Abmischen: Wie laut muss der Mixdown sein?

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Mixdown Tipps

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Mixdown & Abmischen: Wie laut muss die Summe sein?

Nun, wie lautet wohl die Antwort auf die Frage nach der Lautstärke beim Mixdown? Wer schon länger auf delamar mitliest wird unsere Antwort schon kennen: Es kommt darauf an. Schon Einstein stellte fest, dass alle relativ sei. Und so gibt es auf diese Frage leider keinen absoluten Wert, der immer gültig sein könnte.

Dafür gibt es eine Teilantwort, eine Regel, die Du immer einhalten solltest: Kein Peak sollte die 0 dB überschreiten. Denn das ergibt digitales Clipping, das nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Sobald in der digitalen Domäne ein Peak die 0 dB überschreitet, gehen Informationen unwiderruflich verloren – und Clipping klingt schlecht.

Mixdown Tipps

Mixdown Tipps zur Lautstärke beim Abmischen / Mixing

Beim Abmischen von Songs geht es darum, einen ausgewogenen, in sich schlüssigen Mixdown zu erzeugen. Beim Mastering schließlich wird dafür gesorgt, dass dieser auf allen Anlagen gut und homogen transportiert wird. Auch die Lautstärke bzw. die Lautheit wird erst beim Mastering festgelegt.

Liegt erst einmal eine digitale Variante von einem Mixdown vor, so nimmt der Pegel keinen Einfluss mehr auf die Klangqualität. Das gilt zumindest, wenn der Song nicht unter -48 dB gerät (was sehr leise ist, einfach mal in der DAW einstellen). Veränderungen werden digital eingerechnet und verändern alles im selben Verhältnis.

 

Der Mastering-Ingenieur entscheidet

Es lohnt sich, den Mastering-Ingenieur zu fragen, mit welchem Pegel der Mixdown angeliefert werden soll. Hier können unterschiedliche Toningenieure ganz verschiedene Vorlieben haben. Und diese resultieren meistens aus deren Workflow und wie sie ihr eigenes Equipment im Mastering-Studio eingestellt haben.

Solltest Du deine Abmischungen in der analogen Domäne erstellen, so ist das Erfragen der gewünschten Lautstärke dringend notwendig. Denn hier können Pegelveränderungen einen Einfluss auf den Klang haben.

Mich würde interessieren, wie laut Du deinen Mixdown bei deinen Produktionen machst und wie laut dein Mastering-Studio seine Mixe haben möchte. Schreib uns in die Kommentare!

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Lesermeinungen (39)

zu 'Abmischen: Wie laut muss der Mixdown sein?'

  • Michel   12. Jul 2013   10:35 UhrAntworten

    Meine Mixe werden zw -10 u -6 dB laut. Mehr schaffe ich nicht.

  • Markus Esch   12. Jul 2013   10:39 UhrAntworten

    bezieht sich jetzt nicht aufs mixen, aber ich finde, man sollte wieder mehr in richtung dynamik gehn, mich stört es sehr, dass ich meine songs zu tode quetschen muss, nur um auf den lautheitsgrad kommerzieller produktionen zu kommen. klingt auch einfach nich mehr schön!

    • Ben Engels   12. Jul 2013   11:36 UhrAntworten

      Der Markus spricht mir aus der Seele.
      Weniger komprimieren und dafür mehr Dynamik erhalten.
      Aber leider hat der Lautheits-Wettbewerb dies den Songs genommen :/
      An für sich finde ich aber sollte man den Masterpegel so bei -9db bis -6db halten um noch Platz für die Summenbearbeitung zu lassen.
      LG

    • Mirco   12. Jul 2013   12:45 UhrAntworten

      Jop da bin ich genau deiner meiung ... die songs klingen super geil ... und alle (im Studio) sind zufrieden .. einen tag spähter kommt die erste beschwerde ..."im gegensatz zu Metallica ist der song voll leise und ich muss lauterstellen kann du das nicht alles lauter machen" ... *extrem genervt kuck*

    • Raphael   12. Jul 2013   20:13 UhrAntworten

      Da kann ich nur zustimmen!

  • B.   12. Jul 2013   10:59 UhrAntworten

    Mein Mastering-Mensch hat nur die Anforderung das es im Mixdown nicht weniger als 3-4 dB Headroom geben darf und der RMS-Pegel sollte nicht unter 9 sein...
    Wobei man hier sicher differenzieren muss, wenn es - wie in meinem Fall - um elektronische Musik geht.

