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	<title>Kommentare zu: Die 11 wesentlichsten Tipps zum Audio Mastering im eigenen Tonstudio</title>
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	<description>Sound, Music &#38; Recording</description>
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		<title>Von: Olaf</title>
		<link>http://www.delamar.de/mastering/die-11-wesentlichsten-tipps-zum-audio-mastering-im-eigenen-tonstudio-7396/#comment-81659</link>
		<dc:creator>Olaf</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 15:40:34 +0000</pubDate>
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		<description>@nevi: Nein, ich meinte die unter 6. angesprochene Funktion des Normalisierens. Hierbei wird das betreffende Audiomaterial (einzelner Track oder ganzes Album) zunächst nach dem lautesten Peak durchsucht und anschließend das gesamte Material linear im Pegel angehoben (oder abgesenkt), bis dieser eine Maximal-Peak den eingestellten Wert annimmt.

Dieser rein mathematische Rechenalgorithmus kann zu klanglichen Veränderungen führen. Jede Addition oder Subtraktion auf dB-Ebene bedeutet im Hintergrund eine Multiplikation bzw. Division, da dB-Werte logarithmisch sind. Ein Absenken um 6 dB bedeutet z.B. eine Pegelhalbierung. Ein einfaches Beispiel: wenn ich die Zahl 27 halbiere, bekomme ich 13,5. Die Anzahl der signifikanten Stellen hat sich also erhöht. Wenn ich das auf die Wortbreite (=Bittiefe) von digitalem Audio übertrage, müsste ich also meine Genauigkeit erhöhen, sprich die Bittiefe vergrößern. Das geht aber nicht so ohne weiteres. Wenn ich z.B. im 16 Bit Ganzzahl-Modus bin (CD), habe ich nur diese 16 Bit und auch nur Ganzzahlen zur Verfügung. Ich kann mir nicht mal eben ein weiteres Bit aus der Luft holen. Also müsste ich, um auf das Beispiel zurückzukommen, das Ergebnis der Rechnung in irgend einer Form runden. Dass ich dabei das Ausgangsmaterial verändere, liegt auf der Hand.

Nun arbeiten die meisten gängigen DAWs mit 32 Bit Fließkommagenauigkeit, manche sogar mit noch größerer Wortbreite. Hier eine klangliche Veränderung bei einer einzelnen Level-Bearbeitung zu hören, ist sicher unmöglich. Wenn ich mir aber vorstelle, dass ich in einem Audio-Projekt insgesamt vielleicht 100 oder noch mehr Plugins (EQs, Kompressoren, Limiter, Verzerrer etc.) verwende, kann ich mir schon vorstellen, dass solche &quot;Rundungsfehler&quot; irgendwann hörbar werden. Deswegen ist überlegte Pegel-Bearbeitung immer zu empfehlen. Dieses stumpfe Normalisieren gehört dabei zu den Schritten, die man getrost weglassen kann, wenn man durchgehend sauber arbeitet. Es steht in keinem Gesetz, dass der höchste absolute Peak einer Aufnahme nicht auch bei -4,7 dBFS liegen darf. Ein einzelner Maximal-Peak sagt letztlich auch nichts über die &quot;innere&quot; Lautheit eines Programms aus. Eine Aufnahme, deren Maximal-Pegel bei -4,7 dBFS liegt und deren RMS-Level bei etwa -6,7 dBFS, ist &quot;doppelt so laut&quot;, wie eine Aufnahme, deren Peak-Level zwar bei -0,3 dbFS liegt, deren RMS-Wert aber bei -12,7 dBFS. Das Gehör ist gewissermaßen unempfinglich für kurze Peaks, es orientiert sich eher an der durchschnittlichen Lautstärke (RMS). Bei der zweiten Aufnahme müsste man also seinen Montior-Gain weiter aufdrehen, damit man die gleiche Lautstärke-Empfindung hat, wie bei der ersten Aufnahme.

