Abmischen: Tipps für den fetten Gitarrensound

Abmischen: Tipps für den fetten Gitarrensound

Wie ich schon oft geschrieben habe, beginnt die Formung des Klangs lange vor dem Abmischen. Den Mixdown selbst kannst Du dir eher wie ein Reinigen und Polieren der bestehenden Aufnahme vorstellen. Ohne eine gute Aufnahme wirst Du nicht in der Lage sein, einen guten Gitarrensound zu formen. Denn diese kannst Du dir wie das Kreieren des Klangs vorstellen. Mehr dazu findest Du auch im Artikel “Fix it in the Mix – Oder warum deine Abmischungen nach Homerecording klingen“.

Die Technik, die ich in diesem Artikel beschreibe, basiert auf dem so genannten “Double Tracking”, dem Doppeln der Gitarrenspur. Hierzu wird derselbe Part auf der Gitarre zwei oder mehrere Male aufgenommen und die resultierenden Aufnahmen im Mix übereinander gelegt. Je mehr Spuren Du verwendest, desto fetter das Ergebnis. Aber Vorsicht, denn Du kannst dir mit dieser Methode auch die Definition der Aufnahme zerstören.

Du kannst ein sehr gutes Beispiel dieser Double Tracking Methode im Song “Drain You” von Nirvana hören. Wie Butch Vig in einem Interview mal erklärte, besteht der Gitarrensound aus ganzen fünf (!) Aufnahmen und ist eine Mischung derselben.

 

Voraussetzungen beim Recording für einen fetten Gitarrensound

Natürlich kann ich im Rahmen dieses Artikels nicht auf alle Feinheiten des Recording von Gitarre eingehen. Aber zumindest die wichtigsten Punkte sollen kurz genannt werden. Im letzten Absatz gehe ich auch nochmals gesondert darauf ein, warum die Gitarrenaufnahme an sich so wichtig ist.

  • Eine gut klingende Gitarrre ohne Störgeräusche
  • Ein gut klingender Gitarrenverstärker oder ein Effektgerät á la Line 6 Pod oder Eleven Rack
  • Erst aufnehmen, wenn die Gitarre bereits so klingt, wie Du dir den Gitarrensound vorstellst. Du kannst im Mix zwar eine Menge machen, aber das Timbre der Aufnahme wird immer gleich bleiben.
  • Die Gitarren müssen peinlich genau gestimmt sein und so tight wie möglich gespielt werden.

Weiter mit den Tipps zum Gitarre abmischen geht es auf Seite 2:

Lesermeinungen (7)

zu 'Abmischen: Tipps für den fetten Gitarrensound'

  • harryheck
    12. Feb 2010 | 19:41 Uhr Antworten

    wir saßen hier gerade ziemlich ratlos beim Gitarrenrecording bis dieser Artikel per email im Newsletter kam! ein dickes dankeschön!

  • PM
    25. Feb 2010 | 01:26 Uhr Antworten

    Ich habe eure Seite erst heute entdeckt und muss sagen: EINFACH NUR GEIL!
    Solche Tipps & Tricks hab ich schon lange gesucht und dass man dann auch noch alles übersichtlich auf dieser Page vorfindet ist wirklich perfekt!
    Also ein ganz großes Dankeschön!

  • much
    04. Mrz 2010 | 07:53 Uhr Antworten

    es gäbe da noch ne möglichkeit.. insbesonders für “gitarrenwände”
    reampen!

    Gitarre über dibox aufnehmen (ohne amp) danach über amps wiedergeben und aufnehmen …

    Mein Tipp: echte Amps benutzen, die kommen besser nach “vorne” ich persönlich habe immer probleme mit diesem modeling kram.
    und … weniger gain ist meistens mehr…

  • Tim
    07. Mai 2010 | 13:27 Uhr Antworten

    Man ihr seid spitze! Ich mache zur Zeit eine Ausbildung zum Musik/Sound Designer und da lernen wir auch das Mischen, aber leider bekommen wir das ganze nich so klasse erklärt wie hier. Habe die Tips eben mal angewendet, und zwar bei den Aufnahmen unseres Giaristens. Wir spielen Death Metal und da ist es sowieso nicht so einfach mit einem druckvollen Sound, aber die Tips haben sowas von geholfen, klingt richtig fett und professionell!

    Danke!

  • freddy
    07. Aug 2011 | 22:11 Uhr Antworten

    ja echt fettes ding danke

  • Lars
    23. Sep 2011 | 21:21 Uhr Antworten

    Ich hab mal gekesen, dass man 3 Spuren machen soll. Eine Links, Rechts, Center. Links Bässe und Höhen voll rein, Mitten raus. Rechts Mitten voll rein und Bässe und Höhen raus. Die Center Spur relativ gleixhverteilt mischen. Auf alle Spuren verschiedene Takes der Gitarre.

    Was haltet ihr davon? Ich find es bringt gute Ergebnisse. Ich experimentiere grade mal mit euren Tipps um zu sehen was grundsätzlich mehr Sinn macht. Das aufsplitten der Frequenzen im Stereoraum oder das beibehalten.

  • Flo
    06. Apr 2013 | 13:39 Uhr Antworten

    Geil, danke! Der Artikel bringt neue Ideen zum rumbasteln und ausprobieren und hoffentlich ein noch besseres Ergebnis! Danke!! :)

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