    Das sieht bei Popmusik mit Instrumental-Aufnahmen oder reinen instrumentalen Produktionen sicherlich anders aus.

  • Sascha   12. Jul 2013   11:21 UhrAntworten

    Dynamik hängt ja auch sehr vom Genre ab. Ich gehe an die ganze Geschichte so ran, daß die tieffrequenten Spuren, Kick, Bass und Fills, in Summe auf keinen Fall über -10db kommen.Da bleibt für die Mitten und Höhen genug Headroom, daß alle Spuren in Summe nicht höher gehen als -4 bis -5db.
    Zum Trackmastern erhöhe ich dann Kick und Snare um etwa 5 db und lege auf die Summe einen Kompressor, der diese Erhöhung wieder wegfrisst, um Bewegung reinzubekommen. Dahinter dann EQ, Multiband, ggf. Mastertape, Limiter.

  • wurstboy   12. Jul 2013   11:24 UhrAntworten

    @markus Dann mach es doch nicht. So unterstützt du das ja auch.

  • ugnus   12. Jul 2013   11:28 UhrAntworten

    Hi,also bei meinen eigenen Projekten suche ich immer einen gesunden Kompromiss bezüglich der lautheit und dynamik(beim Mastering in der Regel ca einen rms von 8 oser 9).
    Meine mixe haben meist ein rms von 15 ca und ausreichend headroom.
    Ich rate auch jedem der mir was zum Mastern gibt bus kompression etc. Nur klangdienlich einzusetzen. Dann hat man wie Artikel auch erwähnt mehr Möglichkeiten beim Mastern.

    GRUß

    ugnus

  • delamarfan   12. Jul 2013   12:04 UhrAntworten

    Ich mach meine Homerecording-Produktionen jetzt immer auf -11 LUFS(RMS) Klappt sehr gut mit dem Steinberg-Tool. Ein Tipp ist auch ein Gain-Plugin in nen Summen-Insert reinzupacken und zuzüglich am Ende den L2 in vernünftigem Maße einzusetzen. - Das Gain-Plugin ist gold wert. Da gibts ein kostenfreies von Sonalksis "FreeG Stereo" Damit kann man den Mix am Ende erstmal auf eine vernünftige Lautstärke bringen und danach den L2 etwas arbeiten lassen. Klappt super!!

  • Daniel   12. Jul 2013   12:17 UhrAntworten

    Eine kleiner Verweis auf den "Loudness War" vermisse ich hier ein bisschen.
    Prinzipiell geht es dabei um den Fehlschluss einiger Produzenten und Manager, was laut sei, klinge automatisch besser. Deswegen wird auch heute noch die Summe so stark limitiert, dass automatisch ein Dynamikverlust in Kauf genommen werden muss. Interessante Videos findet man dazu auf dem YT-Kanal von Friedemann Tischmeyer, seines Zeichens einer der gefragtesten Mastering Engineers.
    Ich versuche beim Limiten, meine Peaks zwischen -0,8 und -0,3 zu halten. Dabei achte ich auch auf das RMS, das sich meistens zwischen -10 und -8 dB einreiht. Der Song mag vielleicht minimal leiser klingen, doch es ist meiner Meinung nach genug Dynamik vorhanden, dies ist mir wichtiger als ein brachial lauter Mix.

    • Raphael   12. Jul 2013   20:13 UhrAntworten

      guter Ansatz :-)

  • michael   12. Jul 2013   14:04 UhrAntworten

    noch vor dem editing fahre ich jede spur auf -9 db. ganz am ende beim mixing regle ich noch mal die lautstärkeverhältnisse nach, wobei es nicht selten vorkommt, dass lead vocal, kick und snare bei 0 db 'rauskommen. wenn ich die exportierte datei dann als wave zum mastering wieder in die daw lade, liegt sie meist in ihrer gesamtheit bei -1.

  • Mex   12. Jul 2013   14:12 UhrAntworten

    Ich empfinde den "Loudness-War" ebenfalls als Plage und negativen Einfluss auf Art und Weise, wie heutzutage Musik vom "Otto-Normal Hörer"(und das ist schließlich immer das Zielpublikum) konsumiert und "genossen" wird.
    Heutzutage setzt sich doch niemand mehr vor seine Stereoanlage und lauscht der Musik und achtet auf Dynamik-Feinheiten und kreative und clever gesetzte Sounds und Arrangements etc.