Inzwischen bin ich auch davon abgekommen, den Adaptive Limiter zu verwenden. Es gibt von Bob Katz ein paar sehr interessante Gedanken zum Thema Mastering, Peak-Normalisation, Loudness-Race etc. auf seiner Homepage digido.com. Einfach mal nach &quot;K-Metering&quot; suchen... Einige (auch kostenlose) Metering-Plugins bieten die Möglichkeit des K-Meterings an. Dabei wird der &quot;0 dB&quot;-Punkt nicht auf die problematischen 0 dbFS gesetzt, sondern z.B. auf -20 dbFS. Pegelt man sein Programm nun auf einen RMS-Wert von etwa 0 bis +4 dB (K-20) ein, hat man also etwa 16-20 dB Headroom. Da &quot;normales&quot; Audio-Material praktisch nie mehr als 14 dB Average-to-Peak-Ratio hat, braucht man sich also über Clipping und ein Überschreiten der 0 dBFS-Grenze kaum noch Gedanken zu machen. Ein &quot;einfacher&quot; Peak-Limiter auf -0.5 dBFS zur Sicherheit kann aber trotzdem nicht schaden...

Da die meisten Level-Meter immer die 0 dBFS-Grenze ganz oben haben, verleitet es dazu, viel zu hoch auszusteuern. Man hat ja noch &quot;von früher&quot; im Ohr, dass man immer so hoch wie möglich aussteuern soll, damit man möglichst wenig Rauschen auf die Aufnahme bekommt. Mit den 16 Bit einer Audio-CD hat man einen Dynamikumfang von 96 dB. Mit den im Studio-Bereich üblichen 24 Bit kommt man schon auf 144 dB. Deswegen soll man seine Aufnahmen auch immer mit 24 Bit machen und erst im allerletzen Schritt beim CD-Mastering auf 16 Bit umwandeln unter Verwendung von Dithering. Lässt man bei 24 Bit 20 dB Headroom, liegt man mit seinem Dynamikumfang immer noch um 28 dB über dem der CD. Da 6 dB jeweils eine Pegelverdopplung sind (s.o.) entspricht das also fast dem 32-fachen an &quot;Lautstärke&quot;. Das sollte ja wohl reichen...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@nevi: Nein, ich meinte die unter 6. angesprochene Funktion des Normalisierens. Hierbei wird das betreffende Audiomaterial (einzelner Track oder ganzes Album) zunächst nach dem lautesten Peak durchsucht und anschließend das gesamte Material linear im Pegel angehoben (oder abgesenkt), bis dieser eine Maximal-Peak den eingestellten Wert annimmt.</p>
<p>Dieser rein mathematische Rechenalgorithmus kann zu klanglichen Veränderungen führen. Jede Addition oder Subtraktion auf dB-Ebene bedeutet im Hintergrund eine Multiplikation bzw. Division, da dB-Werte logarithmisch sind. Ein Absenken um 6 dB bedeutet z.B. eine Pegelhalbierung. Ein einfaches Beispiel: wenn ich die Zahl 27 halbiere, bekomme ich 13,5. Die Anzahl der signifikanten Stellen hat sich also erhöht. Wenn ich das auf die Wortbreite (=Bittiefe) von digitalem Audio übertrage, müsste ich also meine Genauigkeit erhöhen, sprich die Bittiefe vergrößern. Das geht aber nicht so ohne weiteres. Wenn ich z.B. im 16 Bit Ganzzahl-Modus bin (CD), habe ich nur diese 16 Bit und auch nur Ganzzahlen zur Verfügung. Ich kann mir nicht mal eben ein weiteres Bit aus der Luft holen. Also müsste ich, um auf das Beispiel zurückzukommen, das Ergebnis der Rechnung in irgend einer Form runden. Dass ich dabei das Ausgangsmaterial verändere, liegt auf der Hand.</p>
<p>Nun arbeiten die meisten gängigen DAWs mit 32 Bit Fließkommagenauigkeit, manche sogar mit noch größerer Wortbreite. Hier eine klangliche Veränderung bei einer einzelnen Level-Bearbeitung zu hören, ist sicher unmöglich. Wenn ich mir aber vorstelle, dass ich in einem Audio-Projekt insgesamt vielleicht 100 oder noch mehr Plugins (EQs, Kompressoren, Limiter, Verzerrer etc.) verwende, kann ich mir schon vorstellen, dass solche &#8220;Rundungsfehler&#8221; irgendwann hörbar werden. Deswegen ist überlegte Pegel-Bearbeitung immer zu empfehlen. Dieses stumpfe Normalisieren gehört dabei zu den Schritten, die man getrost weglassen kann, wenn man durchgehend sauber arbeitet. Es steht in keinem Gesetz, dass der höchste absolute Peak einer Aufnahme nicht auch bei -4,7 dBFS liegen darf. Ein einzelner Maximal-Peak sagt letztlich auch nichts über die &#8220;innere&#8221; Lautheit eines Programms aus. Eine Aufnahme, deren Maximal-Pegel bei -4,7 dBFS liegt und deren RMS-Level bei etwa -6,7 dBFS, ist &#8220;doppelt so laut&#8221;, wie eine Aufnahme, deren Peak-Level zwar bei -0,3 dbFS liegt, deren RMS-Wert aber bei -12,7 dBFS. Das Gehör ist gewissermaßen unempfinglich für kurze Peaks, es orientiert sich eher an der durchschnittlichen Lautstärke (RMS). Bei der zweiten Aufnahme müsste man also seinen Montior-Gain weiter aufdrehen, damit man die gleiche Lautstärke-Empfindung hat, wie bei der ersten Aufnahme.</p>
<p>Inzwischen bin ich auch davon abgekommen, den Adaptive Limiter zu verwenden. Es gibt von Bob Katz ein paar sehr interessante Gedanken zum Thema Mastering, Peak-Normalisation, Loudness-Race etc. auf seiner Homepage digido.com. Einfach mal nach &#8220;K-Metering&#8221; suchen&#8230; Einige (auch kostenlose) Metering-Plugins bieten die Möglichkeit des K-Meterings an. Dabei wird der &#8220;0 dB&#8221;-Punkt nicht auf die problematischen 0 dbFS gesetzt, sondern z.B. auf -20 dbFS. Pegelt man sein Programm nun auf einen RMS-Wert von etwa 0 bis +4 dB (K-20) ein, hat man also etwa 16-20 dB Headroom. Da &#8220;normales&#8221; Audio-Material praktisch nie mehr als 14 dB Average-to-Peak-Ratio hat, braucht man sich also über Clipping und ein Überschreiten der 0 dBFS-Grenze kaum noch Gedanken zu machen. Ein &#8220;einfacher&#8221; Peak-Limiter auf -0.5 dBFS zur Sicherheit kann aber trotzdem nicht schaden&#8230;</p>
<p>Da die meisten Level-Meter immer die 0 dBFS-Grenze ganz oben haben, verleitet es dazu, viel zu hoch auszusteuern. Man hat ja noch &#8220;von früher&#8221; im Ohr, dass man immer so hoch wie möglich aussteuern soll, damit man möglichst wenig Rauschen auf die Aufnahme bekommt. Mit den 16 Bit einer Audio-CD hat man einen Dynamikumfang von 96 dB. Mit den im Studio-Bereich üblichen 24 Bit kommt man schon auf 144 dB. Deswegen soll man seine Aufnahmen auch immer mit 24 Bit machen und erst im allerletzen Schritt beim CD-Mastering auf 16 Bit umwandeln unter Verwendung von Dithering. Lässt man bei 24 Bit 20 dB Headroom, liegt man mit seinem Dynamikumfang immer noch um 28 dB über dem der CD. Da 6 dB jeweils eine Pegelverdopplung sind (s.o.) entspricht das also fast dem 32-fachen an &#8220;Lautstärke&#8221;. Das sollte ja wohl reichen&#8230;</p>
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		<title>Von: nevi</title>
		<link>http://www.delamar.de/mastering/die-11-wesentlichsten-tipps-zum-audio-mastering-im-eigenen-tonstudio-7396/#comment-81656</link>
		<dc:creator>nevi</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 14:20:28 +0000</pubDate>
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		<description>@Olaf:
Meintest Du viell. eine Leveler-Funktion statt einen Normalizer?

