Mastering Tipps: Bob Katz löst das One-Note-Bass Problem

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Mastering Tipps von den Profis: Bob Katz über das One-Note-Bass-Problem

Allen voran sei dir nochmals unsere Kolumne von Autor und Mastering-Profi Friedemann Tischmeyer „Audio Mastering am Computer“ ans Herz gelegt. Hier bekommst Du von Grund auf erklärt, wie dieser letzte Arbeitsschritt in der Musikproduktion vonstatten geht, worauf Du achten musst und wie Du auch noch das letzte bisschen Klang aus deiner Musik herausbekommst.

Und heute geht weiter mit einem der bekanntesten Toningenieure und seinem kurzen sowie überaus hilfreichen Mastering Tipp: Bob Katz. Seine Referenzliste liest sich wie das Who-ist-Who des Musikbusiness und die Liste seiner Publikationen lang. Auf YouTube habe ich dieses Video ausgegraben, in dem er das so genannte One-Note-Bass Problem aufgreift und verrät, wie man es auf sehr musikalischem Wege lösen kann.

Das Problem, das er als One-Note-Bass bezeichnet, besteht darin, dass eine einzelne Note aus der Bassspur lauter erklingt als die restlichen. Dadurch entsteht ein Überbetonung der betroffenen Takte und ein Ungleichgewicht in der Bassspur.

Um das Problem zunächst überhaupt hören zu können, brauchst Du eine Abhöre, die tiefe Frequenzen noch wiedergibt. Auf meinen Laptop-Speakern war die problematische Note nicht als solche zu erkennen. Im Gegensatz dazu konnte ich das One-Note-Bass-Problem in meinen Kopfhörern deutlich wahrnehmen.

 

Mastering Tipps: Arbeitsschritte zur Lösung des One-Note-Bass-Problems

  1. Herausstechende Note identifizieren und benennen (hier: B)
  2. In einer Frequenztabelle nach der Frequenz der Note schauen (hier: 123 Hz)
  3. Equalizer in einen Insert setzen und auf Bassnotenfrequenz mit relativ steilem Q einstellen (Frequenz: 123 Hz / Q: 12 / Gain: -4dB)
  4. Gegenhören und eventuell nachjustieren

Das ist ein wirklich einfach umzusetzender Mastering Tipp für dich und dein Tonstudio. Allerdings musst Du natürlich darauf achten, dass nicht etwa deine Abhöre bzw. dein Raum an dem One-Note-Bass-Problem schuld sind. A/B-Vergleichen auf einem zweiten Paar Lautsprecher oder Studiomonitore ist absolut notwendig.

Jetzt aber genug der Beschreibung dieses Mastering TIpps, hier ist das Video:

 

Mastering Tipps von Bob Katz

Hat dir dieser Mastering-Tipp geholfen? Hast Du dein Problem auf eine andere Art und Weise gelöst? Verrate Du uns deine Tipps und Tricks zum Audio Mastering in den Kommentaren und hilf den anderen delamar-Lesern mit deinen Erfahrungen und deinem Wissen!

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Lesermeinungen (9)

zu 'Mastering Tipps: Bob Katz löst das One-Note-Bass Problem'

  • Manuel   24. Sep 2009   16:24 UhrAntworten

    Letztendlich auch eine Methode, die man schon beim Mischen auf die einzelnen Bassspuren anwenden kann...

  • DrNI   24. Sep 2009   18:01 UhrAntworten

    Räume ohne Resonanzfrequenzen dürfte es im Homerecording-Bereich eher nicht geben. Das Fiese dabei ist, dass man mit Pyramidenschaumstoff & Co den Bass-Frequenzen nicht beikommt. Also hilft für den finalen Mix und die Bass-Spur nur ein guter Kopfhörer zur Kontrolle. Zu schnell lässt man sich vom wenig optimalen Abhörraum täuschen... und schon im Wohnzimmer gehört dröhnt wieder ein anderer Ton. ;-)

  • Oliver Schmitt   24. Sep 2009   21:25 UhrAntworten

    hi! pyramidenschaumstoff kann man in der tat völlig vergessen wenns um den bassbereich geht. hier helfen nur ordentliche absorber bzw. generell "gewicht".

    die beschriebende methode ist ein perfekter weg am ende aus einer reinen stereospur noch etwas rauszureißen...

    gruss,
    olli

  • umbertus   26. Sep 2009   01:12 UhrAntworten

    ich habe per zufall eine andere variante herausgefunden, die in meinen augen besser ist. und zwar :
    --> bass spur in melodyne plugin "importieren" resp aufnehmen
    --> nur die "blobs markieren, die genau von DER Saite dess basses sind, die zu laut erscheint
    --> und die "amplitude" der selektierten blobs anpassen

    meine empfehlung

  • Carlos (delamar)   26. Sep 2009   08:22 UhrAntworten

    Hi und vielen Dank für euer Feedback. Die Variante mit der Lautstärke ist sicher die beste während des Abmischens. Die Bob Katz Methode ist aber eher als Mastering Tipp zu verstehen, wenn nur noch eine Stereosumme zur Verfügung steht.

  • nevi   26. Sep 2009   18:18 UhrAntworten

    Gibt ja nun DNA ^^
    Würde mich mal interessieren, ob umbertus' Methode damit auch funktioniert. Der Bass ist in seinem Frequenzbereich schließlich recht genau zu definieren.

    Könnt Ihr das mal ausprobieren?

  • lenni   15. Sep 2011   22:23 UhrAntworten

    "F# is Mi in B minor"

    ?????

    Ausgehend von " Do-Re-Mi-Fa-So-La-Si" (das ist wohl gemeint) wäre das dann aber "So"... oder - so würde ich es erklären - die Quinte.

    :-(((

  • Benjamin Hauser   16. Jun 2012   13:36 UhrAntworten

    aah.. :D Dann hab ich das ja bis jetzt richtig gemacht so^^ Dachte immer, dass mein Gehör diese einzelne Noten im Bassbereich einfach nicht gerne hat^^

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