    Der "Loudness-War" ist m.M. nach DER wesentliche Aspekt, weswegen man sich von Musik nur noch beiläufig berieseln lässt und lassen kann und sie nicht mehr wirklich genießt.
    Alles ist nur noch irgendwie laut und möglichst brachial, damit auch noch das leiseste Element im Mix unter allen Umständen (right in your face) wahr genommen werden soll und sich nicht mehr "anstrengen" solle, der Musik mal genauer zu lauschen.

    Musik klingt heute größtenteils nur noch aufdringlich und ist kein Produkt der Kunst mehr, sondern zu einem Massenprodukt wie Tiefkühlpizza verkommen, das schnell produziert und einfach nur noch sättigen soll- ohne individuellen Geschmack, sondern der Masse angepasst.

    Auch ich mußte mit meinen Produktionen auf den "Loudness-Zug" aufspringen, da potentielle Kunden sich auf Grund lauterer Songs ansonsten bei anderen Künstlern bedienten.
    Für mich hat sich auch in meinem Hörverhalten dadurch einiges geändert. Ich höre mir im Gegensatz zu früher meine eigenen Produktionen nicht mehr zurücklehnend genussvoll an um zu entspannen, sondern produziere einfach nur. Es ist nicht so, das ich mir keine Mühe mehr geben würde, aber empfinde meine eigenen Sachen nur noch äußerst selten als musikalisch gut gelungen. Man denkt nicht mehr darüber nach und alles ist zu einer Art Fließbandproduktion verkommen.

    Das was ich anderen Produzenten und Zielpublikum quasi vorwerfe, muß ich somit auch an mir selbst entdecken... und das ist m.M. nach dem "Loudness-War" geschuldet.
    Wenn ich heute entspannen möchte, höre ich ausschließlich nur noch Klassik. Hier gibt es zumindest noch ausgewogene Passagen zwischen Dramaturgie und zurückgenommener Ruhe und man gerne lauscht.
    Es würde mich interessieren, ob es anderen ähnlich geht ?

    Bezüglich Artikel-Anfrage:
    Je nach Musikstil kommen da ohnehin unterschiedliche Techniken und Pegel zustande. Pauschal gesagt, fahre ich im Studio einen durchschnittlichen Pegel von +4dbu der im Master in der Summe dann auf -0,2 limitiert wird. Der RMS liegt zumeist zwischen -9 bis -12, um wenigstens einen kleinen Anteil an Dynamik und gewisser Lebendigkeit erhalten zu können.

    • Dan   31. Dez 2014   03:48 UhrAntworten

      Kommt ganz auf die Musikrichtung an:
      Jazz sollte man tunlichst NIE komprimieren (sehr dynamisch). Bei einer Pop-Produktion hingegen (für den Konsumenten) finde ich einen RMS von -8dB bis -6,5dB (Peaks) max. vertretbar. Das sollte m.E. auch schon die absolute Obergrenze darstellen. Alles darüber hinaus klingt dann zwar laut(er), aber sch*****. ;-)

  • Michel Pop   12. Jul 2013   14:17 UhrAntworten

    Laut ist einfach geiler :-P

  • Vincent   12. Jul 2013   15:21 UhrAntworten

    immer recht easy in der elektronischen musik. mixe mit - 5 db headroom abliefern und mit nem hübschen, warmen, runden, dynamischen master wieder mitnehmen ;)

  • Philipp Wallat   12. Jul 2013   14:39 UhrAntworten

    viele sachen sind zu laut gemixt (punkt)

  • Jörn Hagedorn   12. Jul 2013   16:12 UhrAntworten

    Ich finde, es kommt sehr auf die Richtung/den Gesamtklang der Musik an!

  • Jörn Hagedorn   12. Jul 2013   16:18 UhrAntworten

    Wofür ist der hohe Pegel eigentlich erforderlich?

    • Mex   12. Jul 2013   21:32 UhrAntworten

      Hallo Jörn,

      der hohe Pegel ist "erforderlich", um die Aufmerksamkeit des Hörers "besser" erreichen zu können.
      Laute Signale bleiben einem im Gegensatz zu leisen Signalen besser in Erinnerung.. ähnlich, wie du bei einem Knall eines China-Böllers eher erschreckst, als beim Niesen eines zufällig anwesenden Passanten. Es ist ein psychoakustisches Phänomen, das insbesondere im Radio gezielt eingesetzt wurde und bis heute zu Verwesung überstrapaziert ist.