-0.3dB Headroom ist richtig. -0.1 ist zu wenig, weil es damit trotzdem Probleme/ISPs geben kann bei der Decodierung von mp3-kodiertem Material. Wenn die angepeilte Bitrate sehr niedrig ist (-&gt; z.B. MySpace) reichen auch -0.3dB nicht mehr.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Olaf:<br />
Meintest Du viell. eine Leveler-Funktion statt einen Normalizer?</p>
<p>-0.3dB Headroom ist richtig. -0.1 ist zu wenig, weil es damit trotzdem Probleme/ISPs geben kann bei der Decodierung von mp3-kodiertem Material. Wenn die angepeilte Bitrate sehr niedrig ist (-&gt; z.B. MySpace) reichen auch -0.3dB nicht mehr.</p>
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	<item>
		<title>Von: DJ CeeJay</title>
		<link>http://www.delamar.de/mastering/die-11-wesentlichsten-tipps-zum-audio-mastering-im-eigenen-tonstudio-7396/#comment-77528</link>
		<dc:creator>DJ CeeJay</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 20:58:13 +0000</pubDate>
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		<description>Hey, sehr schöne Tips!
Das mit deinem Bekannten ist echt sehr nice :) Nach eigenem Geschmack anheben und dann halbieren - kannte ich noch nicht - danke dafür!

