmuschel nehmen auf, was beim Musikhören zwischen Membran und Ohr ertönt. Anschließend wird der Frequenzgang analysiert, um innerhalb einer Sekunde maßgeschneidert korrigierende Filter zu aktivieren – denn die Verwirbelungen unterscheiden sich je nach der individuellen Form jedes Ohres.

AKG N90Q

AKG N90Q

Ich frage mich, ob die so blumig mit »TruNote« umschriebene Technologie wirklich einen nennenswerten Unterschied macht. Wie stark können denn die durch unterschiedlich geformte Ohren verursachten klanglichen Unterschiede sein?

Unabhängig davon müssen die Wiedergabequalitäten des Geräts sicher ohnehin sehr gut sein, damit TruNote überhaupt noch einen draufsetzen könnte. Quincy Jones‘ Name einerseits sowie die Mess- und Korrekturvorrichtung andererseits werden den Preis in die Höhe treiben, die Frage ist nur, ob die Kosten dann immer noch halbwegs angemessen für die gebotene Leistung ausfallen.

Eine vollständig diskret aufgebaute analoge Geräuschunterdrückung ist integriert. Um 20 Dezibel könne der Pegel der Umgebungsgeräusche (inklusive der durch Übertrager und Ohrpolster bewirkten Verzerrungen) gesenkt werden, ohne dass dadurch seinerseits starkes Rauschen eingeführt würde. Das Resultat sei eine außerordentliche Bass-Performance und Transparenz über das gesamte Frequenzspektrum hinweg.

Noch etwas ist erwähnenswert: An der linken Ohrmuschel findet sich ein Drehregler, mit dem Du die Bässe und Höhen stufenlos verstellen kannst; da an dieser Stelle sowohl »Bass« als auch »Treble« in der englischen Produktbeschreibung vorkommen, handelt es sich vielleicht um ein Niveaufilter (alternative Begriffe: »Tilt Filter«, »Frequenzwaage« etc.) zum »Kippen« des Frequenzgangs um ein bestimmte Zentralfrequenz herum. Wir sind gespannt.

Was erwartest Du dir von diesem Kopfhörer?

AKG N90Q: Preis & Verfügbarkeit

Eine Preisempfehlung für den AKG N90Q wurde bislang noch nicht gegeben. Erscheinen soll der Kopfhörer im Sommer 2015.

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Lesermeinungen (3)

zu 'AKG N90Q: Der erste Kopfhörer für ad hoc maßgeschneiderten Klang?'

  • CreativeJuli   09. Jan 2015   00:19 UhrAntworten

    Hallo Leute!

    Also ich finde das Konzept mit den einstellbaren Frequenzen mit Bass und Treble echt gut.
    Wenn der Kopfhörer ein weitgehend neutrales Frequenzspektrum für das Produzieren von Musik bietet und zum Musikhören sich verstellen lasst, um somit z.b. mehr Bass und Höhen gibt ist das bestimmt praktisch.
    Das mit dem TruNote finde ich ein wenig übertrieben, aber einfach am Besten selber testen, oder auf Delemar den Test lesen! ;-)

    An allen Musikbegeisterten gutes neues Jahr!

    Lg CreativeJuli

  • Wirgefuehl   09. Jan 2015   09:54 UhrAntworten

    Natürlich werde ich sie bei Gelegenheit testen. Allerdings bezweifle ich, dass mich das Ergebnis umhauen wird. Aber ich bleibe gespannt, denn eigentlich halte ich recht viel von AKG.
    Mit diesem KH positionieren sie sich meiner Meinung nach aber zu sehr in Richtung Sony und beats bei Dr. Dre (sogar das Logo sieht ein bisschen ähnlich aus, oder?) - ich halte das für einen Fehler.

    Individuelle Ohrmuscheln als Verkaufsargument anzuführen ist jedenfalls stark grenzwertig, denn Klang IST individuell und wird (soll ja auch) es immer bleiben. Für mich klingt ein Lied, gehört an unterschiedlichen Tagen mit gleichem Equipment ja auch nicht immer gleich, denn Klangerlebnis ist ja auch eine emotionale Erfahrung, keine rein physikalische. Ich möchte diese gleichmachende Technik eigentlich nicht. Aber vielleicht haut sie mich ja auch um...

  • nevian   10. Jan 2015   17:47 UhrAntworten

    wie witzig ^^ bin ich also nicht der einzige, der sich beim ersten Blick auf das Bild sofort an die "beats" erinnern musste...
    ...und dachte: "Oh Gott!!!" :)

    Getreu dem Motto: Wer b sagt, muss jetzt auch a sagen... Oder soll das ein großes Q sein? wtf ^^

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