      Insbesondere im damaligen Rock-Radio fiel es einigen Managern auf, das laute Musik den Zuhörer besser erreicht als leise Musik und sich besser verkauft..ganz unabhängig davon, ob die musikalische Qualität auch stimmte, da man damals als Zuhörer von allem anderen reden konnte, als unbedingt vom perfekten Hi-Fi Genuß.. es ging einfach nur um Lautstärke, um ein Zuhörerschaft zu erreichen... "lauter" wurde einfach mit "besser" aufgefasst.

      So begannen dann auch viele, sich stetig übertrumpfen zu wollen und die möglichst lauteste Band sein zu wollen... und das nicht erst seit Gestern, sondern schon in den späten 60`er Jahren, als der Rock härtere Züge annahm.
      "Laut" hieß aber vor allem auch professionell... da es insbesondere damals den etablierten großen vorbehalten war, wirklich auf ein lautes Level in ihren Produktion zu kommen und sie im wesentlichen von "Amateuren" abhob.

      Diese "Erfordernis" wird heute nicht nur weiter angewandt, sondern bis auf die Spitze des Eisbergs gebracht.
      Hatten Verzerrungen damals noch ihren Charme im Soundcharakter, nehmen Producer heute Clipping heute billig in Kauf, selbst wenn es in keinem relativen Verhältnis zum Soundcharakter eines Musikstils steht. Hauptsache es ist laut und man geht nicht in der Masse unter und erreicht insofern nicht weniger Anteilnahme, als jeder andere (schlechtere) Act.
      DAS ist leider nach wie vor die "Erfordernis" des hohen Pegels, da er (leider) maßgeblichen Einfluss auf das Kaufverhalten eines Konsumenten hat.

  • Phunkateer   12. Jul 2013   17:49 UhrAntworten

    Also den Mixdown mache ich erst immer in meinem gekachelten Waschkeller, wegen dem schönen Hall.

    Dann rendere ich immer mit plus 5 dB direkt auf einen USB Stick aus dem Jahre 1998 für den echten Vintage Sound. Die plus 5 dB verleihen dem Signal den nötigen Punch. Wichtig hierbei ist, dass es sich um eine USB 1.1 Schnittstelle handelt. Alles was höher ist geht zu schnell und da kommen die Bits durcheinander was zu ganz grässlichen digitalen Artefakten führt.

    Da ich den Stick über ein HighEnd USB Goldkabel (gibt's von Heckler und Koch, nur 1995,- EUR) angeschlossen habe, klingt dennoch alles sehr edel. Ein wichtiger Punkt ist auch das Dithering: Hierzu klebe ich den USB Stick an meine Fahrradspeiche und fahre damit einen Monat lang rum. Das macht den Sound einfach runder.

    Leider wird das WAV davon etwas plattgedrückt und klingt einen Halbton tiefer. Aber es gibt ja Melodyne! Dort kann ich das WAV im Polyphon-Modus wieder einen Halbton nach oben pitchen und dann ab damit zu Abbey Road zum Mastering.

    • Raphael   13. Jul 2013   09:40 UhrAntworten

      geil :-D

    • Mex   14. Jul 2013   13:54 UhrAntworten

      Na das ist ja auch kein Wunder, dass das Wav etwas platt klingt, weil Du in der Kette nämlich etwas wichtiges vergessen hast.
      Nachdem der Stick an der Fahrradspeiche also seine Runden dreht, mußt Du unbedingt den Toaster einschalten (wegen der analogen Wärme) und bei einer alten Kassette noch die Bänder rauswurschteln (wegen der Bandsättigung...übrigens auch gut geeignet für einen sommerfrischen Bandsalat auf jedem Grillfest). Um echten Vintage-Stil zu erreichen und weg vom statischen BMP-Raster einer Produktion zu kommen, solltest Du das Master auch noch in der Waschmaschine durchschleudern, da obligatorische Gleichschlaufschwankungen mehr zur Authentizität beitragen. Ich habe mir jedoch abgewöhnt, mit dem Auto über das Master nochmals zusätzlich drüber zu fahren, um da mehr Druck zu erzeugen...das sollte man doch besser sein lassen ;-)

  • Raphael   12. Jul 2013   20:11 UhrAntworten

    Auf die Frage nach den Pegel:

    Beim Mischen schaue ich, dass ich einen Ausgangspegel von -3 dB FS habe, bzw. auch etwas darunter, so dass noch Luft nach oben ist. Die -3dB beziehen sich auf den Peak nicht auf den RMS Wert, der liegt dann in der Regel irgendwo zwischen -20 und -15 dB RMS.