Ich hab heute meine neue Beatzeitschrift bekommen, da ist das schöne Tutorialchen &quot;Vocals abmsichen&quot; drauf :) 
Werd mir das jetz anschauen und mein halbwegs mit Musik verpestetem Gehirn neue Nahrung geben! 

LG aus Lübeck!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hey, sehr schöne Tips!<br />
Das mit deinem Bekannten ist echt sehr nice :) Nach eigenem Geschmack anheben und dann halbieren &#8211; kannte ich noch nicht &#8211; danke dafür!</p>
<p>Ich hab heute meine neue Beatzeitschrift bekommen, da ist das schöne Tutorialchen &#8220;Vocals abmsichen&#8221; drauf :)<br />
Werd mir das jetz anschauen und mein halbwegs mit Musik verpestetem Gehirn neue Nahrung geben! </p>
<p>LG aus Lübeck!</p>
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		<title>Von: Olaf</title>
		<link>http://www.delamar.de/mastering/die-11-wesentlichsten-tipps-zum-audio-mastering-im-eigenen-tonstudio-7396/#comment-75462</link>
		<dc:creator>Olaf</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 08:15:12 +0000</pubDate>
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		<description>Von der Funktion &quot;Normalisieren&quot;, die viele DAWs und Audio-Bearbeitungsprogramme anbieten, würde ich persönlich die Finger lassen. Vielleicht ist es ja Blödsinn, aber ich habe dabei immer das unschöne Gefühl, dass hierbei nur &quot;kalte&quot; Mathematik auf die Wellenform angewandt wird und keine musikalische Bearbeitung stattfindet. Um den Pegel möglichst weit anzuheben, würde ich eher zu einem sehr moderat eingestellten Brickwall-Limiter greifen, der nur gerade eben so die extremen Pegelspitzen abfängt. In Logic verwende ich hierfür z.B. den Adaptive Limiter, andere Programme bieten sicher ähnliche Plug-Ins. Ein freier Brickwall-Limiter wäre z.B. der &quot;W1&quot; von 4Front (für Mac und Windows erhältlich z.B. bei kvraudio.com).

Als Maximalpegel würde ich allerdings nicht bloß -0.1 dB einstellen, da das auf jeden Fall zu wenig Headroom ist! Ich würde eher -0.3 dB bis -0.5 dB lassen, denn es gibt nichts schlimmeres, als die besagten Intersample-Peaks (ISP). Die fallen einem beim Abspielen des Masters zwar nicht auf, können aber bei einigen Consumer-Geräten beim Abspielen Probleme verursachen. Um ISPs in der eigenen Produktion zu erkennen gibt es z.B. das kostenlose Plug-In &quot;X-ISM&quot; von SSL.

@Scraw:
Das Hauptaugenmerk beim Mastern liegt in der Regel darin, ein ausgewogenes Klangbild eines gesamten Albums sicherzustellen, also über sämtliche Songs hinweg. Gelegentlich ist es dazu erforderlich, auch noch mal in den Frequenzgang einzelner Tracks einzugreifen (EQ), um eine Störfrequenz abzusenken oder eine Nutzfrequenz anzuheben. Wie schon im Beitrag angedeutet, sind dies aber meist nur marginale Eingriffe, oft unter +/-1 dB Pegeländerung. Hin und wieder wird auch im Mastering noch ein wenig Rauminformation (Early Reflections/Hall) hinzugefügt, manchmal über das gesamte Album, manchmal nur bei einzelnen Tracks, manchmal auch nur in einer Strophe oder einem Refrain. &quot;It depends&quot;, wie der Brite sagt...

