Apple Mastered for iTunes – Klingt es wirklich besser so?

Apple Mastered for iTunes

Etwas belächelt wird das Projekt in der Branche schon. Aber worum geht es denn nun wirklich. Apple hat mit AAC einen Codec für die verlustbehaftete Komprimierung von Musikdaten in seinen Geräten in Verwendung. Dieser wurde in den letzen Jahren so weit verbessert, dass man bei Apple nun sicher ist, dass es sich lohnt, alte Klassiker in diesem Codec neu zu verwursten. Und so wurden eben diverse Hits in eben diesem Codec komprimiert und stehen nun unter dem Label Mastered for iTunes zum Download bereit.

Apple geht dabei davon aus, dass der AAC-Codec bei einer Bitrate von 224 kBit/s mit dem verlustfreien CDDA-Format (Audio CD) vergleichbar wäre, und das bei bis zu 16-facher Komprimierung. Durch die speziellen Codecs würde auch die Wiedergabe auf den verschiedenen iGagdets optimiert.

Apple Mastered for iTunes

Es stehen bereits Titel unter dem Label Mastered for iTunes zum Download bereit.

Des Weiteren werden mehrere Tools zum Download angeboten, mit denen man selbst Hand anlegen kann. Auf der Homepage von Apple existiert dazu ein Leitfaden im PDF-Format. Allerdings musst Du diesen wahrscheinlich mehrfach lesen, er gehört zu der etwas schwerer verdaulichen Lesekost.

In der Toolbox sind zum Beispiel ein Droplet, mit dem Du relativ schnell ein Song für iTunes optimiert komprimieren kannst. Sie beinhaltet dann weitere Tools, die dir helfen sollen, die Songs miteinander zu vergleichen und zu schauen, ob die erstellte Version fehlerhaft ist (z.B. Clippings drin sind).

Die Tools kannst Du dir heute schon bei Apple herunterladen. Das ganze gibt es gratis. Allerdings, wer Apple kennt hat das wahrscheinlich schon erwartet, laufen die Tools nur unter Mac OS X.

Lesermeinungen (10)

zu 'Apple Mastered for iTunes – Klingt es wirklich besser so?'

  • Olaf
    25. Feb 2012 | 12:29 Uhr Antworten

    Es würde schon reichen, wenn Apple endlich mal den FLAC-Codec nativ in sein System einbinden würde…

    Aber es gibt ja ALAC (Apple Lossless Audio Codec), der “so ähnlich” wie FLAC verlustfrei komprimiert. Es gibt aber mindestens zwei entscheidende Nachteile von ALAC gegenüber FLAC: 1. ALAC ist proprietär, d.h. ein geschlossenes System, das nur Apple vollständig kennt, FLAC – wie der Name schon sagt – ist frei und quelloffen. 2. – was ich noch viel entscheidender finde – FLAC komprimiert tatsächlich besser. Vielleicht nicht bei “normalen” Songs, aber wenn man eine Aufnahme mit Pausen hat (totale Stille) verbraucht FLAC an diesen Stellen offenbar keinen Platz, während ALAC auch hier – ähnlich wie bei WAV oder AIFF – Speicherplatz verbraucht.

    Darauf gestoßen bin ich, als ich meine Mehrspuraufnahmen nach Abschluss einer Produktion zum Archivieren verlustfrei komprimieren wollte. Ursprünglich hatte ich die einzelnen Spuren immer ins ALAC-Format gewandelt und in einem CAF-Container gespeichert, da OS X damit ohne weitere Hilfsmittel auch schon im Finder zurecht kommt. Spaßeshalber habe ich dann die Spuren auch noch mal mit FLAC komprimiert und erstaunlicher Weise festgestellt, dass die Dateien deutlich kleiner waren, als mit ALAC. Beim fertigen Song, der von vorn bis hinten Musik und damit “echte” Informationen enthält, nehmen sich die beiden Codecs praktisch nichts, aber in den einzelnen Spuren, die zum Teil längere Pausen enthalten (z.B. wenn ein Instrument nur im Refrain, aber nicht in der Strophe spielt) reduziert sich der Speicherbedarf doch noch einmal deutlich.

  • Günnie
    25. Feb 2012 | 23:45 Uhr Antworten

    Achtung, dass ALAC propietär sein soll stimmt nicht mehr: Apple Lossless Audio Codec ist seit Herbst letzten Jahres nämlich Open Source!

    • Olaf
      26. Feb 2012 | 20:02 Uhr Antworten

      Oops… das ist dann wohl an mir vorbeigegangen. Aber um so besser! Ein Nachteil weniger ;-)

  • Zippo
    26. Feb 2012 | 11:21 Uhr Antworten

    AAC wurde NICHT von Apple entwickelt. Siehe en.wikipedia.org/wiki/Advanced_Audio_Coding

    Bitte erst recherchieren, dann schreiben. Danke!

    • polyaural
      26. Feb 2012 | 21:18 Uhr Antworten

      Ach, das wird oft gemacht. Damit füttert man seine Vorurteile, damit die stinkenden Biester nicht kümmerlich eingehen.

      AAC ist die längst fällig Weiterentwicklung von MP3. Apple hat das erkannt und konsequent auf das bessere Pferd gesetzt, seine Geräte fitgemacht und alles getan, um den besseren Standard zu verbreiten. Aber es ist natürlich common sense erst mal zu behaupten Apple — Properitäres Format – Gefängnis — User-Gängelung — Apple-Sekte und so weiter blah blah blah …

      Das war bei FireWire und hunderten Dingen so, das wird bei Thunderbolt genau so sein …

  • orion
    28. Feb 2012 | 17:41 Uhr Antworten

    Apple ist ein betrügerisches Unternehmen. Und damit sind nicht die Mitarbeiter gemeint, sondern die oberste Etage.

    Mehr sag ich nicht.

    • polyaural
      28. Feb 2012 | 18:37 Uhr Antworten

      Das ist wohl auch besser so.

  • Tom
    03. Mrz 2012 | 11:37 Uhr Antworten

    Es soll tatsächlich Menschen geben, die morgens aufwachen und um sich herum nur Feinde sehen …

    Das hat dann meist nichts mehr mit gesunder Vorsicht sondern zuwenig seelischen Streicheleinheiten zu tun :-)

  • Dan
    05. Mrz 2012 | 22:04 Uhr Antworten

    Es soll aber auch Menschen geben, die wirklich alles durch eine Apple-Brille schauen :-).

  • Günnie
    06. Mrz 2012 | 10:01 Uhr Antworten

    Hmmh. Die Frage war ja, ob das Skript (mehr ist es ja nicht) “Apple Mastered for iTunes” nun wirklich AAC-Files geniert, die wirklich so gut klingen wie von Apple behauptet. Hat es denn schon jemand ernsthaft getestet und mit Originalfiles verglichen?

Sag uns deine Meinung!