MIDI mit perfektem Timing aufzeichnen: Advanced Pro Gear MIDI Bridge 120

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Advanced Pro Gear MIDI Bridge 120

Advanced Pro Gear MIDI Bridge 120

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MIDI mit perfektem Timing aufzeichnen: Advanced Pro Gear MIDI Bridge 120

Wenn Du per MIDI auf Deinem Computer aufnimmst, entstehen Timing-Fehler, was in Verzögerungen und Jitter resultiert. Jitter entsteht, wenn die Verzögerungen von Note zu Note variieren, also beispielsweise wenn eine Note 5 Millisekunden zu spät aufgezeichnet wird, die nächste mit 30 ms und die darauffolgende mit 15 ms. Einige Toningenieure mögen mit einer geradezu magischen Hardware/Software-Kombination gesegnet sein, die dieses Phänomen auf ein »akzeptables« Level reduziert, doch gänzlich ausgemerzt ist das Problem damit eben nicht.

Advanced Pro Gear MIDI Bridge 120

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Gerade für Aufnahmen, bei denen das Timing extrem wichtig ist, wie beispielsweise beim Einspielen von Drums, stellen diese Verzögerungen und Jitter-Effekte ein Problem dar. Durch die niedrige Priorisierung von MIDI-Signalen in den Mühlen der Betriebssysteme gibt es einfach zu viele Staus und Probleme mit der Zeitstempelung, als daß MIDI-Aufzeichnungen ein wirklich akkurates Timing aufweisen könnten.

Audiodatenströme werden hingegen ohne Jitter durch das System geschickt – genau hier setzt Advanced Pro Gear an, indem man der MIDI Bridge 120 beibrachte, die MIDI-Daten einfach per ASIO zu senden. Dabei werden die eingehenden MIDI-Signale in digitale Audiodaten umgewandelt und per S/PDIF in Dein Audio Interface geschickt, von wo sie schließlich in Deine Audioapplikation gelangen. Dort entschlüsselt nun ein spezielles Plugin die Daten, konvertiert sie wieder zu MIDI und schickt sie weiter zum MIDI-Ausgang des Plugins. Voilà!

 

Advanced Pro Gear MIDI Bridge 120: Preis & Verfügbarkeit

Die Advanced Pro Gear MIDI Bridge 120 soll im Oktober erscheinen und zum Einführungspreis von 199,- US$ über die Website des Herstellers zu haben sein.

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Lesermeinungen (4)

zu 'MIDI mit perfektem Timing aufzeichnen: Advanced Pro Gear MIDI Bridge 120'

  • nevian   20. Sep 2011   13:08 UhrAntworten

    liegen die Jitter-Toleranzen in der Praxis wirklich im Bereich 5 - 30 ms? Das wäre ja alles andere als brauchbar! 5 ms wäre schon viel und alles über 10 ms der reinste Horror...

    • Felix Baarß (delamar)   20. Sep 2011   13:13 UhrAntworten

      Diese Werte sind vom Hersteller wohl nur zur Verdeutlichung des Problems gewählt worden - wäre ja sonst wirklich grausam. :)

  • Maurice   20. Sep 2011   13:24 UhrAntworten

    Ich muss gestehen, dass ich naiv betrachtet das Problem nicht wirklich verstehe.

    a) Sehe ich es richtig, dass die Box in der Hinsicht versucht zu quantisieren? Wenn ja, ginge sämtliches "Feeling" verloren (Vernünftigen Schlagzeuger vorausgesetzt).

    b) Oder handelt es sich hier wirklich nur um ein Problem von heutigen Betriebssystemen, dass die Signale verzögert bearbeitet werden? Ich müsste jetzt nochmal in den MIDI Standard schauen, aber gab es da nicht auch Timecodes, bzw. Synchronisierungsmöglichkeiten? Ich weiß, dass ein Standardevent nur aus Note und Event besteht, aber meine mich zu erinnern, dass so etwas möglich war.

    c) Wie schaut es mit Verzögerungen von "regulärer" Hardware aus? In dem Artikel wird aufs Drumrecording eingegangen. Dies setzt ein Triggermodul voraus. Sind hier Studien gemacht worden über Jittereffekte bei der Umwandlung des Triggersignals nach MIDI? Oder ist dies immer kontant mit Delay x?

    Sorry ob der Verwirrung.

    • Felix Baarß (delamar)   20. Sep 2011   13:51 UhrAntworten

      Quantisiert wird nicht. Nur die chaotischen, von den schlampigen Betriebssystemen verursachten Timing-Abweichungen jedes einzelnen Notenanschlags werden umgangen, indem der Trick angewendet wird, die MIDI-Signale praktisch in der Verkleidung eines S/PDIF-Audiosignals per ASIO zu »schmuggeln«. Deine letzte Frage kann ich nicht beantworten.

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