Einen einzelnen Song zu mastern ist nur bedingt sinnvoll. Sicher kann es nicht schaden, nach dem Mixdown das Werk noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen und mit frischen Ohren auf Fehlersuche zu gehen. Erkannte Fehler sollte man aber, wie auch im Beitrag erwähnt, besser an den einzelnen Spuren im Mix korrigieren und nicht am Endprodukt. Das Mastering sollte man schlussendlich immer jemand anderem überlassen. Nicht nur wegen der oft besseren Geräteausstattung eines spezialisierten Studios, sondern vor allem wegen der unvoreingenommenen Meinung des Mastering-Ingeneurs und dessen frischen Blickes auf das Werk.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Von der Funktion &#8220;Normalisieren&#8221;, die viele DAWs und Audio-Bearbeitungsprogramme anbieten, würde ich persönlich die Finger lassen. Vielleicht ist es ja Blödsinn, aber ich habe dabei immer das unschöne Gefühl, dass hierbei nur &#8220;kalte&#8221; Mathematik auf die Wellenform angewandt wird und keine musikalische Bearbeitung stattfindet. Um den Pegel möglichst weit anzuheben, würde ich eher zu einem sehr moderat eingestellten Brickwall-Limiter greifen, der nur gerade eben so die extremen Pegelspitzen abfängt. In Logic verwende ich hierfür z.B. den Adaptive Limiter, andere Programme bieten sicher ähnliche Plug-Ins. Ein freier Brickwall-Limiter wäre z.B. der &#8220;W1&#8243; von 4Front (für Mac und Windows erhältlich z.B. bei kvraudio.com).</p>
<p>Als Maximalpegel würde ich allerdings nicht bloß -0.1 dB einstellen, da das auf jeden Fall zu wenig Headroom ist! Ich würde eher -0.3 dB bis -0.5 dB lassen, denn es gibt nichts schlimmeres, als die besagten Intersample-Peaks (ISP). Die fallen einem beim Abspielen des Masters zwar nicht auf, können aber bei einigen Consumer-Geräten beim Abspielen Probleme verursachen. Um ISPs in der eigenen Produktion zu erkennen gibt es z.B. das kostenlose Plug-In &#8220;X-ISM&#8221; von SSL.</p>
<p>@Scraw:<br />
Das Hauptaugenmerk beim Mastern liegt in der Regel darin, ein ausgewogenes Klangbild eines gesamten Albums sicherzustellen, also über sämtliche Songs hinweg. Gelegentlich ist es dazu erforderlich, auch noch mal in den Frequenzgang einzelner Tracks einzugreifen (EQ), um eine Störfrequenz abzusenken oder eine Nutzfrequenz anzuheben. Wie schon im Beitrag angedeutet, sind dies aber meist nur marginale Eingriffe, oft unter +/-1 dB Pegeländerung. Hin und wieder wird auch im Mastering noch ein wenig Rauminformation (Early Reflections/Hall) hinzugefügt, manchmal über das gesamte Album, manchmal nur bei einzelnen Tracks, manchmal auch nur in einer Strophe oder einem Refrain. &#8220;It depends&#8221;, wie der Brite sagt&#8230;</p>
<p>Einen einzelnen Song zu mastern ist nur bedingt sinnvoll. Sicher kann es nicht schaden, nach dem Mixdown das Werk noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen und mit frischen Ohren auf Fehlersuche zu gehen. Erkannte Fehler sollte man aber, wie auch im Beitrag erwähnt, besser an den einzelnen Spuren im Mix korrigieren und nicht am Endprodukt. Das Mastering sollte man schlussendlich immer jemand anderem überlassen. Nicht nur wegen der oft besseren Geräteausstattung eines spezialisierten Studios, sondern vor allem wegen der unvoreingenommenen Meinung des Mastering-Ingeneurs und dessen frischen Blickes auf das Werk.</p>
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	<item>
		<title>Von: Scraw</title>
		<link>http://www.delamar.de/mastering/die-11-wesentlichsten-tipps-zum-audio-mastering-im-eigenen-tonstudio-7396/#comment-75443</link>
		<dc:creator>Scraw</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 16:08:02 +0000</pubDate>
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		<description>Das sind richtig gute Tipps. Vielen Dank dafür! Eine Frage hätte ich aber trotzdem: Ist ein Unterschied zwischen dem ungemastertem Song und dem gemastertem Song nur in der Lautstärke hörbar oder wird da noch mehr gemacht? Wenn ja, was denn da noch?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das sind richtig gute Tipps. Vielen Dank dafür! Eine Frage hätte ich aber trotzdem: Ist ein Unterschied zwischen dem ungemastertem Song und dem gemastertem Song nur in der Lautstärke hörbar oder wird da noch mehr gemacht? Wenn ja, was denn da noch?</p>
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