Drums abmischen: Hast Du diese Tipps schon selbst getestet?

Nachdem wir schon im delamar Podcast und in diversen Artikeln hier auf der Webseite uns mit dem Abmischen von Drums beschäftigt haben, ist es an der Zeit, noch etwas mehr in die Materie einzusteigen. Heute gibt es einige fantastische Tipps zum Drums abmischen, die von uns und anderen Profis aus aller Welt stammen. Wir haben die

Drums abmischen: Hast Du diese Tipps schon selbst getestet?

  1. Parallele Kompression auf dem Drums Submix hilft, das Schlagzeuf zu stabilisieren und ihm mehr Fülle zu geben ohne die Peaks zu verlieren
  2. Schlagzeuge, die ohne Raummikrofon aufgenommen wurden, vertragen eine Menge Raum aus einem Halleffektgerät
  3. Wenn es mal nicht richtig knallt, kannst Du Kick Drum und Snare Drum mit einem Drum Replacement Tool austauschen
  4. Die Snare Drum kannst Du mit einem High-Pass-Filter ab 50 Hz versehen, um mehr Platz für die anderen Instrumente zu schaffen
  5. Snare Drums klingen besonders gut mit einem mittleren Plate-Hall
  6. Die Raummikrofone können oft mit einem High-Pass-Filter versehen werden, um den Mix besser aufzuräumen
  7. Die Overheads fangen schnell an zu pumpen, wenn Du sie komprimierst
  8. Ein Limiter vor dem Equalizer und dem Kompressor kann die Lautstärkeschwankungen des Drummers auf Kick und Snare Drum unauffällig ausgleichen
  9. Die Toms klingen am besten, wenn Du sie nicht weiter als 75% auseinander abmischst im Stereopanorama
  10. Die Kick Drum braucht keinen Klang im Bereich der HiHats, hier kannst Du einen Low-Pass-Filter mit 18 dB anwenden
  11. Wenn das Schlagzeug grösser klingen soll, kannst Du die Overheads mit einem Stereo Expander leicht verbreitern
  12. Wenn Du Overhead- und Raummikrofone hast, dann betone nur eine der Stereospuren, um einen koherenten Klang zu bekommen
  13. Die Kick Drum klingt sauberer, wenn Du zwischen 300 Hz und 500 Hz die Frequenzen absenkst
  14. Wenn der Hall die Snare Drum zu weit nach hinten im Mix rückt, kannst Du das Predelay des Hall erhöhen.
  15. Wenn die Drums nicht genug Punch haben, hilft oftmals der Einsatz eines Transientenmodellers
  16. Die Snare Drum klingt breiter, wenn Du sie mit einem Split Harmonizer anfettest
  17. Aus den Overheads kannst Du die Positionierung der einzelnen Drums im Stereopanorama hören
  18. Wenn Du mit dem Drums abmischen beginnst, kannst Du mit der Kick bei -10 dB anfangen
  19. Bei Rock kann die Kick Drum viel höher klingen als vielleicht gedacht
  20. Bei Dance-Music liegt die Betonung der Kick eher unterhalb des Basses

Welche Tricks hast Du noch auf Lager? Wie bekommst Du noch mehr Punch in deine Drums? Verraten den anderen delamari deine besten Tipps für das Abmischen von Drums in den Kommentaren!

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Lesermeinungen (7)

zu 'Drums abmischen: Hast Du diese Tipps schon selbst getestet?'

  • taikonaut
    16. Feb 2010 | 10:37 Uhr Antworten

    So viele Tipps… wann schreiben wir den Test?

  • JAN
    16. Feb 2010 | 10:57 Uhr Antworten

    Um Drums noch fetter und knalliger zu machen, kann man sie triggern. State Of The Art Plugin ist da wohl Drumagog, weil es die Drums nicht ersetzt, sondern hinzumischt. Drum Sounds layern und Kompressoren in mehreren Ebenen (Einzel- und Gruppenspur) macht schon Sinn. Wenn’s ne Rocknummer ist, hätte ich auch vor prallem Komprimieren keine Scheu, denn oft ist das so gewünscht.

  • Thomas Engel
    16. Feb 2010 | 12:38 Uhr Antworten

    Aber wieso das PreDelay ERHÖHEN, wenn die Snare zu weit hinten im Mix steht? Dadurch verstärke ich doch nur den Eindruck der räumlichen Tiefe. Auf Bassdrum und Snare nehm ich normalerweise immer 0 oder fast 0 Predelay

  • S. Power
    16. Feb 2010 | 12:44 Uhr Antworten

    Wahrscheinlich braucht man schon Tipps nach dem Motto “ungefähr so wird’S gemacht”, auch wenn ich da die Gefahr sehe, dass ein paar Leute aufhören könnten, hinzuhören, gerade wenn’s um EQ-Tipps geht (das sind doch die Dinger, die man sich in die Ohren schiebt, oder?)