    Beim Mastering kommt es darauf an was das musikalische Material hergibt:

    Songs, die ansich keine Dynamik (oder wenig Dynamik haben) dürfen ruhig auch lauter sein. Z.B. Songs im Metalbereich mit sehr hohen Verzerrungsgraden und dominater E-Gitarre. Bei Songs mit dynamischen Instrumenten mag ich es persönlich, wenn da auch ein gewisser Headroom nach oben ist.
    Als Daumenregel gehe ich so auf -10dB RMS...dann hat man noch ein bissel Luft nach oben und es ist auch von der intrinsischen Lautstärke ok.

    Beim Zusammensetzten mehrerer Songs versuche ich so gut wie möglich nach Gehör zu arbeiten. Das Produkt muss schlüssig klingen. Das kann dann ggf. auch heißen, dass der ein oder andere Song evtl. lauter oder leiser ist als der andere. Das Gesamtpaket muss sich dann homogen anhören...

  • Christian   12. Jul 2013   21:35 UhrAntworten

    Die meisten wünschen sich einen lauten Mix, da der Song sonst z.B. in einem Musik-Player gegen andere Songs untergeht. Eben noch lief ein Track nach an der 0 db-Grenze, dann auf einmal der dynamisch gemischte, der dann erstmal aufgedreht wird, da er ja leiser gemischt ist. Beginnt danach wieder ein Track, der totkomprimiert ist, fliegt einem die Anlage um die Ohren...

  • Eric Müller   12. Jul 2013   23:04 UhrAntworten

    Mache keinen wirklichen Mixdown, benutze Ableton und nehme dann einen Mastering Effekt, der hat einen Limiter, dadurch hat mein Drum aber eigentlich keine Power mehr, wie kann ich das anders machen, habt ihr ein Tipp? :)

  • Marena Selena Avila   13. Jul 2013   09:38 UhrAntworten

    Hallo Community,

    ich persönlich erstelle meinen Mixdown so, dass ich zwischen 3 und 6db Headroom habe. Da ich digital mixe, diesen durch meine riesige Bandmaschine durchjage um die schöne, analoge Bandsättigung zu bekommen und aber dann hinterher das analoge Signal wieder digital in den Rechner zurückspiele und dann digital mastere, ist dieser db-Spielraum eine große Hilfe für das spätere Master, weil dann auch nicht zu viel Dynamik verloren geht und ich das Master auch von der Lautstärke her gut anheben kann.

  • Raphael   13. Jul 2013   09:42 UhrAntworten

    ...vielleicht sollte man wirklich dazu übergehen Masters zu kennzeichnen hinsichtlich ihrer Dynamik. Bob Katz hat da das K-System vorgeschlagen und von Friedemann Tischmeyer gibt's auf pleasurise music auch eine Software dazu.
    Durch die angegebende Dynaimik (Dynamik Range weiß dann jeder in etwa wie laut ein Master ist und gerade dann, wenn man mehrere Songs von verschiedenen Medien abspielt kann man dann besser korrigieren...

  • condor   13. Jul 2013   10:19 UhrAntworten

    Ich benutze Kompressoren nur sehr selten, und wenn dann nur sparsam und ausschliesslich bei Vocals bzw Drums.

    Dabei gebe ich den Instrumenten im Spektrum den Raum, der für sie vorgesehen ist. Das erübrigt in den meisten fällen die Kompression.
    Dann bearbeite ich die höher ausgeschlagenen Peaks vorsichtig mit einem Peak Tool und bekomme dadurch lediglich die Spitzen ein wenig kürzer, ohne unnötig Transienten zu beschädigen.

    Danach tue ich etwas, was vielleicht jetzt belächelt wird.
    Ich normalisiere bis -1db, und sehe dann wie sich die Mitte in der wellendarstellung förmlich ausdehnt. Das gibt einen gehörigen Lautheitsschub, weil sich das Normalisieren ja immer nach der höchsten Amplitude richtet. Die habe ich vorher etwas weggenommen, und dadurch erreiche ich insgesamt mehr lautheit.

    Ist vielleicht eine etwas ungewöhhnliche Methode, aber die Dynamik im Song bleibt weitgehend erhalten.

    LG Condor

    • Marena Selena Avila   13. Jul 2013   11:57 UhrAntworten

      Perfekt. Ganz ehrlich: Kreativität kennt keine Grenzen. Und wenn diese Methode zu einem tollen Ergebnis führt.......warum nicht?!