    Ach so, Tipps zum Ausprobieren…
    - Gucken, dass die Sachen, die man mit mehreren Mikros abnimmt (Overheads, Snare und so) nicht phasen
    - ich würde irgendwie dringend empfehlen, Raum- oder Ambience abzunehmen, die den Klang einfach zusammen halten, man muss sie ja auch nicht so kräftig dazumischen.
    - Vielleicht leichte Distortion auf die Snare für ein paar mehr Obertöne, kann auch an anderen Stellen gut funktionieren, Becken sind aber eher schwierig, find ich.
    - Auch mal probieren, die Kick frequenzmäßig über den Bass zu mischen. Vielleicht ist das ja mit Punkt 19 gemeint. Na gut, da kommt’s wohl auf’s Schlagzeug an
    - Ich finde, gerade beim Schlagzeug ist es total wichtig, dass das Set im Raum richtig gut klingt. Mikros so verschieben, dass das trockene Singal schon mal richtig gut klingt. Ich persönlich find nichts schöner, als (vor allem bei alten Aufnahmen) zu hören, dass da nicht so richtig viel gemacht wurde, und dass das Ding im Studio wahnsinnig geklungen haben muss.
    - Ach ja, eins noch, die Trommeln stimmen…

    Na ja, da war wahrscheinlich schon die Hälfte in irgendwelchen Artikeln mit dabei, aber vielleicht hilft’s ja..

    Schöne Grüße

  • Richie
    16. Feb 2010 | 16:03 Uhr Antworten

    @ Thomas Engel
    Zitat:”Aber wieso das PreDelay ERHÖHEN, wenn die Snare zu weit hinten im Mix steht? Dadurch verstärke ich doch nur den Eindruck der räumlichen Tiefe. Auf Bassdrum und Snare nehm ich normalerweise immer 0 oder fast 0 Predelay”
    ……………………………………………………………………………………………

    Naja…weil das Predelay auch dem Hörer suggeriert, wie nah die Schallquelle an dem Hörer ist. Denn wenn das trockene Signal gleichzeitig mit dem Hall beim Hörer ankommt bedeutet das logischer Weise, das die Schallquelle weiter Weg von einem bzw. weiter im Raum steht. Wenn die Schallquelle nahe bei einem steht hörst du zuerst das trockene Signal und erst ein Paar Msek später (Predelay) den Hall.

  • aLf
    19. Feb 2010 | 23:54 Uhr Antworten

    “7. Die Overheads fangen schnell an zu pumpen, wenn Du sie komprimierst”

    Ich finde, bei coolen Rocknummern können die Overheads ruhig im Takt der Musik pumpen.

    Gruß,

    aLf

  • Tino Schulz
    05. Sep 2011 | 03:35 Uhr Antworten

    Live als auch im Studio beschneide ich die Bassdrum oft schon ab 40hz mit einem steilen highpass filter und betone dafür lieber mit einem peak-filter die rosonanzfrequenz der bassdrum mit etwas breiterem Q-Faktor. Somit kann sich der Bassist bis unten an die 20hz rantasten.

    Bassdrums bekommen ihren Attack (Anschlaggeräusch und somit durchsetzungsvermögen auf kleineren Lautsprechern) bei ca. 2,5 – 6 khz.

    Wer nicht auf Triggern steht aber trotzdem eine präsente Metal-Bassdrum wünscht die sich durchsetzt:
    Eine Spur die alle tieffrequenten Bereiche abdeckt.
    Eine Spur die alle Mitten abdeckt
    und eine Spur die für den Attack zuständig ist.

    Diese dann jeweils einzeln komprimieren, (die 3. Spur mit kürzerem Release, die 1. mit etwas längerer Releasezeit) etc.
    Oder man benutzt einen guten Multibandcompressor.

    Bitte im Studio keine Gates verwenden. In Zeiten von DAWs lieber die entsprechenden Spuren freischneiden (lassen) (z.b. mit hilfe von Strip Silence)

    Um Bassdrum und Bass miteinander zu unterstützen, pack ich einen Sidechain Kompressor (oder Ducker) auf die Bassspur, die vom Bassdrumsignal getriggert wird)

    Wenn die Bassdrum geschlagen wird, wird der Bass kurz herunter-gepegelt) und macht platz im Mix.

    Toller Tip mit dem Limiten.

    Danke für die Zusammenstellung.

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