      Schön. Weiter so! :-)
      Kollegiale Grüße

    • Dan   31. Dez 2014   03:40 UhrAntworten

      Mit Normalisieren ziehst du dir den Dreck unterhalb -60 dB auch automatisch lauter. Ist sehr suboptimal ... es sei denn, man steht auf suboptimale Ergebnisse. Nimm lieber nen vernünftigen Comp. und stell den Treshhold entsprechend ein. Oder du lässt mastern! ;-) Nur mal als Tipp aus´m Studio!

  • Phorsicht   13. Jul 2013   11:37 UhrAntworten

    Mein Mastering Mensch macht seine Sachen analog und will deswegen ein Mixdown von mir mit mindestens 3dB Headroom. Damit bekommt er kein Clipping in den DA/AD Wandlern. Meine Mixdowns gehen dann mit min. 10dB Dynamikumfang raus und kommen mit min. 6dB Dynamikumfang zurück. Das is für elektronische Musik wie ich sie mache recht viel und werde das auch beibehalten. Für mich ist das genau der richtige Kompromiss aus dynamik und Lautheit.

  • Patrick   15. Jul 2013   09:27 UhrAntworten

    Normalisieren ist deshalb keine gute Wahl, da ein hochwertiges analoges Gain im Mastering Studio sicherlich besser klingt, als ein digitales, es sei denn man möchte auf jegliche Art der harmonischen Verzerrung verzichten.

    Ich frag meine Kunden immer: Soll es laut oder gut klingen ?

  • condor   15. Jul 2013   15:14 UhrAntworten

    Ja Patrick, das ist natürlich richtig, und ich bin auch kein Mastering Spezi.

    Habe lediglich den Vorgang beschrieben, wie ich ihn handhabe für meine Demos bzw Playbacks und auch eigenen Sachen.

    Wenn es High End werden soll, lasse ich die Musik vom Spezialisten Mastern.

    LG condor

  • Tobias   08. Sep 2013   16:59 UhrAntworten

    Also für mich als Mastering-Engineer macht es sich immer gut, den Mix nicht höher als -5 bis -4 dBFS aus zu steuern. Am liebsten habe ich es auch wenn beim Mix keine Summenbearbeitung (ist für Lay-Back-Mastering Vorraussetzung) vorgenommen wurde. Auch getrennte Gesangs-Spuren sind mir am liebsten, da manchmal beim Mastering die Vokal etwas hervortreten oder in den Hintergrund rücken, und ich so die Möglichkeit habe, nach zu regeln.

  • Heinz Riemer   12. Jun 2014   13:35 UhrAntworten

    Mache den Mix auf -2dB bis knapp unter 0dB. Vor dem Mastern reduziere ich dann auf -3dB. Das Endprodukt hat dann sowieso 0dB

  • F.Thomas   12. Jul 2014   17:57 UhrAntworten

    Hallo Heinz Riemer,
    du schreibst "Das Endprodukt hat dann sowieso 0dB".
    Das sollte man auf keinen Fall so machen, weil die
    Gefahr des digitalen Clippings besteht.Bei vier Samples
    von 0dB in Folge spricht man schon von Clipping und
    kein CD Presswerk würde Material akzeptieren, wo auch
    nur einmal vier 0dB Samples in Folge auftauchen.

    Will man das Endprodukt noch als Mp3 exportieren,
    darf vor der Konvertierung keinesfalls ein Pegel
    von 0dB vorliegen, weil es dann bei der Konvertierung
    garantiert zu digitalem Clipping kommt.

    Wenn man die maximalen Peaks bei -0,3dB begrenzt
    und eine Dynamic Range von DR14 nicht unterschreitet,
    ist man auf der sicheren Seite.

    Will man es lauter haben, muß man dafür sorgen, daß die
    Peaks nicht ins Clipping geraten. Die Lautheit resultiert
    ja auch aus den RMS Pegeln und nicht aus den Spitzenpegeln.

    • Heinz Riemer   17. Jul 2014   10:29 UhrAntworten

      Kannst Du mir das bite erklären.
      Ich mache das so, dass ich erst auf max.-3dB mixe. Damit gehe ich ins Mastering. Nach Mastering habe ich einen Spitzenpegel von <0dB (meist rd. -0,2dB). Nun Normalisiere ich das Ganze auf 0dB für die CD Pressung.
      Was mache ich falsch?

Sag uns deine Meinung!

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